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Print Version containing all German texts
<viele Menschen nie erwachsen werden / Schulen deshalb Spiegel des Lebens sind>
Antipsychiatrie und Schulgewalt
Einführung
relevant quotes by Kimveer G.
Ausschlachtung von Erfurt
für Bastian B.
Sturmgeist89
Fragen zu Schulmassakern
über 'Bowling for Columbine'
Lehrerausbildung
Abrisse zur Definition des Außenseiterbegriffs ![]()
Your little story one student's life ago
Vorwürfe in Briefen
Gedichte
gewidmet allen Opfern von Schulgewalt
(03/2008)
"what they call 'Hiphop' has nothing to do anymore with music or youth culture, it's just fascist hate celebrated by the dumbest retarded fuck ever!" (Schüler)
hier findet ihr grundlegende Texte. ich hab das geschrieben aus verschiedenen Gründen. zum einen wollte ich mal Lehrer werden, die Scheiße abstellen, Idealismus, ok? strahlt aus den Texten, die Partei ergreifen für Kollegen heute. Du bist nicht wirklich weiter als mit 19. und warst selber eines jener Kids, die in der Schule als 'Außenseiter' unter die Räder kamen: ohne einer zu sein. bei uns waren es Heavy-Metal Arschlöcher die dann plötzlich Grunge+Techno hörten, aber das war noch harmlos gegenüber dem, was heut so abgeht. Dein ganzes Leben ist hernach anders, Du wird immer irgendwie gezeichnet sein dadurch, und viele gehn drauf. will mit dieser Sektion ein wenig für die Betroffenen und ihre Familiez tun. wer das erweitert/ausgebaut sehn möchte bzw. mithelfen, kann mir gern schreiben.
es geht nicht in erster Linie drum, negativ über Schulbehörden zu schreiben (obwohl...). am ehesten wird die Seite wohl ein Sprachrohr für andre. sie hat viel für sich, weil sie eine von bestimmten Medienschlampen gezielt verdrängte Minderheitenposition wiederspiegelt. niemals auf alle Lehrer geschlossen, sondern 'konstruktiv' gehalten.
wichtig ist mir der Zusammenhang mit Law&Order-/Politik, aggressiver Spamwerbung, verrohendes Sportmarketing der Vereinmeier und sowas, in diese Richtung verantwortungslos ausgerichtete Lokalmedien (klein-Stürmer :>) und Schulmobbing. die setzen in der unverfänglichen Blödian-Fun-Schiene auf 'Doppelmoral'/'Vorurteile', und können sich dadurch alles erlauben. 'Das is doch voller Schwachsinn, Alter!'/'Der is krank\gestört.'/'Die alte Jungfer...' etc., auch mit normalen Menschen, wenn alle aus den Schulen gemobbt sind und so ein Vakuum entstanden ist.
so sehn das viele hier in Augsburg. die Lehrer bewerfen den Schülerruf mit Kot, und am Ende mündets in eine Kultur der Jugendfeindlichkeit, die nur wieder ihnen nutzt. alte Menschen fühlen sich verletzt in ihrer deutschen Kultur, die bespuckt wird. unangenehme Fragen kommen auf nach den Kosten, die es macht: Alk, Arbeitslosigkeit, Psychiatrie, so tote Familien, etc.. aber die Lehrer spielen kompetent und kommen mit der Masche durch.
(05f./2008)
basic quotes by Kimveer G. (Dawson College, Quebec/Canada Semptember 2006) <please know: this is a German page about school massacres. I don't want to involve in foreign affairs, and if I quote school shooters from outside Germany, it's just: since some of our national media use stories e.g. about US/Canadian school violence in order to 'proof' their radical society concepts being right, they indeed involve > well, doesn't matter anymore, and it's just fair that people from our country do some good with quotin', relativating the first' shameless abuse of tragedies. So, when reporters feel like judging upon (though it's not their right to do), pages like mine at least try to feature original quotes which give things a little more heartful, non 'media dream career' perspective. my page is one of the best sites referring to the school shooting topics on the internet close or equal to the mobbed student's as well as young teacher's positions. I'm not as good in translating as required in order to port this more traditional German to English. if you are or happen to know someone who could do this, please contact me.> [from Kimveers VampireFreaks-Profile. misspellings slightly corrected+shortened] My name is Kimveer. I'm a guy. 24 years old. 6 foot 1 inch. I live in Quebec. It's O.K., I guess. I'm not a people person. I have met a handfull of people in my life who are decent. But the vast majority are worthless, no good, kniving, betraying, lieing, deceptive, motherfuckers. Work sucks..........School sucks..........Life sucks..........What else can I say Life is like a video game, you gotta die sometime. Goal You Would Like To Achieve This Year: Stay Alive [general quotes found on the internet] People kill each other Rape women Molest children Deceive and betray Destroy lives Bullying and torturing each other at school What kind of world is this? What the fuck is wrong with people, this world? this life, is worst than hell You see what kind of world we live in No, I don't think you see You still don't I'm so sick of hearing about jocks and preps making life hard for the goths and others who look different, or are different. The other day on T.V. they were talking about this 15 year old kid that was killed by the cops, cuz he took a fake gun to school. Then they said he was emotionally disturbed and suicidal. Aaaaa, Duh!! If people were making your life a living hell wouldn't you be hurt emotionally, too? How come no one ever talkes about those MOTHER FUCKING JOCKS AND PREPS who's fault it is. Oh no. Heaven forbid. We couldn't possibly say that. Why does society applaude jocks? I don't understand. They are the worse kind of people on earth. And the preps are no better. Stop Bullying! It's not only the bully's fault you know!! It's the teachers and principals fault for turning a blind eye It's the police's fault for not doing anything when people conplain It's society's fault for acting like it's normal for people to be assholes to each other. [this kind of] society disgusts me. It's everyone's fault for being so apathetic towards fucking everything that doesn't affect them personally. |
(28.08.2008)
Erfurt als Rechtfertigung?
[vorbestimmendes Zitat:]
Robert S. nahm bei seinem Selbstmord viele LehrerInnen mit in den Tod.
> 'Es wird nicht genug getan, um eine Wiederholung von Erfurt zu verhindern!' - sind solche Reden von Bildungspolitikern ehrlich? Ein Text gegen die rhetorische Kriminalisierung unserer Kollegen an den Gymmis. <
Gerade eben hallen in der Schulpolitik die Reden anläßlich des Jahrestags von Erfurt nach. Es müsse noch mehr getan werden, damit sich Erfurt nicht wiederholt. Ok, nur klangen einige Reden, als ob Erfurt überall sein könne. Wurde hier Erfurt anderenorts argumentativ benutzt ?
'Erfurt' ist zum Schlagwort geworden. In konservativen Medien sprach man von 'Schülergewalt', einer 'Bluttat', dem 'Massaker', einer 'völligen Wahnsinnstat'. Es ist menschlich, daß sich Fassungslosigkeit auch verbal ausdrückt; aber: Einiges klang irgendwie nicht so, zumal hier im fernen Bayern. Du hast den etwas mulmigen Eindruck, daß sich manche Bildungsbeamten und -politiker irgendwie wie Aasgeier auf das Thema warfen.
Schon waren sie wieder da: diejenigen Stimmen, die es ja schon immer wußten: daß man mehr auf Schüler aufpassen müsse, daß die Schulen stärker kontrolliert werden sollten, und daß jeder Schüler zunächst einmal ein Sicherheitsrisiko oder verdächtig sei. So kam es jedenfalls rüber.
Bis in die tiefste Provinz hinein nagten die Geier an dem Thema. Schulbehörden profilierten sich hier im fernen Bayern damit, in ihren unbestritten friedlichen Schuldistrikten hastig Maßnamen für Notfälle strategisch zu koordinieren - vielleicht gar angeblich 'in Zusammenarbeit' mit der lokalen Polizei....
Hier in Augsburg sah es so aus, daß das Schulamt zu Beginn dieses Schuljahres bekannt gab, nunmehr werde man bei 'Schwierigkeiten' mit volljährigen Gymnasiasten deren Eltern informieren. Strange, zumal in Augsburg wie in praktisch allen Städten kein Fall von Schülergewalt gegen Lehrer bekannt ist. Die Schulbehörde machte mit der 'präventiven' Maßnahme gute Presse. Verantwortungsvoll ist so ein Umgang mit dem Thema nicht.
Freunde, die an Fachoberschulen oder Berufsschulen sind, meinten, Erfurt sei 'verheerend' gewesen - für ihre Rechte als SchülerInnen. Manche mußten sich von Lehrern anhören, daß nun von der Schule fliege, wer 'aufmuckt', womit auch harmlose Kritik gemeint war. Keine Frage, konservative Gemüter suchten den Einzelfall verallgemeinernd auszuschlachten, um ihre Ziele durchzusetzen.
Die Dynamik des Opportunismus droht Strukturen negativ zu verändern: Das Topic 'Gewaltbereitschaft junger Leute' sichert im Ministerium Stellen. Wenn z.B. gegen angeblich verdächtige Schüler oder Studis ermittelt wird und sich die Akten der füllen, dann braucht man für diese vorgeblich wichtige Aufgabe Planstellen. Und einigen mag es auch das klassich deutsche Gefühl der Wichtigkeit und Autorität zu geben, auf andere aufzupassen.
'Erfurt' ist allerdings, und dafür muß man dankbar sein, in vielen Medien, von der Öffentlichkeit und von Seiten vieler liberaler Politiker sehr differenziert wahrgenommen worden. So kam die Frage auf, warum ein Schüler wegen eines simplen gefälschten Attests so von der Schule geworfen wurde, daß er sein Abi nicht mehr schreiben konnte. In einer Zeit, in der so ein Makel das existenzielle 'Aus' und ein Leben am Rand des Abgrunds bedeuten kann, bzw. dies von Lehrern dergestalt mitpropagiert.
(06/2003)
Brevier zu Bastian B.s Selbstmord'attentat'
Hand eines Mörders, oder die eines Jungen, welcher unsicher dieser Art, Verletzungen zu verarbeiten?
für manche war die Illustration 'satanistisch'..... | Reflexion des Abschieds unserer Gesellschaft von der Humanität. Längst nicht jeder Jugendliche beschäftigt sich heute noch mit solchen Themen.
Vorwort: Mir ist die Sache mit Bastian B. nahegegangen. Warum ich die Seite hier in's Netz gestellt hab? Weil es selten ist, daß auch mal jemand vom 'politischen' Nachwuchs neutral bleibt, wo anderes vorteilhafter. Bitte seht, daß diese page für mich wenig Mühe...... - es gab andere vor mir, die früher aktiv waren und z.B. all dies Material sicherten, das auf dieser Seite verlinkt ist; Dank geht an sie.
Die page möchte keine Seite ergreifen (wenn das überhaupt möglich ist bei dem Thema), sondern einfach nur Zitat-Essentials mit kurzen Einordnungen bringen. Es dürfte für sich sprechen. Ein schwer mißhandelter Schüler warnt jahrelang noch vor seiner Verzweiflungstat, und schafft, obgleich auf Psychopharmaka und in Depressionen kaputtgehend, den Präzedenzfall, vermag sogar noch trotz aller Zersetztheit den Nachweis + ein liebenswürdiges Abschiedsvideo zu machen, achtet darauf, bei seinem 'Amoklauf' nur zu verletzen, nicht zu töten. Bastian B. ist deswegen für viele Jugendliche für immer Kult, ein deutscher Held, und man kann sie nur verstehn.
love, hurt resistance of a peaceful parallel generation.
Schlüsselzitate aus Sebastians Livejournal, unter einordnenden Stichworten
Die Zitate in schwarz, nicht kursiv. begriffliche Zuweisungen in Türkis, Kommentare kursiv.
