Letzte Bearbeitung  

04. 02. 2010

 

 

 

           Wappensammlung zum Nahmen Hebenstreit

 

 

 

Radebeul

Eigens Wappen

Blason: Im grün-silbern geteilten Schild eine schräggestellte Streitaxt, oben links und unten rechts begleitet von je einer Windrose, alles in verwechselten Farben. Auf dem grün-silbern bewulsteten Helm mit grün-silbernen Decken eine grün-silbern facettierte Windrose, angestemmt zwischen zwei silbern-grün übereck geteilten Büffelhörnern.

Wappenstifter: Herbert Johannes Gunter Hebenstreit geboren am 12.02.1951 in Radebeul/ Sachsen

Entwurf: Gerald Metter mit Mitgliedern der GwF

Gestaltung: Gerald Metter

Wappenrolleneintrag: Roland Wappenrolle Perleberg unter Reg.-Nr.: 08/2009,

                                    GwF - Gemeinschaft wappenführender Familien unter Reg.-Nr.: 88/2009

Führungsberechtigt: Der Stifter sowie alle Nachkommen, die den Familiennamen Hebenstreit, auch als Doppelnamen, führen.

Aus Neustadt an der Orla in Thüringen

 

Wappen A (1772) als Siegel verwandt 1772 von Friedrich Wilhelm Hebenstreit VI.a. und 1800 von Ernst Benjamin Gottlieb Hebenstreit VII.a.

durch einen schwarzen Balgen von Silber über Rot geteilt, hinder dem Balken ein aufgerichteter, gefiederter Pfeil in wechselnden Farben: auf dem rot-silber gewulsteten Helm mit gleicher Decke der Pfeil zwischen zwei von Rot und Silber übereck geteilten Stierhörnern. (vgl. auch Neuer Siebmacher Bd. 5.2. Taf. 86 Wappen des ………Hebenstreit, Dr. jur. 1550 Ratsherr zu Nürnberg,)

Wappen B (Dresden 15.12.1924) (angenommen vom Familienverbande,  Dresden 15.12.1924) in Silber ein aufgerichteter gefiederter roter Pfeil: auf dem Helm mit grünem Kranz und rot-silberner Decke der Pfeil zwischen zwei von Silber und Rot übereck geteilte Stierhörnern.

 

Tyrol

 

Seit Ende des 15. Jh. in Tirol. 1543 erlangten Benedikt und Kristof die Hebenstreiter den rittermäßigen Adelstand vom Kaiser Karl V. 1562 bis 1800 Besitz des Edelsitzes Glurnhör bei Sonnenburg (St. Lorenz). 1670 erwerben sie den Ansitz Nauren (St. Lorenz). 1679 Erwerb des Ansitzes Schwarzhorn (St. Lorenz), durch Karl Benedikt Hebenstreit. 1692 Erwerb des Ansitzes Mohrenfeld, Aufhofen, durch Hans Jakob von Hebenstreit. 1706 - 1870 besitzt die Familie den Ansitz Ansiedel (Aufhofen). Benedikt Bernhard Hebenstreit zu Glurnher, erzherzoglicher Rat und Hauptmann auf Peutelstein, 1605 immatrikuliert, gest. 1630. Benedikt Konstantin Hebenstreit, Viertelhauptmann im Pustertal, gest. 1669. Hans Benedikt Hebenstreit zu Glurnher war Pfleger zu Ulten, gest. 1703. Karl Benedikt Hebenstreit von Glurnher, Hofrichter zu Sonnenburg, gest.1712. Es hat in Tirol auch ein anderes Geschlecht dieses Namens gegeben, so aber vorlängst erloschen.

Wappen: In Silber ein roter Balken. Oben wachsend ein Mohrenrumpf mit goldener Stirnbinde, unten ein schwarzer Hahn (den Hahn haben die Hebenstreit von den † Sazungern angenommen). Auf dem Helm der Rumpf zwischen silber, rot übereckgeteilten Hörnern. Decken: rot, silber.

