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Der Mt. McKinley (Denali) befindet
sich in Alaska (USA) und ist mit 6.194 Metern der höchste Berg
Nordamerikas. Damit zählt er zu den "Seven Summits", den
jeweils höchsten Erhebungen der sieben Kontinente.
Deutlich überragt er die umliegende Alaska-Range um nahezu 5.600
Meter. Die Bergsteiger haben hier einen größeren
Höhenunterschied als zwischen Everest-Basecamp und dem Gipfel des
Mt. Everest zu überwinden. Dazu kommen extreme Witterungsbedingungen, mit
Temperaturen bis minus 40 Grad im Gipfelbereich und starken
Stürmen.
Durch die sehr weit nördliche Lage des Mt. McKinley (63 Grad)
unterscheiden sich die Luftdruckverhältnisse, z.B. zum Himalaja,
nachteilig für die Bergsteiger. Die Denali-Nationalparkverwaltung
gibt für den Gipfel des Mt. McKinley eine "gefühlte
Höhe" von 6.900m. an.
Hervorragende Kondition und körperliche Leidensfähigkeit sind Grundvoraussetzungen
auf einem der am wenigsten einladenden Berge der Erde.
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- Land: Alaska (USA)
- Erstbesteigung: Team um Hudson
Stuck (1913)
- Beste Zeit: Mai bis Ende Juli
- Ausrüstung: beste
Expeditionsausrüstung, u.a. Daunenhose und Daunenjacke,
Sturmhaube, doppelwandige Expeditionsbergschuhe, sturmfestes
Zelt (120km/h), Kocher, Gas für mind. 14 Tage, Schlafsack bis
minus 40 Grad, Steigeisen, Eispickel, Daunenhandschuhe,
mehrere andere Handschuhe, Mützen, Skiunterwäsche usw.
- wichtigste Routen: "Washburn
Route" (Normalroute, hier beschrieben), "West Rib",
"Cassin Ridge", Muldrow-Route" (insgesamt gibt
es über 30 Routen zum Gipfel)
- Organisation:
Spätestens 60 Tage vor Reisebeginn muss jeder Bergsteiger bei
der Nationalparkverwaltung ein eigens Permit beantragen /
erwerben (175USD): http://www.nps.gov/dena
Zur Reise von Talkeetna zum Denali Basecamp sollte ein Flug
vorreserviert werden. In Talkeetna stehen mehrere Fluglinien
zur Verfügung:
- http://www.talkeetnaair.com/
- http://www.talkeetnaaero.com/
- http://www.flyk2.com/
Es werden auch "geführte" Besteigungen von autorisierten Agenturen vor
Ort, zu allerdings sehr hohen Preisen angeboten. (6-8.000 USD).
Ausländischen Bergführern ist seit 1994 das Führen von
organisierten Gruppen am Denali untersagt.
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von Talkeetna (106m.) geht es in ca. 40
Minuten zum
Kahiltna Basecamp auf 2.100m. (Gletscherflugzeug)

Jeder Bergsteiger transportiert seine Ausrüstung auf
Schlitten selbständig den Kahiltna Gletscher hinauf.
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Washburn Route (Normalroute)
Diese Route über den West Buttress
ist die populärste Route zum Gipfel. Ihren Namen bezieht
sie von Bradford Washburn, Jr., welcher diese Route 1947 erstmals
als möglichen Weg zum in Erwägung zog und auf ihr am 10. Juli
1951 den Gipfel erreichte.
>> Skizze
Heute wird die Washburn Route, welche über den West Buttress
führt, von 75% der Bergsteiger benutzt. Es ist technisch gesehen
der einfachste Weg zum Gipfel. Die größten Schwierigkeiten
liegen in den unzähligen Gletscherspalten und den zum Teil vereisten
Kämmen.
Talkeetna - Kahiltna
Gletscher
Der Zugang zum Kahiltna Basecamp
auf 2.100 Metern, erfolgt normalerweise mit einem
Gletscher-Flugzeug in ca. 45 Minuten ab dem Ort Talkeetna. Man spart
durch den dem Flug eine einwöchige Anfahrt auf Schiern.
Das Kahiltna Basecamp ist während der gesamten Saison mit 1-2
Rangern besetzt und es gibt eine Funkverbindung nach Talkeetna,
sowie zum höher gelegenem "Basin Camp" (4.300 m.).
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Camp 3 auf 3.300 Metern (unterhalb
"Motorcycle Hill"
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Man muss sich im "Basislager" registrieren lassen und
auch bei Rückkehr melden und den Flug anfordern. Außerdem sollte
man sich hier ein Essendepot anlegen (im Schnee vergraben) falls
man (wetterbedingt) nicht sofort ausgeflogen werden kann. Hier erhält man
ebenfalls die kleinen Plastikschlitten (Pulkas) zum Transport
seiner Ausrüstung. Sherpas o.ä. gibt es am Mt. McKinley nicht.
