Iztacchihuatl vom Parkplatz "La
Joya" aus.
Standort: 19°08.006' N. /
98°39.126' W. / 3.967m.
Der technisch, einfach zu besteigende
Berg ist ein beliebtes Ziel für einen Wochenendausflug der
Mexikaner. Ausländische Touristen steigen gerne zur
Akklimatisation auf die "Izta", um sich für den
höheren Pico de Orizaba einzustimmen.
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Die Iztacchiuatl ist ein ruhender Vulkan
in Mexiko. Er befindet sich unweit des noch aktiven und bekannteren
Vulkanes Popocatepetl. Die Iztacchiuatl ist der dritthöchste Berg
Mexikos, nach Pico de Orizaba (5.640) und Popocatepetl (5.452m.)
Die "Izta" ähnelt in ihrer Gestalt, mit etwas Fantasie einer
liegenden, schlafenden
Frau, so die Übersetzung von Iztacchiuatl. Der
Legende nach, war "Popo" ein Krieger, der sich in "Izta",
der Tochter eines Herrschers verliebte. "Itzta" soll an
Kummer gestorben sein, als "Popo" in den Krieg zog.
- Land:
Mexiko
- beste
Zeit: November bis März
(aber auch ganzjährig zu besteigen)
- Ausrüstung:
evtl. Steigeisen, steigeisenfeste Bergschuhe, Teleskopstöcke,
Treckingausrüstung bis minus 10 Grad, warme Handschuhe, warme Mütze,
Stirnlampe, Schlafsack bis minus 10 Grad, Isomatte, evtl. Zelt
(für Hochlager), Kocher,
Achtung: Gas nur in Mexiko City erhältlich (Sport Marti, Ecke
Bolivar / Venustiano Carranza)
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Anreise /
Organisation:
- Von Mexiko City (Terminal TAPO)
fahren in etwa 40-minütigen Abständen komfortable
Reisebusse in den Ort Amecameca, dem Ausgangspunkt für die
Besteigung. (Fahrtzeit 1:30 Std., Preis: 23 Pesos)
- In Amecameca (2.470m.) gibt es zwei Hotels, welche vorwiegend von
Bergsteigern genutzt werden. Ein einfaches Doppelzimmer im Hotel
"San Carlo" kostete im Dezember 2009 ab 100 Pesos (ca. 6
Euro)
Im Ort gibt es einen lebhaften Markt, Geldautomaten und
Internetcafes.
- Für die Besteigung der Izta benötigt jeder Bergsteiger eine
Genehmigung, welche problemlos im Büro des "Parque National
Iztaccihuatl Popocatepetl", gleich links neben dem Hotel
"San Carlo" zu erhalten ist. Diese Genehmigung ist
notwendig, um einen Militärstützpunkt am Paso de Cortes,
passieren zu dürfen. Kosten: 100 Pesos p.P./Tag (ohne
vorangegangene Akklimatisation sollte man 3-4 Tage einplanen)
Infos: http://iztapopo.conanp.gob.mx
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Blick von Amecameca (2.470m.) zur
Iztacchiuatl
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Zur besseren Akklimatisation kann man in
Amecameca noch einen Spaziergang zur Kirche über dem Ort, in den
"Parque Nacional Sacromonte" machen. Aus einer Höhe von
2.568 m. bietet sich ein netter Blick auf die Kleinstadt.
- Der weitere Weg führt über
den 3.690 Meter hoch gelegenen "Paso de Cortes", welcher
auf halben Weg zwischen Popocatepetl und Iztacchiuatl liegt, zum
Parkplatz in La Yoha (3.967m.) Foto oben
Dazu kann man ab Amecameca ein Taxi oder Sammeltaxi nehmen. Wir
bezahlten 200 Pesos bis "Paso de Cortes" und wanderten auf
der Sandpiste in 3:30 Std. die verbleibenden 7,6 Kilometer nach La
Yoha.
Der Weg ist langweilig und staubig, bietet sich aber für eine
aktive Akklimatisation an, wenn man zuvor noch keinen anderen Berg
bestiegen hat. Sonst ist es besser, sich vom Taxi bis La Yoha
durchfahren zu lassen.
Am "Paso de Cortes" befindet sich lediglich ein
Kontrollposten, welcher die Genehmigung sehen will. Außerdem kann
man Tee, Kekse, Süßwaren und Getränke kaufen.
In der Umgebung von La Yoha kann man problemlos zelten. Es gibt zwei
große Wasserbehälter gleich in der Nähe des Parkplatzes.
Die Temperaturen fallen nachts auf etwas unter Null Grad.
Viele Bergsteiger übernachten in einer Radiostation, welche man
etwa 1,5 Kilometer vor La Yoha erreicht. Auch dort gibt es Wasser,
aber auch dort wird es nachts kalt.
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Paso de Cortes: 19°05.209'
N. / 98°38.824'' W. / 3.690m.
Popocatepetl im Hintergrund
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Rückblick im Anstieg des "Torre de
San Augustin" zur Schutzhütte.
(Popocatepetl im Hintergrund)
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Aufstieg ab La Yoha
Der Aufstieg zum höchsten Punkt der "Izta" führt von La
Yoha aus über alle Körperteile der "Schlafenden Frau",
außer deren Kopf.
