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Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als auch in der Person eines jeden anderen jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest. - Immanuel Kant ( Philosoph ) |
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Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland sind Alkoholkrank und wenn sie nicht schon süchtig sind, so sind viele doch zumindest stark gefährdet, Alkoholkrank zu werden. Obwohl es in unserem Land eine so große Anzahl von Menschen gibt, die davon direkt oder indirekt betroffen ist, wird diese Krankheit immer noch recht stiefmütterlich behandelt und tabuisiert, da aus früheren Zeiten immer noch ein Makel an diesen Menschen haftet.
In Deutschland gibt es
nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle gegen Suchtgefahren e. V. ( DHS
) rund 2,5 Millionen behandlungsbedürftige Alkoholkranke; darin doppelt so
viele Männer wie Frauen. Der Anteil von
Frauen steigt seit Jahren ständig
an. Besonders problematisch ist die wachsende Zahl jugendlicher Konsumenten, denn
das Nervensystem
junger Menschen reagiert sehr viel empfindlicher auf Alkohol
als das Erwachsener. |
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Das tragische an dieser Krankheit ist, dass es nicht nur die Einzelperson betrifft, sondern alle Personen, die mit ihm in Kontakt stehen. (Angehörige, Arbeitskollegen, Freunde und vor allem den Lebenspartner sowie die Kinder). Beim Nichtraucherschutzgesetz wird darauf hingewiesen, dass das Rauchen auch Nichtraucher schädigt und gefährdet. Wer aber denkt schon im Zusammenhang mit der Alkoholerkrankung an die Millionen Co-Alkoholiker, denen das Leben manchmal wie die Hölle erscheint und deren psych. wie auch phys. Gesundheit ebenso extrem gefährdet ist. Die Alkoholkrankheit ist nicht heilbar und führt - unbehandelt - zum sicheren Tod. Sie kann nur durch eine völlig abstinente Lebensweise gestoppt werden. |
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Es ist jedoch eine Schande, dass man sich als "trockener",
wie auch als
behandlungsbedürftiger
Alkoholkranker
heutzutage und in unserer Gesellschaft immer noch verstecken muss. So offen
und liberal sich die Gesellschaft nach außen hin gibt, auch heute muss man
sich offensichtlich dieser Krankheit wegen noch schämen, was letztendlich mit
dazu führt, dass diese Krankheit erst so spät eingestanden und behandelt wird. ( Würden Sie sich auch schämen, wenn Sie eine Grippe hätten - seien Sie ehrlich ? ) Nachteile im Beruf, der Teilnahme am Arbeitsleben, wie auch im gesellschaftlichen Umgang sind noch immer ein Thema, wie ich auch leidvoll am eigenen Leib erfahren musste. Während die einen verachtet werden, lassen sich die Manager von Großbrauereien und Spirituosenherstellern für Ihre Absatzsteigerungen und Bilanzerlöse feiern ( auch wenn in den letzten Jahren ein Rückgang zu verzeichnen war ) und verkünden uns jedes Jahr voller Stolz, dass wir Deutschen an Nummer 2 der Bierkonsumenten stehen. Dabei werden ihre Werbestrategien und Produkte immer aggressiver und zielen vor allem auf den jugendlichen Verbraucher. Dies ist natürlich aus marktwirtschaftlicher Sichtweise zu verstehen, aber wo bleibt hier die soziale Verantwortung. ( Hierzu fällt mir ein bekanntes Zitat von Bertold Brecht ein, dass da lautet - " Erst kommt das Fressen, dann die Moral "). |
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In den letzten Jahren ist erfreulicherweise diese Erkrankung und der Alkoholmissbrauch oft ( auch in den Medien ) thematisiert worden und es ist trotz Rückschlägen der Beginn einer gewissen Toleranz und Verständnis für die Erkrankten in der Bevölkerung zu bemerken, die durch Aufklärung jetzt dabei ist, dieses Problem auch zu erkennen. Aber es gibt noch sehr viel zu tun. Obwohl die Finanzen beim Staat, den Kirchen und den Trägern der Gesundheitskosten sehr belastet und angespannt sind, sollten sie - in eigenem Interesse - nicht an der falschen Stelle, wie z. B. bei den psych. Beratungsstellen, der Prävention, der Behandlung usw., sparen und im Gegenteil den Kampf gegen die Sucht noch verstärken. Dies wäre auch eine Investition in die Zukunft, da die Folgekosten und Schäden von Suchterkrankungen immens sind und auch den Menschen, Bürgern und Steuer- / Beitragszahlern gerecht würde. |
