
Den mit 4.167 m höchsten Punkt des
Jebel Toubkal markiert - kein Kreuz im Land der Muslime! - ein
dreibeiniges trigonometrisches Zeichen.
Man geht den Berg normalerweise von der Neltner-Hütte (3.200)
in 1 bis 3 Stunden an. Es geht über Blockhalten und Felsschutt
zum Gipfelgrat. Kein schwerer Aufstieg.
Es soll auch eine reizvollere Route ab dem Pass "Tizi u.
Tarharate" (3.450) oberhalb "Sidi Chamarouch"
geben.
- Land: Marokko (Nord-Afrika)
- Gebirge: Hoher Atlas
- Ausrüstung:
Trekking-Ausrüstung, Schlafsack bis Null Grad
- Reisezeit: April bis Oktober
- Sprache: Französisch,
Arabisch
- Wanderkarte (1:50.000): evtl.
im Hotel Ali in Marrakesch oder im Ort Imlil, am Fuße des
Atlas erhältlich
Unser Weg zum Toubkal:
- 1.Tag: Marrakesch, Asni, Imlil,
Tizi u.Tametert (2.279), Tacheddirt (2.280), > Zelt
(2.280)
- 2. Tag: Tacheddirt, Tizi u.
Tacheddirt (3.230), Timichchi (1.960) > Hütte (Brahim)
- 3. Tag: Timichichi, Tiourdiou,
Fluss Tinzer entlang bergauf, Azib Likemt (2.250) > Zelt
- 4. Tag: Azib Likemt, Azib
Tifui, Tizi u. Tarharate (3.450), Sidi Chamarouch (2.300)
> Hütte
- 5. Tag: Sidi Chamarouche,
Refuge Neltner (3.200), Jebel Toubkal (4.167), Refuge
Neltner
- 6. Tag: Refuge Neltner, Imlil,
Asni, Marakkesch
|
Atlas
Trekking
Im Atlas Gebirge ist die ideale Reisezeit im September - Oktober. Man reist am besten über Marrakech.
Nach 8 Stunden Flug taucht man in ein Märchen aus 1001 Nacht. Marrakech ist mit nichts Europäischen zu vergleichen. Am Abend sollte man den Besuch der Altstatt und des „Djemaa el Fna“ nicht versäumen: Schlangenbeschwörer, Musikanten, Artisten, Händler....

Üblicherweise reist man dann in klapprigen Bussen oder Taxis über Asni nach Imlil, dem Ausgangspunkt der meisten Trekking-Touren.
Das Bergdorf bietet alles was das Herz begehrt: Terrassencafes,
Campingwiese, Alpenvereinshütte. Und hinter dem Haus werden
Ziegen geschächtet...
Die Supplier-chain klappte in unserem Fall so perfekt, dass wir
7 Uhr in Marrakech aufgebrochen mit Taxi, Bus und Sammeltaxi kurz vor 11h
Imlil erreichten und sofort auf einen Esel zum Toubkal hätten umsteigen
können. Wir frühstückten zunächst...
Natürlich war unser Ziel der mit 4.167 Metern höchste Berg Nordafrikas.
Einige Trekkingagenturen bieten den Toubcal für 300 bis 400 Euro ab Marrakech oder Imlil in 3 bis
4 Tagen an. (Führer und Träger inklusive) Bei dieser Aktion kann es sogar passieren, dass man wegen mangelnder Anpassung den Gipfel nicht erreicht.
Außer der Höhe bietet der Toubcal sonst allerdings kaum Schwierigkeiten, erfordert nur eine gute Kondition.
Wesentlich schwieriger ist es in Imlil die zahlreichen Pseudo-Guides und Mulitreiber abzuschütteln. Wir zogen es vor unser Gepäck selbst zu schleppen und machten zunächst eine einwöchigen Wanderung durch den Atlas, bevor wir den Toubcal in Angriff
nahmen.
Normal geht man Tags zuvor zur Neltner-Hütte, schläft dort auf 3.200, um am Morgen die letzten, knapp 1.000 Höhenmeter zu nehmen. Da wir Mittags dort eintrafen, bin ich mit Josef am selben
Tag noch auf den Gipfel, während Kathrin Mittagsschlaf hielt.
Beim Abstieg begann ein Schneesturm, der vermutlich weitere
Besteigungen an den Folgetagen unmöglich machte. Auch wir sind am nächsten Tag nach Marrakech ins Trockene abgehauen und haben uns den Bauch voll
geschlagen.
Um eine Steigerung zu haben, sind wir die zweite Woche viel auf Wegen gegangen, die auf keiner Karte eingezeichnet sind und uns von Einheimischen empfohlen wurden.
Zweimal mussten wir auch deren Hilfe als Führer beanspruchen, denn es zeigte sich, dass die Aussparung der Wege Berechtigung hatte. Neben Geld eignen sich Zigaretten und Aspirin! als Bakschisch. Bettelnden Kindern sollte man aber allenfalls Bonbons geben. Gutgemeinte Spenden verleiten nur zum Schule schwänzen und verschlechtern die Chancen noch zusätzlich.
|