Jeder transportiert seine komplette Ausrüstung selbstständig.
Kahiltna Basecamp - "Medical Camp"
Üblicherweise in 3 bis 4
Tagesetappen bewegt man sich den Berg aufwärts zum Hochlager auf
4.300 Metern, unterhalb des West Buttress - auch "Medical
Camp" genannt. (es gibt dort ein paar Ranger und bei Bedarf
ärtzliche Betreuung).
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starker Wind in Nähe "Windy
Corner" oberhalb Camp 3
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"Medical Camp" auf 4.300
m. (Mt. Foraker im Hintergrund)
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Die üblichen
Zwischenlager eines vorsichtigen Akklimatisationsaufstieg befinden
sich auf den folgenden Höhen: -
2.350 m.: unterhalb des s.g. "Ski Hill"
- 3.050 m.: Kahiltna Pass
- 3.300 m.: unterhalb "Motorcycle Hill"
- 4.300 m.: Basin Camp bzw. "Medical Camp" Es
empfiehlt sich auf Camp 3 (3.300 m.) zwei Tage auszuharren und am
Zwischentag einen ersten Teil des Gepäcks bereits zum "Medical
Camp" zu schaffen.
Bei unserem Aufstieg haben wir alle Lasten ab Camp_3 im Rucksack
transportiert und einen Teil der Verpflegung als Depot zurück
gelassen. Der Aufstieg mit Pulka ist am steilen "Motorcycle
Hill" eine Tortor. Außerdem begegnet man hier zum ersten Mal
den starken Winden, die den Mt. McKinley so berüchtigt machen.
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"Medical Camp" vom West
Buttress aus. (Mt. Hunter im Hintergrund)
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Medical Camp (4.300 m.)
Das "Medical
Camp" ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Vorstöße
oberhalb 4.300 Metern. Es liegt auf einer größeren Ebene ziemlich
frei und windausgesetzt.
Im Normalfall legt man hier den ersten, richtigen Ruhetag, nach dem
anstrengenden Aufstieg und den Transporten ein. Da jedes Team zwei
Zelte haben sollte, kann man eines hier fest installieren und
kunstvoll in den Schnee eingraben.
Tatsächlich findet man in diesem
Camp wundersame Bauwerke aus liebevoll geschnittenen
Schneequadraten. Manche Bergsteiger graben auch tiefe Stollen und Höhlen
in den metertiefen Schnee.
Ob ein, zwei oder mehrere Ruhetage im Camp verbracht werden, richtet
sich in erster Linie nach dem Wetter. Eine halbwegs verlässliche
Vorhersage wird jeden Abend auf einer bestimmten Frequenz vom
Kahiltna Basecamp den Berg hinauf gefunkt. Man sollte sich aber
nicht vollständig darauf verlassen. Was das Wetter angeht, ist der
Denali stets launisch und wechselhaft...
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Medical Camp - High Camp (5.250
m.)
Vom Medical Camp sind es noch
zwei Tagesetappen bis zum Gipfel. Das dazwischen liegende High Camp
auf 5.200 Metern, wird üblicherweise während eines
Akklimatisations-Trips eingerichtet.
Die Aufstiegsroute führt zunächst durch Spaltengebiet zur
durchschnittlich 45 Grad steilen Headwall, welche im oberen Teil mit
Fixseilen über 8 Seillängen versehen ist. Ein rechtes Seil für
den Aufstieg und ein linkes Seil für absteigende Bergsteiger. In
diesem Steilstück erreicht die Bergneigung 50-55 Grad. Der
Untergrund kann vom Wind blankgefegtes Eis sein. Aber auch sonst ist
es nicht ratsam, an dieser Stelle auf das Anseilen zu verzichten.
Das obere Ende der Headwall, einen
kleinen Sattel, erreicht man auf 4.900 Metern. Man kann auch
hier bereits ein Lebensmitteldepot anlegen, um es bei einem
späteren Aufstieg zum High Camp zu schaffen.
Wenn man sich gut fühlt, geht man rechterhand (ostwärts) weiter,
immer mehr oder weniger den Grat des West Buttress entlang. Es gibt
einige, kleine Steilstellen, die z.T. mit Fixseilen versehen sind
und auch einige ausgesetzte, windanfällige Stellen direkt auf dem
Grat. Der Untergrund besteht größtenteils aus Schnee und Eis. Nur
vereinzelt Fels.
