Nachdem wir eine Stunde auf Palm Island mit sonnenbaden, Strandwandern, Hotelanlagegucken verbracht hatten , schwammen wir zurück
zum Boot. Brian hatte schon auf uns gewartet. Er hatte an Deck eine mobile Dusche ( Frischwasser in einem Polybag mit Duschkopf ,das in der Sonne aufgewärmt wird. ) aufgebaut. Mit der wurde uns nun das Salzwasser und der restliche Sand abgespült.
Diese "Prozedur" mussten wir die nächsten 3 Tage immer dann über uns ergehen lassen, wenn wir von Land wieder aufs Schiff kamen. Brian
war , was sein Boot anging ,sehr heikel. Er hielt es peinlich sauber.
Wir setzten uns in die Sonne an Deck . Brian hatte vorgekocht. Es gab Hühnchen mit Reis und Bohnengemüse. Zum Nachtisch reichte er
uns einen selbstgebackenen Bananenkuchen.
Danach lichteten wir den Anker. Unsere nächste Fahrt ging 2 Stunden übers Meer nach Mayreau. Das Wetter hatte sich in unserer Zeit
auf Palm Island gebessert gehabt , nun zog es wieder zu. Das Wetter änderte sich in den Grenadinen ständig. Gegenüber von Palm Island
liegt die Insel Union Island. Daran segelten wir vorbei. Immer wieder begegneten uns die verrücktesten Schiffe. In Union Island legte
gerade die Scaramouce ab , ein Boot , das täglich zu den Tobago Keys unterwegs war. Die Scaramouce , so erzählte uns Brian , war
auch im "Fluch der Karibik" zu sehen...
Als wir in Mayreau den Anker warfen , gab es am Strand gerade eine Party. Immer wenn der Wind günstig wehte , hörten wir die Steeldrums.
Brian brachte uns mit dem Dinghi zum Anleger , nachdem wir uns Badesachen und etwas zu trinken eingepackt hatten. Es war gerade mal
14 Uhr vorbei , wir hatten massig Zeit , diese Insel zu erkunden. Tatsächlich fühlten wir uns wie Entdecker. Brian meinte , wir sollten
den Strand , an dem gerade die Party war eher meiden. Auf der anderen Seite der Insel liegt die viel schönere Salt Whistle Bay. Die
wäre zum Baden ideal. Wir hatten auch Kleidung und Schuhe mit , da Brian für uns um 18 Uhr eine Reservierung im Island Paradies Restaurant
auf der Insel gemacht hatte. Einen wundervollen Ausblick auf die morgige Etappe zu den Tobago Keys hätten wir dann "oben" von der
Kirche aus.
Wenn wir dann heute Abend mit dem Dinner fertig wären , sollen wir der Bedienung im Restaurant Bescheid geben. Sie würde ihn dann
auf der Cinderella anfunken und er wüsste so ,wann er uns wieder abholen muss.
Das hörte sich alles sehr schön an.....
Wir spazierten die einzige Straße entlang den Berg hinauf. Auf halber Höhe kamen wir an dem Restaurant vorbei , in dem wir in ein
paar Stunden dinnieren sollen. Ein paar Insulaner schauten uns nach. Hierher verirren sich wahrscheinlich nur ein paar Segeler ,meinte
Gerd. Tourismus gibt es auf Mayreau noch nicht . Oben an der Kirche hatten wir dann , wie Brian gesagt hatte , einen atemberaubenden
Blick
auf die Tobago Keys. Ich ging in die Kirche. Gerd ließ das türkis der Keys auf sich wirken.
Dann gingen wir den Berg auf der anderen Seite nach unten. Vor uns lag die Salt Whistle Bay. Eine palmenbesäumte Bucht - Traum eines
jeden Karibikurlaubers.
Die Bucht war voller Katamarane und Segelboote. Am Strand war ganz schön was los. Einheimische hatten Wäscheleinen gespannt auf denen
Sie T Shirts von der Salt Whistle Bay verkauften. Es gefiel uns sehr.
Wir suchten uns einen Platz im Schatten und Gerd machte Siesta. Ich erkundete mit dem Foto die Umgebung .