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| Teil I |
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Otto NagelBerlin 1945 I. (1948/1955)(von 1948/1955)Das Bild wurde aus der Erinnerung gemalt. Nur wenige Künstler wagten sich in jenen Jahren an die Darstellung unzivilisierter Zerstörung. Einer der wenigen war der Berliner Maler, Graphiker und Kunstschriftsteller Otto Nagel (1894 - 1967). Sein Bild zeigt Berlin in seiner schlimmsten Zeit. Die Straße nur von Ruinen begrenzt, liegt im naßkalten Regen. Nicht ein bewohntes Haus ist erkennbar. Die gebeugten Menschen gleichen Schatten. Die Bäume verstümmelt und leblos. Alles erscheint uns niedergeschlagen - aber am rechten Bildrand beginnt man mit der allerersten notwendigen Arbeit: Wegräumen der Trümmer... |
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Paul Fuhrmann1945AquarellAls Mitbegründer der Berliner ASSO und als Mitglied der Künstlervereinigung "Die Zeitgemäßen" engagierte sich der Maler für eine Kunst, die eine klasseenkämpferische Orientierung gab. 1933 durch ein Berufsverbot und mit einer Ausstellungssperre gemaßregelt, durchlebte Paul Fuhrmann (1893 - 1952) sorgenvolle Jahre mit Arbeitslosigkeit und Krieg. Obwohl er an Tuberkolose erkrankte, wurde er dienstverpflichtet und mußte zu Sondereinsätzen nach den Bombenangriffen zur Bergung der Leichen und half bei der Rettung Verschütteter. Diese Erlebnisse widerspiegeln sich in seinem äußerst modern wirkenden Simultanbild von 1945, das auch die Verbindungen zwischen den Kriegstreibern und den Führergestalten entlarvt. Die Vielschichtigkeit der Qualen der deutschen Bevölkerung durch die Kriegsgeschehnisse zeigen sich hier auf unterschiedlichen Ebenen. Der brutale Zwang, der den Menschen nur die Wahl zwischen Konzentrationslager oder bereitwilligem Folgen als Kanonenfutter ließ, wird drastisch vorgeführt. Das Massensterben während der totalen Zerstörung deutscher Städte im Inferno des Bombenkrieges wirkt somit wie ein zwangsläufiges Resultat, dem die Menschen willkürlich ausgesetzt wurden. |
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Hans GrundigVision - Triptychon Mitteltafel1936Der Mitbegründer (1930) der Dresdner Gruppe Asso (Assoziation revolutionärer bildender Künstler) erhielt 1934 Berufsverbot und wurde 1940 in das KZ Sachsenhausen eingeliefert, später kommandierte man ihn in ein Strafbataillon der deutschen Wehrmacht. Der Künstler nahm am II.Weltkrieg teil und lief 1944 zur Roten Armee über. Er kehrte 1946 nach Dresden zurück und wurde Professor und Rektor der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bis 1948. 1956 sollte sein Bild Ächtet die Atombombe! (1954) nicht ausgestellt werden, der Künstler konnte sich jedoch durchsetzen. Grundig erhielt keine sogenannten Staatsaufträge der DDR. |
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| Mittelteil des geplanten Atomkriegs-Triptychons 1958 und linker Flügel 1954 | ||
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Sammlung Kurt Junghanns
über das Bild Ächtet die Atombombe! (1954) |
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| über Kurt Junghanns |
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Oskar NerlingerDeutsche Landschaft 194519451925 ist Nerlinger der Kopf der Gruppe "Die Abstrakten"(später "Die Zeitgemäßen"), drei Jahre später Mitglied der KPD. Nach 1933 erhält er Ausstellungsverbot. Nach dem Kriegsende bis 1951 Professor an der Berliner Hochschule für Bildende Kunst. Mit Karl Hofer bringt er 1947 bis 1949 die Zeitschrift Bildende Kunst heraus. 1955 bis 1958 Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. |
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| weiterführende Links: Nerlinger 1948 : in den zwanziger Jahren war die Abstraktion als ein "formaler Reinigungsfaktor" berechtigt, aber nun habe diese Kunst nur noch einen "scheinrevo-lutionären" Charakter... |
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Max LingnerZwei Kriege - zwei Witwen1946 |
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Alice Lex-NerlingerHungernde Kinder vor einem Bäckerladen1945Die deutsche Grafikerin und Fotografin studierte an der Berliner Schule für Kunst und Gewerbe. Sie arbeitete mit Fotographien und Animationsfilmen. Als Mitglied der KPD seit 1928 gestaltete sie politische Plakate. Nach einer Freiheitsstrafe 1933 ging sie in die "innere Emigration" und veröffentlichte keine Arbeiten bis 1945. Lex-Nerlinger wurde eine bekannte Künstlerin in der DDR. |