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Fixseile an der Headwall zum West
Buttress
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Vielleicht ist das, der schönste
Abschnitt der Denali-Besteigung. Der Blick geht fast senkrecht runter zum Medical Camp,
dahinter den Mt. Hunter (4.427) und in südwestliche Richtung den
Mt. Foraker (5.303)
Mit ca. 15kg Gepäck auf dem
Rücken in dünner Luft, windausgesetzt, aber auch eine mühevolle
Arbeit.
Man erreicht den Standort des High
Camps auf einer Höhe von 5.250 Metern, in einem kleinen Becken. Die
besten Zeltplätze befinden sich entlang des westlichen Randes, wo
die Felsen etwas Windschutz geben.
Auf jeden Fall muss man hier das Zelt sorgfältig befestigen und am
Besten mit einer Schneemauer umgeben. Zur Sicherheit sollte man
Essen und Gas für mehrere Tage in Reserve haben. Extreme Kälte
(bis minus 30 Grad) und Sturm (bis 120 km/h) haben schon manche
Bergsteiger tagelang an diesem Ort festgehalten.
Für den Aufstieg von Medical Camp
zum High Camp werden, je nach Akklimatisation, zwischen 4 und 6
Stunden benötigt.
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West Buttress - ausgesetzter Weg zum
High Camp
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High Camp (5.250) und Traverse zum
Denali Pass
(absteigende Bergsteiger am Abend)
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Gipfeltag: High Camp - Summit
(6.194 m.)
Auch wenn man am Morgen bis 8 Uhr
wartet, wird es noch bitter kalt sein. (minus 20 - 35 Grad) Der
Aufstieg führt zunächst die im Schatten des Berges liegende Traverse hinauf zum Denali-Pass,
bis auf 5.545 Meter. Man benötigt für
diese, in der Falllinie zwischen 30 und 45 Grad steile Querung, etwa
90 Minuten bis 2:30 Std.
Es wird die Verwendung von Eispickeln empfohlen (nicht
Teleskopstöcke). Zudem besteht die Möglichkeit im Seil zu gehen
und dieses durch Fixstellen im Hang laufen zu lassen. Bei unserem Aufstieg
verzichteten wir darauf. Aber es ist das Stück am Denali, wo die meisten
Abstütze stattfinden. Mehr als in der steileren Headwall,
tags zuvor.
Das Hauptproblem aber ist die extreme Kälte. Darum sind Daunenanzug
und Daunenhandschuhe am Gipfeltag obligatorisch, um Erfrierungen
vorzubeugen. Ebenso Sturmhaube und Gletscherbrille.
Wer länger als 3 Stunden zum Denali-Pass benötigte, sollte umkehren, einen Ruhetag einlegen, viel trinken und einen
späteren Versuch starten. Der Weg zum Gipfel ist noch weit und
ein zu langer Aufenthalt in Kälte und Höhe das größte Risiko am
Denali.
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Durchquerung des "Fottball Field"
- den Gipfel in Sicht (Schneefahne)
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Nach dem Erreichen des Denali-Passes
geht es rechts haltend, ein kurzes Steilstück aufwärts und danach
relativ flach und links des Kamms auf einen kleinen Turm zu. Der Weg
führt rechts des Turm, etwas auf und ab in das s.g. "Fottball
Field". Normalerweise sollte in der Saison auf der ganzen Route
eine gut sichtbare Spur getreten sein. Der Wind ist oben meist so
stark, dass sich neuer Schnee selten festsetzen kann...
Mittlerweilse bewegt man sich schon eine ganze Weile auf knapp 6.000
Metern und jeder Schritt wird zu Qual.
Vom Weiten kann man den letzte Steilhang zum Gipfel sehen. Im
angepressten Tiefschnee stecken ein paar Stöckchen zur Wegmarkierung.
Diese letzten Höhenmeter haben es noch einmal in sich. Wegen der
Steilheit geht man im Zickzack.
Dem Gipfel
voraus erreicht man ein kleines Plateau und den Beginn des
Gipfelgrates. Der höchste Punkt befindet sich von dieser Stelle
etwa 30 Meter höher, auf dem schmalen Schneegrad.
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mehr Fotos Denali: http://aol.pixum.de/slide/4365386
Expeditionstagebuch: Germanys
West End Ex. 2009
Hostels Anchorage:
>> Alaska
Backpackers Inn
>> Anchorage
International Hostel
Hostels Talkeetna:
>> Talkeetna
Hostel International
>> Swiss
Alaska Inn
Literatur:
R.J. Secor, "Denali Climbin
Guide" (www.stackpolebooks.com)
Eckehard Radehose, "Traumberge Amerikas" (ISBN
3-7633-3006-2)
Bitte besucht auch: www.atmosfair.de/
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Nicht immer gute Sicht: Gipfelfoto im
Schneesturm
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