Die Zeche Waltrop

 

1903 wurde mit dem Abteufen des Schachtes 1 und 2 begonnen.

1904 erreichten beide Schächte in 500 bzw. 505 Meter Teufe (Tiefe) 

das Karbon.

1905 wurden die beiden Schächte in Betrieb genommen.

1956 war Teufbeginn von Schacht 3, zirka 3 Kilometer östlich von                 Schacht 1 und 2.

1958 erreichte dieser bei 594 Metern Teufe das Karbon und wurde in diesem Jahr in Betrieb genommen.

1909 bis 1945 arbeitete die Kokerei auf der Schachtanlage 1 / 2.

1949 wurde sie nochmals bis 1956 in Betrieb genommen.

     
  1964 wurde die Zeche von der Stilllegung bedroht. Dies konnte aber durch  großen Protest der Bevölkerung abgewendet werden. Die Stadt Waltrop wäre durch eine Stilllegung sehr hart betroffen worden. Die meisten männlichen Einwohner der Stadt Waltrop arbeiteten auf der Zeche.      1979 wurde die Zeche Waltrop dann doch endgültig stillgelegt.
 
  Die Zeche Waltrop gehört zu den schönsten Schachtanlagen des Ruhrgebietes. Die noch erhaltenen Gebäude stehen seit 1988 unter Denkmalschutz. Die Gebäude (es stehen noch 11 Hallen) zum Beispiel das Fördermaschinenhaus, das Pförtnerhaus, die Milchbar, Lampenstube, das Magazingebäude, das Trafohaus, das Schalterhaus, die Lohnhalle, der Lokschuppen und andere. Die Gebäude wurden sorgfältig saniert und werden heute gewerblich genutzt.   
 
  Heute finden verschiedene Events im Laufe des Jahres auf dem Zechengelände statt. Da ist zum Beispiel das Kulturspektakel "Extraschicht", am 4. Dezember der Barbaratag, (Barbara ist die Schutzpatronin der Bergleute), vor Weihnachten der Weihnachtsmarkt und andere Veranstaltungen.
 
  Auf diesem Platz, dem Industrieplatz, findet zum Beispiel der Weihnachtsmarkt statt.
 
  Hier ist der Spurwerkturm auf der angrenzenden Halde zu sehen. Er wurde im Mai 2000 eröffnet. Der Turm besteht aus etwa 1 Kilometer Spurlatten. Das sind Holzbalken, die im Bergbau als Führung für die Förderkörbe in den Schächten gebraucht wurden. Die begehbare Plattform ist in 20 Meter Höhe und man hat von dort einen guten Rundblick bis in die Nachbarstädte.                                                                                                Von dort aus habe ich die obigen Bilder aufgenommen.
 
  Hier sieht man das Zechengelände aus der Vogelperspektive. Dieser Artikel erschien in der Waltroper Zeitung am 14. Mai 2005 anlässlich des ersten Spatenstichs zum 2. Bauabschnitt. (links unten die dunklere Fläche) 

Leider hat bis jetzt erst eine Firma dort gebaut. Scheinbar sind die Vorrausetzungen, um sich dort Ansiedeln zu können, zu hoch - zu teuer.