Vierzehn Tage vor Beginn unserer 4. Karibikreise begann das grosse Zittern.
In den Nachrichten wurde angedeutet,das die Fluglotsen evtl. streiken würden,wenn sie sich nicht mit der Deutschen Flugsicherung einigen könnten. Jeden Tag verfolgten wir daher im Web die News.
So ein Streik hätte für uns das aus unserer Tour bedeuten können,da wir keinerlei Reiserücktrittsversicherungen hatten,die im Falle eine Streiks aber eh nicht bezahlt hätten. ( Das nur mal so- by the way)
Gott sei Dank ging die Flugsicherung kurz vor unserem Abflug nach Tobago in die "Schlichtung".
Mit den Schlichtungsverhandlungen der DFS begann auch meine Vorfreude auf Tobago ,Grenada und die Grenadinen.
Am Sonntag ,den 21.Januar 2007 gegen 4 Uhr morgens starteten wir zum Flughafen Frankfurt. Für unser Auto hatte ich 3 Tage zuvor einen Stellplatz im Hotel NH Frankfurt Niederad gebucht. Mit 51 Euro für 15 Tage war es das günstigste Angebot.Wir entschieden uns diesmal ,selber zu fahren, da die sonntag morgendlichen Bahnverbindungen von uns nach Frankfurt mehr als dürftig sind ( siehe letztes Mal Tobago ).
Eineinhalb Stunden später standen wir mit unseren Koffern im Hotel und warteten auf den ersten Shuttle zum Flughafen um 6 Uhr .Dort angekommen passierte unser erstes Mißgeschick.Am Schalter der Condor war nichts los. Zügig gaben wir unser Gepäck auf.Ich prüfe zuhause immer mittels Personenwaage das Gewicht unserer Koffer.Wir hatten bisher immer unter 40 Kilo zu zweit. Weit unter 40 Kilo!!!!
Dieses Mal hatte ich vor der Reise einen rosa Hartschalenkoffer gekauft.
Das der Bursche schon im leeren Zustand 5 Kilo auf die Waage brachte ( 4 kg mehr als die alte Reisetasche ),hatte ich wohl vergessen.Außerdem gab ich dieses Mal mein Beauty Case mit auf, was ich sonst immer als Handgepäck hatte.Da es aber wegen der neuen Bestimmungen verboten ist ,Cremes ,Sonnemilchs ect. im Handgepäck zu transportieren ,kamen hier nochmal 7 kg dazu.Die freundliche Dame am Check Inn sagte mir ,das ich wohl ein bisschen Übergepäck hätte,das ich gegenüber am Condor Service Schalter bezahlen müsse. Dort bekäme ich dann auch mein 2. Ticket.-Das erste gab sie uns freundlicherweise gleich mit.Hätte ich gewusst,das ein bisschen - 32 Euro kosten,--Ich hätt direkt auf dem Flughafen umgepackt. Ich wundere mich jetzt nicht mehr ,warum so viele Menschen derart viel Handgepäck im Fliegerbei sich haben.Machen wir nächstes Mal auch so..
Nachdem wir das also geklärt hatten,marschierten wir in den Mc Donalds und frühstückten..Kurz vor 10 Uhr ging dann unsere Maschine nach Tobago . Wir hatten eine halbe Stunde Verspätung ,weil noch ein Krankenbett verladen werden musste . Ein Passagier ,der in Porlamar /Venezuela erkrankt war,sollte auf dem Heimflug nach Deutschland zurückgebracht werden.Der Flug kam uns diesmal sehr lange vor ,wir waren froh,um 14 Uhr 55 Ortszeit Tobago endlich zu landen.Anders als im letzten Jahr stiegen recht viele Menschen mit uns aus. Der Rest flog weiter auf die Isla Margharita.Die Einreiseformalitäten waren rasch erledigt. Der Beamte sah in unserem Einreisestempel das wir schon
mal auf Tobago waren und winkte uns freundlich durch. Andere mussten ihm ihr Gepäck öffnen.Wir kamen uns fast wie Einheimische vor.(grins) Draußen wartete schon Dexter ,unser Vermieter.Er begrüßte uns,nahm mir den Koffertrolly ab und schlenderte in gewohntem Tobago Gang zum Nissan,unserem Mietwagen.
Die Hitze war gewöhnungbedürftig nach den langen Stunden im klimatisierten Flieger .
Die Fahrt von Crown Point, dem Flughafen bis nach Pleasant Prospect ,unserem Urlaubsort war rassant.Dexter fuhr wie der Henker.Ich schaute aus dem Fenster und genoss den Blick auf Tobago.
Wie schön ist doch diese Insel.
Ich fragte Dex nach Snow,unserem Ferienhund vom letzten Jahr.
Er meinte, Snow wäre gestorben. Was genau passiert war ,er wollte es
nicht sagen. Ich hatte auch den Eindruck ,das ihm Snow s Schicksaal gleichgültig war. Ich hatte ja im letzten Tobago Bericht schon die besondere Problematik mit den Einheimischen und den Hunden auf der Insel beschrieben.
Gerd und ich waren sehr traurig. Wir hatten Snow, den Hund von Dexter
,im letzten Jahr ins Herz geschlossen ,hätten ihn ,wenn möglich am liebsten mitgenommen.
Gerd und Snow im Februar 2006 auf Tobago
Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten ,zogen wir uns etwas leichteres an und spazierten zur nahen Mt. Irvine Bay.
Dort wurden wir von den Einheimischen mit "Welcome to Paradies " begrüßt. Hm.....
Die Sonne stand schon recht tief ,die Tobegonier waren wieder mal im Wasser ,wie sie es gerne am Abend sind.
Am Irvine Kiosk gab es außer Getränken -- nichts mehr.
Die Bänke und Tische ,die letztes Jahr noch hier standen ,lagen verfallen in der Ecke. Da wir aber Hunger hatten und es hier nichts
gab,marschierten wir das kurze Stück zurück zu unserer Wohnung.In Pleasant Prospect gabs letztes Jahr noch einen Tante Emma Laden. Der hatte aber anscheinend auch dicht gemacht.Dex erklärte uns ,das die alte Dame das Areal zum Verkauf anbietet ,es aber bis dato noch keinen Interessenten gibt.So hieß das für uns: Wir müssen morgen erst in die Stadt und Vorräte kaufen. Zum Glück gibts die Pizza Boys noch. Da kauften wir uns dann Wasser und etwas kaltes zu trinken. Zum Abendessen machten wir uns was von unseren mitgebrachten Vorräten warm.
Dex kommt noch vorbei und kassiert die 245 USD für die Miete der nächsten Woche .Morgen früh um 8 Uhr will er uns das Auto übergeben.Wir mieten es von Montag bis einschließlich Donnerstag und er berechnet uns dafür nochmal 180 USD.
Nachdem wir die los sind ,suchen wir uns ein Schlafzimmer aus ( wir haben 2 davon ) und pflegen unseren Jet Lag.
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