> Flucht in die Isolation/Langzeitfolgen von Demütigungen/Lehrerschuld/Versuch, die andere Seite zu verstehen
meine "Freunde" sind warscheinlich im Freibad, ...das Freibad; Ein Ort an den ich schon lange nicht mehr gehe, "zu öffentlich" mein Argument, will den Menschen aus dem Weg gehen, um nicht noch mehr Scheiße zu erleben. Die Scheiße; Sie hat sich gelegt, wie ein Strum der Alles zerfetzt, und nun nur noch ein Regen ist und gelegentlich einige Keller vollaufen lässt. Damals war es schlimmer, das 5-8 Schuljahr war das extremste, jetzt hat es sich gelegt, es ist nict mehr so schlimm. Doch die Wunden sind geblieben, nicht nur Körperliche, nein, meist seeliche Wunden, und die Frage: Warum hat man das getan quält mich ebenfalls noch heute. Die meisten wissn es nicht, dachten ich ging jeden Tag zur Schule, mache nicht mit und geh wieder nach Hause. Das einzigste Mal das etwas wirklich nach aussen drang, war als man mir einen glühenden Fahrradschlüssel auf die Hand presste...
da hat der Schulleiter Anzeige erstattet. Das wars dann aber auch. Von den anderen Dingen wollte niemand was sehehn, oder sie hat niemand gesehen. Sehen...ich überlege gerade wie es auf dieser Welt wäre wenn niemand etwas sehen würde... wären dann alle Menschen gleich? Jedenfallswürde niemand auf deine Kleidung achten,du selber warscheinlich auch nicht. Wie auch immer... [May. 26th, 2005]
> Sinnlosigkeit des Lebens, intellektuell hinterfragt
Ich bin fertig mit der Welt, fühle mich von ihr verstoßen und hoffe auf Veränderung. Doch wie definiert sich eine solche Veränderung? Oder noch wichtiger: Was tue ich hier eigentlich? [May. 23rd, 2005]
> hiphop Loopmusik
Schuld ist doch nur diese kranke HipHop Musik, die sich die Kiddies allemenn reinziehen...da muss man doch geistig kirre im Kopf werden und nur noch Scheisse erzählen. ICH HASSE ALLES!!! [May. 15th, 2005]
> Versuch, aus ständiger Konfrontation zu fliehen
Überlege mir die Schule nächstes Jahr einfach zu schmeißen, damit ich diese Fressen nicht mehr sehen, diese Stimmen nicht mehr hören muss. KA ob ich das tun soll... [May. 16th, 2005]
> Gefährdung dessen, was Menschen ausmacht, durch totalitären Anpassungsdruck. (Folgendes wahrscheinlich so gemeint:) später berufliche Auswirkungen des Andersseins, Minimum wage-Leben
Je länger ich über das Leben nachdenke, desto mehr merke ich wie sinnlos es eigentlich ist. ... Jemand wird geboren, hat 6 Jahre lang ein schönes Leben, wird dann aber eingeschult. Dann hat er unbewusst eine Wahl zu treffen; bleibe ich wie ich bin, oder passe ich mich den anderen an? Genauer gesagt Bleibe ich stark oder werde ich zum Verräter meiner Selbst? Hat man sich nun dafür entschieden standhaft zu bleiben, wird man ausgelacht, weil man andere Sachen sagt, weil man anders aussieht, oder andere Musik hört, weil man andere Interessen hat. Das geht dann so, 4 Jahre lang, und dann denkt unser 10 Jähriges Kind: Nun komme ich ja zum Glück auf eine andere Schule, dann wird's endlich besser! Und was ist? ARSCHLECKEN! Es wird alles nur noch extremer! Das Motto der weiterführenden Schulen: Zieh mit oder geh für immer unter!
Dann lebt man also so vor sich hin, in der Hoffnung den ganzen Müll in irgendeiner Form durchzustehen, um später ein besseres Leben führen zu können.
...
Dann gehts also weiter: Entweder du bekommst erst gar keinen Job, oder du arbeitest dich für einen lächerlichen Lohn bis du 65 bist kaputt. Vielleicht gründest du eine Familie, tust also anderen Menschen den ganzen Scheiss auch an. Vielleicht baust du ein Haus, welches du vermutlich nie abbezahlen kannst...jedenfalls stehst du dann da, alt und runzelig, vllt noch 20 Jahre zu leben. Was machst du? Du fängst an über dein bisheriges Leben nachzudenken, und du merkst: Warum habe ich mir das alles angetan??? Was habe ich denn jetzt vom Leben? NICHTS! [May. 15th, 2005]
> bürgerliche Kritik am Bildungszerfall in Deutschland
[...] bei "Populismus" sprach der Lehrer kurz über Josepf Goebbels, und ich denk ich hör nicht richtig als sich eine der ältesten da im Kurs meldet und fragt wer das denn ist... Meine Fresse, soviel sollte man doch über die Geschichte seines Landes wissen, oder??? Aber es ist ja wohl "uncoool" von sowas bescheid zu wissen. [Apr. 4th, 2005]
> satanistisches Verhalten der Nazi Hip-Hop-Poser
Und dann die scheiss Kinder alle wieder sehen... halten sich für sowas tolles... Sie meinen sie wären die größten... SHIT ON YOU !!! [Sep. 6th, 2004]
....... und aus seinem Abschiedsbrief:
> Lehrermitschuld an Mobbing
Ein Grossteil meiner Rache wird sich auf das Lehrpersonal richten, denn das sind Menschen die gegen meinen Willen in mein Leben eingegriffen haben, und geholfen haben mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe; Auf dem Schlachtfeld!* Diese Lehrer befinden sich so gut wie alle noch auf dieser verdammten schule!
* 'Auf dem Schlachtfeld!': damit ist wohl die existenzielle Zerstörtheit gemeint, der Gesamtkontext des Briefs ist jedoch leicht fehlinterpretierbar (etwa in dieser Art: alles schlecht an der Gesellschaft).
> politische PR-Arbeit
Nach meiner Tat werden wieder irgendwelche fetten Politiker dumme Sprüche klopfen wie 'Wir halten nun alle zusammen' oder 'Wir müssen gemeinsam versuchen dies durchzustehen'. Doch das machen sie nur um Aufmerksmakeit zu bekommen, um sich selbst als die Lösung zu präsentieren. Auf der GSS war es genauso.. niemals lässt sich dieses fette Stück Scheisse von Rektorin blicken, aber wenn Theater-aufführungen sind, dann steht sie als erste mit einem breiten Grinsen auf der Bühne und präsentiert sich der Masse!
> Kritik an bestimmten Zügen mancher Polizisten, Vorausahnung der Zensur
Weil ich weiss das die Fascholizei meine Videos, Schulhefte, Tagebücher, einfach alles, nicht veröffentlichen will, habe ich das selbst in die Hand genommen.
> Danksagung und zugleich dezente Entschuldigung für die Angriffsfläche, die er in seiner angeschlagenen Verfassung abgibt:
Als letztes möchte ich den Menschen die mir was bedeuten, oder die jemals gut zu mir waren, danken, und mich für all dies Entschuldigen!
Ich bin weg..
letzter Tagebucheintrag
This is the last evening I will ever see. I should be happy about all this, but somehow I'm not. It's my family... They are all good people, and I will hurt them tomorrow. It's sad, to know I won't see them again after tomorrow morning. To those I love: I'm very sorry about all this. [November. 19th, 2006]
...hilfesuchendes Posting 2 Jahre bevor Mobbing ihn tötete
[...] Also Hallo,
[...] In der Klasse in der ich jetzt bin ist es einfach scheisse.
Die Kinder sind zur Hälfte kindisch oder Halbstark. Nur wenige sind in Ordnung.
[...] Diese Angst schlägt so langsam in Wut um. Ich fresse die ganze Wut in mich hinein, um sie irgendwann auf einmal rauszulassen, und mich an all den Arschl**hern zu rächen, die mir mein Leben versaut haben. Ich meine diese "ganz harten", die meinen sie müssten mit 12 in der Ecke stehen und sich zuqualmen. Das sin die die immer nur auf die schwächeren gehen können.
Für die, die es noch nicht genau verstanden haben: Ja, es geht hier um Amoklauf!
Ich weiss selber nicht woran ich bin, ich weiss nicht mehr weiter, bitte helft mir. [June. 6th, 2006]
[Ende der Zitatstellen]
Internet- und Videomaterial
Gewaltverherrlichung/Satanismus | die andere Sichtweise wäre: Kampf für die Verschiedenheit der Menschen. Wiederspiegelung erlebter Gewalt, Trost in Waffenliebe, Domainname als hoffnungsvoll solidarisierende Message.
Dieser Weg fühlt sich in einem selber wohl genauso unbeholfen an, wie die Kraft gebende Waffe in der Hand eines von sich aus friedlichen Menschen.
Nachbetrachtung
Traurig, für Bastian und insbesondere für seine Eltern. Ich mein', versetzen Sie sich mal in ihre Lage: Da ziehen Sie zig Jahre lang ein Kind groß, verzichten dafür auf so viel im Leben, und dann wird der Junge an einer öffentlichen Schule von Mitschülern fertiggemacht, flüchtet sich in Waffenliebe. Medien heucheln hernach. Vielleicht passen die Hip-Hop-Poser in's 'konservativ'-ideologische Raster der 'sich-stählenden Jugend', aber das ist ja das Problem, diese Karrieregeilheit vieler Pressevertreter:
Wenige Wochen vor Weihnachten fuhren vorteilsheischige Mainstream-Magazine eine Hetzkampagne gegen den verstorbenen Sohn. widerlich.
![]()
ohne Sonnenbrille, einfach Mensch. wer seine Videos nicht versteht,
ist selber schuld. er hatte eine sehr deutsche Erscheinung
(Januar 2007)
zu Sturmgeist89 (Schulmassaker in Finnland)
| wird Humanität 'überbewertet'? verdrängen in einem Klima der blinden Gier nach Vorteilen heute Schwache durch Gehetze die Starken? nutzen sie überakzentuierend Trend-Begriffe wie 'Kommunikation' und 'Menschlichkeit', die Symphatien des sich plakativ flexibel und lerngewillt Gebens, vermeintlicher Unterordnung, um sich gegen Leistungsfähigere durchzusetzen? das dürfte es gewesen sein, was 'Sturmgeist' ausdrücken wollte, als er schon nicht mehr dazu in der Lage war.
'whatever you did, they made you do it. R.I.P.' |
Einige deutsche Medien referenzerten sofort Zusammenhänge/Patterns zu Emsdetten, deswegen hier Eindrücke. ansonsten geht uns das nichts an (schließlich in Finnland geschehn, innere Angelegenheit).
Daß Kids evtl. auch in Finnland an den Gymmis bis zum Kotzen durch Ideologien gescheucht werden, und das in Extremsituationen seinen Niederschlag findet, dieser Eindruck drängt sich auch hier auf. Haben Sie mal gezählt, wieviele Manifeste es in Ihrer Schulzeit waren, und wiewenig umgekehrt eine Demokratie Wert drauf legt, Mechanismen zum Ergründen von Wahrheit zu vermitteln (geht es nur darum, Kids beizubringen, wie man dialektisch zerstört)?
Da wird einem jedenfalls mulmig: bleibt zu hoffen, daß 'Ideokratie' (wie Sturmgeist es nennt) nicht ebendas bezeichnen sollte. Wie dem auch sei, wieder mal ein Schüler so angeschlagen, daß er getötet und wild verbal um sich geschlagen, wirres Zeug geschrieben: es klingt ganz danach, daß er zuviel Haß abbekommen hat in seinem kurzen Leben, aber darüber redet man ja nicht. Leid tun können einem die Eltern der toten Kids: Verachtung denen, die es medial ausschlachten.
Es überwiegen die Zweifel: In einer Zeit, wo in sicher nicht nur deutschen Fußgängerzonen Hip-Hopper röhrend Einen streichen lassen oder klapprige alte Leute als "Spastis" anpöbeln, woraufhin manche Meute (unter hübscher 'Ghettonigger'-Fassade eben doch:) kleiner rassistischer Biester begeistert dazu kichert, als sei es das geilste Event eines gewöhnlich vergnügungslüsternen Tages..... sind Täter-Passagen wie "No mercy for the scum of the earth!" oder über wegen Wegsehens als ignorant empfundene Bevölkerungsteile Bezüge auf sowas (wenngleich die Täter in der Regel unverantwortlich und verächtlich verallgemeinern)?
Das massaker in Finnland ist eines der dunkelsten Kapitel, noch nie hat jemand so ausfällig in einem Abschiedstext die Menschheit herabgewürdigt, Zeichen zunehmender Radikalisierung von Schulmobbing betroffener Kids, die keiner wünschen kann? Durch das Manifest des Täters zieht sich wie ein roter Faden Verzweiflung über die Medienberichterstattung, Ratlosigkeit, durchzudringen zu den Menschen in ignoranter Zeit / Ausfällige Bemerkungen, die das Vakuum des Schmerzes füllen sollen? Das spürt zumindest unterschwellig jede(r) mit Herz, die/der es liest.
Ich beschränke mich hier auf die Passagen, wo etwas anderes denn Haß durch die Zeilen schimmert, vielleicht ein bißchen der Wahrheit, jenseits von verzweifelt selbstwertstärkend spätpubertärer Überheblichkeit(?) und übergezogener Ideologie, sowie auf der andren Seite sensationslüsternen Berichten jener Zeitungen. kein Urteil, nur Fragen:
Naturality has been discriminated through religions, ideologies, laws and other mass delusion systems. /
Natürlichkeit ist durch Religionen, Ideologien, Gesetze und andere Massen-Täuschungssysteme diskriminiert worden.
Gefährdung des Individuums durch Ideologie, der sein eigener Text zum Opfer gefallen ist? wieviele von sich aus gute Menschen sich unter dem Einfluß bestimmter Medien und Ideologien anders verhalten, Gier, die unsere Welt häßlich macht und Gewalt bedingt?
I have come to the point where I feel nothing but hate against humanity and human race.
You might ask yourselves, why did I do this and what do I want. [....]
I have had enough.