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LITERATUR:
SIEBMACHER, "Österreichischer Adel - Der Landständische Adel in der gefürsteten Grafschaft Tirol", Erg 22 Bd. IV., Tirol Tafel 9.KÖFLER Werner, "Geschichte der Tiroler Landtage von den Anfängen bis zur Aufhebung der landständischen Verfassung 1808", Wagner, Innsbruck 1985, p. 590.

Reichsfreiherrnstand

mit dem Prädikat Wohlgeboren für den F.B. Konstanzischen geheimen Rath und Hofkanzler, Andreas von Hebenstreit.

Wien den 29ten May 1795

Darum, und mehrerer Gedächtnis dieser Unserer kaiserlichen Gnade haben Wir ihm Andreas, des heiligen römischen Reichs Freiherrn von Hebenstreit, seinen ehelichen Leibeserben, und derselben Erbenserben beiderley Geschlechts, nachfolgendes freyherrliche Wappen verliehen, und in aller Zeit zu führen gnädigst gegönnt und erlaube einen von Roth und Golde, vermittels eines schmalen silbernen Balkens quergetheilten Schild.

In der oberen Hälfte erscheint ein wachsender goldgekleideter Mann ohne Arme mit silberner Kopfbinde, schwarzen Halskragen und leibbinde, vorwärtssehend, in der unter aber ein schwarzer natürlicher Streithahn, gehend. Den Schild bedeckt die gewöhnliche Reichsfreyherrnkrone: auf dieser ruhen zwee goldgekrönte, frey adeliche offene, blau angeloffene, rothgefütterte, mit goldenem Halsschmucke, und roth und goldenen Decken behängte Turnierhelme; auf dem zur rechten steht ein aufgerichteter linker ganz geharnischter Arm, ein Schwert mit goldenem Griffe haltend, und zum Hiebe bereit, auf der Linken mit aber der ebenbeschriebene wachsende Mann einwärtssehend, wie solch freyherrliches Wappen in Mitte dieses Unseres kaiserlichen Gnadenbriefes mit Farben eigentlichen entworfen und gemalet ist.

Bochold

Der Schild ist halbgespalten und geteilt, darin oben rechts in Silber drei ungleich große, sich wechselseitig antreibende Zahnräder als Symbol für den Beruf eines Ingenieurs für Maschinenbau. Links in rot ein springendes silbernes Pferd als Hinweis auf das Land Nordrhein-Westfalen. Die untere Schildhälfte grün-gold-rot schräggeteilt  ist dem während seinem Studium der Medizin verstorbenen Sohn Thomas gewidmet. Es sind die Farben seiner studentischen Verbindung. Die Helmzier des Wappens besteht aus einem wachsenden schwarzen Adler.

Gestiftet durch Herbert Hebenstreit, Diplom-Ingenieur für Maschinenbau VI b

Das Familienwappen ist eingetragen in der Algemeinen Deutschen Wappenrolle unter der Nr. 87312

Gestiftet durch Herbert Hebenstreit, Diplom-Ingenieur für Maschinenbau VI b

Führungsberechtigt sind der Stifter mit seiner Ehefrau sowie alle übrigen ehelichen

Nachkommen im Mannesstamm beiderlei Geschlecht des Ururgroßvaters Christian Gotthelf

Hebenstreit, dem Stammvater des Jüngeren (Pinnewitzer) Stammes (Abschnitt II b).

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DIE HEBENSTREIT IN LINZ

Von

Hofrad Dr. Hugo Hebenstreit von Glurnhör

I

II

III

IV

 

Benedikt Hebenstreit hatte, zwei Söhne namens Ludwig und Georg. Ihnen wurde von Kaiser Rudolf II. mit Datum Prag, 19. März 1607, ein Wappenbrief verliehen, in dem sie für die getreuen, gehorsamen und willigen Dienste belohnt werden,

so nit allein Ihr Vatter Benedikt Hebenstreit, alss gewesener Bürger und Hantelssmann in Unserer Statt Linz uns und Unserem löblichen Haus Oesterreich in befürdern und mehrung unseres Chamergutes bey den Mauthen und Aufschlägen underthenigst erzaigt und bewisen, sondern auch Sy die Hebenstraits Gebrüder zur gleicher Nachuolg gehorsamist erpüttlich seyen auch wol mögen und sollen“.

