Biografie

Tja Leute da müßte ich eigentlich etwas ausholen und die Geschichte von meiner Warte aus erzählen. Jedenfalls traf ich 1994 über einen Freund auf Isa welcher zu mir sagte”komm einfach vorbei- ich bin kein Freund großer Worte”. Ich kam dann mit meinem Döpfer bewaffnet zur Probe vorbei und traf da auf leute wie Lotar, Isa, Franz, Schröder und Dulli-ein ziemlich wilder Haufen. Ab da war ich Pianoman dieser Truppe. Ein nachfolge Projekt der schon fast legendären Fellowes. Unter der musikalischen Leitung von Lothar Schuler und Isa Ün gedieh die Band mehr und mehr. Es kam der Tag, als wir aus dem Musikcafe Maxim, welches bis dato unser Proberaum war, raus mussten, wegen der Schließung des Selben. Jeder der mal Eine Band längere Zeit begleitet kennt wohl die Probleme die sich in so einer Situation auftun, nämlich längere Zeiten ohne Proben, unsicherheiten, hoffnungslosigkeit...

Einige dachten sicher es geht nicht mehr bis wir dann doch einen neuen Proberaum fanden und zwar im Keller eines Freudenhauses. Nein meine Freunde was Ihr jetzt vielleicht denkt traf nicht zu. Aber schließlich klammerten wir uns an den sich bietenden letzten Ast, und der hielt eine ganze Weile. In diesem Keller war früher eine Manufaktur und es war für uns ein leichtes Ihn für unsere Zwecke umzurüsten.

Ab da arbeiteten wir zielstrebig am Ausbau unseres Programmes. Musikalisch standen wir gut im Futter und es wäre an der Zeit, Auftritte zu machen gewesen, jedoch gab es davon nicht sehr viele bis dato. Dies machte mürbe und es wurde nicht besser als die Band sich dann ausdünnte
da einige Bandkollegen aus Beruflichen und Zeitlichen Gründen nicht mehr mit uns weiter- arbeiten konnten.

Es gab einige heftige Diskussionen über wie es weiter gehen soll und da merkte ich das ich was tun müsste sonst würde die Band zerbrechen die mir bis zu diesen Tage doch sehr an’s Herz gewachsen war. Also beschloss ich mehrere Keyboards einzusetzen genauer Zwei. Mit meinem Masterkeyboard spielte ich also vor mir Piano und mit meinem Korg DS-8 welches ich als “nur”- Tastatur benutze spielte ich einen Baß-Sound mit meiner linken Hand, sozusagen im 90 Grad Winkel. Die Sounds holte und hole ich noch immer aus meinem Roland Sound Canvas SC-88. Wenn man spielen kann dann fluppen die Sounds recht brachial und die Sache gieng mit Franz und seiner funky Rythmus Gitarre bestens weiter. Wir erlebten Aufwind und einige Auftritte bis dann auch dieser Proberaum nicht mehr weiter funktionieren sollte, da sich das Freudenhaus auflöste. So standen wir wieder vor dem Problem von vorhin.

Ich beschloß kurzerhand in meinen Musikkeller im Großelterlichen Haus mit der gesamten Truppe einzuziehen um gleich ohne große Verluste weiter machen zu können. Zu unserem Glück hat sich Fritz Gold ein erfahrener Bassist aus Gmünd auch von der Gruppe” Blue Atlantik” bekannt, uns angeschlossen, zumindest aushilfsmäßig bis wir einen festen Basser finden.

Dies ging soweit gut, bis die Mieter einen Stock höher mehr und mehr gegen die Musik welche jeden Samstag ab 14 Uhr durchs Haus dröhnte, klagten. So kam es erneut dazu das wir einen Proberaum suchten.

Ein sehr guter Freund von mir , Carsten Klieme, wohnte zu diesem Zeitpunkt in Gmünd in der Ledergasse in einem sehr alten Haus mit einem großen Gewölbekeller. Dies sollte nun unser Proberaum für einige Zeit werden. Wir richteten uns super ein und mit der tollen Unterstützung welche Carsten uns nun schon fast liebevoll zukommen hat lassen, gelang alles spielend.

Fortunas Wohlwollen sendete schließlich Rashawon Johnson zu uns über den man mit Fug und Recht sagen kann das es sich um einen Ausnahmemusiker handelt, mit viel Esprit und Kreativität. Mit Rashawon oder Shan, so wie Ihn seine Freunde nennen, haben wir am Baß die ultimative Waffe dazugewonnen. Doch Dabei sollte es nicht bleiben. Es dauerte nur kurz und ein weiterer Mitstreiter gesellte sich zu uns, Jochen Barth. Mit Seiner Gitarre waren wir wieder vorne platziert und ein frischer Wind wehte innerhalb der Band äusserst belebend. Schließlich stieß auch noch Jens Böhnlein zu uns und mit seinem Saxofonspiel rundete er den Soulpower Sound gekonnt ab.