Ich bin an den Punkt gekommen, wo ich nichts mehr fühle als Haß gegen Humanität und die Menschheit an sich. Sie werden sich fragen, warum ich das tat, und was ich will. [...] Ich habe genug / zuviel abbekommen. (Phrase nicht eindeutig)
meint er mit letzterem zuviele Verletzungen/Bullying? er wollte eigentlich nicht gefühlsmäßig absterben, und bedauert es?
Don't blame the movies I see, the music I hear, the games I play or the books I read. No, they had nothing to do with this.
Macht nicht die Filme, die ich gesehn, die Musik, die ich höre, oder die Computerspiele, welche ich spiele, oder die Bücher, die ich lese, verantwortlich. Nein, sie hatten Nichts damit zu tun.
Reaktion auf Law&Order-Medienberichte, die gegen alternative Kultur hetzten, und Eltern zu deren Zensur sowie überzogen investigativer Kontrolle anhalten. Es ist jedenfalls bezeichnend, daß dies gegen Ende eines unbeholfenen Manifests kommt, das eine Bluttat rechtfertigen soll. damit verbunden auch hier die Frage: Sind in Wirklichkeit jene Journalisten verantwortlich, die verurteilen?
(24.11.2007, picture & intro Dec. 11th)
Fragen (flüchtiger Abriß)
(27.11.2007)
über Michael Moore's Bowling for Columbine
Dieser Film wird, auch wenn er einige gesunde Standpunkte vertritt, leider von Vielen als Beispiel für gute politische Filme mit positivem Veränderungspotenzial herangezogen. Das macht ihn nicht weniger problematisch. Es geht ja eigentlich um inneramerikanische Angelegenheiten, die auch hier in der Nachfolge von bestimmten Medien verwendet wurden. Auf diesem Punkt liegt der Fokus des kleinen Texts hier, der etwas kurzangebunden die unschönen Dinge anspricht: das soll nicht heißen, der Film wäre an sich schlecht.
die eine Seite sieht sehr lieb und respektvoll aus. so legt Moore bzgl. Schulgewalt den Zusammenhang zwischen Armutsarbeit einer Küchengehilfin und dem Umstand, daß ihr deswegen vernachlässigter Sohn durch Spielen mit Waffen eine Klassenkameradin tötete, sehr gefühlvoll offen. Erfüllt von Respekt auch die Bemerkungen über Fußballvereine auf ihrem heruntergekommenen Bolzplatz, trotz allem durch Preise in der Vergangenheit der ganze Stolz einer Region.
doch die andere Seite des Films ist übel und politisch motiviert: zu einer Zeit, wo bestimmte Zirkel, teils berechtigt, teils auch nicht, freien Waffenbesitz kriminalisieren wollten, nutzt Filmemacher Moore die Gunst der Stunde, und interviewt den Vorsitzenden der National Rifle Association, welcher zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich bereits Alzheimer-krank ist. im Interview ist Moore souverän, weil aktiver, während sein Gegenüber müde und erstarrt scheint.
daneben hatte es ein Schulmassaker gegeben, klares Ergebnis von Bullying, doch davon kein Wort, stattdessen: die böse Rüstungsindustrie. und die toten Täter (bzw. querverbunden gemeint: Waffenbesitzer im Allgemeinen), die sich nicht mehr wehren können, dem Pöbel über das Cover des Films zum Fraß vorgeworfen als fette Deppen, denen Scheiße aus selbstverschuldeten Einschußlöchern am Kopf fließt.
insgesamt trotz der schönen Phasen zu sehr auf schnellen Erfolg aus, den er auch erreichte. kaum ein Film in der Kinogeschichte hat dermaßen raffiniert Halbwahrheiten manipulativ kombiniert. Hierzulande wurde er für eine noch restriktivere Waffengesetzgebung instrumentalisiert. kein Wunder, daß alternative Filmer wie Alex Jones
(zurecht?) Querverbindungen Moore's zu bestimmten Geheimdienstkreisen vermuten, vgl. das Weichzeichnen von 9/11 in seinem drauf folgenden Movie.
löst es wirklich die Gewaltprobleme, Waffen zu kriminalisieren, oder wäre es nicht angebracht, den gesellschaftlichen Ursachen nachzugehn? doch das bringt keine schnellen $ ein.
(09.12.2007)
[Lehrerausbildung & Ideologie. Four Ultimate Firsts from university] (1) Beratungsgespräch für Erstsemester, Phil. Fakultät. Anwesende: 5 Ersties und 1 Dozent, der die Einweisung macht. Wir allesamt etwas befremdet, zum einen, weil er, für eine Lehrperson allzu offensichtlich, die Mädels anbaggert. daneben: 'Was, Sie wollen Magister studieren?' Ob man denn schon einen Professor persönlich kenne? 'Wenn Sie nicht bereits jetzt sicher wissen, welche Stelle Sie hier in 5 Jahren bekommen, dann müssen Sie Lehramt studieren!' Denn das sei so im deutschen Hochschulwesen, die Stellen gingen unter der Hand über Beziehungen weg, Leistung spiele keine Rolle. Das wär eben unser System. Für die andern gäb's das Lehramtsstudium, sozusagen eine Art Versorgungseinrichtung, das Leuten, die nicht in die Wissenschaft dürfen, kompensierend eine Existenz gäbe. (2) An der Uni packte uns in den ersten Hochschulstunden das Grauen: Grundkurs Literaturwissenschaft, Dozent frägt uns, was Literatur sei? > Wozu habe ich das Gymnasium besucht, wenn man hier nichts voraussetzt?? Eine dumme Gans antwortet frech, das sei 'irgendwas, was man nicht braucht', mehr zum Lehrer-Antörnen. Daraufhin nimmt sich der Dozent eine Doppelstunde Zeit für die Diskussion dieser: befremdlich frischen, zuweil 'interessanten' Perspektive? Strange. Anyways, es sei wichtig, mit wenigen Zeilen die Welt für sich zu erobern, eben so, wie das die Werbung mache. (3) Ringvorlesung Didaktik (=Unterrichtslehre) der Geschichte, eine Veranstaltung, wo sich Dozenten kurswerbend neuen Schülern vorstellen. Professor sucht seinen Mitarbeiter H. vom Pult abzudrängen, er hätte durch Kritik sein Rederecht verwirkt. Der kann sich jedoch physisch halten. Daraufhin fordert der Prof die Anwesenden zum geschlossenen Verlassen des Hörsaals auf. Du und 3 Freunde bleiben, der Rest (150+) geht: Sie wollen ihre Karrierechancen nicht beschädigen, wie sie sagen. Der geschmähte Dozent hält einen bestechenden Vortrag, eine Antwort auf den des Profs, welcher mit Nazi-Comics illustriert hatte. seine Thesen: - das Benutzen von Kommunikationsmitteln, um vom Unterrichtsinhalt abzulenken bzw. diesen amüsant zu relativieren, laufe den Zielen der Didaktik und des Unterrichts zuwider - deutsche Geschichte dürfe im Unterricht nicht plakativ benutzt werden, Schüler sollten nicht spielerisch Nazis schmähen, um 'Zähne zu wetzen' - ihm widerstrebten Dokumentationen, in denen junge Journalisten, die selber schlimmer seien als jene damals im Reich, verkürzt urteilen wegen solcher Äußerungen wurde H. als 'Neonazi' bezeichnet. zwar wirkte er irgendwann in angegriffener Verfassung nurnoch toxisch, aber [...] (4) Grundkurs Allgemeine Schuldidaktik, Unterrichtsbeispiel. in kreativer Auslegung des Lehrplans liest der Lehrer 8.-Kläßlern Märchen vor, zugeschnitten für kindliches Verständnis: Inhalte spielerisch vermitteln Eine Kollegin in der 3. Reihe regt sich auf, wir pflichten ihr bei: das könne doch wohl nicht der Ernst sein, wie alt die Kids da doch schon sind, in der Pubertät, sowas führe zu chaotischen Zuständen im Klassenzimmer. Der (nette) Professor geht darüber hinweg, er scheint nur einen ideologischen Standard zu erfüllen, und dies, was er hier vorträgt, nicht unbedingt seine Meinung zu sein, sondern common opinion jener Wissenschaft. Es gibt hier etwas, daß er nicht ansprechen kann. Wegen ähnlicher Eindrücke flüchten die meisten wirklichen Lehrer-Typen unter uns aus dem Studium. Die Frage persönlicher Schuld: kann ich heute noch Lehrer sein, ohne Außenseiter, die Mitschüler-Aggressionen auf sich ziehn? (Zusammenfassung jener Gewissensbisse) Findest Du Dich später als Entertainer wieder, der unterhaltsam Witze reißen muß zum Auflockern des 'ernsten Scheißes', den er Schülern vermittelt? kannst Du Dich als Lehrer halten, wenn Du anders bist? wieviel Pöbeleien sind für ihn erträglich, kann er nach dem Dienst noch abschalten? Lohnt es sich für Bildung (und das schließt ein: _bewußtes_ Leben nachfolgender Generationen) zu kämpfen, wo doch in unserer kranken Gesellschaft alles egal scheint, und persönliche Gier auf materielle Vorteile unsere Ordnung geworden ist, wie es manchem Lehrer in dunklen Momenten seines Daseins erscheinen mag? wann bist Du völlig ausgebrannt? Bildung gilt als Schlüssel zur Macht, auch umgekehrt ( |
(28.12.2007)
Außenseiter in der Schule
verworfene Textfragmente für gemobbte Teenies und Studenten. speedy bloggin' of anger :)
I.
gibt es nicht mehrere Typen von Jocks/Preps/Hiphopper?
II.
Irgendwie kommt es heut so rüber, daß Schulmobbing 100% vom Hiphop ausgeht. Wenn Du Dir Filme über das Thema anschaust, fällt Dir auf, daß diese Streifen in ihrer Darstellung vergleichsweise mild sind. Liegt sicher daran, wie Produzenten in Hollywood oder sonstwo geldstrommäßig von konservativen Connections und *deren verständlichen Stilvorlieben* abhängen. ...begründet in der harmoniebedürftigen Seele des Menschen, ums mal gestelzt auszudrücken? Niemand würde Geld für einen Streifen geben, der 1:1 blödestmögliche Verbaltiraden abbildet. Die Filme versuchen Bullying in der Darstellung auf ein Maß zurückzufahren, die dem 'sie kaufenden Betrachter' nicht den Feierabend versaut. Über 20jährige spielen eben 16 Jahre alte Mädels, und dabei kommt immer eine angenehm bis beschönigend abgemilderte Version heraus. Echt ist das nicht. Da kannst ahnen was wirklich abgehn muß, wenn sie das schon bringen.
III.
Der Außenseiterbegriff ist ja an sich nicht so gebunden an Mehrheiten, er sieht es räumlich: die drinnen, und die am Rand stehn. Kann man wirklich alle Poser als vom Verhalten her 'im Rahmen' ausmachen? Sollte Abartiges als Maßstab für andere dienen?
IV.
Als Du so um die 16 warst, 1991, sahst Du die Welt von unten, als jedenfalls nicht wirklich Außenseiter. Du hattest nur genug, hingst als Mischung aus 70s Bluesrocktype und Late80s im Stuhl, gucktest teils zum Boden. Nach oben schaun und die Vibration der teils albern attributreihenden Wuchtreden oder Witze des Lehrkörpers spüren, war ungemein anstrengend. Hin und wieder berieselte es Dich mit Tröpfchen seiner Dozentenspucke.
Nur sehr wenige Lehrer sagten offen, was sie meinten, daß sie es haßten, sich vor uns zum Deppen machen zu müssen. Nur 'das' eben der Lehrerjob sei, und man Angst vor Burnout habe. Anders konnten sie, die College-Geeks, sich Unterrichten nicht vorstellen.
Eher wenige galten als halbwegs ok. Einer von ihnen bekam Ende der 10. nach 2 Jahren als Dankeschön ein Stofftierchen geschenkt, weil gerade Single (war ihm irgendwann rausgerutscht) und er, wie Mädels unter uns meinten, doch was zum Kuscheln brauche als männliches Wesen. Er wurde dabei sooooo schön rot :): aber ohne daß jemand darüber gelästert oder wie die Scheiß Lehrer Witze gerissen hätte, es war etwas ganz Natürliches, niemand hätte es ausgenützt gegen ihn.
Ansonsten wurden wir zu einem Gutteil von 'natural outsiderz' unterrichtet. Was teils bedrückte, war dieses Verwenden 'autoritätssichernder LizenTZZ' zum Notenvergeben, und daß man schnell als 'passiver' Außenseiter voll negativer Energie, ja voll krank, Alter!!
V.
Was will ich nun mit dieser Ansammlung verworfener Textstücke? Vllt. sollte man den Begriff 'Außenseiter' aufsplitten in mehrere Stereotypen:
(1) 'Spießer': strenges Elternhaus, total gebrochen und teils wirklich fies > keine Chance zu konnekten, selber schuld. später im Leben vllt. ein eher verdrießlicher Bibliothekar (sollten wir mit sowas Gnade haben?! Nein!!)