Interessant ist nur, daß die Brüder und Bürger zu Linz als Ludwig und Georg „von“ Hebenstreit bezeichnet werden. Wie diese Bezeichnung „von“ in das Diplom kam, ist unerklärlich, da es sich hier keineswegs um eine Nobilitierung handelt. Das verliehene Wappen ist jenes, dem wir bald darauf in den verschiedenen Siegeln Ludwigs, zunächst noch mit geschlossenen Helm, begegnen. Es wird im Wappenbrief folgendermaßen beschrieben:

I.)„Mit Namen ain Schilt, in Mitte Überzwerchs in zway gleiche theil abgetailt, dessen unter in sechs gleiche Strassen, der schwer nach einwerts alss unterscheaiden ist, dass deren erste, dritt und fünfte weiss oder Silber und die anderen Plaw oder lasurfarb seindt. Deroben aber der lengs nach wiederumb in zway gleiche theil abgethailt ist, deren das hinter gelb oder Goldfarb und vorder schwarz ist, darinen fürwärts aufrecht erscheint eines Jünglings gestalt ohne Fuß, geklaidet ist, vornen herab mit vier gelbe Knöpfeln eingethan und umb die Weiche mit ainer des Schilts Farben nach und zurückfliegenden Enden umgethan, seine Linke in die Hüfft schwingendt, rechten Hand aber über sich zum straich gerichtet ain Streitkolben und auf seinem Haubt ain Sturmhaben habentd, auf dem schilt ain Stechhelm, zur linken mit weiss und Plawer und rechten Seite schwarzer und gelber Helmdecken und darob von derselben Farben ainen gewundenen Pausch geziert, darauf zwischen zwayen aufgethane mit den Sachsen einwerts gekehrte und in Mitte überzwerchs gleich angethailten Adlersflügeln, davon die hintere untern weiss oben Plaw, die vordern unten schwarz und oben gelb oder Goldfarben ist, erscheint abermals ain Jünglings-gestalt allerdings wie unt im Schiltt.“

Und nun sehen wir ganz deutlich: das Stammwappen der Hebenstreit aus Rothenburg II.) wurde vermehrt.

III.-IV.) Ludwig 1624 erhielt er vom Kaiser Ferdinand II. eine Nobilitation, nach der er mit rotem Wachs siegeln und sein Wappen drucken durfte.151

Ein quadrierter Schilt, in dessen hinder unnder und vorder obern jedwede schwarzen quartier ain gelber Schwan mit Rotem Schnabl gegen die rechte Seit aufrecht stehend, in den andern beiden weiss oder Silberfarben Quartier aber die Gestalt eines Jünglings bekleidet in engen nach der lengs und überzwerch in Viertheil getheilt Rocks, also dass der hinderunder und vorder ober Rot, und die andern beide weiss oder silberfarb. Auf dem Haubt bedeckt mit ein nach der lengs gleich abgeteilt Kappel, also dass der vorder Theil weiss oder silberfarb und der hinder rot, in der recht Hand ein zuruck geschickter Hammer anein gelb Stil, über sich gleichsam zum Streich haltend und die Linke an die Seit schwingend, ob dem Schilt ein freyer offener adelicher Turnierhelm das zur recht mit schwarz und gelb  oder goldfarb und zur linken mit Rot und weiss oder Silberfarben Helm decken und ein gelber oder Goldfarbener königlichen Cron geziert. Darob oben noch ein Jüngling allerdings im Schilt gestaltet.“

 

151) 16. August 1624, Solbuch etc. Gratiolsdus, Haus- und Staats-archiv Wien.

 

Qwelle: http://www.ooegeschichte.at/uploads/tx_iafbibliografiedb/hjstl_1964_0011-0040.pdf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siebmachers Wappenbücher

1

 

 

VI.01.III. Abgestorbener Adel: Bayern Taf. 125

David H. im Hofwappenbuch des Herzogs Ferdinand von Bayern. Wappen: In  # eine senkrechte gestellte s. Pfeilspitze mit g. Schaft. Gekröster Spangenhelm: Steigender # Wolf, mit s. Kaputze. Decken: # g. (Taf.125).

