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15.03.08 7.Etappe: 58km Kriterium
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Die 1,4km Runde war 40 mal zu fahren, leider konnte ich nicht in die Entscheidung eingreifen um meine Position zu verbessern und die Jury ist auch nicht auf unserer Seite nach dem Chaos von gestern.
Auch wenn die Schuld auf jeden Fall nicht bei uns liegt, da wir den Führungsfahrzeugen gefolgt sind, hat sich nichts geändert und wir haben nur die Zeit des Peletons bekommen. Viele Fahrer, sportliche Leiter und selbst UCI-Kommisäre stehen auf unserer Seite, aber wie so oft, bekommen die Recht, die am lautesten schreien und das sind nun mal nicht die Asiaten sondern die Amerikaner die auf Platz eins und zwei liegen und ihre Führung verloren hätten.
Zurück zum Rennen. Ich bin gleich mal ne Startattacke gefahren, aber ich bin wohl nicht mehr so unbekannt hier und hatte immer ein Fahrer am Hinterrad kleben. Wir versuchten das Rennen so hart wie möglich zu machen, was uns sehr gut gelang, 10 Runden vor Schluss platzte das ganze Feld auseinander. Aber wieder kein Glück: eine Runde später ein böser Sturz und das Rennen wurde neutralisiert, jeder wieder ran kommen und konnte Luft schnappen. Nach dem Neustart, mit neun Runden zu fahren, setzte sich dann doch eine Gruppe ab, jedoch ohne Team Giant. Da wir auch noch die Mannschaftswertung zu verteidigen haben, sind ich und David mit Vollgas hinterher, sodass bei mir im Sprint die Beine alle waren.
Naja... We live to fight another day. Immer hin bin ich noch heile und sturzfrei :)
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14.03.08 6.Etappe: Gute Beine, aber kein Glück
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Trotz Dauerregen und viel Wind haben die 127km heut viel Spass gemacht, was wohl an den super Beinen gelegen hat. Ich war schon auf Kurs in Richtung gelbes Trikot, als ich mir meiner Spitzengruppe auf den letzten 7km falsch geleitet wurde.
 Schon am Start um 10:00 war es nass und grau. Trotzdem gingen die Angriffe pünktlich am Ende der Neutralisation voll los. Auf den ersten 35km waren ein paar Anstiege zu bewältigen, die optimal für Ausreißergruppen waren und somit war auch bald sechs Mann in dem grauen Nebel verschwunden. Ich befand mich kurz darauf auch für etwa 10km vor dem Peleton. Eigentlich wollte ich nur das Tempo hochhalten, hab über eine Welle drüber gezogen und war plötzlich allein. Nach einigem frische Luft schnappen, hab ich mich aber doch lieber dazu entschlossen mich einholen zu lassen.
Zur Mitte des Rennens war wieder ein längerer Berg, an dem sich wieder eine krosse Gruppe mit mir und Coutsie bildete. Zwar wurde auch diese gestellt, aber die Aktion hat allen Kraft gekostet und kurz darauf verabschiedeten sich ca. 20 Mann mit alles Favoriten (also auch mir ;-)) aus dem Feld. 30km vor dem Ziel, wieder einige Anstiege und ich attackierte gemeinsam mit den Fahrern von Platz drei und vier der Gesamtwertung. Die beiden führenden konnten nicht mehr folgen, und 10km vor dem Ziel hatten wir eine Minute Vorsprung und immer noch sehr hohen Speed drauf.
Dann geschah das Malheur. Wir wurden falsch geleitet und da kein Verkehr auf der Straße war, hatten wir keinen Grund zu denken, dass wir falsch sind. Erst als ein Motorradfahrer und wild gestikulierend uns deutlich machte, dass wir falsch sind drehten wir um. Zu spät. Das Hauptfeld, inzwischen wieder geschlossen, war schon vorbei. Nun mussten wir noch hinterher eilen, damit wir nicht noch Zeit verlieren, schafften den Anschluss zum Glück noch kurz vorm Ziel.
