Pünktlich um 18.40 Uhr hoben wir ab. Unsere Maschine war nur zur Hälfte und mit Locals besetzt.Der Flug dauerte 20 Minuten. Leider war es draußen mittlerweile stockfinster. So konnten wir beim Landeanflug nichts sehen. In Grenada stiegen die vier Deutschen mit uns aus,die wir in Tobago beim Check Inn getroffen hatten.Auch sie waren "Rundreisende".Und wie wir ,--ganz gespannt auf Grenada,die Gewürzinsel.
In der Ankunftshalle war nichts los. Die Handvoll Menschen,die aus unserer Maschine gestiegen war,verflüchtigte sich rasch.
Wir warteten kurz auf unser Gepäck,gingen durch den Zoll und wurden draußen dann schon von einem Taxifahrer angesprochen.
Ein bischen Sorge hatte ich wegen unserer im Internet gebuchten Unterkunft.Ob wohl alles klappen würde?
Dem Taxifahrer nannte ich jedenfalls die Adresse des Beach Inn Guesthouse.Er wollte uns für 20 USD dorthin bringen. Mir kam das etwas viel vor,da das Beach Inn höchstens 10 Km vom Flughafen entfernt lag...aber es war dunkel,wir waren Neulinge auf Grenada ,wir wollten endlich ankommen.......ja ja..
Das Haus erkannte ich sofort.Obwohl es nacht war. Es lag am Ende der Grand Anse Bucht am Hang.
Der Taxifahrer lud unser Gepäck aus. Auf der Treppe vor dem Haus sasen ein paar Leute.Der älteste stand auf und kam näher. Er rief Andrea??Und ich rief Saeed ?? zurück. Saeed ,ein Iraner war der Besitzer des Beach Inn.
Eine Gruppe junger Leute stand im Garten das Hauses mit Bierflaschen in der Hand herum. Die meisten waren wohl Engländer.Alle waren ganz überrascht ,uns zu sehen. Saeed hätte ihnen erzählt,das wir nicht kommen ,weil unsere Maschine aus London gecancelt wurde. Aus London??? Fragten wir ? Wir kommen doch aus Tobago.Saeed hatte da wohl etwas verwechselt.Alle lachten. ---Jedenfalls war unser Zimmer bereit. Saeed führte uns dorthin.Ich war so froh ,das alles geklappt hatte.Vor allem :Hier wurden wir so richtig erwartet!!Wir quatschten eine Weile mit den Engländern,dann kam noch ein Deutscher dazu,der in Grenada im Krankenhaus ein Praktikum machte.Es war wie in einer Jugendherberge.
Gerd und ich verabschiedeten uns von der Gruppe,da wir noch nichts gegessen hatten und das nachholen wollten.Die anderen erklärten uns,das wir nur der Hauptstraße an den Grand Anse folgen müssen,da gäbs dann jede Menge Lokale.Also taten wir das.
Es war gerade Sailing Festival in Grenada und die Stadt tobte.Wir fanden in einer Shoppingmall ein Lokal,das sich Ricks Cafe nannte.Dort bestellten wir uns zwei Pizzen. Etwas anderes gab es nicht.
Grenada war für uns das absolute Kontrastprogramm zu Tobago.
Hier gab es Geschäfte ,gutgekleidete Menschen,Trubel ,Nachtleben...es war ,als wären wir in eine andere Welt geflogen. Beim Warten auf unsere Pizza trafen wir unsere 4 Hamburger vom Flugzeug. Auch die hatten Hunger.Auch Sie waren total überrascht von dieser Insel.
Nachdem wir satt waren ,gingen wir zurück zum Beach Inn.Da war es mittlerweile ruhig geworden.Wir packten ein bischen aus und gingen dann gegen 23 Uhr zu Bett.
Um 8 Uhr am nächsten Morgen waren wir bereit fürs Frühstück.Zuerst gingen wir die Treppe zum Bootssteg hinunter und schauten uns nun bei Tageslicht den Grand Anse Beach ,der Vorzeigestrand von Grenada an.
Wir hatten hier keinen direkten Zugang zum Strand. Mussten dafür ein paar 100 Meter laufen. Allerdings hatten wir hier einen Holzsteg,von dem ich am liebsten ins Meer gesprungen wäre.----Der Ausblick auf die Bucht war wunderschön.
Doch erst mal Frühstück! Die Terrasse kannte ich schon von Fotos aus dem www. Der Blick auf die Bucht entschädigte uns für das wirklich sehr ,sehr dürftige Frühstück.Es gab sehr dünnen Kaffee, für jeden zwei Scheiben Toast, einen Klecks Marmelade ,zweiten Klecks Butter und eine Scheibe Käse für beide !!Wir sasen am Tisch mit einem englischen Paar,die das selbige Klischee perfekt bedienten.Aber sie waren ganz nett. Beides Taucher. Nach ihren Erzählungen verbrachten sie den Urlaub hier auf der Insel hauptsächlich unter Wasser.
Nach dem Frühstück brachte uns Saeed zur Polizei. Wir benötigten eine Driving Licence für das Fahren auf Grenada.Saeed wartete vor der Wache. Die Beamtin stellte uns mit viel Mühe diese Licence aus.Kosten :30 ECS.(Eastern Caribbian Dollar)Als wir damit fertig waren,brachte uns Saeed zurück zum Beach Inn und wir füllten den Mietvertrag für den Vitara aus.Es war ein Grand Vitara ,ich war froh ,das Gerd fuhr.(grins).
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren ,wir das Zimmer und das Auto via Kreditkarte bezahlt hatten,packten wir unsere "sieben" Sachen und starteten zu unserer ersten Grenada Erkundungs- Tour.
Zuerst mussten wir dafür durch die Hauptstadt fahren. Das stellte sich als gar nicht so einfach raus.Erstens glich St. Georges einer
Großbaustelle mit zahlreichen Umleitungen und zweitens gab es fast keine Beschilderung. Aus der Not heraus bzw. weil wir uns ständig
verfuhren ,schauten wir uns die Stadt an ,die , was hier erwähnt werden muss ,zu den schönsten Karibikstädten zählt. Das konnten wir
 bestätigen. In der Ferne sahen wir die "Aida" vor Anker liegen. St. George hatte fast komplett neu gedeckte Dächer. Die meisten davon in einem leuchtenden Signalrot , was sehr hübsch ausah.Ich hatte im September 2004 ,kurz nachdem der Hurrican Ivan die Insel Grenada verwüstete ,Bilder von der Stadt im Internet gesehen.Es sah grauenhaft aus. Davon war fast nichts mehr zu sehen. An dieser Stelle möchte ich anmerken ,das bei unserem Besuch auf Grenada fast nirgens mehr sichtbar war ,wie schlimm der Hurrican die Insel nur 3 Jahre zuvor erwischt hatte.In einem Zeitungsartikel hatte ich gelesen ,Grenada sei schöner denn je. Nun ,das mochte stimmen.. Die Stadt jedenfalls hat Flair. Irgendwann hatten wir es geschafft,aus ihr herauszufinden. Wir wollten hinauf ,die Ostküste entlang nach Grenville,der zweitgrößten Stadt Grenadas.
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