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Gute Vorsätze
Warum
es nicht reicht, am Jahresanfang einen guten Vorsatz zu formulieren. (Berlin,
03.02.1012)
Das Schwimmtraining ist inzwischen zu einem festen Bestandteil meines Fitnessprograms
geworden. Mit Ausnahme einer Woche (als ich in Österreich zum Wintersport
weilte) bin ich jede Woche einmal geschwommen. Am Schönsten war es kurz vor
Weihnachten. Zu dieser Zeit war immer genug Platz auf der
„Sportsschwimmer-Bahn“. Anfang Januar wurde es dann schlagartig voll. Wo sich
früher 5 Sportler eine Bahn teilten, drängten plötzlich 10 bis 15 Schwimmer.
Wahrscheinlich die „Guten Vorsätze“ vom Silvester-Abend…
Seit der dritten Kalenderwoche nimmt es wieder ab und ich bin optimistisch, dass
die Schwimmhalle Ende Februar so leer sein wird, wie im Dezember.
Ähnlich kenne ich es vom Lauftraining früher. Nach dem Sommer-Urlaub
starteten alle Trainingskammeraden das neue Jahr mit einem Feuerwerk. Schnell
waren 200-Wochen-Kilometer erreicht und das durchschnittliche Lauftempo auf
3:30/km entwickelt. Aufgrund meines limitierten Talentes hatte ich Mühe noch
mitzuhalten. Allerdings „schnallte“ ich ziemlich schnell, dass solcher Elan nicht
dauerhaft sein kann. Um aufzuholen, musste ich meine Leistungskurve nur genau
in dem Moment aufwärts bewegen, wenn die der Kammeraden abzuflachen beginnt.
Jetzt genau (Februar 2012) habe ich dummerweise ebenfalls mit Handicaps zu
kämpfen. Mein Lauftraining schwächelt, weil das rechtes Knie schmerzt.
Zumindest beim schnelleren Laufen. Ich denke, dass es Folgen meines
Schwergewichtes sind. Nun muss ich langsam laufen. Etwa bei 5:30/km kann ich
mich einigermaßen schmerzarm bewegen. Ich schaffe, wenn ich gut bin vier
Lauf-Lauf-Einheiten pro Woche. Es ist mir wichtig, denn 2012 möchte ich
endlich wieder einen Marathon laufen.
Parinacota Seite fertig
Die schönsten „Zwillings-Berge“ der Welt liegen etwas abseits
und werden darum kaum bestiegen (Berlin, 22.01.12)
Am 25. August letzten Jahres befand ich mich im bolivianischen Dorf Sajama,
4.200 Meter über dem Meeresspiegel. Ich glaube mein Chronometer weckte uns um
00.30 Uhr. Die Cola in meiner Flasche begann gerate zu gefrieren und draußen
lief der Motor des Land-Rover unseres Gastgebers bereits warm. Robin und ich
rutschten aus den Schlafsäcken und sammelten die Kletterausrüstung zusammen.
Wir hatten beschlossen in dieser Nacht und am darauffolgenden Tag den Vulkan
Parinacota (6.342m) zu besteigen. In einem Zug, ohne weitere Hochlager.
Zunächst brachte uns unser Gastgeber in seinem Allradfahrzeug so
nah es ging an den Berg heran. Die Fahrt über die sandigen Pisten bis auf
knapp 4.800 Metern dauerte gut 1,5 Stunden. Dann mussten wir zu Fuß weiter,
immer noch etwas über 1.500 Höhenmeter.
Es war mondlos und bewölkt, viel war darum nicht zu sehen. In der Ferne zwei
dunkle Schatten von Parinacota und dem gegenüber liegenden Pomerape. (6.282)
In den Pass zwischen den Bergen mussten wir zunächst gelangen. Es ging mäßig
steil bergan und es fühlte sich wie eine leichte Wanderung an. Weiter oben
fanden wir nicht gleich den Einstieg in die Parinacota-Flanke. Wir stiegen
mehr oder weniger direkt (und steil) halblinks zu einem kammartigen Ausläufer
des Parinacota auf, durch loses Geröll. Inzwischen fühlte es sich nicht mehr
wie eine leichte Wanderung an. Auf dem Kamm besserte es sich wenig. Zwar war
das Gelände nun flacher, man rutschte aber nach wie vor, die Hälfte der
gewonnenen Höhenmeter den Berg zurück. Mir dämmerte es allmählich, dass der
Parinacota kein Spaziergang ist.
In der Hoffnung auf mehr Halt unter den Füßen, sobald die
Schneegrenze erreicht sei, quälten wir uns noch ewig durch den Schotter. Kurz
vor Sonnenaufgang errichten wir das erste Schneefeld (auf etwa 5.500 Metern)
und stellten fest, dass die Quälerei nun nur eine andere Ausprägung haben
wird. Der Schnee war durch Verdunstung und Wind zu spitzen Zacken (s.g.
