Vitamine

 

Einen erhöhten Vitaminverbrauch (etwa durch Schweißverlust) gibt es bei Ausdauersportlern nicht. Im wesentlichen unterscheidet sich der Vitaminbedarf nicht vom Bevölkerungsdurchschnitt und ist durch eine ausgewogene Vollwertkost mit zwei Ausnahmen zu erreichen.

  • Ausdauersportler setzen sich, verursacht durch verstärkte Atmung und der damit einhergehenden Bildung freier Radikale, einem verstärkten oxidativen Streß aus. Die Einnahme antioxidativer Vitamine, wie Vitamin C und Vitamin E, kann der aggressive Wirkung freier Radikale entgegen wirken. Die genannten Vitamine ergänzen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Eine tägliche Aufnahme von 500mg Vitamin C und 200mg Vitamin E gilt für Ausdauersportler als vorteilhaft. Gleichzeitig gibt es Hinweise, daß Vitamin E eine verbesserte Regeneration von Schädigungen der Muskelfasern bewirkt. Solche Schädigungen treten praktisch bei jeder hohen Laufbelastung, besonders aber bei intensiven Läufen und Bergabläufen auf und sind durch den Anstieg des Enzyms Creatinkinase (CK) im Blut nachweisbar. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, daß bei zusätzlicher Einnahme von Vitamin E die Normalisierung der CK-Werte beschleunigt wird.
  • Der Verbrauch der B-Vitamine, besonders B1, sind abhängig vom Energieumsatz. Dieser ist bei Ausdauersportlern deutlich höher als im Bevölkerungsdurchschnitt. Energieverbrauch im Training und Energieaufnahme sind nicht selten um 100% erhöht. Die erhöhte Energieaufanhme wird jedoch meist über "leere Nahrungsmittel" wie Schokolade, gedeckt. Eine zusätzliche Aufnahme von B-Vitaminen kann darum angeraten sein.

Übersicht über die wichtigsten Vitamine und ihre Aufgaben im menschlichen Organismus

1. Wasserlösliche Vitamine

Vitamin Vorkommen Tagesbedarf Tagesbedarf
für Läufer
Wirkung Mangel-
erscheinungen
B1
Thiamin
Getreidekeime, Ei, Kleie, Innereien, Hülsenfrüchte 1-2 mg 5-10 mg Koferment im Kohlenhydratstoffwechsel Störungen im Nerven- und Muskelgewebe
B2 Riboflavin Leber, Eier, Milch, Spinat, Getreide 1-2 mg 3-5 mg Bestandteil mehrerer Enzyme der biolog. Oxydation (FAD) Wachstumsstörungen
Schleimhautschäden
Niazin in den meisten Nahrungsbestant. 15-20 mg 30-50 mg Koenzym für Gewebeatmung und Fettsynthese zentralnervöse Störungen
B6 Pyridoxin Weizenkeime, Leber, Fisch, Milch 2-4 mg 3-6 mg Koferment für die Proteinsynthese kaum (Haut- und Nervenentzündungen)
B12 Innereien, Milch, 0,003 mg 1 mg Blutbildung, Koferment der Aminosäureübertragung Hämoglobinmangel
Folsäure Spinat, Leber, Weizen 0,1-0,2 mg 0,1-0,2 mg Koenzym am Aminosäure- stoffwechsel Störung der Erythro- und Leukozytenbildg.
Pantothen-
säure
in den meisten Nahrungsbestant. 10 mg 12 mg Bestandteil von Koenzym A nicht bekannt
Biotin Leber, Eigelb 0,1-0,3 mg 0,1-0,3 mg wichtige Rolle im KH- und Fettstoffwechsel Hautschäden (Dermatitis)
C Obst, Gemüse, Kartoffeln 50-100 mg 200-400 mg Antioxydans, wirkt an der Synthese von Elastin und Carnitin mit, fördert die Eisenresorbtion, Aufbau von Collagen Müdigkeit, Infekt- anfälligkeit, Skorbut

2. Fettlösliche Vitamine

Vitamin Vorkommen Tegesbedarf Tagesbedarf
für Läufer
Wirkung Mangel-
erscheinungen
A Milch, Ei, Leber, Möhren, Gemüse 1,5 mg 4-5 mg antioxidative Eigenschaften Sehschwäche, Nachtblindheit
D Eigelb, Milch, 0,01 mg 0,01 mg Ca-Aufnahme, Ca-Einbau Rachitis
E Weizenkeimöl, Getreide, Ei 15mg 100-200 mg Antioxidans nicht bekannt
K Gemüse, Obst, Kartoffeln, Fisch, Leber nicht bekannt   Beteiligung an Blutgerinnung Blutungsstörungen

 

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