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| Nerlinger Archiv |
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Arno MohrLandaufteilung 1945(von 1949)Begonnen als Schildermaler, ab 1933 Studium an der HbK Berlin-Charlottenburg, arbeitete ab 1934 freiberuflich. Bis zu seinem Kriegsdienst 1943 Gelegenheitsjobs als Zeichner. 1946 Rückehr nach Berlin. An die neu gegründete Kunsthochschule Weißensee berufen wirkte er dort bis 1975 als Professor. Seit 1972 Mitglied der Akademie der Künste der DDR |
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| zu den Bauernbildern |
Hommage á Arno Mohr zum 95zigsten Bild aus der Galerie im Palast der Republik |
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Karl HoferIndustriewerk1947 |
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Ausstellung 2002 Ausstellung 2008 weitere Recherchen: |
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Rudolf BerganderTrümmerfrauen1954Ausbildung zum Porzellanmaler in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen. 1929 bis 1932 Studium an der Akademie für Bildende Künste Dresden. Seit 1928 Mitglied der KPD, 1929 Mitglied der ASSO. 1933 bis 1940 arbeitete er als freischaffender Künstler in Meißen, bis 1945 war er Kartenzeichner bei der Wehrmacht. Ab 1947 Mitglied der Dresdner Künstlergemeinschaft "Das Ufer". Seit 1949 lehrte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, von 1953 bis 1958 und von 1964 bis 1965 als deren Rektor. |
| Links zu weiteren Bildern | |||
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Wilhelm Rudolph "Münzgasse - Neumarkt" 1945 - 1946 Rohrfeder in Tusche auf Papier 34,9 x 29 cm Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Kupferstichkabinett |
Wilhelm Lachnit Der Tod von Dresden 1945 Mischtechnik auf Leinwand, 200 x 113 cm Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden |
Ernst Hassebrauk
"Flucht aus dem brennenden Dresden" 1957 Öl auf Leinwand, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Gemäldegalerie Neue Meister |
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| Wilhelm Rudolph Holzschnittfolge: Dresden 13. Februar 1945, Am Amalienplatz 1947 Holzschnitt (Handdruck) · 52 x 64,5 cm · 39,7 x 50 cm weitere Bilder |
Zerstörtes Berlin Radierung 1947 |
Lea Grundig "Ächtet die Atombombe!" 1948 (?) Grafik, Zeichnung (?) Tusche, Pinsel (?) 70,8 x 52,5 cm Ort unbekannt Recherche: Literatur: Hütt, Lea Grundig, Dresden 1971 Abb. 113 (?) |
Trümmerfrauen - Ruinenlandschaften (∉)
Zeichnungen von Josef Hegenbarth und Wilhelm Rudolph Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts 25. Januar bis 30. April 2005 In 150 Federzeichnungen dokumentierte Wilhelm Rudolph in einer lapidaren und aufwühlenden Zeichenweise unmittelbar nach dem Angriff die Zerstörung seiner Heimatstadt. Eine Auswahl davon wird vereinigt mit farbigen Pinselzeichnungen von Josef Hegenbarth, der in den szenischen Darstellungen mit Trümmerfrauen dem Lebensmut und Aufbauwillen der Dresdner Bevölkerung ein ehrendes Gedenken setzt. Die Ausstellung ist dem 60. Jahrestag der Zerstörung Dresdens durch anglo-amerikanische Bomberverbände am 13. Februar 1945 gewidmet. |
| In Dresden fand vom 25.08. bis 29.10.1946 die 1.Allgemeine Deutsche Kunstausstellung statt. Sie galt als erste umfassende Schau ihrer Art in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Abstand von anfangs vier, später fünf Jahren wurde in Dresden die Deutsche Kunstausstellung, ab 1972 als Kunstausstellung der DDR ausgerichtet, die letzte von Oktober 1987 bis April 1988. |
Literatur-Hinweis: Schuld und Sühne?: Kriegserlebnis und Kriegsdeutung in deutschen Medien der Nachkriegszeit(1945-1961): Internationale Konferenz vom 01.-04.09.1999 in Berlin Von Ursula Heukenkamp S.247-249 Veröffentlicht von Rodopi, 2001 ISBN 9042014253, 9789042014251 827 Seiten Zeichenhinweis: Mit (∉) versehene Internet-Quellenangaben wurden aus Aktualitätsgründen, oder gemäß dem Rundfunkänderungsstaatsvertrag oder aus anderen Gründen als Linkverbindungen aus dem Internet entfernt. |
| Bilder nach 1945 (Teil II) | Medaillen | Bauernbilder | Federzeichnungen | Wilhelm Rudolph | Paul Seifert | zum Anfang |
Dipl.Ing. Hans Lorenz
2. Februar 2012 (VI)WB To