Die Regeln der UCI sagen leider, dass jeder Fahrer die Strecke kennen muss (was natürlich unmöglich ist) und so haben wir wohl kaum Chance noch eine Zeitgutschrift zu bekommen. Dumm gelaufen, aber ich weiss wenigstens, dass ich im Training alles richtig gemacht habe!
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13.03.08 5.Etappe: Immer noch keine Gruppe
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Bei der heutigen fünften Etappe bin ich wieder auf Platz fünf zurückgefallen. Leider konnte ich diesmal keine Zeitgutschriften holen. Die beiden Fahrer an den ich gestern vorbei gezogen bin, konnten dagegen einige Sekunden bei den Zwischensprints gut machen, Shawn Milne (der Vorjahressieger) hat sogar die Etappe gewonnen.
Das Rennen ging um 9:00 in .. los, das im Landesinneren Taiwans liegt, und führte uns nach 27km auf einen 15km langen Rundkurs am Meer. Es wehte zwar ein etwas Wind und ich hoffte dieser würde das Rennen schwer machen, aber wieder einmal konnte sich keine Gruppe entscheidend absetzen. Drei Runden vor Schluss war noch immer alles zusammen, als eine größere Gruppe mit David vorne raus fuhr. Endlich war das Team des gelben Trikots an der Reihe vorne zu arbeiten. Kurz nach der vorletzten Zielpassage war der das Feld wieder zur Spitze aufgefahren und ich startete mit vier weiteren Fahrern eine Konterattacke. Schnell hatten wir 15 Sekunden Vorsprung, doch im Peleton organisierten sich die Teams und eingangs der letzten Runde waren wieder eingeholt.
Dann ermöglichte mir ein plattes Vorderrad auch noch einige Sekuden die schöne graue Umgebung zu genießen, etwas gute Luft aus dem Auspuff des Teamfahrzeuges zu schlucken und für das Finale schon ein paar mol Laktat in die Beine zu bekommen. Im Sprint lief es dann bei mir überhaupt nicht, aber ich bin optimistisch, dass es morgen ein hartes Rennen gibt und ich nochmal angreifen kann.
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12.03.08 4.Etappe: Die Hälfte ist geschafft
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Mit der vierten Etappe ist bei der Tour de Taiwan die Halbzeit erreicht. Wiedereinmal war ein 88km Kriterium zu fahren, 40 Runden @ 2,2km, in Taichun wo auch der Sitz des Teams ist.
David versuchte es gleich zu Beginn mit einer Startattacke, leider ohne Erfolg und so ging es Schlag auf Schlag mit Angriffen weiter.. Ich versuchte mich für die Sprintwertungen zu schonen und nur etwas mit Auge zu fahren. Das hat auch ganz gut geklappt, ich konnte mir zweimal zwei Sekunden sichern und war somit zwischenzeitlich auf Rang zwei in der Gesamtwertung.
Die Finalrunde war leider etwas langsam, sodass alle Fahrer nach vorne, und genau mir vors Vorderrad, drängeln konnten ;-) Bin halt doch kein richtiger Sprinter und belegt nur Platz neun. Sieger war wieder eine Fahrer vom Team CCC-Polsat, das hier komischer Weise im Merida-Dress unterwegs ist: Zweiter war Taiji Nishitani, der damit sechs Sekunden Zeitgutschrifft bekam. Da er nach dem gestrigen Rennen eine Sekunde hinter mir lag, ist er nun zweiter und ich dritter.
Grad sitze ich mal wieder im Bus nur noch 100km zu fahren. Die nächsten beiden Tage sind zum Glück wieder richtige Etappen, vielleicht haben ja ein paar Fahrer ewas müde Beine und wir können einen Angriff starten.
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11.03.08 3.Etappe: Platz zwei bei der Bergankunft
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Bei der einzigen bergigen Etappe der Rundfahrt sprintete ich am Schlussanstieg auf Platz zwei und sicherte mir damit auch den fünften Rang in der Gesamtwertung. 117km waren zu fahren mit Start und Ziel in Baguashan und zwei kurzen, aber steilen Anstiegen.
