Am nächsten Morgen ging es dann zuerst zum Frühstück ins Restaurant. Dort sitzt man traumhaft fensterlos luftig mit Blick auf die Bucht und den Grand Anse . Das Frühstück selber war sehr gut. Es gab frisches Obst , Bananenbrot , Toast und frisch gepresste Säfte.
Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach St. George , der bunten Hauptstadt Grenadas.
Dort bummelten wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Gassen , besuchten erstmals das Fort George von 1705 , von dem man einen schönen Ausblick auf die Stadt hat und genossen einen Vormittag , an dem es mal herrlich ruhig in St. George war , weil kein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag.
Gegen Mittag suchten wir ein schönes Lokal in der Carenage auf , das Ocean View, um dort zu Mittag zu essen. Das Restaurant liegt direkt auf dem Wasser und man hat einen schönen Blick auf den Binnenhafen.
Danach fuhren wir mit dem Bus wieder an den Grand Anse zurück .
Den Nachmittag verbrachten wir nun nicht an unserem hauseigenen Strand , dem Grand Anse , nein wir marschierten über den Hügel , auf dem wir wohnten , hinüber . Dort liegt in einer kleinen netten Bucht die Morne Rouge Bay. Sie heißt nach dem gleichnahmigen Berg , zu dessen Füssen sich das Flamboyant befindet.
Der Strand ist nicht sehr voll , es gibt schattenspendende Bäume dort und das Meer hat nur einen leichten Wellengang . Tipp: Die nette Strandbar eignet sich hervorragend zum Sundowner schlürfen.
Nachdem die Sonne untergegangen war , gingen wir über den Berg wieder zurück zum Apartment. Nach einer ausgiebigen Dusche spazierten wir zum Einkaufszentrum , der Esplanade Mall . Dort gab es dann bei einem Fast Food Tempel Chicken Wings zum Abendessen. Im Supermarkt deckten wir uns anschließend noch mit Getränken ein. Während wir wieder am Strand entlang zum Hotel marschierten , gaben die Pfeiffrösche ein Nachtkonzert für uns als Begleitmusik.
Auf unserem Balkon mit Blick über den nächtlichen Strand schlürften wir noch gemütlich ein Shandy .
Den nun folgenden Tag könnte man getrost den Tag vor dem Independence Day nennen. Es war der 6. Februar. Am 7. Februar feiert Grenada seine Unabhängikeit. Am Tag davor , also heute , war schon Ausnahmezustand auf der Insel.
Wir hatten uns am Vortag ein Auto an der Rezeption bestellt. Herstel Car Rentals vermietet praktischerweise Jeeps direkt vom Flamboyant aus. Der Preis von 55 Euro incl. Vollkasko war in Ordnung. Das Auto ok.
Wir starteten nach dem Frühstück eine Inseltour.
Was wir beim letzten Grenadabesuch 2007 ausgelassen hatten , war der Grand Etang Nationalpark in der Inselmitte.
Erst mal wollten wir dort hin. Am Morgen steuerte während des Frühstücks ein Kreuzfahrtschiff die Stadt an. So wollten wir rasch los um vor den Menschenmassen in Regenwald zu sein.
Am Grand Etang Lake wollte man uns Eintritt abluchsen , wir lehnten dankend ab. Dann eben nicht zum See. Zwei Grenada Girls mit Obstkorb auf dem Kopf und bunten Grenadaflaggen Kleidern wollten ein Foto mit mir machen. Ein US Dollar pro Stück. Doch ich hatte nur 3 EC Dollar Kleingeld bei mir ( was das gleiche ist ). Davon wollten die beiden dann 5 Ec für ein Bild. Der Wechselkurs war mir auch zu blöd.
Ihr Kreuzfahrer , ging es mir durch denn Kopf , Ihr werdet nur geneppt...
By the Way ... bei der Rückfahrt war der See wieder ohne Eintritt - Weil Schiff weg.....
Aber ja , die Grenadier müssen ja auch von was leben. Moderne Piraterie ??
Die Abfahrt zu den Anandale Falls haben wir glatt verpasst, als wir das merkten , waren wir schon viel zu weit im Nordosten der Insel. Deshalb steuerten wir Grenville an. Kennen wir zwar schon aber was solls. Die Stadt ist so schön. In Grenville herrschte das Chaos. Überall wurden Vorbereitungen für den Feiertag getroffen , Strassen wurden gesperrt, Menschenmassen in Grenadaflaggen gekleidet wuselten durch den Ort. Mit Mühe fanden wir am Ortsrand einen Parkplatz.
Im KFC warteten wir dann ca. eine halbe Stunde auf unser Essen. Ganze Schulklassen wurden , da gerade Mittagpause - hier durchgeschleußt . Die Kinder waren derart bunt in den Landesfarben von Kopf bis Fuß gekleidet , das war ne reine Augenweide. Es gibt sogar Schuhe in Landesfarben , Haargummis , Fingernägel mit Grenadaflaggenbemalung und selbstgeschneiderte Kostüme.
Der Knaller war , als wir unser Essen endlich bekamen und in den ersten Stock zum Essen wollten , war die Tür nach oben abgesperrt. So mussten wir bis zu unserem Auto laufen und dort in sengender Hitze unser Mittagessen einnehmen. Den in der Stadt war kein einziger Sitzplatz zu finden.