Mit der Hurtigtrute von Bergen nach Kirkenes und Zurück

September 2011




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Tag 1: Bergen

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"Liebe Fluggäste an unserem Ziel ist mit nur etwas Regen gutes Wetter für Bergen." Mit dieser Ansage unseres Piloten begann für uns der Urlaub mit dem Hurtigruten-Schiff MS Lofoten.

Am Flughafen nahmen wir dann ein ein Taxi zum Anleger. Kaum hatte der Fahrer unser Ziel erfahren, lies er es sich nicht nehmen, ausgiebig über die Havarie der MS Nordlys in der Woche vor unserem Urlaub herzuziehen.

Am Hurtigruten Terminal gaben wir dann unser Gepäck auf und begannen bei leichtem Nieselregen die Erkundung Bergens. Zwanzig Minuten später am alten Hanseviertel bei Dauernieselregen wurden die Kameras für ein erstes Foto gezückt. Gefolgt von einigen Bildern der malerischen Gässchen des Viertels.

Danach ging es im leichten Nieselregen mit der Seilbahn auf den Berg Fløyen zum Aussichtspunkt. Nach einigen Fotos und vor dem nächsten Schauer ging es auch schon wieder runter ins Stadtzentrum.

Dort suchten wir bei "richtigem" Regen schnell einen Unterstand. Sehr spannend wie gelassen die Bergener diesem Wetter begegnen. Joggen, Shoppen, als wäre nichts gewesen, wo der Deutsche schon nur noch "jammern" würde.

Zurück am Schiff bezogen wir dann unsere Kabine 106 im untersten Deck. Nach einem ersten Blick fragen wir uns: "Ist das schon alles?". 2 Betten ein Waschbecken, 2m*2m... Wir können uns nur angrinsen. Wir wollten ja Abenteuer. Versteht mich nicht Falsch die MS Lofoten hat Klasse, viel Holz, viel Charme, sehr nett. Trotzdem hätten wir auf und Dusche und WC auf dem Gang verzichten können. Aber wir wußten ja worauf wir uns eingelassen hatten.

Um kurz nach 18h stürmen wir zusammen mit den anderen Passagieren das Buffet: 3 Arten Lachs lecker, Desserts zum Träumen...Nur gut, dass dies fast das einzige Buffet (bei Halbpension) der Reise ist.

Nach dem Abendbrot und mit dem Jahres-Flatrate-Kaffee-Tee-Ms-Lofoten-Becher in der Hand sehen wir starken Bergen-Regen. Verdammt der Pilot hatte Recht, das war kein Witz. Wir hatten echt gutes (Regen-)Wetter in Bergen.

So startete also am 19.09.2011 unsere Hurtigrutenfahrt von Bergen nach Kirkenes und zurück.

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Tag 2: Alesund, Regenbogen und ein schöner Sonnenuntergang

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Am zweiten Tag erreichten kurz nach einem leckeren Frühstück den kleinen Hafen Torvik. Hier erhaschten wir auch unseren ersten Sonnenstrahl der Reise. Dank Sonne sahen wir dann auch kurz hinter Torvik den ersten Regenbogen des Tages.

Bei Nieselregen erreichten wir gegen Mittag Alesund. Unser erster Besuch galt der havarierten Nordlys. Sieht gar nicht so schlimm aus, nur noch ein bischen Schieflage.

Zurück geht es durch die Fußgängerzone der Jugendstilstadt. Nächster Stop der Hausberg Aksla. Lediglich 418 Stufen mußten genommen werden. Zu unserer Überraschung ganz one Regen. Erst am Aussichtspunkt holt uns der Regen wieder ein.

Nach einem weiteren Schlendern durch Alesund geht es zurück zum Schiff, wo prompt der Himmel aufriß und wir die Sonne geniessen konnten.

Die Sonne begleitet uns dann acuh bis zum nächsten Stop: Molde. Da uns trotzdem aber die Regenwolken verfolgen, sehen wir noch einige Regenbogen an diesem Tag. Die insgesamt 5 Stück nehmen wir als gutes Zeichen der Reise. Entsprechend wird der zweite Tag auch von einem schönen Sonnenuntergang gekrönt.

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Tag 3: Trondheim und Stokksund

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Weiter geht die Reise in Trondheim. Am nächsten Morgen liegt das Schiff schon am Kai und die Sonne sendet erste Strahlen in den Nebel.

Nach dem Frühstück ist der Nebel dann auch schon aufgerissen und ein blauer Himmel begleitet uns beim Stadtrundgang. Die bunten Lagerhäuser spiegeln sich im Fluß und die Morgensonne grüßt hinterm Nidarsdom.

Mittags geht es weiter und kurz hinter Trondheim durchqueren wir eine Nebelbank, so dass alles um uns rum in tristen Grau verschwindet.