(2) aus kaputter Familie > zu reif oder ungenügend beteiligt, wenn Mitschüler über Sex reden oder einfach nur Spaß haben wollen. mitunter Bücherwurm, aber nicht wirklich, sondern einfach nur in die Richtung gezwungen durch Lehrer, und keiner weiß warum. andre von der Sorte malen ihre teacherz in Unterhosen.
(3) 'genervt' gegenüber allem, was cheesy sein könnte, und wovon es an einer Schule zuviel gibt. deswegen ständig Reibereien mit Lehrern, was auf die Klassenstimmung schlägt, weil zuwenige solche Schüler und zuviel Arschkriecher. 70s Typen/'Freaks'. Sachen wie Bundesjugendspiele, Schulbutton/wappen entwerfen, Theatergruppe, 'Schülermitverantwortung' etc. genauso gehaßt wie Bier zu trinken nur weil es alternativ ist... ;)
(4) [neu seit Ende der 90s] zu deutsch, sieht keinen Sinn in Pöbeleien bzw. mag ein andres Niveau, Gerechtigkeit, Stolz, Generation! nicht: 'über die Stränge geschlagen und autsch ich bin selber schuld jetzt wird mir der Ernst des Lebens beigebracht!!' Spricht nicht Kanakrussisch, keine Totalanpassung. grollendes Opfer beknackter Übernahmen aus den USA (best dressed student/queen b., springbreak, football, creative writing etc.). 'SCHEISS PR-LEHRER!!'
VI.
Soweit dieser angeschnittene Beitrag, der manchen von Euch da draußen vllt. etwas gibt, das war die Absicht dahinter. :> Ich meine, das Leben geht später so weiter, denn die 'Arschlöcher' unter den Late70s bis 90s Geburtenjahrgängen werden ums Verrecken nicht reif. Im Studium machen viele ihre 2. Pubertät, es entschuldigt dann Manches und wiederholt sich genau wie zu Gymmi oder Realschulzeiten, nur jetzt im Berufsleben. Karriereschlampen.
VII.
...Nähe zum Rechtsextremismus, wo Poser-Kids im Fahrwasser des Law&Order Klimas so tun, als ob die Betreffenden das Verwerflichste der Welt seien und es verdienten, beschimpft zu werden.
*
Schulmobbing im Rahmen des Üblichen könnte man ja noch gelassen als Zähnewetzen sehn, aber es richtet sich immer mehr gegen alles irgendwie Andersartige, wie's manch Innenministerchen wünscht? Die auch bzgl. normalen Menschen oder Eltern verächtlichen Messages radikaler Pseudohiphopper ('Meine Mutter ist ne Schlampe!' 'Wenn ich das nicht krieg schlag ich meinen Vater, den Schwanz!!' 'Hey, wo ist der denn ausgebrochen?!' 'Guck Dir die alte Jungfer an, die kriegt nix mehr ab, so schaut's auch aus!' u.Dgl.) sind bei aller Doofheit auf Vorurteile zugeschnitten. Der generierte Unmut entlädt sich eher an Minderheiten. Wenn man so will, sind diese Möchtegern-Hiphopper damit die erfolgreichste Jugendbewegung der Geschichte, wenn man's denn als solche noch bezeichnen möchte: Hat ja wenig mit den freiheitlichen Botschaften von eigentlichem Hiphop und Funk zu tun. Ein paar gute Songs kollidieren mit beschissener Gewaltloopmusik. nervlicher Stärke, 'Vitalität'??
*
Augsburg hat den Nachteil, vergleichsweise überschaubar zu sein. All diese sich rumsprechenden Fälle brutal gemobbter Schüler wären weniger schlimm, wenn die Opfer nicht noch geradezu flächendeckend über alle Schulen durch den Kakao gezogen würden, und ebendas ins Städtebild abstrahlt. wir gelten als Provinz. Zuviele 'Popper' hängen gelangweilt in Jugendzentren ab, und Stories über 'voll kranke' oder 'gestörte' Typen kursieren.
*
Langsam scheinen ihnen die 'Bullies' auszugehn. Wo die wohl landen? Ihre Eltern ziehn wahrscheinlich panisch um, sicher brauchen einige dauerhafte Psychologenhilfe oder Medikamente, aber die meisten passen sich irgendwann zermürbt an und werden auch solche Zombies. Von andren hörte man, daß sie im Schulhof irgendwann ausrastend zuschlugen, und dann, im lehrerüberfordernden Chaos eines kaputten Klimas von der Schule verwiesen, in einer dieser kirchlichen Einrichtungen Sozialarbeit leisten mußten, die angebliche 'troubled kids' wiedereinzugliedern vorgeben. Die dreckigen Lügen unserer Stadträte.
Das Spiel hat in den letzten Jahren irgendwann umgegriffen auf normale Erwachsene, die ihre Spitznamen weg haben und dann wie typisch, grad so daß sie's mitbekommen (aber zuwenig um anzeigen zu können), damit bestichelt werden. Und die Ekelknacker in Rathaus und Polizeipräsidium freu'n sich, wenn die Fullballfanposerscheiße im Stadium frenetisch wie behindert städtische Parolen grölt wie einst die Hitler-Jugend ihrer Papis und Großväter. Ein Ruck geht durch's Land, Alter!!
VIII.
Fragen, irgendwie im Raum stehend
IX.
Hiphop-Poser-Wahnsinn: Szenen, die Augsburger leid sind, weil sie unsere Stadt verpesten. und für die wir alle irgendwann zahlen müssen...
X.
...wenn sie gegen Militanz einzutreten suchen, versinnbildlicht mit dem Islamismus, dann ist es doch eigentlich ok.
(05.2008)
'Troubled kids'
Das hier ist beides: biographische Aufarbeitung für Dich, und es wird Vielen aus der Seele sprechen. Mit dem Text erzählt eines jener Teens seine, und zugleich die Geschichte einer Nebengeneration? Das besondere an dem Teil ist das Verbindende: Schulmobbing als Folge von Ideologie. Ein perfektes Abbild der widrigen Bedingungen sowohl von In-Teens als auch Außenseitern, und zeigt, daß sich beide eigentlich nahe sind, wären da nicht: jene Lehrer bzw. Ministeriumsbeamten.
Du beginnst diese Darstellung damit, wie man Außenseiter wird. Denn das ist keine Selbstverständlichkeit, als die es viele Dozenten bezeichnen: man habe heutzutage 'halt einfach keinen Zugriff' mehr auf diese Teens.
Deine Geschichte, deren Ende 13 Jahre zurückliegend (eine Schulzeit), bietet ein typisches Gegenbeispiel. Du wechselst in der 5. Klasse auf dies Gymnasium, und bist dort von der Klassengemeinschaft recht schnell angenommen: Handball ist 'in', und Du hältst als Torwart jeden Ball. Dann plötzlich Außenseiter?
Du kommst wie viele Kids aus einer kaputten Familie mit Gewalt und sexuellem Mißbrauch. Um diese Zeit hatte Deine Mutter obendrein eine positive Diagnose auf Unterleibskrebs, und sie zweifelt diese an, läßt sich nicht behandeln. Das gibt Dir, ohnehin am Rand Deiner Nerven angesichts der im Chaos versinkenden Family, vorerst einmal den Rest. Du siehst rot: Was denn bitte solle noch alles kommen?! Jetzt weiter 8 Jahre auf die Schule gehn mit dem quälenden Wissen, daß sich Krebs durch den Unterleib Deiner Mutter frißt, während Du mangels präsentem leiblichem Vater in die Richtung Mutterficker gestellt werden wirst? Aber es gibt keinen Ausweg. Falls Du ausreißt, würde sie sich umbringen. So hast Du keine Wahl. Crazy World.
Ein Ventil fehlt, und dies äußert sich auch bei Dir infolgedessen abstrakt: z.B. daß Du Deinen Namen nicht mehr ertragen kannst, Du verachtest ihn. Es ist zumal auch der Deines Vaters, und steht nichtmal am Briefkasten (die neue Familie will es aus dem Leben, aber ändern geht zu der Zeit noch nicht, also gibt es Dich nicht), ist nicht existent, verhaßt, mißtrauensbelegt. Du gibst dann einen Schulaufsatz unter anderem Namen ab. Lehrer haben, um Selbsthaß von Teenies zu erkennen, eine psychologische Grundausbildung, es ist ihr Job, auf Problemkids zuzugehn. Aber wie bei Dir schafft dies Selbstverständlichste, den anderen beiseitezunehmen und anzusprechen, kein einziger Dozent in 13 Jahren Schule. Natürlich hat nicht jeder Gelegenheit, es kommt im Schulalltag Vieles dazwischen, aber: Du machst in der 5. sogar den ersten Schritt, und sprichst diesen Deutschlehrer S. an, Du hieltst diesen Namen nicht mehr aus, könntest aber eigentlich nicht darüber reden.
Lehrerreaktion: Kein bißchen Einfühlungsvermögen, nicht das eigentlich angemessene 'ist ok, reden wir ein andres Mal drüber, wenn's jetzt nicht geht'. S. flippt förmlich aus, 'gestört', 'verrückt', etc.. Du bist geschockt und fühlst Dich verletzt, bringst nichts mehr raus, und so bleibt es eine mehr als halbstündige Solo-Tirade jenes Lehrers, die Folgen haben würde. Zumal andere Dozenten über die Sache hintenrum quatschten, Dich später zum Außenseiter machen (vor der ganzen Klasse ausgrenzen, oder so tun, als seist Du gegen diese und hättest damit recht, Dich bestätigend, wow!). Von nun an jedenfalls gibt es heftige Streitigkeiten nicht nur im Deutschunterricht. Du spürst viel zu früh diese befremdliche Arroganz des Lehrkörpers, was mit der Klasse gemacht wird, dieses aufeinander hetzen und kranke Leistungskriterien wie Schulsport oder Streberhierarchie, und ziehst das (mit diesem gewissen, durchaus übertriebenem Pathos) von Paukern Vorgestellte in Zweifel, vielleicht genauso wie Robert S. in Erfurt? Monatelanger bitterer Streit. Die Eltern Deiner Mitschüler rebellieren, weil sie befürchten, der durch den Zoff total zerstörte Unterricht würde ihren Kindern nichts geben. Dennoch: kein Nachsitzen, kein Verweis, 0 blaue Briefe, keine Ladung zum Elternabend, und vom Vertrauenslehrer, den es an der Schule gibt, keine Spur. Wow!
in welche private Konstellation Schulbullying trifft
Heute verstehst Du Dich mit Deinen Ex-Mitschülern gut, und wenn Du jemanden triffst, schwingt beiderseits immer so ein regret mit, daß man Einiges versäumt hat damals. 2004, als es Dir elendig übel ging, bist Du zum Klassentreffen, womit kaum jemand gerechnet hatte, es war schwer, aber sie mochten es. Nichts wirklich Trennendes.
Wie überhaupt niemandem zur Schulzeit bewußt gewesen ist, warum Du eigentlich Außenseiter warst. Ok, transsexuell, Jungs spüren das irgendwie, aber dafür war eh kein Raum bei Deiner Familie, Du lebtest wie ein Junge, was für Dich zum Teil die Hölle war, diese Pubertät, in die Du nie wolltest. Ansonsten eher eine Bluesrock-Type. Das Negative an Dir war Deine nervliche Überspannung, so wird es auch gesehn unter Deinen Ex-Mitschülern. Wurdest Du später gemobbt, so war es nur das Werk von Wenigen, den andern machst Du keine Vorwürfe.
