Für die 10 Tage Urlaub hatte uns Hiltrud ein günstiges Auto gebucht.
Wir wollten unbedingt einen offenen Jeep.
Nachdem wir die "Nacht zum Tag " gemacht hatten,wir waren nachts um vier hellwach,plünderten den Kühlschrank und setzten uns auf die   Veranda,waren wir um 9 Uhr Ortszeit todmüde,als uns die Frau von der Autovermietung,eine Holländerin,abholte ,und uns quer durch die Stadt zu unserem Wagen brachte.
Es war ein alter, schwarzer Suzuki Samurai...und ich verliebte mich sofort in die Kiste. Das Dach glich einem Sieb...aber da es ja eh hier kaum mal regnet,war das ja nur ein Sonnensegel...
Nach den Formalitäten düsten wir dann los...unser erstes Ziel war die Stadt:Willemstadt
Die Stadt gefiel uns auf Anhieb.Die bunten Treppengiebelhäuser der Altstadt erinnerten doch sehr an die Kollonialzeit der Holländer.
Überhaupt kamen wir uns hier in der "City" wieder richtig europäisch/niederländisch vor.
Diese Insel hat schon sehr viele Gesichter.
Willemstadt wird durch die Emmabrücke zweigeteilt.
In "Punda" ließen wir es uns im Vienna Eiscafe bei Fruit Punch richtig gut gehen.Dabei kann man wunderbar zusschauen,wie sich die Brücke nach der Seite öffnet und die grossen Schiffe rein bzw. raus in den Hafen fahren.
Die Mutter des Vienna Eiscafe Besitzers war grade auf Urlaub bei Ihrem Sohn,auch er war vor 7 Jahren nach Curacao ausgewandert.Sie erzählte uns,das kürzlich sogar die Queen Mary 2 hier war.
Wir lugten um die Ecke,...bei uns fuhr nur ein Tanker vorbei..
Ganz toll fanden wir die "Shoppingmeile" in Punda.
Dort kann man Schnäppchen machen;Jeans für 5 Euro umgerechnet,stylische Handtaschen ,Markenware zu super Preisen...
Der schwimmende Markt,bei dem täglich Venezulaner ihre Waren verkaufen, hat uns auch sehr gefallen.
Anfänglich hatten wir bei all der schwarzen Bevölkerung ein etwas beklemmendes Gefühl.
Schnell merkten wir aber,das der Grossteil dieser Leute sehr nett,hilfsbereit und aufgeschlossen uns weissen entgegentritt.
Curacao gilt als sehr sicher. Zuhause hatte man uns davor gewarnt,mit allzu viel Schmuck und Wertgegenständen durch die Städte zu bummeln.
Tatsächlich sah es hier aber so aus,als ob auf einen Curacao Einwohner mindestens ein Mega super Handy kam. Die Frauen waren auch immer sehr schick und bunt bekleidet und trugen jede Menge Schmuck.
In Ottrabanda,dem anderen Stadtteil,sind die Einheimischen noch eher unter sich.
Touristen waren hier eher wenig.
Abends ,so sagt man,sollte man sich hier nicht in den engen Gassen alleine aufhalten.
Nachdem wir Willemstadt erkundet hatten,fuhren wir mit unserem Jeep zum Landhaus Chobolobo.
Dort wird der berühmte Curacao Likör hergestellt.
Das Landhaus soll ganz in der Nähe liegen,sagte uns Alida von der Autovermietung.
Der Himmel wurde immer schwärzer,und wir irrten durch die Stadt.Ich fuhr,die Strassenkarten hatte Gerd auf der Hose liegen...
Dann ein Wolkenbruch...
Innerhalb von wenigen Minuten glich die Strasse einem Bach.Unser Sonnendach hielt den Wassermassen nicht mehr Stand.Es "goss" insAuto.
Wir kamen total durchnässt im Landhaus an.
Der Regen verschwand,so schnell wie er kam.
Wir probierten alle Sorten des Blue Curacao,waren eh die einzigen Touristen hier.
Langsam trockneten unsere Kleider.
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