Max Beyer

1894-1982

 

"For over 40 years Beyer was the world's leading visual observer of comets. This vocational school teacher

accumulated extensive data on over 100 cometary apparations and published an invaluable series of papers

in the Astronomische Nachrichten."

Thomas Williams, Sky and Telescope (1988)

Der zitierte Artikel enthielt eine Aufstellung der wichtigsten Amateurastronomen aller Zeiten: Beyer wurde
hier in einem Atemzug mit den Herschels, Henry Draper, W.F. Denning, Russell Porter und E.E. Barnard
genannt. Und dieser Mann lebte in unserer Stadt, Hamburg.

Unter anderem hielt er bis vor kurzem den Rekord, was visuelle Kometenbeobachtungen anbelangt.
Als Rekord-Veränderlichenbeobachter war er Ehrenmitglied der AAVSO und erhielt zweimal
die Kometenmedallie der Astromical Society of the Pacific. Und die Ehrendoktorwürde der Univesität
Hamburg. Den Beyer-Graff Sternatlas hat er erstellt. Dennoch publizierte der Sternkieker 1982 keinen
Nachruf auf Beyer.

Beyer lebte in Altona, Großborstel, Hamm und Bergedorf. Nach dem 2. Weltkrieg nutzte er vor allem
das Repsoldsche Äquatorial in der Sternwarte Bergedorf für seine Kometenbeobachtungen. Gerade
dieser Umstand macht die Benennung unserer Sternwarte als Max-Beyer-Sternwarte sinnvoll.
So wie Beyer auf in Bergedorf auf Repsolds Werk aufbaute, führen wir in Bergedorf weiter,
was wir in der Repsoldsternwarte begonnen haben.

Beyer war zeitlebens Amateurastronom, der allerdings einen wissenschaftlichen Anspruch hatte und in Profi-
zeitschriften publizierte.

1930 entdeckte Beyer einen Kometen fotografisch in Groß-Borstel. Der Kleinplanet 1611 ist nach ihm
benannt.

Die Bennennung der GvA-Vereinssternwarte ist noch nicht offiziell. Ich halte sie aber für höchst adäquat und
habe sie daher auf diesen Seiten schon mal verwendet. Der GvA-Vorstand mag mir nachsehen.

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