Nachdem wir den Kjeungskjær fyr Leuchtturm passiert haben, beschert das schöne Wetter uns eine Durchfahrt durch den Stokksund. Mit seiner engen Kurve muss jedes Schiff vor der Durchfahrt warnen.

So geniessen wir den ganzen Tag wie Norwegensberge an uns vorbeiziehen und uns die Sonne wärmt.

Nach dem Abendbrot erreichen wir Rørvik, wo bereits die Nordnorge am Kai lag. Dementsprechend wurde unser Schiff auch prompt von Hurtigruten-Touristen vom anderem Schiff gestürmt. Gut, schliesslich steht die MS Lofoten auch unter Denkmalschutz.

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Tag 4: Svartisen Gletscher

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Am vierten Tag stand der Besuch des Svartisen Gletscher an. Hierfür schifften wir uns direkt nach dem Frühstück auf einem Ausflugsboot direkt von der MS Lofoten ein.

Nach kurzer Fahrt durch den vorgelagerten Fjord, erstrahlte der Gletscher im Licht der Sonne. Trotz wolkigen Wetters brach die Sonne immer wieder durch und ließ den Gletscher Blau leuchten.

Nach gut einer Stunde am Gletscher ging es dann mit dem Boot durch den Fjord zurück. Auf der Rückfahrt hatten wir dann das Glück die ersten Seeadler zusehen.

Gleich vier dieser prachtvollen Vögel zogen ihre Bahnen über uns. Kurz später beäugten uns noch 2 weitere Seeadler arwöhnisch von ihrem Felsen.

Ausserhalb des Fjords nahmen wir fahrt auf, um unser Schiff in Bodø einzuholen. Hier wird das Schiff dann auch von vielen Gästen überrannt, die mit uns zusammen auf die Lofoten übersetzen möchten.

Nach gut vierstündiger Überfahrt erreichen wir dann Stamsund auf den Lofoten. Die Bedeutung dieses überschauberen Ortes zeigt der Parkplatz am Anleger. Auf den ersten Blick scheint dieser Parkplatz so groß wie der restliche Ort.

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Tag 5: Polartaufe und Huskies

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Am nächsten morgen begrüßte uns der Ort Harstadt beim Frühstück. Jeden Morgen eine andere Stadt und Landschaft so macht Reisen Spass.

Nach dem Frühstück stand dann die Polartaufe auf dem Programm. Unter der Norwegischen Postflagge bekam jeder einen Schnaps. Leider aber nicht umsonst. Zuerst gab es eine Kelle Eiswasser inklusive Eiswürfeln in den Nacken und weiter unters T-Shirt. Ein "erfrischendes" Erlebnis bei 5°C, wenn die Eiswürfel langsam den Rücken runter rutschen. Einige Gäste haben dann auch prompt auf dieses "einmalige" Erlebnis verzichtet.

Bei Sonnenschein ging es dann entlang der Küste der Vesteralen Tromsø entgegen. In Tromsø angekommen, ging es für uns weiter mit dem Bus zu einer Huskyfarm. Hier begrüßten uns stürmisch über 100 Alaska-Huskies. Einige eher zurückhaltend, viele aber euphorisch. Bei den Streicheleinheiten blieb dann auch keiner der Besucher von unzähligen Pfotenabdrücken verschont.

Abgeschlossen wurde der Besuch nach einem kurzen Spaziergang durch die malerische Landschaft eines Hochmoores mit hausgemachten Schokoladenkuchen.

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Tag 6: Nordkapp

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Endlich der kleine "Höhepunkt" der Reise. Kurz vorm Mittag erreichen wir Honnigsvag. Von hier geht es mit Bussen weiter zum Nordkapp.

Bestimmt zwei drittel des Schiffes fahren mit. Kurz vor dem Nordkapp ein erster Eindruck des typischen Nordkapp Wetters: dichter Nebel. Zum Glück sind wir aber schnell durch die Nebelbank.

Kaum angekommen stürmen bestimmt 100 MS Lofotoner die Aussichtsplatform. Wie durch ein Wunder bricht auch kurz die Sonne durch und zaubert sogar noch einen kleinen Regenbogen übers Meer.

Gut man konnte Spitzbergen nicht sehen, aber Sonne am Nordkapp viel besser kann es doch kaum kommen.

Ein Event jeden Tag sind auch immer die Begegnungen mit anderen Hurtigrutenschiffen. Jetzt knapp 12h vor Kirkenes sind sie uns alle einmal entgegengekommen. Auf der Rückfahrt von Kirkenes nach Bergen werden wir sie dann alle nochmal wiedersehen.

Die MS Lofoten ist zwar eins der kleinesten Schiffe, dafür hat sie aber viel Charm und bei Ausflügen, wie zum Nordkapp, bleibt die Teilnehmerzahl überschaubar. Nur Stabilsatoren wären nett. Es vergeht kaum ein Tag ohne Seegang und immer mehr Passagiere greifen zu den wohlweislich mitgebrachten Mitteln.