Jetzt fehlten eigentlich nur noch der Backgroundgesang und der fand sich auch noch ein, durch den Beitritt von Monika Schuster, welcher meiner Meinung nach bis heute noch keine Sängerin innerhalb der Soulpowerband das Wasser reichen konnte. Es gesellten sich noch zwei weitere Mädels zu uns in die Background Lounge, und so wurden wir zum ersten Mal zu einer richtig großen Besetzung.

Diese Besetzung feierte einige Erfolge und unser Bandkonto füllte sich spürbar. Doch die Zeit hinterließ auch hier wieder Ihre Spuren und so kam es nach knappen zwei Jahren wieder zu einem Großen Besetzungswechsel.

Jochen studierte und konnte beruflich nicht mehr die Zeit aufbringen, und Rashawon zog nach Berlin. Wir sind übrigens auch schon vor einiger Zeit wieder in einen neuen Proberaum gezogen, dieses Mal aber in den vorerst Letzten. Wenn mal einer geht dann folgt daraus meistens eine Kettenreaktion. Und so standen Franz, Isa und ich wieder Alleine da.

Franz hat einen großen Italienischen Bekanntenkreis und in Diesem fand er einen Bassisten welcher sich für uns interessierte. Nach 6 Monaten intensiver Einarbeit welche ich zusammen mit Andrea dem Bassisten absolvierte, war er soweit fit um Auftritte zu spielen. Wir kennen das ja alle man kann im Proberaum ja viel üben, aber richtig reifen tust du auf der Bühne.

Per Inserat, also per Zufall lernten wir Stefan Mack kennen. Er brachte mit seinem Gitarrenspiel wieder frischen Wind in die Band und es gieng spürbar voran. Auch sollte sich unsere neue Strategie, nämlich mit 4 Leuten eine sogenannte Basic Besetzung einzuleiten, auszahlen. Es gab einigen Wirbel drumherum und ich möchte nicht auf die Einzelheiten eingehen jedenfalls zog sich Stefan erstmal zurück, weil, wie Er zurecht meinte, eine Gitarre bei unserem Musikstil völlig ausreicht. So waren wir dann eben zu viert.

An dieser Stelle erkannte ich das nur eine Sache uns wirklich weiter bringen kann, nämlich eine studiomäßige Aufnahme unseres gesamten Programmes. Ich habe glücklicherweise die technischen Mittel und das Know- how um diese Aufgabe zu bewältigen. Und so bereitete ich alles vor. Doch als es dann nach vielen organisatorischen Hürden, welche es im wesentlichen für mich zu bewältigen gab, eigentlich soweit war das wir loslegen hätten können, ließen zwei meiner engsten Mitstreiter die Hosen fallen und verließen das gerade wieder Fahrt aufnehmende Boot. Frustrierend nicht? So mancher hätte an meiner Stelle nun endlich die Flinte in’s Korn geworfen, doch das hatte ich nicht vor.

Und es sollte auch alles ganz anders kommen. Stefan stieg wieder ein und für die Aufnahmen brauchten wir nur noch einen Bassisten. Und oh glücklicher Zufal, war gerade Rashawon zu Besuch und der sollte noch 4 Monate bleiben. Genug Zeit um die Aufnahmen in den Kasten zu bekommen. Es dauerte schließlich ein Dreiviertel Jahr bis alle 23 Titel aufgenommen waren. Und nun sehen wir uns in der glücklichen Lage, über eine “neuartige” Verfahrensweise Zeit- und Arbeit zu sparen. Denn jetzt kann jeder neue Musiker, mit den CD’s, Zuhause Üben und muß nicht mehr zu uns in den Proberaum kommen. Das spart Zeit und Arbeit.

Über Inserate, auch im Internet, fanden wir einen neuen Bassisten, wobei der “Alte” nicht unbedingt weg sein muß. Es kann durchaus mal wieder zu einem “Special” kommen bei dem Shan mitwirkt.Darüber-hinaus, arbeiten wir momentan mit “Söldnern”, also Musiker welche temporär für bestimmte Auftritte einspringen. So können wir unsere Auftritte spielen, während dessen sich ein neuer Mann warm macht. Auf diese Weise werden wir die Ganze Band so aufbauen, daß wir immer einen” Ersatz- Mann” haben um unsere Termine nicht absagen zu müssen.

Aktualisierung 2006

Tja jetzt ist bereits einiges Passiert jedoch im possitiven Sinne. Wir sind mal wieder in einen anderen Proberaum gezogen wegen Wassereinbruch. Es gab jedoch nur geringe Schäden an den Instrumenten. Heute probt Soulpower in meinem Haus und da werden wir nun auch bleiben. Es zeigt sich das die Band nun eine gewisse Reife erreicht hat und sich nun recht stabil präsentiert.
Wir blicken nun auf fast 12 Jahre Band Geschichte zurück und stellen fest das vieles sich sehr possitiv entwickelt hat. Dies ist einzig und allein dem unermüdlichen Kampfgeist zweier guten Freunde zu verdanken und den Musikern, welche wenn auch temporär, bis dahin für Ihre Zeit zu uns hielten

Ich möchte Allen, die Bisher bei Soulpower mitgewirkt haben, und noch mitwirken, von ganzem Herzen danken. Denn ohne Euch wären wir nicht da, wo wir heute sind.

Herzlichst, Euer Martin B.

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