Es gilt für Dich genauso wie für die meisten Kids in ähnlichen Situationen: von wegen heile Familie! Du hast das gnadenlose Pech, in einer aufwachsen zu müssen, die in Schimmelbuden wohnt und nichts dagegen unternimmt, weil sowas doch wohl die bösen Nachbarn tun, die Wände naßmachen [zuviel Hitler]! Aber die Familienangehörigen wahren nach außen perfekt Fassade. Über die wechselnde Zusammensetzung Deiner Family möchtest Du nichts schreiben, zuviel des Grauens, verstehn Sie? Deine an sich sehr liebe Mutter jedenfalls war in der Arbeit Muster-Steuergehilfin, zumeist jedoch auf dem Armutslohn-Level der Steuerbranche (<900EUR, gerechnet abgeglichen mit heutiger Kaufkraft). Jeder kannte sie vom Sehen her, freundliche öffentliche Erscheinung etc.. Ein andres ihrer Gesichter privat war zerstörerisch, d.h. Du teils der Mülleimer, und Du kommst nur seltenst zur lieben Seite durch, man redet nur über Belanglosigkeiten. Aber insbesondere auch Du selber bist innerlich wie abgestorben, und kannst andere nicht gut aufschließen. Dann wurde sie nicht nur in einer Kanzlei übel gemobbt: das war einfach, weil sie workoholic > bürdete man ihr zuviel auf, und dann so diese Schiene, wenn manche Schwäbinnen mit übertriebenem Dialekt andre Frauen ausgrenzen. Von da an schien Dein Leben noch kaputter, denn Deine Mutter wollte gleichziehn und übte daheim beim Reden den ganzen Tag überzogen Dialekt, ohne es wirklich zu können. Du mußt Dir das anhören bis zum Kotzen, und bist zu der Zeit am Rand des Nervenzusammenbruchs. Es war nicht das Einzige, was Du aushieltst an Skurrilitäten. Du bist Stabilität, denn Deine Schulzeit zwingt dazu, nicht ständig umzuziehn auf der Suche nach (jetzt noch viel deutlicher als zu der Zeit) nirgends erfüllbarer Reinheit des Lebens. Du glaubst heute, es schenkte ihr ein paar schöne Jahre, aber eigentlich war man wie tot. Besucher gab es nur seltenst (keine Freunde), sie traf der Schlag was sie sahen, und kamen nie wieder. Du konntest nichtmal an Klassenfahrten teilnehmen: Eine Woche Absenz hätte das unstabile Gebilde namens 'Familie' zusammenbrechen lassen (Angst, Dich zu verlieren), und das konnte manisch umschlagen. Gleiches galt für Vergnügen und Freizeitaktivitäten mit Freunden. Die Dinge lagen dergestalt, daß es nach sowas jederzeit zur Familientragödie hätte kommen können, Du sahst alle Warnsignale dafür, diese Fixierung. Daß es Dich gab, hatte Deinen Eltern das Leben zerstört, das war immer im Hintergrund.
Schulmobbing kommt zu Solchem dann noch verschärfend hinzu, aber damals in den 80s und frühen 90s nahm sich jeder etwas mehr zusammen, was nicht unbedingt gut ist. Denn Du mußt im Leben manches erzwingen, kannst sonst ewig warten, bis Leute Verantwortung zeigen, grad Lehrer sind da ja ein besondres Kapitel. Heute herrscht das andre Extrem vor, die reifen Teenies werden in ihrer Person förmlich durch aus der Werbung und alltagskranken Gesellschaft abgeguckte satanische Ekelpöbeleien zerstört. Sie haben quer durch die Bank als Protagonisten von verzweifelter Gegenwehr der letzten Jahre nette, wohlsituierte Teens, die mit den Nerven völlig am Ende und bis zur Auflösung der Persönlichkeit zersetzt sind. Ein Erwachsener, den Sie, sagen wir realistisch: 500x am Tag mit einem und Demgleichen Schimpfwort benennen, wird in 1 Woche beim Psychologen sein, zumal er Beruhigungsmittel braucht, um es weiter auszuhalten. Toughe Callcenter-Agenten in vergleichlichem Streß (wahnsinnige Monotonie) sind nach 2 Jahren Schrott. Schüler müssen es 9 Jahre lang ertragen, und auch wenn ihr Nervenkostüm jugendbedingt besser ist als das älterer Menschen im Beruf: in der Zeit kann verdammt viel passieren!
Was Dich betrifft, war es so harmlos und geradezu lieb. Wenn Du nach Hause kommst, gibt Dir dies Ritual Kraft, ein Messer anzuhalten, Puls oder Kehle, die kühle Klinge zu spüren, es beenden können. SVV, aber nicht Ritzen. Bis zur Familienhölle 4 Stunden Zeit, wieder ins Reine zu kommen. Gerne würdest Du nebenzu jobben, aber dann am Nachmittag Hausaufgaben machen müssen, das geht nicht. Versteht mich nicht falsch, auch Deine Familie hatte ein sehr herzliches Interface, aber es zerfraß einen innerlich. Du bist kein Junge, mußt aber an die Stelle Deines Vaters treten, nicht sexuell, aber eben doch als Stütze, es ist alles so zerstört, und was der cholerische Scheißkerl angerichtet hat. Daß Du dabei (Kotzschale sein) kein Stück weiter kommst, nichts bessert sich, und Du verzichtest immer nur. Natürlich läßt man Dich spüren, nichts heimzubringen an Geld (Dein leiblicher Vater unterschlägt Kindesunterhalt), und daß die Schule für Dich doch ein 'Vergnügen' sei. Dann verschreiben Ärzte Deinen Angehörigen diverse Psychopharmaka ohne Vorwarnung, jedesmal wirklich Klasse, denn die lesen Packungsbeilagen akribisch, und wenn Du wieder furchtbar genervt sagst: 'mei, vielleicht ist das doch nur ein Magenmittel', mußt Du Dir vorwerfen lassen, daß Du sie entmündigen willst, Dich nicht kümmerst, anteilnahmslos wie Dein Vater etc.. Ja, Dein Erzeuger, der Deine Rumpffamilie 8 Jahre lang als 'asozial' und 'bekloppt' verleumdete, weil das beim Staat zog in den 80s. Es galt für Dich, wie für so viele Teens heute: von wegen heile Familien! Die sind oft völlig zerstört+krank.
Gymnasium K. bis Mitte der 90s
Du willst nicht negativ urteilen über Dein Ex-Gymnasium, und glaubst, das ist schon etwas zu merken gewesen? Denn erstens ist es an den andern Gymmis bei Weitem übler zugegangen, sowie zweitens lernte man im Unterschied zu denen an dem Gymnasium sehr viel. Und das ist verdammt harte Lehrer-Arbeit! Viele Kids kommen mit Nichts von der Grundschule, sie werden in der 5.-7. erst schulreif gemacht.
Es hatte jedoch folgende Kehrseite: Die meisten Deiner Lehrer dort waren klassiche Gymnasialprofessoren um die 45-60. 'Wir studierten am Gymmi, nur realisierten wir das erst, als wir uns später im 1. Semester an der Hochschule auf den Arm genommen fühlten mangels jeglichen Niveaus der Vorlesungen' (deswegen wurde auch Nix aus Deinesgleichen, Prof-Daddies wollen fügsame Schüler ohne Talent, Speichellecker für die satanische Ordnung niedrigen Niveaus, die man heute bald gemeinhin 'Wissenschaft' nennt). Bei unseren Paukern indes war es keine Seltenheit gewesen, uns die Hauptseminar-Referate aus dem eigenen Studium um die Ohren zu hauen, 10+ Seiten klein geschriebene Mitschrift über 2 Doppelstunden Impressionismus etwa. Eine gnadenlose Lern-Tortur! Die Abi-Zeitung murrt später nur bei den schlimmsten Fächern wie katholische Religionslehre. Als Kunstlehrer C. diesen 'Schulbutton' entwerfen ließ, zeigte Deiner eine verstimmte Blume, der drohend eine Schere angehalten ist, umrandet von '25 Jahre Gymnasium K. / Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage!'. Nur konnte niemand drüber lachen: zu real.
Daneben mußt Du sagen, daß es Fächer und Dozenten grad der konservativen oder neoliberalen Tendenz gab (ev. Religion, Hardcore-Biologie, Kunsterziehung (Nh), Wirtschaft Hr. H. senior, ein Kultlehrer), auch manche 'eklige' Pauker, ohne die Du es nicht ausgehalten hättest, und wo Du wirklich was fürs Leben mitbekamst (diese Passage Ausdruck zuweil ein bißchen der Sorge, es ginge hier etwas unter: nun, Sie können entsprechend relativieren). Ohne z.B. den später wegen seiner Art übel gemobbten Englischlehrer S. (8. Klasse) etwa hätten Viele nie das Abitur erreicht (er wurde später strafversetzt, geradezu brutal als 'gestört' verleumdet, aber er war der einzige Lehrer überhaupt, der den Lehrplan strikt umsetzte: beherrschten wir ein Kapitel nicht, wurde so lange gepaukt, bis das saß, ohne Kompromisse. sein Ziel war, uns als Jugend ein bewußtes Leben zu ermöglichen). Es waren jene Lehrer, die in ihrer Grabeskälte ehrlich+fair spielten, etwa indem sie einen (aber erst spät) vor dem Studium warnten als Mobbing-Hölle, obgleich sie wegen dieser Äußerungen verdammten Ärger bekommen zu können fürchteten. Es sei z.B. gefährlich, die nahegelegene Universität wegen der vielen dort kaputtgemachten Existenzen zu kritisieren. Einzig, diese Dozenten waren zu selten.
Natürlich hatte all das nichts mit dem Lehrplan zu tun, aber der spielt ja auch heute keine Rolle. Wenn ein junger Lehrer vom Rektor geprüft wird, unterrichtet er in aller Regel ganz anders als sonst: die Schulstunde als hyper-kreativer Kindergarten, weil das die neoliberale Ideologie so will. 'Spielen' als Einladung zum Mobben, sich-stählendes Zähnewetzen, modernisierte Fassung von 'Hitlers Jungschar' (in der Schiene schwimmt z.B. die Hip-Hopper Miliz, 'keck' Sau rauslassen und gewaltsam Spaß haben. später nennt man's halt distanzierend Verniggerung). Außenseiter haben deswegen ein gespaltenes Verhältnis zum Lehrkörper. Sie lieben die alte Pauker-Ordnung, von daher sind sie eher konservativ, und es kommt so zum Konflikt mit Lehrern, die Pädagogen spielen. (Aber dem Leistungsdruck der Pauker wirklich ganz gewachsen bist Du wegen des Bullyings und Deiner Familie nicht mehr, deswegen gibt's häufig Streit mit allen Lehrern, die jenes ausblenden.)
Beispiel: 11. Klasse, Englischlehrerin wird vom Rektor geprüft. Sie zückt flüchtig zusammenkopierte Handouts: hüstelnder Arnie Schwarzenegger (weil grad 'in' / vgl. Terminator 2). Frage an die Klasse, wie uns dieses Bild erschiene. Gruftie-Mädel in der letzten Reihe irgendwann spöttisch in die Diskussion werfend: 'You know, he just had luck not to suffer cause of doping drugs. So now he is considered being a role model for others in order to get 'em work harder in their minimum wage jobs?!' Lehrerin lächelt reichlich unbeholfen, es wirkt peinlich. Gleiches bzgl. creative writing unserer Heavy-Metal-Arschlöcher, welches sich ohne jeden Witz darin erging, in ihren Stories z.B. alten Leuten ihre Krücken in den Hals zu stopfen bis sie zu allgemeiner Ergötzung abröcheln. 'Erlebnis'pädagogik eben, wie von Lehrern erwartet, und es ist egal, ob dabei Unbilde herauskommen, solange man es 'kreativ' nennen kann. Man belächelte es wohlwollend, ohne jeden Kommentar.
In Deiner Schulzeit waren es nur Wenige von ihnen, die durchblickten, was mit Teens wie Dir oder allgemein diesem beschissenen Schulsystem los war. Der kultige Lateinpauker H. etwa, nicht wirklich Späthippie, eine Art Mischung aus Mr. Jeff Russo (Freaks&Geeks) und Cicero: Wir hatten in der Schule über Drogen diskutiert, und Dir war ihm gegenüber rausgerutscht, daß Du fandst, Christiane F. hätte eine relativ gesunde Familie vorgefunden. Da ist er fast umgekippt, während Du Dich wunderst, was er denn bloß hätte! Allein, das Problem ist, daß er zu der Zeit seinen gesamten Interventionsspielraum ausgeschöpft hat, um gemeinsam mit dem Jugendamt zwei Geschwistern zu helfen, Punk-Mädels, die dabei warn, abzurutschen in die Drogenszene. Für mehr da sein, das ging nicht, zumal andere Lehrer wie immer blockten. Einer z.B. sagte diesem Mädchen, das etwas in Drogen gerutscht/desengagiert war, warum sie denn noch in die Schule komme, wenn sie nicht wirklich teilnehmen wolle, oder 'sind Sie nur da weil's hier so schön warm ist?!': Was für ein Scheiß-Pädagoge!
Aber das große Problem bei Lehrerinterventionen ist, daß sie zuerst, ohne die Kids zu fragen, mit den Eltern quatschen, deswegen wird kein Krisenkind sich je aus freien Stücken anvertraun, denn sie dürfen's hinterher, nach der vorgegaulten heilen Fassade, wenn sich die Lehrer zurückgezogen haben, aushalten. Es fehlt die Analyse des Umfelds. Stattdessen großenteils naive Kommunikationsgläubigkeit, wo doch Bildung und Dialogfähigkeit in unserer Gesellschaft dank jenes tolerierten Medienklos (Sie wissen, welches gemeint) völlig versifft und überhaupt nicht vorauszusetzen ist. Traurig natürlich, daß zuviele Lehrer heute auch nicht mehr in der Lage sind, überhaupt ein Vertrauensverhältnis aufzubaun zu ihren Schülern. Hier eine Zusammenfassung des Lehrerverhaltens Deiner 13 Jahre Schulzeit:
| Anzahl/Event | Lehreraktion |
| 0 | Dozenten, die Dich beiseite nahmen, um 'drüber zu reden' |
| 2 | behutsame Anspielung auf Deine Situation im Unterricht (evang. Religionslehre) |
| 50+ | Tadeln/bloßstellende Aussagen vor der ganzen Klasse |
| weit >500 | distanzierendes 'Schneiden' von Freaks/Geeks allgemein |
Auswertung: die meisten Lehrer sprechen nichtmal mit Kids, die Probleme haben, beanspruchen es aber als Kompetenz. Speziell in der paganen Literatur finden sich engagierte Kritiken dazu. Du würdest die Aussagen dazu im 'Zauberbuch der Freien Hexe. Übung und Meisterschaft' von Silver Ravenwolf als Teen-Lektüre empfehlen. Es ist zwar recht umstritten*, aber die christlichen Werke haben sowas nicht.
