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Einen Traumurlaub 2009 in Irland hatten wir uns vorgestellt, als wir uns im Strand Cottage , in der schönen Keaduebucht, Donegal, im Norden Irlands einmieteten. Von früheren Irlandreisen wußten wir, daß man in alten Cottages, vorausgesetzt, diese sind gründlich saniert und renoviert, recht gut „urlauben“ kann. Hier war alles anders! Denn bei der Ankunft wurde umgehend klar, wie fatal es sein kann, ein Ferienhaus aufgrund einer blumigen Beschreibung und ein paar mit Blitzlicht geschönten Angebotsbildern zu buchen.
Vor vollständiger Zahlung des Mietpreises erfährt
der Beim ersten Betreten der Unterkunft war klar: hier war, anders als angegeben, nichts saniert oder renoviert. Feuchtigkeit mit starkem Modergeruch war der erste Eindruck, gut sichtbar an allen Wänden rings herum durch die ‚aufgeblühten’ Farbanstriche; natürlich war der modrige Geruch selbst durch noch so intensives Lüften nicht zu beseitigen. Vorsicht bei Gästen mit Atemwegserkrankungen: hier kann es schnell zu einem Asthmaschub kommen. Als Cottage werden kleine einfache Häuser ohne Unterkellerung bezeichnet. Diese bestanden meistens aus zwei Räumen, einem Koch-/Wohnraum und einem Schlafraum. In früheren Zeiten wurde das Vieh mit im Haus gehalten, weil sich damit in der kalten Jahreszeit eine zusätliche Wäremequelle ergab. Nach genau diesem Muster ‑mit später angebauter Küche und Bad‑ ist im Strand-Cottage der dem Wohnraum angrenzende große Raum in zwei Schlafräume „um-renoviert“; hier weist ein starker, permanent strenger Geruch unverkennbar auf eine frühere Nutzung hin. Ebenso unverkennbar, daß hier ein Kater einmal sein Revier abgesteckt hatte. Im zweiten Schlafraum verbirgt sich hinter dem Kleiderschrank eine zugenagelte Tür, die zu einem weiteren, nun ungenutzten Raum ‑mit kleinem Fenster‑ führt, inhaltlich verwahrt mit altem Arbeits- und sonstigem Gerät, oder Gegenständen, die so in Abstellräumen lagern. Die Einrichtung des Hauses ist
indes nicht etwa „urgemütlich“,
sondern schlichtweg ein aus Altteilen bestehendes
Sperrmüllsammelsurium;
u.a. bestückt mit bis auf’s Gestell durchgesessene
Sofas und in den Betten mit
alten, muffigen Matratzen. In Küche und Bad hat sich
augenscheinlich einmal ein
Hobby-Handwerker ‚bastelnd’ beschäftigt. In dieses feuchte Gemäuer gehören keine Feriengäste, sondern eine Abrißbirne! Somit wurden unsere Tagesausflüge in die schöne irische Landschaft in diesem Urlaub quasi „zum Trostpflaster“, weil sich die Abscheu beim Betreten dieser „Unterkunft“ allabendlich wieder neu einstellte. |
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