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Zweite völlig überarbeitete Auflage 2011

 

Untertagefotografie der Spitzenklasse.

»Verschlossen und verriegelt - Bergbaurelikte der Königlich-Preußischen Berginspektion Clausthal« überarbeitet und durch Aufnahmen renomierter Bergbaufotografen ergänzt. Perfekte Fotobearbeitung und neueste digitale Drucktechnik bilden die Grundlage hervorragender Aufnahmen. Der Einsatz moderner im Eigenbau hergestellter Hochleistungsblitzgeräte machten diese Aufnahmen möglich.

Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-86948-186-9. Zu beziehen ist das Buch direkt über den

  • Papierflieger Verlag GmbH Clausthal-Zellerfeld für 17,80.- EUR.

       


    Veröffentlichung (1. Auflage 2002 ausverkauft)

     

    Bergbaurelikte erstrahlen in neuem Glanz.

    »Verschlossen und verriegelt - Bergbaurelikte der Königlich-Preußischen Berginspektion Clausthal«, so heißt ein neuer Titel, erschienen in der Reihe des Oberharzer Geschichts- und Museumsvereins zu Clausthal-Zellerfeld. Der Autor, Lutz Markworth, ehemaliger Student des Faches Bergbau mit Studienrichtung Aufbereitung von Roh- und Reststoffen an der TU Clausthal, beschreibt darin den Erzbergbau, welcher hier 1930 stillgelegt wurde. Es handelt sich um die erste Text- und Bilddokumentation Clausthal seit Stillegung des Bergbaus. In bisherigen Veröffentlichungen werden stets nur Teilaspekte der bedeutendsten Berginspektion des Oberharzes berücksichtigt. Bis 1980 wurde in Turbinenkraftwerken an den Schächten Kaiser Wilhelm II. und Ottiliae Strom aus Wasserkraft gewonnen. Die untertägigen Anlagen waren bis 1984 begehbar, dann erfolgte der Verschluß der wichtigsten Schächte durch Beton. Einzigartige Aufnahmen aus der Zeit nach der Stillegung dokumentieren den letzten Zustand von bergbaulichen Meisterleistungen im Bereich des Tiefen-Georg- und des Ernst-August-Stollens. Hierzu wurden besondere fotografische Techniken angewandt. Einerseits wurden größere Bereiche mit Mehrfachblitzen eines handelsüblichen Kleinblitzgerätes ausgeblitzt, während die Kamera bei offenem Verschluß auf einem Stativ stand, andererseits wurde eigens ein Hochleistungsblitzgerät entwickelt, mit dem bei einer Leitzahl von 180 untertägige Strecken und Schächte bis zu einer Entfernung von 65 Metern homogen ausgeleuchtet wurden. Die freigesetzte Lichtenergie beträgt beachtliche 562 Joule. Weiterhin wird die Aufbereitungstechnik beschrieben. Der Oberharz als Zentrum wichtigen Erzbergbaus in Europa setzte hier Maßstäbe. So wurden hier viele Techniken ständig verbessert, ja einige sogar dort erst erfunden. Die fotografischen Aufnahmen der Untertagebereiche sind, was Motive und Qualität anbetrifft, bisher einmalig. Eigene Aufnahmen von Uebertageanlagen und Aufnahmen aus Archiven fügen sich zu einem Gesamtbild der Berginspektion Clausthal von bisher nicht bekannter Art zusammen.

    Die ISBN-Nummer lautet: 3-9806619-6-2. Zu beziehen ist das Buch entweder direkt über den

  • Oberharzer Geschichts- und Museumsverein im Oberharzer Bergwerksmuseum oder über die
  • Grosse´sche Buchhandlung in Clausthal-Zellerfeld für 14,80.- EUR.

