Das sind die Gasfelder, die sich im Besitz von Minegas befinden (Ruhrgebiet)

Hier wurde und wird nach Gas gebohrt

Feld 5 ist Waltrop

Beginn der Bohrung in Waltrop war am 24.8.2004

Die vorgesehene Tiefe ist 530 m.

Hier hofft man auf das Methangas zu treffen. Und zwar in ausreichender Menge um das Kraftwerk, das schon neben dem Bohrloch steht, zu betreiben. Der elektrische Strom, der dann hergestellt wird, wird ins Netz eingespeist. Mit der dabei anfallenden Wärme werden Betriebe, die sich auf dem Zechengelände angesiedelt haben, beheizt.     

Links der Bohrfortschritt Ende August 2004
 
Rechts die vorgesehene Tiefe von 534 Metern ist am 12.11.04 um 14:35 Uhr erreicht worden.

Die folgenden Bilder können mit einem Mausklick vergrößert werden

Die Bohrstelle auf dem Zechengelände

und die beiden verfüllten Schächte Schacht 1 und Schacht 2

Profil durch das Deckgebirge mit Bohrloch

Die Firma Minegas bietet allen Interessierten Bürgern  Auskünfte an

Vorbereitung der Fläche zum Bohren

   

Diese Firmen sind an diesem Projekt beteiligt

An dieser Stelle möchte ich einmal erwähnen, das ich kein Fachmann auf diesem Gebiet bin und ich das Ganze darum nur laienhaft zeigen kann

Die Bohrstelle von oben auf der Halde aus gesehen mit einem Teil der Zechengebäude im Hintergrund

Der Bohrturm

Der Bohrturm von der anderen Seite

Mit Zaungästen

 

Zaungäste sitzen oder stehen täglich da rum

Mein Hund hört genau zu; er wird auch mal Brunnenbohrer

Danach erst mal ein Päuschen machen

Noch ein Zaungast mit einem Mann der Firma Minegas

Das Wasserspritzen ist natürlich nicht seine Hauptbeschäftigung

Das ist die Bohrmannschaft

 

 
 

Heute war es mal neblig

 

 
 

Bohrkerne

Bei eine Teufe von 135 m stellte man fest, das die Bohrung ~ 80 cm aus der Lotrechten gegangen war. Die Signale des Steuergerätes sind nicht mehr oben angekommen und das Steuergerät hatte seine Funktion abgebrochen. Man wollte ja aber ein bestimmtes Gebiet unter Tage erreichen. Das wäre bei der Abweichung aber nicht mehr möglich gewesen.
Das ganze Bohrloch wurde mit Zement zugegossen. Dann wurde mit einem Kernbohrer erneut gebohrt. Der Kernbohrer ist praktisch ein Rundes Rohr , das unten harte Zähne hat, mit dem er sich in das Erdreich frisst. (146mm Durchmesser).
Die Bohrkerne werden dann immer mit einer Vorrichtung herausgezogen.
Der Zielbohrer hat dann einen größeren Durchmesser ( 216 mm) und besitzt gezähnte Rollen, die dann auf dem Bohrlochgrund rollen und den Stein zermahlen.
Zum endgültigen aufbohren wird dann ein Bohrkopf mit einem Durchmesser von 559 mm Durchmesser benutzt.
Ab einer bestimmten Tiefe kommt in das Bohrloch von 559 mm Durchmesser ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von 473 mm. Zum Auffüllen des Zwischenraumes wird dann Zement gegossen.
Dann wird mit einem Bohrkopf mit einem Durchmesser von 444 mm weitergebohrt bis zu einer Tiefe von ~ 500 Metern. Dort hinein kommt ein Rohr mit einem Durchmesser von 355 mm. Um dieses Rohr wird wieder Zement eingefüllt.
Danach geht es weiter mit einem Bohrkopf mit einem Durchmesser von 311 mm bis zur endgültigen Tiefe. In dieses Bohrloch wird ein geschlitztes Rohr gesetzt mit einem Durchmesser von 250 mm. Die Schlitze in diesem Rohr ermöglichen dann das Absaugen des Methangases.
(So hoffentlich habe ich es, als vollkommener Laie, richtig beschrieben)

Hier seht Ihr die Rollenmeißel in den verschiedenen Durchmessern.

Links mit Pilot

Der Pilot führt den großen Bohrmeißel beim Aufbohren durch sein Vorauseilen im kleineren Bohrloch.

Das ist ein Kernbohrer

Der Pilot

In der Mitte des Bildes liegt das

Hier wird das Messgerät eingebaut

Messgerät (Die dünne Stange)

 

Das Messgerät misst die Neigung der Bohrung. In dem Messgerät ist eine Libelle, ähnlich der Libelle in einer Wasserwaage. Deren Stellung wird im Gerät fotografiert. Diese Foto wird mit dem Messgerät nach oben gezogen und dann ausgewertet.

Hier liegt das Steuergerät. Oben wird es gerade eingebaut

Das Bohrgut, also das Bohrmehl wird mit Wasser und Luftdruck nach oben gefördert. In dem Wasser sind noch andere Bestandteile, die das Wasser zähflüssiger machen um das Bohrklein besser nach oben zu fördern.  In dem Separator wird das Bohrmehl über ein Rüttelsieb vom Wasser getrennt. Das Wasser wird anschließend wieder zum Spülen verwendet.

