Es war ganz lustig,aus unserer Maschine stiegen nur eine Handvoll Leute aus,die meisten flogen wohl weiter nach Porlamar(Isla Margaritha).Pauschalurlauber...
Tobago ist also doch noch ein Individualistenziel.- Am Schalter gaben wir dann unsere im Flugzeug ausgefüllten Einreisepapiere samt Reisepässe ab. Sehr gemächlich und überaus unfreundlich wurden wir abgefertigt.
Fast noch unfreundlicheres Flughafenpersonal als Curacao,schoss es mir durch den Kopf...
Wir schwitzten unheimlich in unseren Jeans.
Draussen im Freien standen dann schon eine Menge Taxifaher und Mietwagenvermittler ,die uns abholen wollten.Die Bevölkerung auf Tobago ist 95% schwarz.Dadurch kommt man sich als weisser ,gerade frisch angekommener Tourist sehr fremdländisch vor.
Einer hatter ein Schild aus Pappe vor sich mit meinem Familiennamen.
Wir gingen auf ihn zu,grüssten uns,er sprach wie erwartet kein Wort Deutsch,dafur ein mega schnelles,unverständliches Englisch.
Er hole kurz den Wagen her,hatten wir verstanden.
Mit einem alten Amischlitten kam er dann angefahren.Langsam löste sich auch das Touristenwollknäuel auf.
An uns lief ein Rastaman vorbei mit Rastas,so dick wie Kinderhände, bis zu den Knien.Ich starrte Ihn fast an,er lächelte.
Ein Auto mit eine fehlenden Beifahrertür fuhr an uns vorbei.---
Dexter,unser Vermieter,lud das Gepäck ein ,und es ging los.
Wir unterhielten uns auf dem Weg zu unsererm Appartement.Auf Tobago fährt man links,es war sehr ungewohnt für uns.Der Fahrstil lässt sich als sehr lässig beschreiben.Die Strassen selber sind teilweise in katastrohphalem Zustand.Schlaglöcher so gross wie Fussbälle.Und auf der Schwesterninsel Trinidad gibt es einen der beiden einzigen Teerseeen(La Brea) der Welt??Paradox!
Wir waren aber sofort von der Insel begeistert.Hohe Kokospalmen säumten die Strassen,überall saßen freundlich winkende Einheimische am Straßenrand und faulenzten(hat hier einen Namen "LIMING"),Die Häuser,vielfach aus Holz,ganz einfach gezimmert,Wellblechdächer,Hütten,aus denen Bananen und Ananas verkauft wurde....
Dexter sang mittlerweile zur Reggaemusik aus dem Radio mit...
Nach 15 minuten kamen wir in Pleasant Prospect an.Das Haus erkannte ich sofort wieder.
Der Ort Pleasant Prospect (Hauptstrasse mit ringförmigen Nebenstrassen)besteht aus ein paar Häusern,einem Roti Stand,Pizza Boys(Fastfoodkette),Gemüseladen,Minimarkt(ähnlich Tante Emma Laden),Geldautomat(der hier Blue Maschine heißt),einigen herrenlosen Hunden(Gruss an Euch Alle!!),Restaurant....und vielen "liming" People.
Dexter zeigte uns das Appartment.Ein Zimmer,franz. Bett,Kochnische,Bad mit Dusche und Wc.Das beste war der Balkon.Draussen schlugen hohe Wellen gegen die Felsen unter uns.Es hörte sich eher wie Atlantik in der Bretangne an ,die karibische See war sehr unruhig. Dexter sagte uns,das es heute früh geregnet hatte,und dadurch das Meer noch sehr unruhig ist.
Aus dem Kühlschrank zog Dexter dann ein Willkommensbier für uns heraus.Wir standen auf dem Balkon und tranken Bier.
Es schmeckte sehr gut,obwohl ich kein Biertrinker bin.Kaum war Dexter aus der Wohnung,holten wir aus den Koffern ein paar Shorts und Flip Flops heraus.
Der kleine Privatstrand ,der zu unserem Haus gehörte war uns zu felsig,wir spazierten also die Strasse hinunter,(5 Min.) zu Fuss zur Stone Haven Bay,einem langen gelbsandigen,grosszügigen Sandstrand mit sehr hohem Wellengang.An beiden Enden des Strandes sind viele Felsen.Am Strand tummeln sich Einheimische ,die allerlei verkaufen vom selbstgemachten Paero bis zur Blumenampel aus Kokosnuss.Rastas verkaufen Musik CDs,eine Bar sorgt für Erfrischungen.Ein paar Hotels haben hier zugang zum Strand.Alles aber sehr ruhig.Wenig Touristen.
Die Sonne stand schon tief,da wir hier nahe am Äquator sind,geht die Sonne fast immer gleich um 6 Uhr am. auf und um 6 Uhr pm. unter.
Es war schon nach Fünf,wir spazierten einfach ein bischen am Meer entlang.
weiter