Der SCR (18.01.2003)
Ja, das ist schon so `ne Sach: Alle spiel`n wir gerne Schach.
Und freitags würd` uns etwas fehlen, wenn wir dürften uns nicht quälen
mit König, Bauern, Dame, Turm. Und die Freud` ist ganz enurm,
Wenn der Gegner ganz entsetzt die Figur`n vom Brette fetzt.
Doch unterschiedlich - ohne Frage - äußert sich `ne Niederlage:
Der eine legt still den König um, der andre brummt "Die schupp ich um !",
der dritte stöhnt "Warum bin ich so schwach ?", der vierte guckt gleich im Computer nach.
am hinteren Tische, da hört man Geschreie: und einer ruft hektisch "Los, mach` mer `ne Neie !"
Und wieder ein andrer, der stiert in sein Bier und hofft, er fände die Lösung hier.
Und dann gibt`s noch die, die viel besser standen, aber erst hinterher den richt`gen Zug fanden,
der zum Siege gereicht - ein starker, ein feiner - und alle nicken, doch glauben tut`s keiner.
Aber trotzdem macht`s Spaß. Und wir möchten`s nicht missen;
`s gibt nichts Schönres als das - und das sollt ihr wissen.
Aufstieg in die Landesklasse ! Der Inhalt macht es, nicht die Masse.
Denn wär` dem nicht so, teure Schächer, bliebe leer der Freudenbecher.
Anfangs fehlten noch die Punkte. ( Manche böse Zunge unkte,
daß wir in den höhern Sphären zum Abstieg klar verdonnert wären. )
Und bei sechsfachem Remis wurde deutlich: `s fehlt der Biß !
Nachdem der erste Sieg geglückt, schielt ein jeder ganz verzückt
auf die Mitte der Tabelle - stehn nicht mehr an letzter Stelle !
Aber trotzdem macht`s Spaß. Und wir möchten`s nicht missen;
`s gibt nichts Schönres als das - und das sollt ihr wissen.
Hört, ihr Leut` und laßt euch sagen, was von der Zweiten ist zu klagen:
"Die Zweite ist ja stark geworden." So hört man`s flüstern aller Orten.
"Und für sie ist Aufstieg Pflicht !" Doch von alleine geht das nicht.
1 : 3 gegen Löberitz - mehr war`s als ein schlechter Witz.
Was hatten wir uns vorgenommen, wie anders ist es dann gekommen.
Nach ELO-Zahlen auf Papier war`n klar die Favoriten wir.
Platz Eins wir uns nicht sichern kunnten und lecken heute noch die Wunden.
Aber trotzdem macht`s Spaß. Und wir möchten`s nicht missen;
`s gibt nichts Schönres als das - und das sollt ihr wissen.
Friedlich sind alle, spiel`n sie Schach, es gibt kein Ärger, gibt kein Krach.
Aber dreimal "Wehe, Wehe" wenn ich beim Skatturnier sie sehe !
Da werden die sonst braven Schächer zu einem Haufen wüster Zecher.
Eh`s erst mal losgeht, kostet`s Nerven, kostet`s Konzentrations-Reserven.
Ist endlich dann ein Spiel vorbei, erhebt sich gleich ein wüst Geschrei:
"Wie kannst du stechen das grüne Daus - das hält man doch im Kopp nich aus !"
Es wird gestritten, nachgekartet ( und daheim die Mutter wartet !)
Schließlich -weit nach Mitternacht- wird`s dann doch zu End gebracht.
Über Versammlungen lieber schweigt man, denn das Chaos dort zeigt an:
Nichts von Ordnung, Disziplin - ich glaub` , da komm` wir niemals hin !
Aber trotzdem macht`s Spaß. Und wir möchten`s nicht missen;
`s gibt nichts Schönres als das - und das sollt ihr wissen.
Weihnachts-, Ostern-, Skatturnier ganz nebenbei bewält`gen wir.
Stadtmeisterschaften B und A - Punktspiele sind auch noch da.
Die Rentner im Senioren-Cup quälen sich einen müden ab.
Auch außerhalb von dem Verein lädt man uns zu Turnieren ein.
In der "Rochade" könnt ihr`s lesen sogar mit Bild ! - dabeigewesen.
Ach, Freundschaftskämpfe gibt es auch noch - `s ist nicht zu schaffen, glaubt mir doch.
Dazu noch Feten, Feste, Feiern: Termindruck wie beim FC Bayern !
Ob man nicht kürzer treten sollte ? Das warīs, was ich euch sagen wollte.
Aber trotzdem macht`s Spaß. Und wir möchten`s nicht missen;
`s gibt nichts Schönres als das - und das sollt ihr wissen.
Sollt fruchtbar sein und euch vermehren - ist schon in Moses 1 zu hören.
Wir folgten dem undīs hat geholfen: Aus Bitterfeld und Schlaitz und Wolfen
die alte Garde ward verstärkt. (īpaar Gegner habenīs schon bemerkt.)
Doch bei all solidem Können muß eines ich doch noch benennen:
auf Teamgeist, Einigkeit, Vertrauen laßt stetig unsern Club uns bauen.
Zählt nicht nur Punkte, Siege. Dann, so lebt die Gemeinschaft - und darauf kommt`s an !
Aber trotzdem macht`s Spaß. Und er läßt uns nicht ruhn.
Wir zieh`n munter fürbaß mit dem SC Raguhn.
Verfasser: H. Friedrich
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SC Raguhn - weltweit (24. Januar 2004)
Hört, ihr Leutī, und laßt euch künden, wie in aller Welt zu finden
hier unser Club und anderweit sind präsent wir und bereit,
allen Völkern und Nationen mit dem Schachspiel beizuwohnen.
