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Ich habe bemerkt, daß oft Informationen zum Tibetischen Rad gesucht werden. Ich kann euch das Tibetische Rad gerne mailen, wenn Ihr wollt. Das mag mal 2 bis 3 Tage dauern, aber dieses Angebot mache ich euch.
Ich bin im Moment sehr faul beim Augentraining. Ich schaffe gerademal die Akkupressur und das Joggen und Walken ohne Brille. Aber damit halte ich mein Niveau und das ist ja auch was. Seit dem letzten Juni habe ich "Mücken" im linken Auge. Eigentlich ist es ein fetter Brummer geradeaus und ein ganzes Gitter oben links. Ich schiebe es auf meinen Zeckenbiss mit Borrelieninfektion, aber das bestätigt kein Arzt. Allerdings lebe ich ja in keiner Borreliose-Gegend und die Ärzte ignorieren sowas einfach. Wenn, dann hatte ich ja eher weniger Beschwerden und bin überhaupt nur durch das Auge auf die Idee gekommen, das ich eine Borreliose habe. Das ganze macht meinem linken Auge natürlich zusätzliche Probleme beim Klarsehen. Im Sommer allerdings mehr, da es viel heller ist. Naja, vielleicht wage ich ja noch einen Versuch beim Augenarzt...
Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, meine Brille irgendwann mal wegwerfen zu können.
Meine Augenübungen mache ich recht sporadisch. Im Winter immer viel weniger als den Rest des Jahres. In diesem Jahr hoffe ich auf eine Brille ohne Astigmatismus. Das Tibetische Rad mag ich jetzt schon sehr gerne.
Was tue ich dafür?
Sport:
alles was Hals und Schultern lockert ist gut
im Yoga gibt es Augenübungen
mir tut auch Joggen gut (ohne Brille)
Blinzeln nicht vergessen
Entspannung:
Palmieren
Akkupressur (für Kurzsichtigkeit) ist sehr hilfreich, mache ich mit am häufigsten
Energieübung von Leo Angart
Visualisierungsübungen
Ernährung:
gesund ist immer gut
Sonstiges:
so oft wie möglich ohne Brille gehen
Brillenstärke nach Tätigkeit wählen (ich habe drei verschiedene Stärken, 100%, 75% und 50%; 75% ist jetzt meine Hauptbrille, die 100% ist mir zu stark)
Tibetisches Rad
Schnurübung
Kommen-und-Gehen-Übung
Kreisübung
kreatives Denken üben
Nintendo DS Augentraining (verspreche mir davon nicht alzuviel)
Drei Tage ohne Brille:
Nur drei Tage ohne Brille bringt den Augen eine Menge. Natürlich muß man sowas planen, wenn man so blind ist wie ich (-8,0;+2,5; 90°). Habe mir nicht gerade den Wocheneinkauf geplant und auch keinen Kinobesuch, keine Autofahrt usw... Ich war mehrmals kurz davor, in Panik auszubrechen und meine Brille wieder aufzusetzen. Aber ich habe ausgehalten. Nach drei Tagen konnte ich mit meiner 75%-Brille 100% sehen. Leider macht Streß vieles wieder kaputt. Man müßte es häufiger machen. Aber immerhin braucht man nach einem streßigem Jahr nicht gleich eine stärkere Brille, sondern nur eine Entspannungs-Pause. Und wenn die Brille nicht mehr stärker wird, hat man auch gewonnen, oder? Seit über 10 Jahren hat sich meine Brillenstärke nicht verstärkt, sondern minimal verringert, trotz viel Lesen, PC, Fernsehen und Streß.
Meine Einstellung zum Sehen insgesamt hat sich verändert. Wer sagt denn, das ich immer alles ganz genau sehen muß, egal wie müde und abgespannt ich auch bin. Aber das ist eine "Macke" von Brillenträgern, immer muß alles klar sein. Die Menschen ohne Brille sehen auch nicht den ganzen Tag/das ganze Jahr gleich gut.
Ein Tag ohne Sehen
Irgendwie widerstrebte es mir auf´s Sehen zu verzichten, im Dunkel zu sein.Aber dann habe ich mich dazu aufgerafft. Jeglichen gesllschaftlichen Umgang habe ich für diese 24 Stunden gestrichen. Habe für mich und die Katzen alles vorbereitet, zu Essen, zu Trinken, zum Anziehen, Uhrzeiten (habe ja keine sprechende Uhr), Beschäftigungsmöglichkeiten (CD´s, Radio usw.).
Den Beginn der Verdunkelung habe ich noch bis 13.30 Uhr hinausgezögert. Nach zwei Stunden war mir schon langweilig. Ohne Sehen fehlt ein entscheidender Wahrnehmungssinn. Ich habe ein wenig Gymnastik für Hals und Schultern gemacht und natürlich auch ein paar Augenübungen. Später dann eine ausggiebige Reikibehandlung. Besonders witzig (wenn man weiß das es vorübergeht) war das Essen. Man weiß gar nicht, wo man auf dem Teller suchen soll, wieviel man auf dem Löffel hat und ob es wirklich alle ist... Gefährlich war das Aufgießen von Kaffee, auch wenn ich das Wasser habe kurz abkühlen lassen. Mit dem Finger habe ich immer gefühlt, wie voll die Tasse etwa ist. Abends tat mir der Hals weh vom Stillhalten. Es gab ohne Sehen keinen Grund den Kopf zu bewegen. Fernsehen ohne Bild ist auch todlangweilig. Es ist halt kein Hörspiel. Die Hälfte entgeht einem total. Meine Katzen haben das Experiment auch überlebt, habe sie nicht getreten oder so. Die Orientierung habe ich öfter leicht verloren. Die Richtung war immer etwas anders, als ich dachte. Aber insgesamt findet man sich zurecht. Morgens bin ich gar nicht richtig wach geworden, da ja die Augen zu blieben. Habe auch wieder überlegt, einfach aufzuhören. Zum Glück rief nach dem Frühstück eine Freundin an und ich habe die richtige Taste zum Abheben gefunden. Dann habe ich noch eine Meditation gemacht und plötzlich war die Zeit um. Juchhu.
So, und was hat mir das Ganze nun gebracht?
Als ich die Augen wieder aufgemacht habe, war mir erst mal schwindlig und leicht übel, irgendwie von den Augen her. Objektiv mit meiner Sehtafel hat es mir nicht viel gebracht. Lesen ist eh immer ein Problem. Aber subjektiv war es doch ein Erfolg. Meine Umgebung habe ich danach besser gesehen. Konnte die Uhr in der Küche aus einer größeren entfernung erkennen und später auch fernsehen ohne Brille.
Erfolgreicher als drei Tage ohne Brille war es nicht. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich lieber blind wäre als taub. Zum Glück kann man es sich ja nicht aussuchen, und das ist gut so.
Buchtipp
"Natürliche Gesundheit für die Augen" von Jacob Libermann
"Vergiss deine Brille" von Leo Angart
Ich habe 6 oder 7 Bücher zum Thema Augentraining/Sehkraftverbesserung gelesen. In diesen Büchern ist alles drin, plus interessante Denkansätze.
Juli 2010
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