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Viel haben macht nicht reich. Der ist ein reicher Mann, der alles was er hat, ohne Leid verlieren kann. |
Bedeutende Schlesier |
Wer immer fröhlich ist auf Erden wird 99 Jahre werden und wer durchs Leben geht mit Schwung der ist mit 100 Jahr'n noch jung. |
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Pers. alphabetisch |
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| REIMANN, Ignaz,
Kirchenkomponist, * 27. Dezember 1820 Albendorf (poln. Wambierzyce),
Schlesien. † 17.6. 1885 in Rengersdorf, Schlesien. Ignaz Reimann stammt aus
bescheidenen Verhältnissen; sein Vater war Gastwirt und Musiker im
schlesischen Marienwallfahrtsort Albendorf. Von ihm erhielt Ignatz den
ersten Musikunterricht. Mit 12 Jahren konnte er für jedes fehlende
Instrument im Kirchenorchester einspringen. Von 1838 bis 1841 war Reimann
Zögling des kath. Schullehrerseminars in Breslau. Dort kam er mit der von
Josef Ignaz Schnabel gegründeten Breslauer Schule in Berührung. Der
Seminar-Musikdirektor und Domkapellmeister Karl Schnabel erkannte Reimanns
großes Talent und machte ihn zum Oberregens am Seminar. - Im Jahr 1843 holte
ihn der Schulmeister und Kantor Joseph Seidelmann an seine Schule in
Rengersdorf in der Grafschaft Glatz. Nach Seidelmanns Tod im Jahr 1852
übernahm Reimann dessen Doppelamt als Schulleiter und Kantor. Für Reimann
begann eine überaus fruchtbare musikalische Schaffenszeit. Er schrieb
eingängige, volkstümlich-innig geprägte Kompositionen für die im
wesentlichen von Laien gepflegte Kirchenmusik in Schlesien und in den
benachbarten Ländern. Zu dieser Zeit wurde Rengersdorf zum Schulungsort für
angehende Kantoren, Organisten und Pädagogen. - Reimann zählt zu den
bedeutendsten Musikern Schlesiens im 19. Jahrhundert. Er hinterließ ein
umfangreiches Werk von ca. 800 Kompositionen, u. a. 74 Messen, 6
Choralmessen, 4 Oratorien, 24 Requiem und etwa 200 Kirchenliedern. Große
Verbreitung fand seine Pastoralmesse C-dur op. 110, die so genannte
"Christkindl-Messe", im gesamten katholischen deutschsprachigen Raum und
inzwischen auch darüber hinaus.
Werksverzeichnis: Das von Richard Scherer-Hall in den Jahren 1992-1994 erstellte "Ignaz Reimann Verzeichnis (IRV), Werke von Ignaz Reimann (1820-1885)", liegt bislang lediglich als Excel-File vor. Siegmund Pchalek überarbeitete und ergänzte das IRV in seiner Dokumentation: "Ignatz Reimann (1820-1885). Leben und Werk. St. Augustin 2008". Viele von Reimanns Werken sind zur Zeit unauffindbar; ein erheblicher Teil ging durch Kriegs- und Nachkriegswirkungen vermutlich endgültig verloren. Aus diesem Grund muß auch das überarbeitete Verzeichnis als unvollständig angesehen werden. Lit.: Georg Ampft: Ignatz Reimann - ein Nachruf. In: Glatzer Heimatblätter 1920, Heft 4; - Josef Hoffmann: Ignatz Reimann und Dorflehrer in Rengersdorf. In: Denkwürdige Personen in der Grafschafter Geschichte, 3. Jg. 1925, S. 47; - Adam Langer: Ignaz Reimann. Ein schlesischer Tondichter. In: Schlesische Biographien. Glatz, Selbstverlag, Arnestus-Druckerei 1902. S.117-131; - Joseph Heimann: Ignatz Reimann der Komponist des Landeskirchenchores. Dieser nichtgedruckte Beitrag wird zitiert in: Paul Preis: Musik- und Theaterleben von Stadt und Kreis Glatz. Lüdenscheidt 1969, S. 77; - Paul Preis: Die Familie Reimann. Ignaz Reimann. In: Musik- und Theaterleben von Stadt und Kreis Glatz. Band 2. Lüdenscheid 1967; - Paul Preis: Ignaz Reimann, Kirchenkomponist. In: Ostdeutsche Heimat. Jahrbuch der Grafschaft Glatz, 23. Jahrg. (1971). Lüdenscheid 1971. S. 29; - Siegmund Pchalek: Der Komponist Ignatz Reimann. In: Ziemia Klodzka (Glatzer Bergland) Nr. 158-160) 2004, S. 28; - Siegmund Pchalek: Ignatz Reimann (1820-1885). Leben und Werk. St. Augustin 2008; - Lucian Schiwietz: Musik und Musikleben in der Grafschaft Glatz. In: Jahrb. f. Deutsche und Osteurop. Volkskunde, Bd. 37, S. 103-122. Marburg 1994. - Paul Thamm: Die Tonkünstler der Grafschaft Glatz. In: Vierteljahresschrift für Geschichte und Heimatkunde der Grafschaft Glatz. Jahrgänge 1895-1897. Norbert Bartonitschek |
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Quelle; " Kirchenlexikon" |