Heute ging es um 10:00 los, Abfahrt vom Hotel war um 8:30 mit den Rädern, 13km bis zum Start. Die Materialwagen sind schon früher zum Start aufgebrochen und damit auch meine Radschuhe, also war ich gezwungen meine Tanzschuhe zu tragen. Als Belohnung ahbe ich dann wenige Meter nach dem Hotel auf der Strasse noch ein schönes Carbon-Laufrad gefunden, dass wohl ein Teamfahrzeug verloren hat, aber ich habs natürlich dem Team zurück gegeben (leider gab es keinen Finderlohn ;-))
Das Rennen war wieder mal sehr schnell, mit Rücken- und Seitenwind, sodass das Feld auch ab und zu auseinander platzte. Wir waren aber alle immer gut positioniert, trotzdem wurde es kurzzeitig brenzlig, als ich und, wenige Kilometer später, David einen Platten bekam.
Im Finale musste Coutsie nochmal etwas „bücken“, eine Gruppe war vorne raus und er reihte sich vorne mit ein, trotzdem wurde er am Ende noch achter, eine starke Leistung. 20Km vor dem Ziel der erste Anstieg, danach befand ich mich in einer etwa sieben Mann Gruppe. Leider wollte dort niemand so richtig fahren und so kam es zum „Sprint“, den 800m langen Berg hoch. Ich lag 200m vor dem Ziel optimal an zweiter Position, zögerte jedoch etwas, zwei Fahrer zogen links vorbei und ich konnte nur noch einen der beiden wieder einholen.
Trotzdem ein gutes Ergebnis, ich bin zufrieden mit der Form und auch das Team hat exzellent abgeschnitten. Wir haben heute auch noch die Mannschaftswertung gewonnen und Lai, der Taiwanese in der Mannschaft, hat mit seinem 13. Platz heute auch das weiße Trikot als bester taiwanesischer Fahrer gewonnen.
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10.03.08 2.Etappe Bisschen Rad fahren, viel Bus fahren
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Schon um 6:50 saßen wir heut morgen mit allen anderen Fahrern im Bus, da die Etappe um 9:00 irgendwo außerhalb der Stadt stattfand. Natürlich kam es etwas anders wie geplant, der Busfahrer wusste nicht so ganz wo er hin musste und wir waren deutlich länger unterwegs. Der Start wurde daher verlegt, um etwa 9:20 waren wir endlich auf dem 13km Rundkurs unterwegs: Acht Runden mit jeder zweiten Runde eine Sprintwertung.
Stefan und ich versuchten bei den Wertungen dabei zu sein um von den Zeitgutschriften etwas ab zu bekommen. Ich merkte jedoch, spätestens bei der zweiten Prämie, daß mir der Speed für die Top drei fehlt und auch Stefan kam leider nie so richtig zum Zug. Trotz vieler Attacken, kam nie eine Gruppe für längere Zeit zustande, was wohl an dem hohen Tempo von 47km/h lag. Im Finale habe ich trotzdem nochmal mit gesprintet, in der Hoffnung auf ein Top 10, heraus kam Platz 9...
Nach dem Rennen war wieder etwas Busfahren angesagt. „Nur“ drei Stunden. Bisher sind es etwa zwei und es sieht so aus, als ob es noch ein paar mehr werden können. Zum Glück gab es eine Starbuckspause zwischen drin, alles in allem mit Sicherheit die perfekte Vorbereitung auf die 127km Etappe morgen. Die ist endlich mal etwas anspruchsvoller mit zwei Anstiegen im Profil. der letzte ist dann auch gleichzeitig die Ankunft, also wird vielleicht morgen eine erste Vorentscheidung der Rundfahrt fallen.
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09.03.08 1.Etappe Kaohsiung City
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Nun ist es schon der dritte Tag, in dieser Stadt, in der man bei einen Sonnenaufgang mit blauem Himmel alles andere als einen blauen Himmel sieht. Gestern sind einige von uns nur eine kleine Runde trainieren gewesen, ich habe mich aber lieber mit Regelungstechnik befasst. Das war im nach hinein wohl auch die bessere Wahl, da die Kollegen recht schnell wieder zurück waren. Ihr Fazit: hier gibt’s nur Autos, Roller und Smog...