Büßerschnee) verformt, zwischen denen die Füße keinen Halt finden konnten.
Wir stolperten, umknickend weiter, bis die Sonne die ersten warmen Strahlen
schickte und wir uns setzen konnten. Wir tranken Tee und machten die ersten
Fotos des Tages. Robin musste sich übergeben, zog dann aber mit unverändertem
Tempo weiter die Flanke aufwärts.
Ich dachte mir, dass ich 5.800 Meter problemlos erreichen muss
und erst ab 6.000 Metern Probleme wahrnehmen darf. Die letzten 300 Meter
könne ich durch „Moral“ bewältigen. Bei 5.900 Meter überkamen mich starke
Zweifel am Gipfelerfolg. Robin befand sich da bereits 50 Meter voraus. In den
letzten Jahren hatte ich schwierigere Berge, wie den Mt. McKinley, bestiegen
und nun sollte ich an diesem Kegel scheitern? War meine Akklimatisation in
Bolivien doch zu kurz bemessen?
Oberhalb 6.000 Metern musste ich jeweils nach wenigen Schritten unterbrechen
und Luft holen. Ich erreichte den Kraterrand dann etwa eine viertel Stunde
nach Roben, der bereits zum höchsten Punkt, gegenüber am Krater, unterwegs
war.
Es ist so ähnlich wie auf der Zielgeraden eines Marathonlaufes: die Schmerzen
mischen sich in diesem Moment mit der warmen Endorphin-Dusche. Während eine
Gehirnhälfte noch nach dem Sinn des Unternehmens fragt, denkt die andere
Hälfte bereits an das nächste Mal…
Wer den Parinacota besteigen möchte, findet Tipps, Fotos und ein
Video nun auf dieser Seite. Der Berg wird selten bestiegen, vielleicht kann
ich etwas zur Popularität beitragen.
>> Parinacota
(auf Hohe Berge)
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Jedes
Jahr die selbe Last
Kilogramm,
Body-Mass-Index und warum das alles zu viel ist.
(Berlin, 10.01.2012)
Wie immer zu dieser Jahreszeit bringe ich ein paar Pfunde zu viel auf die
Waage. Das ist eigentlich normal, aber letzten Mittwoch habe ich ein neues
Allzeit-Hoch gemessen. (76,1kg!) Zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen Body-Mass-Index von 23,48. Das ist zwar Normal-, liegt aber
näher am Über- als am Untergewicht. Etwas ungewöhnlich für einen Läufer.
In jungen Jahren schwankte mein
Körpergewicht zumeist zwischen 62 und 66 Kilogramm. Im Vergleich zu anderen
Marathonläufern der nationalen Spitze, zählte ich damit zu den „kräftigen
Läufern“. Dieses Gewicht war für mich ideal. Ich hatte nur einen
Körperfettanteil zwischen 3 und 6%. Genug um gesund zu bleiben und das Laufen
ging damit trotzdem sehr leichtfüßig. Jetzt fühlt es sich eher an, als würde
ich eine 10-Kilo-Bleiweste tragen. Ich komme beim Training schnell aus der
Puste und tatsächlich tun mir Füße und Knie beim Laufen weh…
Dabei war die Ausgangslage im Herbst ideal
um schlank in die Feiertage zu gehen. Normalerweise nehme ich im Urlaub, beim
Trecking / Bergsteigen, immer ein paar Kilo ab. So waren es am Mt. McKinley
10 und am Aconcagua immerhin noch 6 Kilo. Vor
großen Expeditionen futtere ich mir darum zuvor sogar noch 2 oder 3 Kilo an,
um Reserven am Berg zu haben. Vor dem November-Urlaub hatte ich das bewusst
nicht gemacht und hoffte als Federgewicht vom Kilimanjaro
zu steigen. Leider klappte das nicht, ich hatte sogar zugenommen.
Nach dem Schock vom letzten
Mittwoch, leitete ich sofort Maßnahmen ein. Bei den Mahlzeiten in der
Betriebs-Kantine bediene ich mich jetzt ausschließlich an der Salat-Bar und
ich trinke tagsüber nur noch Wasser. Bisher habe ich immer 1 bis 2 Liter
Schokomilch verbraucht. Auf das tägliche Feierabend-Bier verzichte ich, aus
anderem Grund, bereits etwas länger.
Es sieht so aus, als wären diese Maßnahmen zielführend. Erste Erfolge
stellten sich bereits ein. Innerhalb von 6 Tagen habe ich 2 Kilo abgenommen.
