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Bei ungewohnten
Belastungen (z.B. bergab laufen) und bei Laufanfängern kommt
es schnell zum Muskelkater. Dieser tritt frühestens mehrere
Stunden, meist am Tag nach einer intensiven oder ungewohnten Belastung
auf. Er wird nicht durch Milchsäure ausgelöst,
vielmehr handelt es sich um Mikroverletzungen der Muskulatur, welche
jedoch vollständig heilbar sind. Der beste Weg zur Vermeidung
solcher Verletzungen stellt ein langfristiger, durchdachter
Trainingsaufbau mit kontinuierlicher Belastungssteigerung und
ausreichend Regeneration dar. Behandlung: Belastung auf ein leichtes aerobes Training reduzieren. Vorsichtige Dehnung der betroffenen Muskulatur. Warme Entspannungsbäder und Sauna. Neuerdings sind harmlose medikamentöse Behandlungen mit Vitamin C und Vitamin E in Mode gekommen. Es ist jedoch zweifelhaft, ob dadurch die Regeneration nachhaltig beschleunigt werden kann. Ein Muskelkater braucht immer eine gewisse Regenerationszeit. Bei viel Training auf
der Tartanbahn oder anderem Lauftraining kann es sehr schnell zu einer
Achillessehnen-Entzündung kommen. Die Sehne ist dick,
fühlt sich warm an und es treten deutliche Schmerzen auf. Die
Entzündung kann die Sehne selbst (Tendinitis) oder das
Gleitgewebe (Paratenonitis) betreffen. Eine weitere
Überlastung kann einen Teilriß bewirken. Aus diesem
Grund ist Ruhe ratsam, auch wenn der Schmerz nicht sehr stark ist. Die
Fitneß kann durch alternative Aktivitäten wie
Radfahren (Mittelfuss-Aufsatz!) und Schwimmen erhalten werden.
Ähnlich ist es bei der Entzündung der Schleimbeutel
am Achillessehnen-Ansatz. Diese entsteht durch den Druck der Sehne auf
diesen Schleimbeutel oder auch durch den Druck der Ferse gegen den
Schuh. Dieser Druck wird noch verstärkt, wenn ein hinterer
Fersensporn (Hagelundferse) vorliegt. Die Behandlung ist gleich wie bei
der klassischen Achillessehnen-Entzündung. Zusätzlich
kann eine teilweise Entfernung der Fersenkappe des Laufschuhs Besserung
bringen. Behandlung:
Normalerweise wird vom Arzt eine physikalische Therapie wie Ultraschall
verordnet. Auch die Anwendung von Eis an der betroffenen Stelle (nach
der Belastung und am Abend) ist obligatorisch. Häufig wird mit
Lympfdrainage ein guter Erfolg erzielt. Darüber hinaus sollte
der Läufer seine Wadenmuskulatur prüfen. Wenn hier
eine Verhärtung vorliegt, muß diese durch
(Selbst-)Massage beseitigt werden. Aus Erfahrung haben alle
Läufer mit Achillessehnen-Beschwerden in der Kniekehle eine
eiförmige Verhärtung der tiefliegenden Wadenmuskeln.
Oft genügt es, diese durch mehrmaliges Massieren zu
lösen, um von den Sehnen-Beschwerden befreit zu werden. Die
Massage kann allerdings schmerzhaft sein. Zur Behandlung legt man
über Nacht direkt auf die Sehne einen Quarkverband. Man
bestreicht eine Kompresse oder ein Tuch mit reichlich Speisequark und
legt dieses Paket auf die schmerzende Stelle. Darauf kommt eine Folie.
Das Ganze wird mit einer Binde fixiert und bleibt die ganze Nacht am
Fuß. Das mehrmals tägliches Auftragen von
"VIOL-AKTIV-OEL" (Apotheke) kann die Entzündung
abschwächen. Sollte die Entzündung der Sehne sehr
hartnäckig sein, kann durch kurzzeitige Einnahme
entzündungshemmender Medikamente (ASS, Ibuprofen,
Diclofenac)
eine Besserung „erzwungen“ werden. .top Durch einseitiges
Lauftraining oder falsches Schuhwerk kann es im Bereich des
Schienbeines zu einer schmerzhaften Entzündung kommen.
Häufig erkennt man diese an einem deutlichen
"Reibegefühl" an der entsprechenden Stelle. Das Lauftraining
sollte unbedingt eingestellt werden, um die Gefahr einer Fraktur
auszuschließen. Behandlung: Ich hatte
bei dieser Entzündung nie Erfolg mit der Anwendung von Eis. Es
könnte aber auch hier als Soforthilfe angewandt werden, denn
es fördert die lokale Durchblutung. Die Zerrung ist
eigentlich eine Überdehnung des Muskels. Diese führt
zu einem meist diffusen und sich über den gesamten
Muskelstrang erstreckenden Bewegungsschmerz. Man kann unter Schmerzen
leicht trainieren. Nach etwa 5 Tagen sollte die normale
Belastungsfähigkeit wieder hergestellt sein. Behandlung: Etwa ab 6 Stunden
nach der Verletzung empfehle ich warme, durchblutungsfördernde
Maßnahmen wie feuchte, heiße Umschläge,
heiße Bäder oder Heizkissen. Wärmende
Einreibungen scheinen mir jedoch nicht geeignet, da diese nur
oberflächlich wirken und dabei sogar das Blut vom Muskel in
Richtung Haut fortlenken. Der
Muskelfaßerriß ist von einer Zerrung durch die Art
des Schmerzes zu unterscheiden. Der Verletzte spürt einen
stechenden oder schneidenden Schmerz an einer umschriebenen Stelle.