Der Bruch zwischen Schülern und Lehrern um 1992, und Columbine
Wir hatten gegen Ende der 11. 7 Jahre Paukertum hinter uns, eine teils unmenschlich-kalte, elitäre Schulerziehung zu Leistung und republikanischen Werten. Einige Beispiele von Lehrerstatements:
Erstes Anzeichen auf den Bruch Mitte der 11.: Wegen aus Schülersicht mangelnder Nachvollziehbarkeit der Lehrerbenotung im Fach Deutsch würde es, trauriges Novum in der Geschichte des Gymnasiums, zu keinem Deutsch-LK kommen. Wir alle empfanden die Leistungskriterien als neuerdings undurchsichtig. Es war das erste Mal, daß wir von einer Lehrerin zur Karriere aufgefordert wurden, jedoch diese Subjektivität!
Gerüchte über Lehrermobbing und Denunziation durch verschiedene rektoratsnahe Dozenten kursierten. 1993 würde der Abi-Jahrgang vor uns mit auf sowas anspielendem Cover titeln, doch die eigentliche Schlacht hatte da schon stattgefunden: Abi 1992. Die Leute waren fit und hatten auch genug. An einer Seitentafel ein Kreide-Comic: Schüler mit MGs, auf Pauker feuernd: 'Lehrer, wir kriegen Euch alle!'.
Was war geschehn? Der Jahrgang 1973 hatte einen besonderen Abischerz vorbereitet. Üblich bei sowas, den Schulschlüssel zu leihen. Ein Scherz, der viel Lehrer-Beifall bekam, die Schule einmal so richtig verbarrikadiert, dichtgemacht, das müsse sein und sei erfrischend. Wenige Stunden später berief indes der relativ neue Rektor, Dr. L., eine Lehrerversammlung ein. Der Schulschlüssel hätte in kriminellen Kreisen kursiert. Und schon revidierten Deine Dozenten (zugunsten der Karriere?) ihre Meinung, ohne aber Gründe zu nennen. Tenor: Wenngleich man als Strafe die Abi-Feier abblase, wolle man gnädiger Weise diesen jungen Menschen ihre Zukunft nicht zerstören durch polizeiliche Ermittlungen. Anders ausgedrückt: Das Gymnasium erlebte zum ersten Mal in seiner Geschichte krampfhaftes Profilieren bestimmter Leute? The birth of today's Law&Order.
Natürlich wehrte sich der Abi-Jahrgang 1992, bis hin zur Featurette im Bayerischen Rundfunk, spektakulär. Hernach? Binnen weniger Monate wurde das Gymnasium K. die Schule mit den meisten Alarmanlagen der Region. Profilierte sich hier jemand dem Anschein nach auf die ganz gewaltsame Tour?
So jedenfalls der Eindruck. Lehrerverhalten war nun transparent geworden, etwa das Gegeneinander-Ausspielen von Schülern. Zu den Bundesjugendspielen 1992 dann der Showdown: Heavy-Metal-Freaks der Oberstufe nahmen sich erstmals Lehrer vor. Sie machten selbst anerkannte 'In-Pauker' im Nu easy madig mit provokativem Vereinsgegröle (Eishockey). Und siehe da, nichtmal die souveränsten Sportlehrer hatten sich im Griff, sie alle verloren die Contenance. Hernach versuchten einige die wenigen Kollegiaten, welche noch mitgesportelt hatten (weil sie Vereinsmeierei haßten), übertrieben zu loben und so wieder neue Außenseiter für die letzten 2 Jahre unserer Schullaufbahn aufzubaun, um Autorität zurückzugewinnen. Doch die Masche zog nicht mehr.
Späte Mobbing-Retrokultur
Du kommst hier zurück zu Deinem bescheidenen Leben, aber nicht um Dich da an die Spitze zu setzen, es lief eigentlich ohne Dich ab, der Du melancholisch dümpeltest. Wenngleich Du nun in die heimlich-sehnsüchtige Lehrer-Rangliste potenzieller Gewaltkids aufstiegst dank genannten Spannungsfelds. Strange World.
Seit der 11. bist Du wieder angenommen, trotz Deinen Problemen, die jeder irgendwie erahnt. Hindi und Stefan, mehr oder weniger Freaks, halfen Dir rauszufinden aus dem Außenseitertum. Und jener Junge, der hinter dem Mobbing stand, Lehrersöhnchen Markus L., sah rot, denn er hatte Angst (bzw. mußte sie auch haben), selbst Outsider zu werden. Er war ein ekliger praller Fettsack, ein Muffel, in stets stinkenden Jeans und Adidas-Torsionschuhen mopsig rumlaufend. In einem Dir sehr ähnlich: keine wirkliche Person, sehr verbrannt, wenngleich bei Dir aufgrund Horror-Familie, und er nur ziemlich verwöhnter Lehrersprößling (bin mir nicht ganz sicher, weiß nur, daß Lehrer ihn kollegial auf seinen Vater ansprachen, wird wohl so gewesen sein).
Je mehr Du integriert wirst, desto heftiger im Lauf der 11. seine Versuche, sicherzustellen, daß Du auch Außenseiter bliebst. Das hatte schon in der 10. begonnen, als er Dir zum Beispiel diesen Basketball an den Schädel getreten hatte, und diese Teile haben einen Drall, da ist Dir tagelang schwindlich hernach. Diese Art 'Nachhaltigkeit' der Mobbingätze, die in der jetzigen Zeit perfektioniert ist. (Das alte satanische Motiv, zu schinden. Ein Beispiel aus 2007, abends mitbekommen am Augsburger Königsplatz: Ein Student zum anderen (netteren), abends, Schweißarbeiten an den Straßenbahngleisen: 'Mann, guck da rein in die Funken.' 'Was soll ich da sehn' (schaut hin) 'Schau länger rein!' 'Und?' 'Das frißt sich grad in Dein Auge, wirst nicht mehr los, und dann bist so richtig der Arsch, hä!'. Der andre guckt befremdet. Das ist typisch für die gehässige Studentenszene heut, und der Grund, warum viele nicht mehr gern ausgehn, sowas willst Du nicht mitbekommen.)
Nun also wurde es extrem. Interessant dabei: Wir hatten zwei neue Mitschüler, die beide von andren Schulen wegen brutalem Hardcore-Mobbing nach K. ausgewichen waren. Natürlich wollten sie hier nicht das Gleiche erleben, und machten dezent mit, das flankierte. Dennoch, bis auf Markus L. bist Du heute niemandem mehr böse, Dein Außenseitertum war in erster Linie Lehrer-Verschulden, und es hätte für Dich woanders wohl noch um Einiges schlimmer kommen können. Nur 'Lück' haßt Du bis heute.
Eigentlich war es völlig kindisch für die Oberstufe. Du gut in Bildender Kunst, das Fach und Deine Zeichnungen bedeuteten Dir ewig viel. Nun würde die Clique rund um ihn systematisch alles vernichten, zerreißen, etc., was Du machst, und die Dozenten sehn natürlich zu. Es kommt darüber zu Rangeleien und heftigen Wortgefechten, Du schreist L. im Unterricht an als 'dreckigen Narzisten' und 'stinkendes Satanistenschwein'. Der Kunstlehrer jammert dann laut in die Klasse, vor allen Mitschülern: 'Was soll ich denn machen?!' Du wirst zum Lehrer-Gespräch, und deren Stimmung, die Du mitbekommst: es schnalzt mancher, endlich würde es jemand diesem Kollegenbastard besorgen. Dazu muß man wissen, daß Markus, Uli und die anderen sich, da Ersterer nunmal Lehrersohn war, alles rausnehmen konnten, etwa im Erdkundeunterricht Schafkopf spielen. Dessen Dozent namens Z. am Rednerpult würde sich nie traun, was zu tun. Er sucht seine Autorität damit zu retten, zu sagen: 'Das ist mir zu billig, mich zu Eurer Art noch zu äußern!'. Also, man muß sich das mal geben: das Lehrerzimmer redet darüber, da entwickle sich wohl bald eine hübsche Gewaltorgie. Im Zweifelsfall bist Du natürlich das böse Kind, und so sollte es auch kommen, ohne Gewalt.
Der Sportlehrer H. tobte derweil über Dich: im Fußball einen etwas harten Schuß und Du nimmst keine Rücksicht mehr auf 'Schweine', > Verletzungsgefahr. Einmal, weil im Basketball von hinten gefoult (Lehrer sah wie immer weg bei Outsidern), setzt Du dem Betreffenden eine Handkante auf die Schneidezähne, nicht wirklich bewußt, mehr reagierend. Es tat Dir hinterher leid, denn er soll mit ziemlichen Schmerzen zum Zahnarzt gegangen sein. Ein andrer Mitschüler hatte durch Dich nun einen Bänderriß, auch so ein Mißgeschick beim Sportgerangel, gegen das Lehrer nie was tun, darüber indes redet man ja nicht. but who fucking cares? Alle Lehrer wußten, was los war, aber niemand hätte irgendwas unternommen.
Exkus: über Gewalt (Abgleich mit der verbreiteten Lehrerargumentation)
Du mochtest Gewalt nicht, weil sie so beliebig ist. Mit wenig kannst Du sehr verletzen. Zumal wenn Du aus einer Cholerikerfamilie kommst und schon genug mitansehn mußtest: das war Dir immer zuwider. Daneben gab es in den frühen 90s jene ersten schlimmen Geschichten in Medien, z.B. über diesen Jungen, der in der 5., von einem auf dem Tisch stehenden Mitschüler kopfüber an den Füßen hochgehalten, fallengelassen wurde und sich unglücklich den Schädel brach, seither behindert im Rollstuhl saß. Gewalt erschien etwas billig, eine Glückssache. Lehrer tun natürlich so, als ob sich gemobbte Kids 'halt mal' wehren sollten. Das geht heute noch viel weniger, wo teils 10 gegen einen Außenseiter prügeln, oder Lehrer die Gemobbten, wenn sie zurückschlagen, dann von der Schule werfen, um Autorität zu illustrieren, die sie nicht mehr haben. In unserer Zeit jetzt werden die verbliebenen noch deutsch und nicht Kanak/Russisch sprechenden Kids durch diese Ekelpöbeleien ja so vergewaltigend niedergestänkert, daß sich Viele im stillen Kämmerchen umbringen. Was auch erwartet wird?
(zurück zum eigentlichen Text)
Wenige Tage später versuchte L. dieses kleine Ton-Kunstwerk zu zerstören, an dem Du etwas hingst. Damit war die Grenze weit überschritten. Du warnst kurz, ziehst dann ein rumliegendes Küchenmesser (so ein Teil zum Schneiden des Tons), stichst einmal knapp vor ihm ins Leere. Du weißt später nicht, was Dich eigentlich gehalten hat, warum es nicht dazu kam. Du siehst seine Angst, dennoch, bist völlig im Gewaltrausch, Freiheit, und hättest Du es getan bzw. wär der Lehrer dazwischengegangen: sowas kann übel enden.
Dann wurde es hinterhältiger. Du bekommst mit, daß jemand plant, Dich am Sportausgang abzufangen, zu mehreren festzuhalten und kahlzuscheren, Dich später darüber zu verspotten. Schüler-Mobbing ist immer auch eine Art Vergewaltigung, exakt die gleiche Schiene, was den Teenies am Herzen liegt unrettbar zu beschmutzen, sodaß sie sich hernach selbst zerstören, was dann so affengeil sei. Du tust das einzig Verantwortliche und nimmst einen andren Ausgang.
Geplant aber hast Du nie etwas. Das Messer, das Du manchmal bei Dir hattest, war für Dich nur ein Symbol. Du glaubst, für viele Teenies, die Waffen mögen, sind diese zunächst einmal nur Ausdruck ihres Schmerzes (Ritzen), aber sie alle spüren die stumpfe Gewalt, die davon ausgehn kann. So richtig verschärften bei Dir erst blöde Äußerungen, bei Dir etwa die von Uli, der in Anspielung auf den Jeansrock Deiner Mutter gemeint hatte, sie wasche ihn nicht, es verbunden hatte mit einer Anspielung auf mangelnde Genitalhygiene. Wie beschrieben, war da dieser Hintergrund, daß Du es jahrelang nicht schafftest, sie zur erneuten Vorsorgeuntersuchung wegen des Unterleibskrebses zu bewegen. Und dies vor allem deswegen, weil Du mit Deinen gemobbten Nerven stets am Ende warst, nicht ausreichend souverän erschien, um Erfolg auszustrahlen (=Vertrauen).