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Tag 7: Kirkenes und Vardö

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Am nächsten Tag erreichten wir am Vormittag Kirkenes den Wendepunkt der Reise.

An einem Sonntag war Kirkenes wie ausgestorben, während wir mit Quads unseren Ausflug zur Russischen Grenze starteten. Durch die herbstliche Finnmark ging es über mehr oder weniger befestigte Straßen zum Grenzübergang.

Zurück in Kirkenes wurde noch etwas durch die Stadt gecruised, bevor es am frühen Nachmittag zurück aufs Schiff ging.

Mit der Sonne im Rücken begann dann die Rückfahrt nach Bergen.

Am Nachmittag legten wir noch in Vardö an. Auch hier begrüßte uns die Sonne beim ansonsten eher trüben Wetter.

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Tag 8: Zurück nach Westen, Hammerfest

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Heute geht es vorallem nach Westen und nur kaum nach Süden. Letzter Hafen der Etappe wird kurz vor Mitternacht Trömsö werden.

Kurz vor Mittag erreicht das Schiff Hammerfest, die nördlichste Stadt der Welt. Den Aufenthlat nutzen wir zum Aufstieg über den Steilen "Zick-Zack-Weg" zum Aussichtspunkt. Hier geniessen wir den Blick über Hafen und Erdgasförderanlage. Viel mehr gibt es dann hier in Hammerfest auch nicht zu sehen. Noch kurz einen Abstecher in den Souvenirladen des Eisbärenclubs und zurück an Bord.

Kurz nach dem Abendessen wird der Halt in Skjervoj genutzt für einige Nachtaufnahmen. Das Fotostativ wurde also nicht ganz umsonst mitgenommen.

Am späteren Abend begrüßten uns dann auch noch einige Nordlichter.

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Tag 9: Vesteralen, Raftsund und Trollfjord

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Direkt nach dem Frühstück am nächsten Tag startet der Ausflug über die Vesteralen. Nach einem Abstecher zur Kirche von Tondenes geht es über den wunderschönen Sigfjord nach Sortland, wo wir wieder auf unser Schiff stoßen.

Hinter Sortland ziehen immer wieder Regenwolken an uns vorbei. Wann immer dann die Sonne durchbricht belohnt uns diese mit einem Regenbogen.

Nach einem kurzem Stop in Stokmarnes und dem Hurtigrutenmuseum mit der MS Finnmark von 1912 geht es weiter zu einem der Höhepunkte der Reise.

Dem Raftsund. Voraus ist die Lofotenwand zu sehen und man fragt sich, wo hier eine Durchfahrt möglich sein soll. Dann öffnet sich die schmale Durchfahrt des Raftsunds. Links steile Berge, rechts steile Berge, die Spitzen in den Wolken und die Hänge in wunderbaren Herbstfarben. Auch der leichte Nieselregen kann dieses einmalige Erlebnis nicht beeinträchtigen.

Direkt im Anschluss an den Raftsund folgt das nächste Highlight der Trollfjord. Rechts und links sind die Felsen fast zum Anfassen nah. Auch das Wenden am Ende geschiet wie auf einer Briefmarke. Ein Glück, dass wir mit der MS Lofoten eins der kleineren Schiffe haben. Die größeren hätten hier bestimmt nicht mehr wenden können.

Nach dem Trollfjord erreichn wie die Lofoten und schlendern noch kurz durch den Hafen von Svoljaer bevor es zum Abendbrot zurück aufs Schiff geht.

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Tag 10: Polarkreis und Torghatten

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Nach einer unruhigen Nacht mit heftigen Seegang überquerten wir am nächsten Tag wieder den Polarkreis bei ungemütlichen Regen.

Mit einigen kleineren Zwischenstopps ging es gemütlich weiter Richtung Bergen.

Durch den Regen blieben die Sieben Schwestern bei Sandnessjoen leider verborgen. Am Nachmittag ließ der Regen dann nach, so dass wir das Loch im Berg Torghatten gut sehen konnten.

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Tag 11: Zurück in Trondheim und Kristiansund

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Am vorletzten Tag begrüßten wir die Nordstjernen in Trondheim. Noch ein kurzer Spaziergang durch Trondheim und weiter ging es Richtung Bergen.

Viele Stopps gibt es an diesem Tag nicht. Dank Gegenwind und Seegang werden die geplanten Stopps auch noch verkürzt, um Verspätungen aufzuholen. Dadurch bleibt Trondheim der einzige Landgang des Tages.

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Tag 12: Bergen und Sonne

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Am letzten Tag gleitet unser Schiff durch Nebel verhangene Schären weiter Bergen entgegen.

Am frühen Nachmittag riss der Nebel dann auf. Pünktlich zur Einfahrt in Bergen.

In Bergen hatten wir dann herrliche Sonne. Einige junge Norweger nutzten das Wetter sogar zum Baden im Fjord.

Bergen und Sonne faßt das Wetterglück unserer Reise perfekt zusammen.

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