Ein bisschen Spaß muss sein

Die Bedeutung des Pferdes für den Außendienstler

Früher hatte ich mal ein Pferd. Darauf ritt meine Tochter und zwar ziemlich gut, auch auf Turnieren.
Darum hatte ich mir mal ein paar Gedanken gemacht und bin auf eine revolutionäre Idee gekommen.
Diese Idee möchte ich euch, liebe Freundinnen und Freunde einmal vorstellen.
Das Auto als Fortbewegungsmittel für den Außendienst ist, das hat sich nach jahrelangem probieren, konstruieren und umkonstruieren herausgestellt, denkbar ungeeignet.
Denn meine Damen und Herren, fahren sie mit Ihrem Auto mal in die Innenstadt. Was suchen sie stundenlang? Einen Parkplatz. Sie finden keinen. Sie fahren und fahren und finden Keinen.
Dann die Kosten für solch ein Vehikel:
sie müssen Steuern zahlen,
sie müssen horrende Summen als Beitrag an ihre KFZ- Haftpflichtversicherung zahlen,
das Benzin wird auch immer teurer.
Die Reparaturkosten fressen riesige Löcher in den Inhalt ihrer Geldbörsen.
Dann werden sie von Ihren Kunden bewirtet- mit Bier- mit Schnaps- mit Wein. Was tut ein guter Außendienstler?
Er trinkt und trinkt nur um einen guten Abschluss zu machen.
Dann fahren sie mit ihrem viel zu breitem Auto auf viel zu engen Straßen nach Hause, die Polizei kommt und nimmt ihnen den Führerschein weg.
Und dann noch das Glatteis, sie rutschen hin- sie rutschen her- sie rutschen im Kreis, aber weg kommen sie nicht.
Darum mein Vorschlag:
der Außendienst benutzt für seine Geschäftsfahrten, Entschuldigung Geschäftsritte, ein Pferd- jawohl ein Pferd.
Er ist erstens der Natur wieder ein Stückchen näher gekommen, und zweitens von der Mechanik ein Stück abgerückt.
Er hat warmes Fleisch zwischen seinen Beinen (Zuhause ist es ja links und rechts von seinen Beinen).
Er kann sich auf seinen Geschäftsritten mit seinem Pferd unterhalten. Haben sie sich schon mal mit ihrem Auto unterhalten?
Jetzt finden sie wieder Parkplätze in Hülle und Fülle. Sie sollen mal sehen wie schnell die anderen Autobesitzer ihre Autos wegfahren wenn sie Ihr Pferd neben das Auto stellen.
Es äppelt ja von Zeit zu Zeit.
Man kann das Pferd ja auch mal in den Vorgarten auf eine Wiese stellen, schon hat man Futter für das Pferd gespart.
Dann kommt die Steuer:
Habe sie schon mal von einer Pferdesteuer gehört? Nein haben sie nicht. Es gibt Hundesteuer, es gibt KFZ- Steuer, aber Pferdesteuer gibt es nicht.
Dann der Sprit:
sie brauchen kein Benzin. Wenn sie ein kleines Stückchen Land haben- zur Not können sie die Zufahrt zu ihrer Garage, die sie zum Stall umbauen, einsähen, und sie haben eine prächtige Wiese für ihr Pferd. In dem Garten hinter ihrem Haus wird Hafer eingesät. Das Stroh wird zum einstreuen im Stall verwendet. Hafer und Gras wächst alleine- für Benzin müssen sie viel Geld ausgeben.
Jetzt komme ich zu den Reparaturen- die gibt es nicht.
Sollten sie mal einen Unfall mit ihrem Pferd erlitten haben und das Pferd ist noch zu gebrauchen- alles heilt von alleine.
Sollte das Pferd aber mal so stark beschädigt sein, das es geschlachtet werden muss, können sie es anschließend aufessen- Sauerbraten vom Pferd schmeckt ganz ausgezeichnet.
Zum Reiten eines Pferdes brauchen sie auch keinen Führerschein.
Bei Trunkenheit am Zügel kann also auch kein Führerschein entzogen werden.
Früher als es noch nicht so viele Autos gab, konnte man mit Hilfe eines Autos noch Frauen und Mädchen verführen. Heute wo doch jeder ein Auto hat, ist ein Auto doch nichts besonders mehr.
Aber stellen sie sich einmal vor:
sie sitzen mit einer Frau auf einem Pferd und galoppieren durch Wald und Feld. Die Bewegungen des Pferdes nehmen ihnen jede arbeit ab.
Dieses einmalige Erlebnis wird sich bald unter den Frauen rumgesprochen haben und man (beziehungsweise Frauen) werden bei ihnen an der Schlange stehen.
Außerdem sind die Pferdezüchter fleißig dabei, die Pferde für die Aufgaben als Fortbewegungsmittel für den Außendienst umzuzüchten. Es werden Scharniere in der Pferdemitte eingebaut um die Pferde platzsparend einzustallen. Es wird später möglich sein das Pferd in der Besenkammer unterzubringen.
Die Pferdeäppel werden von ihren Frauen zum Düngen der Deutschen Eiche- ich glaube Gummibaum heißt so ein Ding- verwendet.
Das Motto für den Außendienst heißt also für die Zukunft:

"Weg vom Auto -- hin zum Pferd!"