    In der Zeitschrift »Unser Harz« erschien von Thomas Gundermann aus Clausthal-Zellerfeld die erste Buchbesprechung in der Januarausgabe 2003: Oberharzer wissen es in der Regel, Zugereiste häufig nicht: der Oberharz war eines der bedeutendsten Industriereviere des 16. bis 20. Jahrhunderts. Und selbst, wenn verdienstvolle Einzelpersonen und ebenso verdienstvolle Vereine alle Mühe aufwenden, auch übertage möglichst viele Denkmäler und Überreste der Bergbauzeit zu retten, werden nicht zuletzt durch Vegetation, Wind und Wetter jede Menge Zeugnisse des Bergbaus langsam, aber sicher unsichtbar. Anders untertage. Sicher, auch dort herrscht Verfall. Aber doch hat sich unter den Bergstädten und besonders unter Clausthal-Zellerfeld eine gewaltige industriegeschichtliche Szenerie erhalten. Diese versunkene Welt einige Momente ihrem Dornröschenschlaf entrissen zu haben, ist das Verdienst von Lutz Markworth, der mit aufwendiger Fototechnik eine beeindruckende Dokumentation dieser Bergbaurelikte geschaffen hat. Als in Clausthal Studierender hatte er vor der Verfüllung der Schächte in den achziger Jahren die Möglichkeit, über den Ernst-August- und den Tiefen Georg-Stollen die Reviere der Clausthaler Berginspektion zu befahren. Mit großem technischen Geschick, mehr noch aber mit hervorragendem Einfühlungsvermögen hat er großdimensionierte Situationen genauso bestechend fotografiert wie Details, die auch Kennern dieser untertägigen Landschaft noch unbekannt waren. Die Fotos werden begleitet von informativen Beschreibungen und sinnvollen Zusammenfassungen zentraler wissenschftlicher Aspekte, etwa lagerstättenkundlicher, historischer oder technikgeschichtlicher Untersuchungen. Hier hätte der Rezensent Spaß daran, mit Markworth über einzelne Fragestellungen zu disputieren, vor allem über seine Darstellung zur Entwicklung von Forschung und Technik, wo Markworth einige ungewöhnliche Thesen entwickelt, die den Streit lohnen. Ungewöhnlich und auch etwas verwirrend die Struktur des Buches: nicht immer ist eindeutig, was wozu gehöhrt, und wer so gar keine Ahnung von der Materie hat, wird an mancher Stelle vielleicht etwas hilflos hin- und herblättern. Doch da dieses Buch bestimmt bald eine 2. Auflage erlebt, kann dieses Manko gewiss leicht behoben werden. Denn eine große Verbreitung ist es wirklich wert: selten ist die Synthese von informativer, perfekter und ästetisch hinreißender Untertagefotografie so gelungen wie in diesem Band.

    In der Zeitschrift »Erzmetall« der GdMB erschien in der Aprilausgabe 2003: Jahrhundertelang bedeutete der Erzbergbau im Oberharz einen wichtigen Erwerbszweig für dessen Bevölkerung. Im Jahre 1868 wurden die auf der Clausthaler Hochebene liegenden Bergwerke zur Königlichen Berginspektion Clausthal zusammengefaßt. Diese Betriebsperiode bis zur Schließung im Jahre 1930 wird anhand von historischem Fotomaterial dargestellt. Diesen Aufnahmen werden zum Vergleich solche aus den letzten Jahren nach der Stillegung der Turbinenkraftwerke in den Schächten Kaiser Wilhelm II. und Ottiliae im Jahre 1980 gegenübergestellt. Die eindrucksvollen Bilder von untertage wurden mit erheblichem technischen Aufwand aufgenommen; so kamen bis zu 40 handelsübliche Blitzgeräte gleichzeitig sowie selbstkonstruierte Hochleistungsblitzgeräte zum Einsatz, um Strecken und Grubenräume bis zu 50 m homogen auszuleuchten. Der Band ist in drei Kapitel gegliedert. Deren erstes schildert die Ausgangslage des Bergbaus und enthält einen anschaulichen Abriß der Geologie der Harzer Erzgänge sowie der Technikgeschichte. Das zweite Kapitel beschreibt die einzelnen Abbaureviere innerhalb der Clausthaler Berginspektion. Das dritte ist der übertägigen Erzaufbereitung gewidmet, von deren imposanter Silhouette heute nur noch Betonreste existieren. Eine wasserwirtschaftliche Übersichtskarte aus dem Jahre 1893 dient als Orientierungshilfe für die bergbaulichen Objekte auf der Clausthaler Hochebene. Seit 1984 ruhen die Bergbaurelikte der Berginspektion Clausthal für ewig unterhalb der Bergstadt. Der Zutritt zu den Bauwerken wie Tiefer Georg-Stollen oder Ernst-August-Stollen wird zukünftig unmöglich sein. Dieser Band wird dazu beitragen, eine wichtige Periode des Oberharzer Bergbaus und damit die bewundernswerten Leistungen seiner Bergleute, Techniker und Ingenieure vor dem Vergessen zu bewahren.

     


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    © 2003 by Lutz Markworth • LMarkworth@aol.com