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Da ich selbst Betroffen bin weiß ich, wovon ich rede. Jeder, der gegen seine Krankheit etwas unternehmen will muss aber wissen, das ein suchtfreies Leben und die Lösung vieler Probleme nicht zum " Nulltarif " zu erhalten sind. Dazu gehört zuerst die Einsicht, dass man Krank ist und sich helfen lassen muss, die Akzeptanz der Krankheit und die Mitarbeit bei der Therapie. Nicht verschweigen kann man, dass für einige Alkoholkranke die Hilfe nur begrenzt möglich ist. Ich hoffe, dass - wenn es nötig ist - ihr den Absprung schaffen werdet. Aber am Anfang eines langen Weges steht der "Erste Schritt". Es wird nicht leicht werden und es werden gewiss auch keine einfachen Zeiten auf euch zukommen. Rückschläge, Rückfälle, Zweifel, Verzicht und manchmal auch Verzweiflung. Aber alles andere ist besser, als in dieser Sucht gefangen zu bleiben und sich und alles andere was einem lieb und teuer ist zu gefährden, sowie unsägliches Leid über die Familie und seine Lieben zu bringen. Ihr und nur Ihr, müsst euer Selbstmitleid, eure Angst und eure Zweifel überwinden und endlich den Hintern hoch bekommen. Ich kann euch nur raten, zögert nicht zu lange, denn der Abstieg vollzieht sich " Ruckzuck ". Diese Homepage ist für Betroffene, wie auch für so genannte " Gesunde " gemacht worden. Sie soll informieren und auch manchmal ein bisschen mit einem Augenzwinkern unterhalten, sowie für Abwechslung sorgen. Wie der Einzelne dieses Angebot nutzen will, überlasse ich Ihnen. Jeder ist herzlich willkommen, der sich mit dieser Problematik auseinandersetzen will. Die Seite soll durch sie leben. Es liegt an Ihnen, dieser Homepage durch Einträge, Beiträge, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschlägen leben einzuhauchen. Ich kann Ihnen nur dieses Forum zur Verfügung stellen, nehmen Sie also die Gelegenheit war, anderen mit Ihren Erfahrungen zu helfen und dazu beizutragen, dass diese Krankheit endlich aus der "Schmuddelecke" herauskommt. Es geht auf dieser Homepage nicht darum, gesunden Menschen den Alkohol zu verleiden, eine Kampagne gegen den Alkohol zu führen oder den Alkohol zu verteufeln. Es ist auch nicht beabsichtigt, unnötig Panik zu schüren. Diese Homepage soll eine Entscheidungshilfe sein, etwas zu unternehmen ( Hilfe zur Selbsthilfe ) wenn man selber erkennt, das etwas nicht stimmt. Sie soll Ihnen und Ihren Angehörigen einen kleinen Einblick in die Suchtproblematik geben und durch die Bündelung von Informationen und Kontakten in der Region und darüber hinaus eine Hilfe bieten. Ausgewählte Links zu anderen Seiten und Videodokumentationen sollen die Informationen abrunden. |
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Sicher gibt es immer etwas zu verbessern und auch die Geschmäcker sind verschieden ( Man kann es nicht jedem recht machen ) aber es ist nicht damit getan, nur zu "maulen", sondern auch konkret Vorschläge zu machen. Ich werde Ihre Ideen, Vorschläge und Kritik berücksichtigen, soweit mir das möglich ist. Stellen Sie Fehlinformationen oder Änderungen fest, scheuen Sie sich nicht, mir dies mitzuteilen, damit ich die Website dahingehend aktualisieren kann und die anderen Nutzer von Ihren Informationen profitieren können. |
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Ich will vor allem den Menschen hier Grundinformationen geben, die bisher keinen - oder nur wenig - Einblick in diese Thematik haben und Hilfe suchen. Das Internet bietet die Möglichkeit, jene Menschen zu erreichen, die bisher aus falscher Scham oder Angst den Weg zu den hierfür vorgesehenen Institutionen und Einrichtung gescheut haben. Sie können sich hier in Ruhe und völliger Anonymität informieren. Es versteht sich natürlich von selbst, dass jede Anfrage oder Nutzung der Angebote den Bestimmungen des Datenschutzes unterliegen und vertraulich behandelt werden. Allen, ob Betroffen oder Gesund, wünsche ich viel Glück und alles Gute. |
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Ein
verstorbener Freund, der an den Folgen
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Bitte beachten Sie, dass diese Homepage kein Ersatz für die professionelle Hilfe durch Ärzte, Beratungsstellen, Therapeuten und Suchtkrankenhelfer ist. |
siehe auch:
- Der Alkohol als Wirtschaftsfaktor
- Die ersten Schritte zur Abstinenz
- Die gesundheitlichen Folgen der Sucht
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