- Füße: Pies (Amacuiecatl)
- Knie: Rodillas
- Nabel: Ombligo
- Brust: Pecho
- Kopf: Capaza
Normalerweise werden 2 Tage für den recht langen Weg bis zum
höchsten Punkt ("El Pecho") benötigt. Übernachten kann man in einer
Schutzhütte unterhalb der "Rodillias" auf 4.700 Metern
oder im Zelt im Umfeld der Hütte. (19°09.379'
N. / 98°38.225' W. / 4.725m.)
Allerdings gibt es dort keine Wasserstellen. Man müsste alles
Wasser den Berg hinauf schleppen. Darum kann es eine gute
Entscheidung sein, von La Yoha aus an einem Tag den Gipfel zu
besteigen. Die Wegstrecke beträgt 8 Kilometer, für die man im
Aufstieg je nach Akklimatisation und Fitness zwischen 5 und 10 Stunden benötigt.
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Also muss man etwa um 4.00 Uhr Nachts
ab La Yoha loslaufen, um am Vormittag bis Mittag den höchsten Punkt
zu erreichen.
Man geht dazu vom Aussichtspunkt (Picknickplatz) von La Yoha rechter
Hand gleich steil hinauf. Der Einstieg ist gut ausgeschildert und
der Pfad nicht zu verfehlen. Am Anfang geht es noch durch hohes
Gras, später durch loses Geröll über zwei "Steps" in
Richtung eines Vorgipfels, den "Amaculecatl". Unterhalb
dessen Flanke weiter zur Scharte "Portillo de los Pies",
wo sich eine Reihe von Zeltmulden befinden.
Hier ist ein guter Platz zur Rast. Der weitere Weg führt dann
zunächst rechts der "Pies" entlang und dann mit einer
kleinen Kletterei direkt hinauf. Um zur Schutzhütte zu gelangen,
muss man auf der anderen Seite wieder etwas absteigen.
Nochmals ein guter Rastplatz bevor es über Schotter und Geröll
steil hinauf zum ersten Gipfel "Torre de San Agustin"
geht. Direkt auf dem Gipfel stehen noch die Reste einer vom Wind
zerfetzten Schutzhütte.
19°09.741'' N. /
98°38.221' W. / 5.053m.
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Blick über die "Rodillas"in
Richtung "Barriga".
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Rückblick von der "Barriga" über den Südgrat und
Gletscher.
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Der Weg führt dann, auf knapp
5.000 Meter, auf und ab über die Körperteile der
"schlafenden Frau". Über eine
Flanke geht es zu den "Rodillas" (knapp 5.100 Meter) und von dort direkt
in den ersten Gletscher, den es zu queren gilt. (La Panza) Je nach Bedingungen
sind Steigeisen erforderlich. Spaltengefahr besteht nicht.
Nach diesem Gletscher geht es den abwechslungsreichen
Südgrad entlang, in Richtung "Barriga", einem weiteren,
markanten Gipfel der "Izta". (welchen ich mit 5.125m.
gemessen habe)
Der Aufstieg zur "Barriga" führt steil über Schotter und
loses Gestein. Man meint hier den eigentlichen Gipfel zu erreichen,
doch befindet sich der höchste Punkt erst am hinteren Rand des
nachfolgenden Gletschers. (El Pecho)
Tatsächlich gibt es ein kleines Gipfelkreuz auch auf der "Barriga".
Der Ausblick und insbesondere der
Rückblick in Richtung Popocatepetl ist wunderschön.
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Wo genau befindet
sich der
höchste Punkt?
In älteren Angaben wird der Gipfel der Iztacchiuatl mit einer Höhe von 5.286 Metern angegeben.
Es lässt sich heute allerdings kein Punkt finden, welcher diese
Höhe erreicht.
Setzt man den Weg nach der "Barriga" fort, erreicht man
den zweiten Gletscher. (El Pecho) Bei meiner Besteigung führte eine
breite Spur über den Gletscher auf die gegenüberliegende Seite,
dem äußersten (nördlichen) Rand des Gipfelplateaus. Dort befindet
sich an der höchsten Stelle ein kleines Gipfelkreuz aus Aluminium.
Und man hat einen Blick auf den Kopf der "Schlafenden
Frau". (Capaza) Am Gipfelkreuz habe ich die Höhe von 5.223
Metern gemessen.
Koordinaten: 19°10.804''
N. / 98°38.448 W. / 5.223m.
Bei meinem Besuch im November
2008 gab es auch eine schmale Spur linkerhand. Diese führte
ebenfalls zu einem Aufschwung am Nordwestlichen Rand des Plateaus,
welcher ebenfalls mit einem Kreuz gekennzeichnet ist. Dieser Punkt
erschien mir etwas niedriger, aber ich habe ihn nicht besucht.
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Gletscher "El Pecho" und der
höchste Punkt?
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Im Internet findet man eine Menge "Gipfelfotos" der Iztaccihuatl. Diese zeigen die unterschiedlichsten
Stellen, darunter häufig die "Barriga" welche definitiv
nicht der höchste Punkt der "Izta" ist. Es scheint aber
allgemeiner Konsens zu sein, dass mit dem Erreichen des "El
Pecho Gletschers" die Iztacchiuatl bestiegen sei.
Später sprach ich mit Dr. Reyes von
der Agentur "Servimont"
über den Berg. Er ließ sich von mir alles genau beschreiben und
meinte, dass ich am richtigen Punkt war. Die geringe Höhe von 5.223
Metern sei korrekt. Früher sei der Berg wesentlich höher gewesen,
weil der Eispanzer des "El Pecho" aufgrund globaler Erwärmung und
vulkanischer Aktivität abgeschmolzen ist. Eine bemerkenswerte
Aussage finde ich.
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Gipfelkreuz am höchsten Punkt?
Im Hintergrund der Kopf der schlafenden Frau (Capaza)
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Mehr Fotos Izta:
http://www.pixum.de/slide/4160090
Literatur:
- "Mexico's Volcanoes" (R.J.Secor)
- Trekking-Reiseführer "Mexico"
(Peter Rotter")
Bitte besucht auch: www.atmosfair.de/
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