Die Etappe heute war nur 88km lang auf einem 2,2km Rundkurs (für alle Mathegenies: 40 Runden), mit zwei Brücken und vielen Kurven, vor allem zum Ziel hin. Bei den Sprintprämien konnten sich erst Stefan, dann ich, mit jeweils einem dritten Platz in Szene setzen. Gegen Ende der Etappe ist leider noch eine Gruppe ohne uns weggefahren, die aber nicht gefährlich schien. Trotzdem haben sich alle erstmal nur angeschaut, bis wir die Initiative ergriffen und hinterher sind. Leider etwas zu spät. Zwar wurde dir Gruppe nochmal gestellt, aber erst auf den letzten kurvenreichen 200m, sodass kein vorbeikommen mehr möglich war und Stefan nur noch neunter wurde.
Stefan ist nun auf Platz sechs, ich bin auf sieben. Morgen müssen wir schon um 6:50 los, da wir einen langen Transfer zur zweiten Etappe haben. Also guten Nacht zusammen und bis morgen!
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07.03.08 Training in Taiwan
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Nach drei tagen in Taichun, eine Stadt an der Westküste Taiwans sind wir nun auf dem Weg zu ertsen Etappe nach Kaohsiung City, ganz im Süden der Insel. Zweieinhalb Stunden Fahrt sollen es angeblich sein, aber mit den 80km/h mit den Taja, unser Mechaniker, gerade die Überholspur besetzt könnte es gut noch einiges länger werden.
Heute morgen waren wir noch knapp über eine Stunde auf dem Rad, trotzdem sind wir dabei nochmal ein wenig in die Berge. Das ist hier nämlich so die einzige Möglichkeit wo man in Ruhe und ohne Verkehr trainieren kann. Ganz zur Freude des Sprinters. Eigentlich ist das Trainingsgebiet echt nicht schlecht. Einmal aus der Stadt raus und in den Bergen, wird es sehr ruhig und einsam, die Straße schlängelt sich durch grünen Wäldern und an trockenen Flüssen entlang, um dann schließlich mit vielen Serpentinen die Berge zu erklimmen. Ich war sehr beeindruckt, bis ich nach einem Anstieg, der etwas intensiver gefahren wurde, den Haken an der ganzen Sache bemerkte. Die Luft... Hier ist ständig Dunst in der Luft, selbst abseits der Stadt ist es total neblig und grau. Daher habe ich zunächst gedacht, dass kann nur Luftfeuchtigkeit sein, aber nach diesem Berg, nach den resultierenden Schmerzen in der Lunge sobald man zu tief Luft holt, realisierte ich das ist alles Smog und mit Sicherheit alles andere wie gesund.
Trotzdem haben wir zwei Tage ganz ordentlich trainiert und ich glaube wir sind alle in einer guten Form. David hustet zwar etwas vor sich hin, aber es scheint besser zu werden. Unsere Atemwege, inzwischen mit Sicherheit gut geteert, werden die Luft beim Rennen vielleicht auch etwas besser verkraften wie bisher.
Fast hab ich es vergessen: www.khhhtri.org.tw Die Webseite ist zwar nicht super aktuell, aber ein wenig Info zu Rennen ist dort doch zu finden.
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04.03.08 Zurück in Asien...
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da bin ich nun also wieder auf der anderen Seite der Erde angekommen. Nach genau zwei Wochen in Deutschland, landete ich morgen um 6:00 in Taipeh. Mit einer Stunde Bahnfahrt, zwölf Stunden Flug und ausschließend noch zwei Stunden im Bus, vorbei Hochhauswäldern, Reisfeldern und Mopedschwärmen, hatte ich doch eine relativ kurze Reise. „Coutsie“, unsere schottische Bergziege war ganze 27 (!!) Stunden unterwegs. Er und Daivd McCann sind gestern abend schon angekommen, und hier alles für uns geregelt :) so konnten wir eben erstmal was frühstücken, das ist leider aber auch schon wieder verdaut – kann man bei Weißbrot und Jam nicht anderes erwarten...
