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Elbrus West- (5.642) und Ostgipfel
(5.621)
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mit 5.642 m ist der Elbrus der höchste Berg Europas und zählt somit zu
den "Seven Summits", den jeweils höchsten Bergen
der sieben Kontinente.
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Land: Russland -
an der Grenze zu Georgien
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Gebirge:
Kaukasus
Der Elbrus selbst ist ein stark, vergletscherter
Vulkan, während es sich beim Kaukasus um ein Faltengebirge
handelt.
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Erstbesteigung
1874 durch den Briten Florence Crauford Crove
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Beste Zeit: Juni
- Oktober, März/April (Tourenski)
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Ausrüstung:
Schlafsack bis minus 5 Grad, Kleidung bis minus 20 Grad,
Steigeisen und steigeisenfeste Bergschuhe, Daunenhandschuhe,
Sturmhaube, Teleskopstöcke, u.U. Eispickel und Seil.
Tagesrucksack, Thermosflaschen für 1,5 - 2 Liter.
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Kaukasus
Der Kaukasus erstreckt sich auf einer
Länge von 1.100 Kilometer und einer Breite von 180 Kilometern zwischen
Schwarzem und Kaspischen Meer.
Er liegt auf dem Territorium von Russland, Georgien, Armenien und Aserbaidschan.
Mit seinen glasklaren Gebirgsbächen, grünen Wäldern, Gletschern und
schroffen Felsen, zieht er Wanderer und Bergsteiger magisch ab. Dennoch
gibt es im Kaukasus nur einen spärlichen Tourismus.
Als Vorbereitung und zur Akklimatisation vor einer Elbrusbesteigung
bietet der Kaukasus eine große Auswahl an 3.000er Gipfel. Etwa:
- Tscheget (3.400)
- Pik Felsentieger (3.550)
- Pik Gumazschi (3.810)

Kaukasus Hauptkamm vom Elbrus aus
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Normalroute
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Ausgangspunkt der meisten
Elbrusbesteigungen ist der 2.200 m hoch gelegene Ort Azau,
noch oberhalb von Terskol (2.000).
Wenn man sich bereits ausreichend akklimatisiert hat, sollte
man praktischerweise von Azau ab, die Gondelbahn nehmen. Man
muss so nicht das komplette Gepäck und Verpflegung ins 1.500
m höher gelegene Basislager schleppen. Dieser Weg ist im
Sommer ein
Zwischending von Steinbruch und Baustelle und nicht wirklich
aufregend.
Die Gondelbahn ist schon etwas älter. Man hat das Gefühl,
dass es sich dort um den gefährlichsten Teil des Aufstieges
handelt.
Nach der Hälfte muss man umsteigen. Ganz oben fährt meist noch ein Sessellift das letzte Stück.
Wenn nicht, muss man etwa 100 Höhenmeter laufen.

Akklimatisation zwischen Botschkies (3.700) und Piriut 11
(4.100)
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Botschkis auf 3.700 m
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Auf ca. 3.700 m befinden sich die "Botschkis", ein
paar ausgediente Ölfässer. Jede der Botschkis bieten 6
Personen und Gepäck ausreichend Platz zur Übernachtung.
Dieser Ort auf halber Höhe des Berges dient den meisten
Expeditionen als Basislager. Man muss sie langfristig (etwa 6
Monate zuvor) am Besten über eine russische Agentur,
reservieren.
Insgesamt bietet diese Stelle etwa 80
Schlafplätze. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass die meisten
Gruppen 2 bis 4 Tage an diesem Ort akklimatisieren, bzw. auf
gutes Wetter warten.
Wie überall in den Bergen sind die hygienischen Bedingungen
minimal und gibt es kein Entsorgungskonzept. Es gibt elektrischen Strom, vom nahen Lift.
Der Handy-Empfang ist gut!
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- Zur Akklimatisation sollte man 2
bis 3 Tage bei den Botschkies verweilen und auf
unterschiedliche Höhen aufsteigen. Auf etwa 4.100 Metern
befinden sich die Dieselhütte und die Ruine der abgebrannten
alten Hütte Piriut 11.
Weiter oben, ab 4.500 Meter, beginnen die Pastukhov Rocks, ein
markantes Felsenband.
Das ganze Stück zwischen Botschkies (Barrel Camp) und
Pastukhov Rocks ist nicht besonders steil. Neben sich
akklimatisierenden Bergsteigern trifft man hier auch
Tagestouristen mit Ski und Snowboards.
Man sollte sich ausschließlich auf dem breiten Band entlang
der Linie Barrel Camp - Piriut 11 - Pastukhov Rocks bewegen.
Das ist ein ungefährlicher Weg. Man benötigt meist nocht
nicht einmal Steigeisen. Rechts und links davon befindet sich
aber riskantes Spaltengebiet.
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Dieselhütte (unten) und Priutt 11 auf
4.500 Meter
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Pastukhov Rocks, bei 4.500 Metern
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- Nach ausreichend Akklimatisation
kann man das Lager höher zur Piriut 11 (4.100m) verschieben.
Neben der neuen "Dieselhütte" gibt es hier auch
einige Container für bis zu 6 Personen. Alternativ kann im
Umkreis der Felsen gezeltet werden. Die Übernachtung in der
Hütte und den Containern muss langfristig über eine
russische Agentur gebucht werden.
Piriutt 11 ist der häufigste Ausgangspunkt für den
Gipfelsturm. Wegen des wechselhaften Wetters sollte man
auch hier immer 1-2 Reservetage einplanen.