 

2

VI.01.I. Abgestorbener Adel: Bayern Taf.12

eine ursprünglich münchnerische Familie, welche in niederen Hofdiensten schon Anfang XVI. Jahrhunderts vorkommt u. a. auch den berühmten Glasmaler Jörg Hebenstreidt  hervorgebracht hat. Paul H., dessen Vetter, war Herzog Ferdinands in Bayern Kammerdiener,  und dessen Sohn  Johannes, Herzog Wilhelms Kammerdiener, hat auf dem Reichstag zu Regensburg, 24.Juli 1613 vom Kaiser den Adel erhalten.

Dieser Hanns H. hat danach Farmach vorm Gebirge erworben und sich davon geschrieben.

Wappen: Gefiertet von B. und G. 1. und 4. drei, 2. 1. (aufrechtstehende) s. Dreiecke, 2. und 3. schräg gelegt ein eiserner Busikan  oder Streithammer.

Auf dem Helm der Basikan stehend zwischen einem Flug, dessenvorderer Teil b. mit den Dreiecken, der hindere g. und leer ist.  

Decken: B. s. und #. g.

3

 

VI.01.I. Abgestorbener Adel: Bayern Taf. 12

Der Merkwürdigkeit halber Füge ich hier noch das Wappen bei, welches der Glasmaler und Hofglaser Jörg H. „ für sich ganz allein vnd sonst khain höbenstreidt weder prieder vnd fettern“ als Künstler – Wappen führte.

 

4

 

V.01. Bürgerliche Wappen Taf. 67

Georg , Lehenprobst zu Murach. Wappenbrief von 1631. – W.: In R. ein s. geharnischter Ritter, in der Rechten eine Armbrust, in der Linken mit der Lanze einen g. Lindwurm tötend. – K.: Ein b. Schwert mit g. Krone besteckt, zwischen einem g. b. r. s. geteilten offenen Flug. – d.: rechts b. g., links r. s.

 

5

 

V.02. Bürgerliche Wappen Taf. 76

bürgerliche Familie in Augsburg. -Wappen: In R. zwei s. Pfeile geschrägt -K: zwei Büffelhörner, s. r. geteilt dazwischen der Pfeil. – D: r. s.

6

 

V.01. Bürgerliche Wappen Taf.47

Balthasar, Chirurg in Nürnberg, 1723.-  Wappen: in B. ein s. geharnischter Mann mit einer Partisane über der Schulter. – K.: der Mann wachsend. – D.: r. s.

7

 

VI.01.II. Abgestorbener Adel: Bayern

Wappen: s. r. schräg links geteilt, darin ein schräg rechts gestellter Feil verwechselnder Tinktur.

Helm: ein senkrecht gestellter  r. s. – s. r. schräg geteilten \/

Hörnern. Decken und Binde:r. s. (Custodis; handschriftlich Nachträge zum alten Siebmacher). Taf.43

Ein zu Anfang des 17.Jahrhundert in die mehrere Gesellschaft der Stadt Augsburg Gekommenes Geschlecht. Der zur Gleichen Zeit bearbeitete Codex Saurma (M.S., Bibliothek des Vereins Herold in Berlin) gibt das Wappen mit der Überschrift Wenzel Hebenstreit.

 

8

 

Bd V2  Taf. 86 Bürgerlich

Wappen gespalten Vorne ein geharnischter Mann, in der linken einen Nagel, hinten eine Lilie durch die ein Nagel gesteckt ist.

Kopf: der Ritter Wachsend. F.u. Veit Jakob Hebenstreit, von Innsbruck 1600 u. Nachkommen

9

 

Bd V2 Taf. 86 Bürgerlich

Von Silber und Rot schräg links zerteilt mit einem schräg rechts liegenden roten Pfeil mit silbernemGefieder und Spitze belegt. Kopf: Der Pfeil zwischen zwei, rechts Silber, Rot und links Rot Silber geteilten Büffelhörnern. Decke: Rot, Silber Nachkommen des Dr. jur. Hebenstreit des Rates in Nürnberg 1550

 

 

 

 

 

© 2010  G. Hebenstreit