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zu einigen Besonderheiten in der modernen Geschichte |
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Ereignisse nach 1989 |
Hinweise |
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| 9.November 1989 |
sogenannter "Fall der Mauer" |
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| 28.November 1989 |
Helmut Kohl legt in Bonn sein "Zehn-Punkte-Programm" vor. |
Außenminister Schewardnadse bezeichnet später das "Zehn-Punkte-Programm" Kohls als "mit gefährlichen Konsequenzen befrachtet".
Bush, dem der Text eine Stunde vor Redebeginn nach Washington gekabelt wird, bewertet diesen Plan in erster Linie als "Anstachelung zur Wiedervereinigung."
Im Weißen Haus lautet die Lagebeurteilung:
Der Kanzler hat mit dem Plan die Handlungsinitiative ergriffen. Sie muß von amerikanischer Seite gebremst werden. |
| 30.November 1989 |
Alfred Herrhausen, der Chef der DEUTSCHEN BANK, wird ermordet.
Der Mord an Herrhausen erinnert in fataler Weise an die Kriminalgeschichte der Geldboose des Jahres 1932, in der der schwedische Großindustrielle Kreuger auf ungeklärte Weise zu Tode kam.
Herrhausen hatte seine eigenen Pläne mit der Deutschen Bank. So plante er die Übernahme der britischen Bank Morgan Grenfell 1989.
Sie ist ein englischer Abzweig des Morgan-Imperiums. Schlagzeilen machte auch sein Eintreten für einen teilweisen Schuldenerlass für
Entwicklungsländer auf einer Tagung der Weltbank in Washington zwei Jahre zuvor.
Bedeutsamer und unbekannter sind seine Ambitionen unabhängig vom IWF "Polen wirtschaftlich zu entwickeln".
Und er war einer der wichtigsten Ideengeber für Kohls "Zehn-Punkte-Programm".
Der Mord an den Bankchef ist damit auch anders zu interpretieren als alle RAF-Enten. Der gesamten deutschen Führungsschicht ist klares Signal gesetzt:
Sollte sie es wagen, auch nur daran zu denken, die politische Kontrolle der Besatzungsmächte abzuschütteln,
dann wird ihr dasselbe passieren! Offenbar spricht man seit dem auf Führungsetagen betont "englisch".
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| 12.Dezember 1989 |
Am 12. Dezember 1989 treffen sich die Botschafter der vier Siegermächte in Berlin - erstmals nach 20 Jahren wieder im Alliierten Kontrollratsgebäude. |
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| 19.Dezember 1989 |
Am 19. Dezember 1989 besucht Kohl bei seinem ersten offiziellen Besuch in der DDR die Stadt Dresden, wo er von Zehntausenden begrüßt wird. Das wird "für ihn das Schlüsselerlebnis auf dem Weg zur Einheit."
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| 15.Januar 1990 |
Mit der "Erstürmung der Stasi-Zentrale" der in der Ost-Berliner Normannenstraße wird deutlich gemacht, daß die staatlichen Organe der DDR offiziell funktionsuntüchtig sind.
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| 19.Februar 1990 |
Am 19. Februar 1990 sprachen prominente Mitglieder der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Martin Luther Kings, die zur Unterstützung der "friedlichen Revolution" nach Deutschland gekommen waren, auf einer Großdemonstration in Leipzig.
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In der DDR gab es keine Benachteiligung "farbiger" Bevölkerungen. Nationalistische Parolen standen unter strengster Strafandrohung. Politisch Verfolgte (zB. Flüchtlinge aus Chile oder aus Palästina ) wurden aufgenommen. Für sie bestand die Möglichkeit deckender Namensänderungen zum persönlichen Schutz. Auch antisemitische Propaganda war verboten und stand unter strafrechtlicher Verfolgung (Artikel 6 der Verfassung der DDR) und wurde u.a. vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer kontrolliert. |
| 8.März 1990 |
Am 8. März 1990 beschloß die letzte Volkskammer der DDR die Gründung der Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums (Treuhandanstalt) mit dem Zweck der "Wahrung des Volkseigentums". In der Regierung de Maizière ist nicht mehr von "Volkseigentum" die Rede, im Gesetzesblatt vom 22.6.1990 heist es "Privatisierung und Reorganisierung".
Artikel 12 der Verfassung der DDR:
Die Bodenschätze, die Bergwerke, Kraftwerke, Talsperren und großen Gewässer, die Naturreichtümer des Festlands, größere Industriebetriebe,
Banken und Versicherungseinrichtungen, die Verkehrswege, die Transportmittel der Eisenbahn, der Seeschiffahrt sowie der Luftfahrt, die Post- und Fernmeldeanlagen sind Volkseigentum. Privateigentum daran ist unzulässig. |
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Das offene Geheimnis der NATO:
(siehe Generalvertrag!) Die Bundesrepublik Deutschland bleibt ein besetztes Land. In allen wichtigen Fragen behalten sich die drei westlichen "Siegermächte des Zweiten Weltkrieges" das "letzte Wort" vor.
