Am Oasis Papagayo war unsere Fahrt zuende.
Die von außen sehr ansprechende Appartement Anlage gefiel mir schon im Internet auf den Bildern sehr gut. Auch jetzt , im Original
machte die Anlage einen guten Eindruck.
Es gibt ein großes Rezeptions - Hauptgebäude , das sehr großzügig geschnitten ist.
Darunter liegt der Speisesaal. Alles ist im arabischen Stil eingerichtet mit ausschließlich antikem Mobiliar.
Von einer riesigen Poolanlage aus verzweigen sich die verschiedenen zweigeschössigen Bungalows im schön angelegten Garten , der wirklich
eine Oase in dieser kargen Wüstenlandschaft ist. Die Anlage ist sehr weitläufig .Es gibt mehrere Restaurants , die zum Oasis gehören
und auch eine Ladenstraße mit Parfümerie , Klamottenladen , Supermarkt,ect.
Unser Appartement war im hinteren Teil der Anlage;
sehr ruhig gelegen. Wir bezogen eine kleine Wohnung mit Wohnzimmer und Küchenzeile , Essecke, seperates Schlafzimmer und ein großes Badezimmer.
Außerdem hatten wir einen Balkon zum Garten raus. Ganz weit in der Ferne konnten wir von dort aus das Meer sehen . Das Oasis liegt
am Ortsrand von "Corralejo City " leicht erhöht am Fuße eines Vulkanes. Das gibt der ganzen Anlage das gewisse Etwas.Auch in unserem
Appartement war alles mit Antiken Möbeln ausgestattet.
Da sich der Transfer vom Flughafen zum Hotel so lange hingezogen hatte , packten wir unsere Koffer , als wir im Appartment angekommen
waren , gar nicht erst aus. Wir hatten einen Bärenhunger und gingen deshalb erst mal, so wie wir waren , in den Speisesaal. Der war
riesig! Es war gar nicht so einfach , einen freien Tisch zu ergattern. Mittlerweile war es schon 20.30 Uhr. Es gab eine große Auswahl
an den verschiedenen Büffets. Wir luden uns von allem , was uns anlachte etwas auf unsere Teller und machten uns dann über das Essen
her.
Leider , leider !!!! schmeckte es nicht besonders. Das Essen war fast kalt, ungewürzt ...und einfach ... nicht - gut! Was uns auffiel
: Die Teller waren alle nicht sehr sauber. Die Gläser übrigens auch nicht. Die nächsten Tage machten wir es wie die anderen Gäste
: Wir holten uns einige Servietten und rieben unsere Gläser , Teller und auch das Besteck ab.
Ich bin bestimmt keine , die bei Reiseleitungen Beschwerden einreicht , diesmal mussten wir das aber weitergeben. Ich fand das dreckige
Geschirr unzumutbar.
Was uns im Oasis ausserdem aufgefallen ist : Die Anlage ist wunderschön . Das Management und die Küche aber sind eine Katastrohpe.
An der Rezeption muss man ständig warten , wenn man etwas will , da immer nur ein Portier zugegen ist.Für das Abholen des Zimmerschlüssels
können so schon mal 10 Minuten verstreichen. Dann habe ich im Internet total überlesen , das es im gesammten Oasis keine Klimaanlage
gibt. Man kann ( was wir auch sofort getan haben ) für 15 Euro einen total verstaubten Ventilator mieten.
Das gesammte Animationsprogramm wird von der englischen Thomson Group bestritten, das zu 100 % auf Engländer zugeschnitten ist.
Als Deutscher Urlauber bleibt einem Abends nur die Flucht nach Corralejo . Doch zu Fuß dauert der Weg in den Ortskern ca. 20 Minuten.Wenn
man dann dort angekommen ist , hat man das Gefühl , man ist in Arenal auf Mallorca gelandet. Corralejo am Abend ist laut , schmutzig
, grellbeleuchtet und ungemütlich.
Wir suchten nach dem Abendessen eine gemütliche Hafenbar oder eine Strandkneipe. Doch das Meer ist abends in Corralejo nicht zu sehen
und gemütliche Bars fanden wir erst nach Tagen.Alles in allem kommt man sich als Deutscher dort etwas deplaziert vor. Erste Fragen
schleichen sich ein : Sind wir am falschen Ort ????
Doch wir lassen uns nicht entmutigen. Müde schlendern wir wieder zurück ins Oasis und fallen in unsere antiken Betten.
In der Nacht stechen uns ca. 1000 Moskitos , da wir das Fenster aus Hitzegründen geöffnet lassen weil der Ventilator die gewünschte
Kühle nicht bringt.