Man kann mit eigenem Kocher kochen oder am Abend Strom vom
Notstromaggregat der Hütte bekommen.
Bergsteiger, welche auf 4.100 Metern schlecht schlafen
können, bevorzugen zuweilen die Übernachtung in den
Botschkies und nehmen am Gipfeltag den zusätzlichen Weg zur Piriut 11
in Kauf.
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- Der Aufstieg ab Piriutt 11
beginnt zwischen 3 und 4 Uhr nachts und führt zunächst
mäßig aufwärts den bekannten Weg zu den Pastukhov Rocks bis
auf 4.500 Meter. Mit Sicherheit ist es grimmig kalt und mit
großer Wahrscheinlichkeit windig bis stürmig.
Oberhalb der Felsen steigt die Flanke des Ostgipfels deutlich
steiler an und erreicht bis zu 40 Grad. Die Oberfläche kann
an einigen Stellen Plankeis sein. Unter Umständen kann
Seilsicherung erforderlich werden. Steigeisen sind unbedingt
notwendig. Auf eine Eispickel, kann man zu Gunsten von
Teleskopstöcken verzichten.
Bei normalen Wetter ist das ein sicherer Weg, der bis
auf knapp 5.000 Meter ansteigt. Im Rückblick kann man bei
klarem Wetter oder aufreisenden Wolken einen gigantischen
Blick auf den Kaukasus-Hauptkamm bei Sonnenaufgang erleben...
Der Weg ist notdürftig durch kleine Stöcke markiert und im
Normalfall gibt es eine deutlich erkennbare Spur. Bei starkem
Wind und bei blanken Eis kann die Orientierung schwierig sein.
Im Zweifelsfall ist es auf diesem Teilstück kein Fehler weit
aufzusteigen, bis unterhalb der dann sichtbar werdenden
Felsbänder oder bis man einer quer führenden Spur gewahr
wird.
In jedem Fall muss man auf ca. 4.900 bis 5.000 Metern in
Richtung Westen einschlagen. Wenn keine Spur da ist, muss man
wieder nach Markierung durch Stöcke Ausschau halten.
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Flanke am Ostgipfel, oberhalb
Pastukhov Rocks
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Querung unterhalb des Ostgipfels
(5.000 m)
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- Das Spuren im Tiefschnee kann in
der endlosen Querung, ziemlich viel Kraft erfordern. Der Weg zum
Elbrussattel erscheint endlos und verlangt eine ausgezeichnete
Kondition.
Wenn dieser Berg wenig Anforderungen an Klettertechnik stellt,
dann dennoch an Ausdauer und Leidensfähigkeit.
Im Normalfall begeht man die Flanke am Ostgipfel bei niedrigem
Sonnenstand und im Schatten. Es ist bitterkalt und häufig
stürmig.
Dazu kommt die nicht zu unterschätzende Höhe, bzw. der
geringe Sauerstoffdruck. Nicht wenige Gipfelversuche werden am
Elbrus bereits auf der West-Ost-Querung abgebrochen.
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Sattel zwischen West- und Ostgipfel
auf 5.325 Metern
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Wie immer an hohen Bergen sind regelmäßige Pausen
angebracht. Am Elbrus sollten am Gipfeltag reichlich 2 Liter
Getränke in Thermosflaschen mitgeführt und regelmäßig
getrunken werden.
Dazu kann man ein paar feste Energieträger wie Traubenzucker,
Schokolade oder Müsliriegel einpacken. Diese gefrieren zwar,
können im Notfall aber evtl. einen Energieschub geben.
Das Aufstiegstempo soll so zügig sein, dass man nicht friert
aber langsam genug um sich nicht kaputt zu machen.
- Die Aufstiegsroute führt direkt
in den Sattel zwischen Ost- und Westgipfel. Dort gibt es
einen, mit Stöckchen markierten" Weg zum Westgipfel
hinauf. Dem höchsten Punkt.
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- Der Sattel befindet sich auf
einer Höhe von 5.325 Metern. Natürlich meint man an diesem
Punkt den Gipfel bereits in der Tasche zu haben. Leider folgt
nun erst das anspruchvollste Teilstück.
Die verbleibenden 317 Höhenmeter ziehen sich endlos. Man
wünscht sich hinter jedem Buckel den Gipfel zu sehen und doch
geht es immer noch weiter hinauf. Der Berg hat oft eine
Steilheit von 45 Grad. Bei Plankeis und Sturm ist noch einmal
volle Konzentration erforderlich. Sicherer Gebrauch der
Steigeisen bei Auf- und Abstieg ist Vorraussetzung.
Zum Ende des Aufstieges wird es flach und man erreicht ein,
nur noch mäßig steiles Plateau. Bei klarem Wetter ist der
höchste Punkt schnell zu finden.
Der Gipfel ist ein
kleiner Buckel auf diesem Plateau und recht einfach
auszumachen. Auf dem Buckel befindet sich ein
Felsvorsprung, an welchem eine Metalltafel befestigt ist.
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Anstieg zum Westgipfel, oberhalb des
Elbrus Sattel
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Der Elbrus-Gipfel ist ein kleiner
Buckel auf dem letzten Plateau. Dort gibt es einen Felsvorsprung
mit metallener Markierungstafel.
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>> mehr Fotos Elbrus: http://aol.pixum.de/viewalbum/id/3697078
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Karte
Aufstiegsroute
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