Denn wir sind ja jetzt im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserm Tun, klickt ein sich "www . SC Raguhn"
Ergebnisse, Tabellen, Mitgliederstand - alles erfährt er aus erster Hand:
Wie groß der Durst jeweils Freitagabend, gelöscht mit dem Biere, erquickend und labend.
Wer wen beim Skaten ausgenommen, wer noch einmal glimpflich davongekommen.
Und wie ruhig, sanft, bescheiden, niemals hadernd, niemals streitend,
wird lauthals jede Stellung erläutert, und niemand willīs glauben, doch keiner meutert.
Dem Gegner jeden Mut man nimmt und am Ende trotz allem man doch nicht gewinnt.
Dann kann man auch erfahren, ach, wie gut geplant man auch dieses Jahr:
So viel vorgenommen, fast alles bedacht, und kaum etwas richtig zu Ende gebracht.
Stadtmeisterschaft, zu sichten die Guten, Jubiläumsturniere, zwanzig Minuten,
Preisskat und Senioren-Match - doppelrundig -, Versammlungstratsch ...
Leute, das Jahr hat der Feiertage nur fünfzig - kürzer treten, bescheidener künftig !
Dies alles also im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserem Tun, klickt ein sich "www . SC Raguhn"
Doch nicht nur per Mausklick gehīn wir in die Welt. Wir reisen auch selbst hin, mit Euro - statt Geld.
Und wer wo gewesen, welch Ziel er erkoren, erfahret ihr itzo, so spitzet die Ohren.
Griechenland - der Götter Hort - schon mehrmals war der Fredy dort.
Sucht nicht Aphrodite, Helena, der Schönen zwei - (er hat ja seine Frau dabei !)
nicht Sex also sucht er an Hellas Küsten, wohl aber Weisheit, sich besser zu rüsten
für Wahrung des Images im "Sportlerheim", auf daß geschlagen er werde von keinīm.
So findet er Griechenland gar nicht verkehrt, auch wenn Vater Zeus ihm keine Audienz gewährt.
Doch nicht jeder kann da hin, und das muß ja auch nich sinī:
Denn: Wir sind ja jetzt im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserem Tun, klickt ein sich "www . SC Raguhn"
Käptīn Stachel ziehtīs aufs Meer - nicht so weit raus, bitte sehr !
Doch von Hafen zu Hafen schippern und an Automaten flippern,
Frankreich umrunden bis Marseille - so wird man Weltmann, this is ok.
Das ist Käptīn Stachels Welt. Was ihm nicht so gut gefällt:
Schach gabīs nicht und auch kein Skat, dafür Bier und Fischsalat.
Doch nicht jeder kann da hin, und das muß ja auch nich sinī:
Denn: Wir sind ja jetzt im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
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Nach Ägypten zogīs gleich zwei - jeder mit īner Frau dabei.
Heinz und Wolfram, unverdrossen, haben den Orient genossen.
Neben Reiten auf Kamelen durft der Bauchtanz auch nicht fehlen.
Und am Strand vom Meer, dem Roten, war das Schachspielīn nicht verboten.
Auch so Schwimmen, Sonnen, Schnorcheln und das Bier - nicht nur zum Gorcheln.
Doch nicht jeder kann da hin, und das muß ja auch nich sinī:
Denn: Wir sind ja jetzt im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserem Tun, klickt ein sich "www . SC Raguhn"
Heißblütig ist er, unser Udo, in der Jugend liebte er Judo.
Heutī ziehtīs ihn nicht nach Süden hin doch Österreich lockt ihn: Ski-alpin !
Und von den schneebedeckten Alpen (wo heute noch die Gletscher kalben)
da wedelt er putzmunter die verschneiten Almen runter.
Nur eins mißfällt ihm bei der Jause: Die Sennerin macht Winterpause !
Doch nicht jeder kann da hin, und das muß ja auch nich sinī:
Denn: Wir sind ja jetzt im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserem Tun, klickt ein sich "www . SC Raguhn"
Geduld und Ruhe mit Bedacht braucht man beim Angeln und beim Schach.
"Bleibe im Lande und vermehre dich redlich !" denkt sich der Gerhard und das ist löblich.
Und weil Fan von Fisch und Lurch reist er quer durch Brandenburch.
Kolbbergs, Potsdams Flüsse, Seen werden darauf angesehīn
- wie auch Bäche, Teiche, Pfützen - ob sie wohl zum Angeln nützen.
Doch nicht jeder kann da hin, und das muß ja auch nich sinī:
Denn: Wir sind ja jetzt im Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserem Tun, klickt ein sich "www . SC Raguhn"
Doch auch die Zurückgebliebenen und dem Reisen nicht verschriebenen -
sie alle tragen dazu bei, daß der Club präsent stets sei:
Ob Computerfreak Martin, ob Häuslebauer in Greppin, ob in Wolfen, Bitterfeld,
ob Schlaiz, Raguhn - nicht aus der Welt - überall kann man nun surfen
und im Net den Anker werfen. Die Neider schon - ich hörī se:
"Nu gehīn se wohl noch an die Börse?"
Nein, uns reicht das Internet, und jeder, der gern Auskunft hättī
von unserm Treiben, unserem Tun, klickt ein sich unter "SC Raguhn"
Ja, das ist doch was, ja das freut uns doch !
Es lebe der Club ! (Schönīn Abend noch !)
Verfasser: H. Friedrich
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