Was ist hier bei der Rundfahrt von mir zu erwarten? Eigentlich sollte es nun schon ganz gut laufen. Ich bin nach Malaysia gesund geblieben, habe mich gut erholt und konnte auch das eine oder andere Mal ganz ordentlich trainieren. Es bleibt also zu hoffen, dass das Training gut anschlägt und ich auch in den folgenden Tagen keine Probleme mit Jetlag, dem Essen und der Gesundheit bekomme.
Da die erste Etappe erst am 9.3 ist, werden wir hier hoffentlich noch drei Tage etwas trainieren können. Es ist so was wie ein Trainingslager geplant, über dessen Sinn man sich wohl streiten kann, da es nur wenige Tage vor dem Rennen stattfindet. Außerdem scheint Taiwan nur eine große Stadt zu sein – wie man da Trainieren soll? Die Antwort gibt’s morgen, nur hier und ganz exklusiv :-)
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16.02.08 Etappe 8: Tag der Wahrheit
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Das Ergebnis hatte ich mir vor der Etappe etwas anders vorgestellt. Nach 120km Transfer, bei den ich schon mächtig ins schwitzen kam, weil die Klimaanlage unseres Busses nicht funktionierte und auch noch das Einschreiben vergaß.
Der erste Teil der Strecke ging zwar kontinuierlich bergauf, doch nur sehr leicht und das Tempo wurde kontrolliert hoch. Erst die letzten 25km waren etwas steiler, doch die Geschwindigkeit wurde weiterhin sehr hoch gehalten. Ich bemühte mich, eine gute Position zu halten und Alex auch vorne zu halten. Leider bekam ich so langsam meine Probleme, das wenige Training macht sich wohl doch endlich bemerkbar. Ich nutzte die restlichen Kilometer des Anstiegs noch zum K3, letztendlich wurde ich nur 77ter, verlor ca. sechs Minuten.
Morgen steht in Kuala Lumpur die letzte Etappe, ein 80km Kriterium auf dem Programm, danach geht’s via Frankfurt nach Hause :-)
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15.02.08 Etappe 7: Sturz auf der Zielgeraden
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... aber zum Glück bin ich verschont geblieben. Los ging es zunächst heute morgen schon um 8:55 über 126,6km. Doch zunächst ein paar Worte zu gestrigen Tag, da ich leider keinen Internetzugang hatte um einen Bericht hoch zu laden.
Es war die zweit längste Etappe (182,8km) auf hügeligem Profil, einer Bergwertung und viel viel Wind. Ich hielt mich die meiste Zeit im vorderen Teil des Feldes auf, da ich früher oder später einen erfolgreichen Ausreißversuch erwartete. Leider war ich dennoch etwas zu passiv, bin nicht immer mitgegangen und verpasste so die 16 Mann die sich erfolgreich bis ins Ziel absetzten. Stefan musste der weilen erschöpft das Handtuch schmeißen, wir sind also nur noch zu viert.
Der heutige Abschnitt war wieder tellerflach und von vielen Attacken geprägt, da die Führenden in der Gesamtwertung nur eine Sekunde auseinander lagen und Bonussekunden bei den Zwischensprints zu holen waren. Ich sprang wie jeden Tag ab und zu mit – erfolglos – am Ende kam es zur Massenankunft, bei der ich auch etwas mit rein hielt. Wenige Meter vor der Ziellinie krachte es, ich konnte nur knapp ausweichen und wurde noch 18ter.
Morgen steht die Bergankunft aus dem Programm, bei der ich Alex „Coutsie“ so gut wie möglich unterstützen werde, da er in der Gesamtwertung vorne noch alle Chancen hat!
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13.02.08 Etappe 5: Same Shit, Diffrent Day
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Nur weil die Etappe heute mit knapp 140kmetwas kürzer war, sollte sich das Rennen kaum anders gestalten. Mit viel Wind und Wolken (für die ich sehr Dankbar war) war es wie immer von Kilometer Null an schnell, zur Abwechslung aber mal auf leicht hügeligem Terrain.