Häufig bildet sich nach einigen Stunden ein
Bluterguß. Jede weitere sportliche Betätigung ist zu
unterlassen, da sich dabei die Rißstelle
vergrößern kann. Ein Besuch beim Arzt ist unbedingt
erforderlich. Behandlung: Innerhalb der
ersten Stunde ist die Kühlung eine geeignete
Maßnahme. Die weitere Behandlung sollte mit dem Arzt
abgestimmt werden. Je nach Ausmaß des Risses kann mehr oder
weniger lange kein intensives Lauftraining mehr durchgeführt
werden. Leichtes Joggen ist aber relativ schnell wieder
möglich. Ist der Riß ausgeheilt, muss eine gezielte
Muskeldehnung durchgeführt werden, um eine günstige
Vernarbung zu erreichen. Bei intensiven
Tempotraining kann es zu schmerzhaften Muskelverhärtungen
kommen. Diese sind sehr gut mit der Hand fühlbar und es gibt
einen starken Druckschmerz. Bei jedem Laufschritt machen sich
Verhärtungen unangenehm bemerkbar. Es hat wenig Sinn, das
Training mit hoher Intensität weiterzuführen, da der
betreffende Muskel nicht mehr optimal durchblutet wird. Behandlung: Leichtes Lauftraining in wärmender Kleidung, evtl. mit wärmender Sportbandage. Wärmende, durchblutungsfördernde Maßnahmen wie heiße Bäder und Umschläge. Der Muskel sollte vorsichtig gedehnt und massiert werden. Es ist möglich, durch die Einnahme von Mangnesium den Muskeltonus zu senken und eine Entspannung zu erreichen. Gelenkkapsel und
Bänder werden durch ein Umknicken des Fusses
überdehnt. Es kommt zu starken Blutergüssen, und das
umliegende Gewebe kann stark anschwellen. Meist ist das Sprunggelenk
oder das Kniegelenk betroffen. Es treten starke Schmerzen auf.
Möglichst innerhalb der ersten Stunden sollte ein Arzt
konsultiert werden, um mögliche Ein- oder Abrisse der
Bänder auszuschließen. Behandlung: Sofort kühlen, um zu starke Schwellungen zu vermeiden. Die Verletzung ist ggf. mit einem Druckverband ruhig zu stellen. Ein weiteres Anschwellen der Verletzung läßt sich durch die Hochlagerung der Füße vermeiden. Laufbelastungen sollten erst nach Ausheilung der Verletzung wieder aufgenommen werden. Wenn mit zu kleinen Schuhen
gelaufen wird, kann es schnell zu blauen Zehennägeln kommen.
Dabei tritt häufig ein Druckschmerz auf. In der Regel sind die
Beschwerden jedoch gering und ein weiteres Lauftraining ist ohne
große Einschränkungen möglich. Man kann
jedoch überprüfen, ob sich unter dem Zehennagel eine
Blutblase gebildet hat. In diesem Fall ist zu empfehlen, mit einer
sterilen Nadel diese zu öffnen und das Blut ablaufen zu
lassen. Vorbeugend ist auf gut sitzende Schuhe zu achten. Als
Faustregel kann man sagen, daß zwischen längstem Zeh
und innere Schuhspitze ein Zentimeter Platz sein sollte. Da der
Fuß während des Training oft anschwillt, ist dieser
Abstand nicht zu groß gewählt. Außerdem
müssen die Zehennägel regelmäßig
verschnitten werden. Ursache für
akut auftretende Schmerzen sind meist Entzündungen
ausgelöst durch Fehlbelastungen. Es können Meniskus,
vorderes und hinteres Kreuzband, Aussen- und Innenband und verschiedene
Sehnen betroffen sein. Häufig ist auch der Gelenkknorpel von
Überlastungsschäden betroffen. Zur genauen Diagnose
ist es unumgänglich, einen Arzt zu konsultieren. Nicht selten
werden sogar arthroskopische Untersuchungen notwendig. Degenerative
Schäden bauen sich über einen längeren
Zeitraum auf. Akut auftretende Schmerzen
haben ihre Ursache zumeist in einer Entzündung, infolge
Über- bzw. Fehlbelastung. Solche Entzündungen
können entlang der Sehnen, an Muskelansätzen und
Schleimbeuteln entstehen. Die Behandlung mit Eis, Ultraschall und
entzündungshemmender Medikamente (nicht selten Injektion) ist
auf die Eindämmung der Entzündung ausgerichtet.
Gleichzeitig kann eine gezielte Dehnung der Oberschenkelstrecker das
Problem ursächlich beseitigen. Ein verkürzte
Oberschenkelmuskulatur erhöht die Reibungskraft der Sehnen am
Kniegelenk und führt zu einer lokalen Unterversorgung mit
Sauerstoff. Das macht deutlich, dass bei einer Verkürzung
dieser Muskelgruppe die Beschwerden immer wieder auftreten
können. Copyright 2007 © Heiko Klimmer |