Seit dem 3.11.2004 kommt kein Spülwasser mehr oben an. Bei einer Teufe von ~ 380 Metern ist der Bohrer auf einen Hohlraum gestoßen. Im Gebirge dort unten haben sich nach dem Kohleabbau Risse und Spalten gebildet. Das Bohrwasser fließt jetzt dort rein.
Zuerst hat man versucht die Risse und Spalten durch ein Dämmmittel abzudichten.  Das klappte aber nicht, die Hohlräumen sind wohl zu groß.
Jetzt schickt man die doppelte Menge Wasser hinunter und hofft, das das Wasser das Bohrklein in diese Hohlräume spült.

Links kommt das Wasser aus dem Bohrloch, wird durch das Rohr auf das Rüttelsieb geleitet und vom Wasser getrennt

Links werden die Dickrohre abgeladen und eingebaut. Oben ist ein Abstandhalter, der das Rohr im Bohrloch zentriert

 

Am 12.11.04 war es dann geschafft, der Bohrer war bei einer Teufe von 534 m in einen Hohlraum eingedrungen. Man hatte die Strecke Untertage genau getroffen. Bei einer Entfernung von 530 m einen etwa 2,5 Meter großen Punkt getroffen. (Glücksache oder Können ?) Alles strahlte, Alle freuten sich.

Diese Kamera wurde am 13.11.04 hinuntergelassen. Man wollte sehen, wie man diesen Hohlraum getroffen hatte.

Hier wird der Abschluss des Bohrloches am unteren Ende vorbereitet. Es wird ein  so genannter Packer hinab gelassen.

Der Packer ist ein Gerät, der einen Balg beinhaltet. Dieser Balg wird im Bohrloch aufgeblasen, so dass der Bohrungsquerschnitt abgedichtet ist. Dann kann zementiert werden. Der Packer verbleibt bis zum Durchbohren im Bohrloch.

Dazu dient der weiße Schlauch.

Dann wird Zement in das Bohrloch hinab gelassen. Dazu dient der blaue Schlauch.

Damit wird das Bohrloch nach unten

abgedichtet. Nun kann das Bohrloch erweitert werden. Durch den Stopfen am unteren Ende des Bohrloch geht jetzt kein Spülwasser mehr verloren und es kann ganz normal gebohrt werden. Zum Schluss wird der Stopfen einfach durchbohrt.

Hier geht es 534 Meter tief in die Erde

Vorbereitungen zum späteren Anschluss zum Absaugen des Methangases

Einen Weihnachtsbaum haben sie auch an der Bohrstelle

Am Mittwoch den 5.1.2005 wieder eine große Enttäuschung. Das Wasser bleibt zum wiederholten Mal aus. Unten im Bohrloch sind große Risse und Spalten in die das Wasser fließt. Das Wasser müsste aber noch oben kommen und das Bohrklein hochspülen. Beim Herausziehen der Bohrstange brach diese.

150 Meter waren schon hochgezogen und ausgebaut. Gut 300 Meter der Bohrstange fielen nach unten. Diese Bohrstange musste jetzt nach oben geholt werden. Dazu werden so genannte Fänger benutzt.

Links und Links oben die beiden Sorten  Fänger. Innen- und Außengewindefänger. Links ein Blick in den Innengewindefänger

Am 6. 1. 05 wurde noch einmal versucht mit Wasser zu bohren. Das Wasser kam wieder nicht nach oben.

Darum entschloss man sich, anstelle der Rollenmeißel einen Bohrhammer zu benutzen.

(Links und Links unten)

 

Der Rollenmeißel rollt auf der Bohrsohle, der Bohrhammer schlägt auf die Bohrsohle.

Das Bohrklein wird dann nicht mit Wasser sondern mit Luft nach oben transportiert.

 

Oben die Bohrkrone und oben rechts     der Bohrhammer. Links sieht man die verstärkte Bohrmannschaft (6 Mann) 

 

 

Den Vortrieb im Bohrloch besorgen die so genannten Schwerrohre (Ein Rohr ~ 10 Meter lang wiegt etwa 20 Tonnen). Sie sitzen direkt über dem Bohrkopf.

Links ist eines zu sehen.

 

Anfang  Februar 2005 war es soweit. Auch mit dem Nachbohren hatte man die vorgesehene Tiefe von 534 m erreicht. Mit dem Tiefdruckgebiet über NW war der Druck in der Tiefe so groß, das man nicht sofort die geschlitzten Förderrohre runter bringen konnte. Das Methangas stieg nach oben. Links und Links unten kann man das, durch das nach oben mitgerissene Wasser sehen.

Jetzt konnten man die Förderrohre (rechts oben und rechts beim einbringen) endlich nach unten einbauen.

Vorher wurde noch mit einer Kamera der Zustand des Bohrloches überprüft.

Hier habe ich mal versucht das Schema der Bohrung deutlich zu machen

Das später geförderte  Methan kommt dann in das Kraftwerk und wird dann verbrannt. Der dabei hergestellte Strom wird in das Netz geleitet und die dabei entstehende Wärme wird zum beheizen der auf dem Zechengelände angesiedelten Firmengebäude verwendet.

   

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