Sportjahr 2011
GPS
und Computer sind genauer, als das gute alte Trainingstagebuch. Aber was
erzählen sie über das Erlebnis? (Halle (Saale), 02.01.2012)
Im zurückliegenden Jahr bin ich nicht besonders viel gelaufen. Genau 2.345
Kilometer, also etwa 45 km pro Woche. Das hat die Garmin-Software
ermittelt. Mein durchschnittliches Lauftempo betrug 12,2 km/h (4:55/km) und
mein Durchschnitts-Puls 149 Schläge pro Minute. Im Laufe des Jahres habe ich
171.772 Kalorien verbrannt... Ab hier interessiert es mich nicht mehr, aber
es gibt noch weitere 26 auswertbare Parameter.
Die einzigen Wettkämpfe bin ich im März, April gelaufen. Mein bestes Ergebnis
war 1:22:10 beim Berliner Halbmarathon (03. April). Aber schön war auch der
Start beim Eisenberger Mühltallauf, am 19. März. (15 Kilometer in 57:29)
Ein Höhepunkt 2011 war die Rennsteig-Wanderung im Mai, zusammen mit einem
Freund aus Halle. 168 Kilometer wanderten wir von Hörschel
nach Blankenstein. Wie trugen einen kleinen Stein
vom Ufer der Werra mit uns und versenkten ihn am Ende in der Saale.
Feuchtgebiete
In
deutschen Schwimmhallen wird rechts herum geschwommen. Das ist ein Vorteil.
(Berlin, 21.12.2012)
Ich habe damit begonnen regelmäßig zu schwimmen. Es ist eine gute Ergänzung
zum Lauftraining. Zumal die Tage jetzt im Winter kurz sind und ich nicht im
Dunkeln laufen mag.
Das Schwimmtraining passt perfekt in den Tagesplan. Auf dem Weg zur Arbeit
oder zurück, muss ich einmal von der S-Bahn in die Straßenbahn umsteigen,
bzw. umgekehrt. Direkt an dieser Schnittstelle befindet sich die beste
Schwimmhalle Berlins. Es sind kaum 2 Minuten Umweg. Mein 120 Minuten gültiges
BVG-Ticket lies locker 2 Kilometer Schwimmtraining zu, ohne dass es verfallen
würde. Im Moment bin ich noch bei 1.000 Metern.
Es muss etwa 11 Jahre her sein, dass ich
zum letzten Mal geschwommen bin. Nämlich zu meiner Zeit als
Leistungssportler. Vermutlich während einer Verletzung, als ich nicht laufen
konnte. Eigentlich bin ich etwas wasserscheu und Urlaube machte ich in den
letzten Jahren nie am Meer.
Als ich nun wieder in das Schwimmbecken sprang, war es aber sofort wie
früher. Das 26 Grad warme Wasser umschloss halbwegs angenehm den Körper und
nach ein paar Bahnen wurde mir sogar warm. In den Grenzen meines Könnens
ziehe ich immer ziemlich schnell durch, ohne Pausen. Manchmal schwitze ich
sogar im Wasser. Ich mag die tiefe Atmung beim Schwimmen und erinnere mich,
dass Leistungsschwimmer, die Sportler mit dem größten Lungenvolumen sind.
Noch mehr als Marathonläufer.
Vor 11 Jahren in Halle trainierte ich in derselben
Schwimmhalle, in welcher auch Paul Biedermann seine 3
Weltmeister-Titel vorbereite. Eine ziemlich verkommene Schwimm-Halle, die
nach den Weltmeister-Titeln Biedermanns schnell abgerissen und ersetzt
wurde. Da ich bisher nur die Schrott-Halle kannte, war ich ein wenig
überwältigt vom Berliner Wassersport-Tempel. Neben des 10-Bahnigen
Schwimmbeckens gibt es noch ein Sprungbecken mit 10-Meter-Turm und diverse
Therapie-Becken usw.
Das Schwimmtraining verläuft sehr geregelt.
Es gibt reservierte Bahnen für Vereins- und Schul-Schwimmen, für
„Sportschwimmer“, eine Bahn sogar zum Rückenschwimmen und dann noch eine
(drei Bahnen große) Fläche zum entspannten Schwimmen. Ein „Planschbecken“
sozusagen. Ich nutze die Sportschwimmer-Bahnen.
Anfangs hatte ich etwas Angst, dass ich zu langsam sei, aber es passt
ziemlich gut. Man hat immer rechts zu schwimmen, um nicht mit dem
Gegenverkehr zusammenzustoßen. Ab und zu werde ich, von sehr guten
Schwimmern, links überholt. Manchmal überhole ich selber. Ich denke dann,
dass diese Sportler besser im Planschbecken aufgehoben wären. Aber es
beruhigt, nicht der Langsamste zu sein. Insgesamt sind nie mehr als 6
bis 8 Schwimmer auf einer Sportbahn.
Ich habe mir vorgenommen, in diesem Winter jede Woche einmal zu schwimmen.
Mindestens.
>> SSE Schwimm- und Sprunghalle im
Europa-Sportpark
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