Zwar schaffte es die eine oder andere Gruppe sich aus dem Feld zu lösen, aber von langer Dauer war dies nie. Ich sprang ebenfalls ab und an mit, aber meine Aktionen waren auch nicht vom Erfolg gekrönt.
Im Spurt konnte sich Stefan, der seit zwei Tagen mit Magenproblemen kämpft, auch nicht mehr einschalten. Ich erwischte diesmal keine Lücke und rollte somit nur ins Ziel. Danach bin ich noch etwa ne Stunde locker ausgefahren, mir die Gegend angeschaut und mir Gedanken über meinen Bericht gemacht.
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12.02.08 Etappe 4: Ein Platten und Platz 13
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Die Vorbereitung auf den heutigen Renntag bestand für mich darin, möglichst viel Sonnencreme auf meine Arme zu bekommen. Hat auch recht gut geklappt, meine arme glänzten schön weiß, als ich mich um 12:30 an den Start stellte.
Heute kehrte gar keine Ruhe ein... Ständig wurden irgendwelche Attacken gefahren, egal ob vorne ne Gruppe raus war oder nicht und es gab leider kein Team, dass die Kontrolle übernehmen wollte. Irgendwann, es war mal wieder richtig schnell und alles Einerreihe, erwischte mich und ein paar andere ein Schlagloch. Ich hatte hinten platt und es dauerte eine kleine Ewigkeit, bis ich ein neues Hinterrad drin hatte. Als es endlich soweit war, war gleich ein Kommissar zur Stelle und sorgte dafür, dass ich bloß nirgendwo Windschatten bekam. So brauchte ich ca 15km bis ich wieder, ziemlich grau, im Feld war.
Dort angekommen, konnte ich mich zunächst auch nicht erholen, dass Tempo war weiterhin hoch, so dass auch nicht mehr viel passierte bis ins Ziel. Dort wollte ich es mal im Spurt versuchen, hielt mich vorne auf und im Finale konnte ich auf Platz 13 sprinten. Es gewann der Deutsche Danilo Hondo, sein erster Sieg seit Ablauf seiner Sperre.
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11.02.08 Etappe 3: 210 km bei 40°C
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Ddas war ein langer Tag! Die längste Etappe führte uns von Sitiawan nach Banting (für Malaysia-Kenner) über 210km. Nach der Neutralisation legten wie jeden Tag die Attacken los und erst nach etwa 80km war etwas Ruhe im Feld. Scheinbar haben sich die großen Teams etwas verschätzt, oder die fünf Ausreißer hatten einen guten Windschatten. Denn 50km vor dem Ziel war ohr Vorsprung noch knapp über vier Minuten, die Teams machten Ernst und reihten sich vorne ein. Doch 30km später waren es noch immer 3:50 und es wurde klar, dass das Hauptfeld den kürzeren ziehen würde.
Trotzdem wurde eine schnelles Finale gefahren, wir unterstützten Stefan so gut es ging, jedoch befanden wir uns auf den letzten 500m auf der falschen Seite des Peletons und er kam nicht zum Zug. Jetzt haben wir ein drittel der Rundfahrt geschafft, nur noch sechs Tage und 820km.... Das wird wohl noch ein heißes hartes Stück Arbeit.
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10.02.08 Etappe 2: Die nächste Hitzeschlacht
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Heute schienen alle asiatischen Teams den Befehl gehabt zu haben, mindestens einen vorne in der Spitze zu haben, was zu einem sehr hektischen und schnellen Start führte. War dann einmal solch eine Konstellation mehr oder weniger erreicht, war die Gruppe den großen Mannschaften scheinbar wieder zu gefährlich und es wurde wieder hinterher gefahren.