Dann kamen die Sommerferien, und mit ihnen dieses quälende Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Warum diese beschissene friedliche Einstellung? Daß erst Waffengewalt etwas bewegen könne, weil die Schulkultur insgeheim gezielt auf Gewalt gegen Outsider setze, und Du eine Intervention hättest erzwingen müssen durch blutige Violenz. Da ist sicher etwas dran, finden Sie nicht? Es hätte doch alles geändert.
Bis zum Ende war es nie so, daß Du so etwas erwogst, nur Affekt in the heat of the moment. Es erscheint Dir bis heute so peinlich harmlos. Was Dich betrifft, Du vertratst diese Einstellung, die sich als roter Faden durch Dein Leben zieht: Läßt mich endlich mal jemand in Ruhe, ob nun ihr, irgendwelche gelangweilten Lehrer, oder Eltern, ich hab's so satt, daß mein Leben immer von irgendwelchem Theater verkompliziert!
Abifahrt zur Hölle
Jetzt wird es so richtig skurril: Denn obgleich das Rektorat durch diverse Lehrer von der Eskalation im Lauf der 11. wußte, wollte es partout, daß Du an der Abifahrt teilnimmst! Wobei Du nach dem ganzen Mobbing keinen Bock mehr hast, was ja auch verantwortungsvoll wäre angesichts der Situation. Du fragst Dich, ob erst Blut fließen müsse, oder sie ihre eigenen Motive dafür hätten? Ging es mitunter noch immer darum, wieder Außenseiter zu machen? Die Prorektorin und Dr. L. hatten auf Deinen Einwand hin (Du ergriffst die Initiative, das Mobbing anzusprechen, ohne daß dieses Rektorat drauf einging, für die war Mobbing immer bequem außenseiterverschuldet oder besser gesagt: Verwaltungsmasse zum Illustrieren 'überlegener' Lehrer-Kompetenz). Jene Position, man rede nicht infragestellend über sowas das doch zwangsläufig und normal wär und Du seist bzgl. Deines Standings in der Klassengemeinschaft für 2 weitere Jahre 'erledigt', nähmst Du nicht teil, und das müsse Dir doch klar werden. Der Außenseiter als 'in besonderen Umständen', so in etwa. Wenn ihr 'Bemühen' nun ehrlich oder in der Form berechtigt gewesen wäre, so Deine Einschätzung, warum hatten sie dann nicht Monate vorher ihren Pflichten gemäß interveniert, bzw. andersrum gesehn, eine Messerstecherei in Kauf genommen? Es machte keinen Sinn. Doch gab es aus Deiner Sicht eine zweite Schiene: Sie hatten niemandem vom wegen der abgeblasenen Abifeier revoltierenden Jahrgang nageln können. Da waren 13.-Kläßler 1992 mit Tonbandgeräten durchs Gymnasium gewandert, um Schülermeinungen zu jener 'kriminalisierenden' Äußerung des Rektors zu sammeln, der Stachel saß sicher tief! Ob nun bewußt oder nicht, warst Du vorgesehn, als schwarzes Schaf dies zu kompensieren, sodaß an Dir ein Exempel des Disziplinarwesens statuiert werde? Denn es wurde einfach zu gezwungen Druck ausgeübt...
Du zahlst das Geld für die Fahrt nach London, und drückst Dich. Wir hatten für den Fall, man erkranke, die Order bekommen, eine Nummer anzuwählen, aber auch die selbstwichtig vorgetragene Drohung, man fahre nach kurzem Warten sonst einfach ab, so im Stil > ärgere sich doch mit nervigem 'Schülergeschmeiß' nicht rum. Du hast nun wieder mal übel Angina. Kurz dazu: Im Lauf der 12. Klasse rutschte später unserem Mathelehrer H. mal raus, daß sein Arzt ihn seit 15 Jahren dringend zur Mandeloperation zu bewegen suche, doch sowas sei nicht nötig, er habe immer seine Emser Pastillen dabei, das helfe, und Ärzte seien sowieso solche Schwätzer! Anders ausgedrückt: er steckte ganze Klassen an. Also, Du bist sauer, und Deine Family meint: warum diese 'Arschlöcher' von Lehrern denn anrufen? In dem Fall nach Emma & Dieter (so wurde das Rektorenpärchen von den netteren Lehrern leicht distanzierend humoristisch genannt, sie selbst waren nie per 'Du') wirklich gut, es nicht zu tun, nicht witzelnd, mehr so: 'mir reichts langsam!'
Was Du nicht weißt und Dir auch egal sein konnte: Der Reisebus wartete stundenlang in der sengenden Hitze auf Dich. Man verpatzte dadurch seinen Terminplan völlig, keine Pinkelpausen, und um die Fähre Richtung UK noch zu kriegen mußte der Busfahrer gegen die niederländische Straßenverkehrsordnung verstoßen bzw. Ampeln rot nehmen. Der Augsburger Busunternehmer Storz soll tobend Complains gesendet haben, und ebendas schien wiederum ganz auf der Wellenlinie unseres Neokon-Rektors, daß ein bekannter Unternehmer sich persönlich bitter beschwert habe (wobei es Storz nicht zu Unrecht traf, denn sie quartierten unseren 2. Teil, der nach Rom fuhr, im Homosexuellenviertel ein, übelstes Hotel am Ort).
Dann plötzlich wollten Dieter und Emma 'offen' reden, doch Du bist zu verstimmt, empfindest's als zynisch. So beriefen sie staatstragend einen Disziplinarausschuß ein. Der Schulberater von Schwaben signalisierte, Du könntest es gelassen hinnehmen, man solle lieber nicht einfach empört das Gymmi wechseln, da Diszi-Kids nirgends genommen würden, ohnehin jedoch: kein Gymnasium in Bayern den Lehrplan einhalte, deswegen mache man das Abi dort, wo man gelernt habe, um Korrektoren an dem Gymmi zu bekommen.
Da stehst Du also nun einem Haufen Lehrern gegenüber, und bekommst diese ganz andre Seite zu sehn, wie wohl mancher Dozent vor Dir, jedenfalls hatte Lehrer-Mobbing dem Vernehmen nach über die Jahre zu einigen Diszis geführt. Es ging nun hoch zu Rosse darum, ob Du einen Notarzttransport benötigt hättest! Du hast Deine Angina-Atteste von jenem Haunstetter HNO, und ansonsten hättest Du am liebsten gesagt:
'Wenn Sie das so sehr möchten, ich kann gern Markus L. abstechen, und den Ruf der Schule ruinieren!'
Es endete mit so einem verschärften Disziplinarverweis. Die Sache war natürlich quer über die Gymmi-Szene im Gespräch, während nun am Gymnasium K. Alarmanlagen wie Gras wuchsen. Aber Dieter bekam seinen schlimmen Fall, wo er intervenieren hatte müssen: Happy now? Dann war da noch dieser eklige Lehrer mit Reportingfunktion fürs Ministerium, der dann später bei einer Kollegstufenbesprechung für die Formalitäten der 12. Klasse vor uns Schülern genüßlich indiskret streute (Dich dabei natürlich demonstrativ anguckend): ja, es habe bei einem jüngst zurückliegenden Disziplinarausschuß mal so einen Schüler gegeben, der versucht hätte, mit Attesten durchzukommen, er habe aber keinen Erfolg gehabt.
Was Du dem Rektor lassen mußt, ist, daß er als Neokon später fair blieb. hmpf, er hätte Dich etwa in der mündlichen Abi-Prüfung herabwerten können, vielleicht sogar einen Schulausschluß erwirken. Das wird aufgewogen dadurch, daß er und Emma ihren Spaß hatten, und Dein Abi eh wertlos war, denn mit den kaputten Zähnen, die Du wegen all des Bullyings, das Dir die Kraft nahm, die eklige Behandlung (etliche boomverwöhnte Kieferorthopäden der 80s waren sadistisch veranlagt) durchzuhalten, nicht hattest operieren lassen können, wirst Du nichts. Ein ganzes stückweit waren sie daran beteiligt, Du fühlst Dich bis heute etwas/sehr verletzt. Wie dem auch sei, today kann es bei Weitem schlimmer kommen, und die meisten Deiner Mitschüler waren an keine üblen Typen, Mobbing ging nur von wenigen Arschlöchern aus, während Du bist heute meinst, Du hättest den anderen zuwenig gegeben.
Noch einmal wirst Du von Markus L. gemobbt, Ende der 12.. Alle empfanden es als peinlich für einen 18-Jährigen, Dir als Mitkollegiaten, der sich auf eine Abfrage vorbereitete und sich, weil Lehrer in der Nähe, wegen des Diszis keine Prügelei leisten konnte, in die Unterlagen zu grabschen wie ein 5.-Kläßler. Er hat Glück gehabt, Du warst nahe dran, Dein Messer zu ziehn und endlich zuzustechen, aber Du kannst Dich grad so halten. Du bereuhst es später.
späte Begegnungen, Widmung
Aus der Zeit 2 Jahre nach uns sprach sich in der Szene diese Anekdote herum: Es kursierten zu 'Rattendiddi', wie ein bestimmter Rektor nun genannt wurde, wegen seiner Art mittlerweile Anti-T-Shirts, die ihn verspotteten. Ein Mädchen hatte bei den Bundesjugendspielen dies Teil an, und er soll sie angeschrien haben, es 'auf der Stelle' auszuziehn, er könne sie nämlich sonst anzeigen. Woraufhin sie ihn abgeklatscht haben soll mit dem Kommentar: 'Das könnte Ihnen so passen, Sie perverses Schwein!'
So, nun, nach derartigen Brüchen kam es irgendwann in der zweiten Hälfte der 90er plötzlich an Gymmis zu brutalem Mobbing gegen Außenseiter, und Schulmassakern? Sie verstehn die dahinterliegende Frage: hatte man etwas nachgeholfen, und Karrieregeilheit, Rivalität & Konkurrenzkampf unter Teens geschürt?
Du läßt es offen. Warum Du eigentlich aufs Gymnasium gekommen war, und nicht auf die Realschule? Weil anno 1985 jene Augsburger Zeitung eine Messerstecherei ausgeschlachtet hatte, sodaß viele Eltern Gymmis als 'sicherer' präferierten. Das ist ja denn auch wirklich gut gelungen. ;)
Wenn Du heute Lehrern begegnest, bereuen einige, daß zuwenig von uns zwar die Elite wären, die man habe schmieden wollen, aber aus ihnen Nichts geworden sei. Man schätzt sich, die wenigen Lehrer, die ok waren, und wir, beiderseitig noch heute, also Du willst Deinen Text nicht als nur-'Anti' verstanden wissen.
Noch eine Zugabe: Von Kunstlehrer N. hörst Du später auf andre Weise. Du arbeitest als Zivildienstleistender in der Kirchenverwaltung, und dessen Personalchef G. kannte ihn aus der Gemeinde, plaudert mit ihm privat über Dich. Danach wirst Du strange angeguckt, und was auch immer N. gesagt hatte: sorry, es war fucking gegen die Verschwiegenheitspflicht! N. vertrat übrigens immer die Ansicht, daß Schüler jene 'Fürsorgepflicht' von Lehrern zu lange in Anspruch nähmen. Du meinst dazu: hey, wir haben uns mal sehr gemocht, aber: sein Kunstunterricht war reinstes Mobbing-Chaos, und er konnte von Glück sagen, diese beschissene Stelle respektive uns Außenseiter gehabt zu haben, denn in der freien Wirtschaft...?!
Ich schließe mit der Kernthese: Schulmobbing / Bullying, wie auch immer Sie das nennen, es ist Teil der existenziellen Sicherung von Lehrern. Da die meisten keine Pädagogen sind (vgl. den entsprechenden Text auf meiner hp), indes jedoch mit jenem Anspruch ihr Geld verdienen, bieten Außenseiter-Kids eine Art Dienstleistung in Form des Ertragens von Aggressionen, die sich normalerweise gegen Lehrer richten würden. In nüchtern wirtschaftlicher Sichtweise sind Folgekosten-intensive Dienste vergütungspflichtig.
In diesem Sinne.
Adele:
Look at all the cactuses. They're beautiful. You know what makes cactuses so strong?
You could just leave 'em and forget about 'em forever and they'd still live.
They just keep on growin'
________________________
*kleiner Hinweis zum 'Zauberbuch der Freien Hexe. Übung und Meisterschaft' von Silver Ravenwolf (oben S.4):
(für Bullies:) bißchen Vorsicht bzgl. der Empfehlung des Verlags, bei (jeglichen?) Selbstmordgefühlen einfach die angegebene Hotline anzurufen. Seid Euch darüber im Klaren, was passieren kann, wenn so eine Line überreagiert...
