Eigentum und Kontrolle bei den 30 DAX-Unternehmen aufgeschlüsselt nach verschiedenen Kriterien
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„DAX-Konzerne mehrheitlich in ausländischer Hand“ kann man manchmal in der bürgerlichen Presse lesen. Zuletzt rechnete das Handelsblatt vor, dass die in ausländischem Besitz gehaltenen Aktienanteile bei den 30 DAX-Konzernen im Durchschnitt 52,6% betrugen. (HB 17.12.2007) Wäre es so simpel, dann wären bei einer durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz von 45,9% (Zahl aus 2005) und deutschen Anteilen von 47,4% (100-52,6) alle 30 DAX-Konzerne fest in deutscher Hand, da 47,4% auf nur von der Hälfte der Aktionäre besuchten Hauptversammlungen über 80% der Stimmen bedeuten würden, zumal ja die „Fremden“ sich über viele Länder verteilen. In der Realität sagt die breite Streuung der Anteile wenig aus über die Machtverhältnisse in den Konzernen. Möglichst breite Streuung, auch über viele Länder verstreute Mobilisierung von Kapital kann sehr wohl mit Zentralisierung von Macht und Kontrolle bei wenigen Haupt- und Großeigentümern einhergehen. Das Beteiligungssystem ist seit länger als 100 Jahren bewährtes Mittel, um die breite Mobilisierung von Kapital mit der ständig voranschreitenden Konzentration und Zentralisation des Eigentums zu verbinden. Das Vermögen von Deutschen im Ausland ist übrigens mehr als doppelt so hoch wie das von Ausländern in Deutschland. Die Schlagzeile von den „deutschen Firmen in fremder Hand“ erweist sich so als eine der Formen der Anonymisierung von Besitz und Reichtum in einem Land wie Deutschland, das zu den reichsten Ländern der Welt zählt, die mit der höchsten Dichte an Milliardären und Multimillionären aufwarten können. Nebenstehende Tabelle aus dem Handelsblatt 8.3.2005 zeigt eine regionale Aufschlüsselung der Aktionäre der DAX-30-Konzerne. Die Haupt- und Großeigentümer der 100 größten deutschen Konzerne 2008 haben wir auf der Tabelle: Eigentümer der 100 größten BRD-Konzerne erfaßt. Hier ist der Link: Eigentümer der 100 größten Konzerne der BRD |