Erst nach etwa 80km kehrte endlich etwas Ruhe ein, als zwei Japaner einen erfolgreichen Angriff starteten. Der Vorsprung wuchs auf maximal 4:30, wurde dann aber auf zwei Minuten zurückgebracht. Komischerweise beendeten die Sprinterteams mit 15km zu vor dem Ziel ihre Jagd und die Attacken gingen von vorne los. Ich sprang auch das eine oder andere Mal mit, verpasste jedoch die entscheidende Gruppe von ca 10 Mann.
Im Spurt konnte sich Stefan den dritten Platz vom Feld sichern, man kann sich also auf die erste richtige Massenankunft freuen. Auf die Sonne morgen freut sich hier mit Sicherheit niemand! Ich werde röter und röter...
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09.02.08 Etappe 1: Lang und heiß
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Start der ersten Etappe war heut morgen um 12:00 in Alor Setar über 182,6km. Am Tag zuvor gab es erstmal eine kleine Schrecksekunde, da der Mechaniker unter, etwas im Chinesischen Neujahres Rausch, mein Rad in Taiwan vergessen hat. Glücklicherweise kam es dann doch auf irgendeinem weg gut in Malaysia an.
Wie erwartet gingen die Attacken nach 10km Neutralisation bei Kilometer Null los! Nach einigen erfolglosen Ausreißversuchen, bildete sich nach ca 30km eine 19 Mann starke Gruppe, von uns war Alex Coutts dabei. Danach war erstmal Stillstand im Feld und mit der Zeit wuchs der Vorsprung auf über 20 Minuten. Ab und an machte die eine oder andere Mannschaft zwar einen verzweifelten Versuch die Gruppe wieder zurück zu holen, aber das Rennen war gelaufen.
Alex kam am Ende zwar nur auf einen 18 Platz, aber der Bergspezialist hat dennoch gute Chancen auf Etappe neun nochmal vorne rein zu fahren. Wir gab es noch meine erste Dopingkontrolle, mein ersten Sonnenbrand und meine erste hektische Fahrt auf asiatischen Autobahnen für 2008!
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07.02.08 Zum ersten Mal in Asien
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Zum ersten mal hatte ich heut morgen um 6:50 Ortszeit asiatischen Boden unter den Füßen. Nach zwölf Stunden Flug und weiteren vier Stunden am Flughafen erreichte ich Kuala Lumpur. Hier werde ich ab Samstag mit meinem neuen Team, Giant Asia Racing, mein erstes Saisonrennen bestreiten, die Tour de Lankawi.
Nach zwei erfolgreichen Jahren beim Team Lamonta, mit einem Profisieg in Spanien, zahlreichen Podiumsplätzen und der Qualifikation für Olympia, habe ich mich einer neuen Herausforderung gestellt. In Asien wo die Radsportwelt (noch) in Ordnung ist werde ich mich nun im Laufe des Jahres öfters unter Beweis stellen. Trotzdem bleibt mein Wohnsitz in Stuttgart, wo ich über den Winter endlich mein Praktikum für das Elektrotechnik Studium durchzog.
Über vier Monate erstreckt sich dieses Praktikum bei der Firma Lapp Kabel, mit 40 Stunden pro Woche eine wahre Herausforderung, wenn noch nebenbei irgendwie Rad gefahren werden soll. Dank viel Unterstützung, Beistand und Geduld meiner Freundin konnte ich mich doch recht gezielt vorbereiten und freue mich auf die endlich startende Saison.
Bei der Tour de Lankawi werde ich zunächst ohne Ambitionen fahren, es soll ein „Trainingsrennen“ mit wertvollen Kilometern und ein Kennenlernen der asiatischen Bedingungen und des Teams werden. Die Rundfahrt erstreckt sich über 1400km in 9 Tagen bei 35°C und 100% Luftfeuchtigkeit über die gesamte Insel. Ich würd sagen: Optimale Bedingungen, wenn ich für die Sauna-Rennmeisterschaften trainieren würde.
Im Moment bin ich noch am Flughafen in der malaysischen Hauptstadt, in knapp zwei Stunden geht’s weiter nach Alor Setar, Startort der ersten Etappe über 187km. Wie immer am Anfang der Saison bin ich hoch motiviert meine Webseite aktuell zu halten... lasst euch überraschen!!
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