(Q1&04/2008)
> indirekte Lehrervorwürfe zwischen den Zeilen
> von Abschiedsbriefen der meisten Schul'attentäter'
die Kids, die sich umbringen und mobbende Klassenkameraden mitnehmen
in den Tod, haben in ihren hinterlassenen Briefen und Videos sichtlich
große Schwierigkeiten, das rüberzubringen:
es geht mir hier nicht um's Zitieren, sondern um jenes, was sie in
ihrer kaputten Verfassung nicht schreiben können, Theoretisches,
rauszuziehn.
wenn auch nur ein bißchen, sofern nicht alles, davon wahr ist..........
(1) viele Lehrer 'machen' Außenseiter, um es leichter zu haben mit Kids
(2) Grund dafür ist, daß sie zu weiten Teilen keine Pädagogen und
dementsprechend überfordert sind, selber Angst vor Pöbeleien haben
(3) dies geht zurück auf das Hochschulsystem: Lehrerberuf wurde zum
Abstellgleis für akademischen Nachwuchs, der aus politischen Gründen
oder mangels 'Vitamin B' an den Universitäten nicht unterkommt
(4) entgegen ihrer Darlegung ignorieren viele Lehrer Schulgewalt bewußt
(5) Außenseiter erbringen diesen Akademikern, die als Lehrer unterwegs
sind, de facto indirekt eine Dienstleistung: sie ertragen Pöbeleien,
die sich normalerweise gegen jene richten würden. damit
sind Außenseiter Teil ihrer existenziellen Sicherung im Lehrberuf
(6) Mobbing/Bullying ist integraler Teil des deutschen Schulsystems,
ebenso wie aus ideologischen Gründen zwei Standards existieren: der
Lehrplan, und daneben seine Relativierung durch Lehrer-Entertainment
(7) drei Zeiterscheinungen führten zu den Schulmassakern:
- die ideologische Erziehung der Schüler zur Karriere seit ca. 1991
- Mitte der 90s war die Akzeptanz jener Lehrer auf dem absoluten
Tiefpunkt. kurz danach eskalierte Schulgewalt, sodaß sich der
Eindruck aufdrängt, Rivalität unter Kids sei benutzt worden, um
die Krise zu überwinden
- Streß und stilistische Grobheit als neue Leistungskriterien im
Zusammenhang mit der Hip-Hopper-Gewalt+Pöbelwelle sowie ihrer
positiv begleitenden Rückendeckung durch bestimmte Redaktionen wie
auch Ministeriumskreise, um die Gesellschaft künstlich abzuhärten
(8) neue Schulgewalt erhöht PR- und Instandsetzungsetats betroffener
Gymnasien. sieht man teils auch deswegen weg (medialer Opferkult)?
(9) Lehrern geht es nur um ihre Laufbahnen, insbesondere Rektoren. und
dies über Reibung an Außenseitern und bullying-
geprägte PR-Aktionen (Schulsport, selbstprofilierende
Realpolitik, Überakzentuierung des Erziehungsanspruchs,
Appellieren an elterlichen Kontrollwahn kaputter Familien)?
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(28.12.2007)
Schulmassaker: spontane Reaktion auf die Berichterstattung bestimmter Medien (Bastian B./Emsdetten) Ihre Zeit ist nun wieder gekommen journalistische Aasgeier rupfen zum eignen Carrierévorteil. Die Methode ja immer die Gleiche: zunächst für gestört erklärn', isolieren zur depressiven Minderheit 'falsche Wahrnehmung der Umwelt' ordnungsheischige Phrasen bemüht Zwar wissen sie Nichts über das, was sie schreiben aber wozu auch Dein Kontakt im Ministerium findet das 'ambitioniert', und dafür gibt's ein ander mal 'ne gut frisierte Story, die Deiner Zeitschrift nutzen wird. Saubre journalistische Recherche, neutrale Berichterstattung das ist doch 'was für Looser'. Eine Situation wo verbundene Seiten nur gewinnen die Öffentlichkeitsarbeit Planstellen im Sicherheitsapparat Medienkarrieren sich profiliern', Politiker nicht anders. Die irgendwie in dieser Hinsicht geradezu bemitleidenswert anmutenden Täter, yep -> sie hinterlassen Briefe aus denen nur eins hervorgeht: daß sie lang schon nur weil anders aussehend niedergestänkert sie in dieser Verfassung fahrig und verzweifelt sind verbale Rundumschläge von denen jeder sich distanziert. Doch was Menschen mit etwas Herz offensichtlich, das ist wohlverdächtig, ja doch nicht zielführend plausibel oder nicht erwünscht. _ *brutal* *menschenverachtend*... gibt's noch'n paar Attribute die man draufklatschen könnt um sich für seine Karriere zu empfehlen? künstlich daß Dir schlecht wird. aber wir sind ja so verunsichert ... gewidmet Bastian B. & Robert S. ____________ Wie es in Resistant X wohl ausgesehn wir sind nicht zu schwach fürs Leben einzig die Lehrer: ganz feige Teufel beim Satanspakt hättest Du eine Wahl hübsch verschiebt es Schuld auf Dich hattst Du wirklich diese Wahl anders als zu töten/die Ignoranz zu brechen zuviel Eltern sind grausame Heuchler außer es geht um ihren Nachwuchs ... Schulselbstmörder verlorn auch alles Grausamkeit, den Spiegel vorzuhalten ____________ Das gemeine Abreißen der Schuld Rechtsanwälte sich nicht selten freuen für die Betroffenen, wenn sie die Kraft haben zu sagen: ja, es sei ihnen bewußt mißbraucht, doch Familie nicht gehandelt später kann man nurmehr wenig tun noch das so berüchtigt ist am Justizsystem. da stehst Du nun, Jahre danach, zerstört der Gesellschaft es als Abhärtung zählte dies zersetzend penetrante Jungsgehabe jene geistige Vergewaltigung jeden Tag sie in Kondome spuckten, Dich bewarfen sagten Dir es sei Sperma, 'Du Schlampe!' Du Dich geflüchtet in Darwin und früher weil damals hätt' es sowas nicht gegeben denn die Narben, sie werden ewig bleiben Lehrer sind Teufel! jene, die unbedarft nicht wußten welchen Beruf zu ergreifen mit viel Dussel sie es wurden, ihr Glück Lehrplan nie eingehalten/Chaosunterricht wir kaum in der 10. tun sie so, als wenn die Schüler ewig Kinder spielen wollten: Teenies Fürsorgepflicht der Lehrer heut angeblich ewig verlängerten. welche denn ihre Pflicht haben sie doch nie getan!! nun bist Du 20+, alles noch immer kaputt jetzt wird man Dir sagen: Ernst beginne Du betadelt für das Vergnügen DER ANDREN ohne viel Chancen, fragst Dich nun dies: ob nicht das einzige Mittel GEWALT wär' friedliche Art, kam gegen IHRE nicht an. eine Gesellschaft, der es keck sein soll schnell Spaß zu haben, gierig zu raffen und hernach zu tun, als sei es ewig her sagst Du jetzt: ihr hab mich so verletzt scheint es, als wenn's lang schon 'rum sie Dich verspotten mit dieser 'Schläue' es ist Gewalt, strebt immer nach Sühne das müssen wir aussprechen, denn Frieden Niveau sie sonst für sich reklamieren... ____________ was gescheh'n: nicht sinnlos wenn wir die Schweine besiegen wollen so müssen wir den Anspruch ihnen nehmen sie stünden für Leistung und Stabilität doch wer kann heut noch Wahrheit seh'n? so bleibt letztendlich, daß Reformen nicht wären ohne Bastian, Dylan & Cho. sie schufen die Geschichten, die bewegt' wir müssen verhindern, daß die Opfer würdelos als umsonst verspottet werden. (das heißt nicht, Gewalt berechtigt sei, doch welche ist das?) ____________ 2000-X -> Jugend zieht den Selbstmord vor der Schande unserer Kultur zu entflieh'n 11-jährige heut so unendlich weit voraus in der desillusionierten Sicht des Lebens * 'Der Tag der Abrechnung - der Tag an dem die Bestimmung stärker wurde in der Rot- und der Schwarzhaarigen. Schwestern vereinigt in Blut, zusammen für immer.' * sie glaubten dran und starben dafür verbundene Botschaft ihr letzter Wille habt Respekt davor sie leben weiter <3 forever. * die Verse möchten Selbstmord nicht verharmlosen sondern werben dafür, den Willen der Toten zu achten sie starben für ihre Botschaft, verbanden sich mit ihr PS: hier geht es nicht um Schulmassaker. Selbstmordkult ____________ Kumi-Satanismus Gymmi-Lehrer in Kollegstufe, erzählt, mit verletztem Ton: "ja, selbst unter Brandt!!" man sich verleugnen gemußt' die Sache ist so gewesen... er mal in militanter Gruppe: Verbeamtung setzte voraus, sich davon zu distanzieren yep, Lehrer und holde Ideale anders ausgedrückt: man ließ Systemgegner Dozenten werden zunächst etwas verwunderlich indes eigentlich völlig egal wer die Scheiße rüberbringt: Demokratie und solch' Dreck, niemand ohne Possen auskommt laß sie sich also verleugnen dann guck zu wie Jahrzehnte mit Witzen sie Ideale treten welche sie früher mal gehabt sie stiften viele Schüler an 'Rechtsstaat' zu verteidigen einzig Mangel es kompensiert an potenziellen Sündenböcken brauchts Leute zum Hinhängen nette Teens die geben wollen Nachschub für Drogen+Terror daran das Alte zu bestärken. ____________ Wandertag zwei Außenseiter in Front: nennen sich heut 'Lehrer'. den Schein der Anwesenheit als ihre Aufgabe nun sehen wegguckend, Kopf in Kragen gestützt durch Kompetenzen 'ich darf benoten = Macht' 'da gibt's so Außenseiter' Zeugnisse zu wichtig heute ja, kommen sie damit durch irgendwie: armseliges Bild hasten durch unsere Stadt, voller Angst, fix & fertig überfordert, Null Pädagoge peinlich, dennoch Realität _ was Lehrer quatschen verdammt dummes Zeug riesig große Chancen unerhört kranke Leut wie unsere Politiker in Witzen & Sprüchen uralte Motive bemüht diese Sonderlinge da ____________ (Versuch, zu illustrieren wie es wohl sein müsse:) rechtlicher Hinweis... die Gedichte versuchen einzufühlen ins Innere was Täter wohl spüren, wider Lehrerheuchelei. um solchem vorzubeugen gegen jenen Satanismus Waffen einzig' Bestand so, mit TEC9 in Händen will ich von Euch gehn für immer verbleibend, in aufrichtigen Herzen meine Seele geschändet was heilig beschmutzt' indes Stahl widersteht verheuchelt zu werden. sie morden mit Worten, sagen zynisch: kämpfe! Haha, stumpf Friedens' Waffen, schinde Dich!! Kaltes Metall auf Haut wunderschön das Gefühl Gewalt gegen Unbildung Dein allerletzter Weg. wie wird Dein Leben aussehn danach Du tust es nicht, tötest niemanden nimmst die Nachteile: nur auf Dich Narben des Ritzens an Deinen Armen Familiensicht, Du seist zu schwach vielleicht studierst Du > wirst da jenen Arschlöchern wieder begegnen die gegen Vieles so eklig stänkern was heut' Laufbahnen nicht hindert wirst Du gegen diese Walze bestehn oder wieder so leiden: ausgegrenzt findest Dich im Job erneut gemobbt irgendwann ausgebrannt auf HartzIV natürlich könnte man Bastian Bosse den Sinn jenes Handelns absprechen doch nur Gewalt zu verändern fähig während Du zweifelnd dokumentierst (vs. Unterstellungen: die Lyrik möchte psychische Motive ergründen, niemand plant Desgleichen) ____________ Gewalt der Bequemlichkeit, sorglos die große Lüge > Argumente wirkten Hackordnung/Schule als Fußballfeld räche direkt, oder habe Nachsehen! quatsche irgendwas, spule herunter nicht zu merken, was sie dabei tun diese Welt auf Gewalt gebaut wurde China-Dissidenten und 1 Euro Shops Menschen machen raubend Karrieren; Fliegen wenigstens auf Kot gedeihn jene Dokumente ergänzen Widerstand* verhindern, daß es sinnlos gewesen sie heißen Taten nicht gut, einzig heucheln nicht deren Erzwungenheit° _______ * meint friedliche Kritik, nicht Gewalt ° dies jene Zwangsläufigkeit unter den gegebenen Umständen (stoppt den Haß, der es verursacht!) ____________ Verzweiflungstaten an Schulen darstellten jene gierige Zeit geprägt von unnötiger Gewalt.
(12/2007, 20080915, 2x0917, 03/2008.
Suicides/Lebensaussicht-Vorletztes: 20080924)