Sie rücken nicht von ihren "besonderen Rechten" bezüglich Deutschlands als Ganzem ab. Die Westmächte zählen dabei fest auf den vorauseilenden Gehorsam der Bundesregierungen. Die Bundesregierung hat keine Schritte zu unternehmen, ohne sie nicht vorher mit den Botschaftern der Westmächte abgestimmt zu haben.
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| Sommer 1990 |
August 1990 Rohwedder berufen.
Rohwedder vertrat eine Minderheitsposition im Vorstand der Treuhand. Birgit Breuel, die sich als niedersächsische Wirtschaftsministerin mit einer spektakulären "Entstaatlichungs- und Entbürokratisierungskampagne" bereits einen Ruf als Privatisiererin erworben hatte, hat im Treuhand-Vorstand die genau gegenteilige Position. Sie will eine sofortige Privatisierung ohne soziale Rücksichten!
Aber Rohwedder kam nicht nur durch die Privatisierungsfraktion im Treuhand-Vorstand unter Druck; auch britische und amerikanische Consulting-Firmen und Investmentbanken warfen ihm vor, ausländische Investoren zu blockieren, und es wird vorgeschlagen, "die ganze Privatisierung an private Investmentbanken abzugeben", welche dann für ein Erfolgshonorar arbeiten sollten. (Handelsblatt 26.11.1990) Auch CDU-Politiker griffen Rohwedder scharf an, darunter Biedenkopf und Geißler.
Seine Erfahrungen mit der explosiven sozialen Lage bestärkten Rohwedder hingegen nur, daß "Sanierung" der Betriebe "vor Privatisierung" gehen müsse, weil die Arbeitsplätze erhalten werden müßten.
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Birgit Breuel ist die Tochter des Hamburger Privatbankiers Alwin Münchmeyer. 1969 fusionierte die Münchmeyer-Bank mit zwei anderen "traditionsreichen" Banken, dem Hamburger Bankhaus Schröder und der Frankfurter Bank Hengst & Co., zur Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. Bank. Die Schröder-Bank hatte in der Vergangenheit langjährige Beziehungen zum amerikanischen Investmentbanking.
Der frühere Chef der Schröder-Bank, Baron Rudolph von Schröder, war vor dem Zweiten Weltkrieg Vizepräsident der Hamburg-Amerika-Linie (heute Hapag Lloyd), die damals eine Tochterfirma der US-Investmentbank Brown Brothers Harriman war. Brown Brothers Harriman war auch die Bank des Großvaters von George W. Bush, Prescott Bush, über die Gelder an die Nazis flossen.
Rudolph von Schröder war ein enger Bekannter Averill Harrimans, eines Miteigentümers der Hamburg-Amerika-Linie, der eine federführende Rolle in der berüchtigten Eugenik-Gesellschaft in den USA spielte, die ihrerseits die größten Sympathien für die Rassentheorie der Nationalsozialisten hatte. Ein Familienmitglied war Kurt von Schröder, Mitdirektor der Thyssenhütte.
Birgit Breuel baut die Treuhand im Interesse der internationalen Investmentbanken um. Es schalten sich immer mehr Banken ein, die eine Art Maklerrolle bei Unternehmensverkäufen spielen. Die Treuhand arbeitet fortan eng mit Goldman Sachs, S.G. Warburg,
CSFB Credit Suisse, First Boston, J.P. Morgan und Merryll Lynch zusammen. Äußerst zufrieden berichtete Goldman Sachs, man habe den Auftrag erhalten, für alle zehn Unternehmen der Petrochemie in den neuen Bundesländern internationale Käufer zu finden.
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Quelle
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| 3.Oktober 1990 |
offizielles Datum der "deutschen Einigung" |
| 1.April 1991 |
Anschlag auf Rohwedder
Die Kriminalfälle der Geldbosse setzen sich fort.
Rohwedder wird erschossen. Die Umstände
bleiben wie üblich unaufgeklärt. Eine Woche vorher erschien eine
Meldung über die RAF-Stasi-Verbindung , die sich alsbald als Medienente herausstellte.
Nach der Ermordung von Treuhand-Chef Rohwedder im April 1991, dessen wirtschaftspolitisches Denken wahrscheinlich dem Herrhausens ähnelte, ist in den "neuen Bundesländern"
eine radikale Deindustrialisierung zu beobachten, die den Verdacht bestärken dürfte, das gezielt eine Massenarbeitslosigkeit herbeigeführt werden soll!
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| September 1991 |
Laut einer von US-Präsident Bush (Senior) in Auftrag gegebenen CIA-Studie,
deren Inhalt in dieser Zeit an die Öffentlichkeit gelangte, wurde bewußt entschieden, Rußland auf dem Wege der IWF-Vorschläge radikal zu schwächen.
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| März 1998 |
Bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt stimmt ein Drittel der Wähler für extremistische Parteien!
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| 2002 |
Dieses Jahr ist statistisch von Bedeutung, weil:
Im 12. Jahr der "Wiedervereinigung" besitzen die 100 reichsten Bundesbürger soviel Vermögen, wie vier Jahre vor der Vereinigung in Westdeutschland an Bar-und Bankgeld existierte.
Von Verarmung kann im "geeinigten Deutschland" also keine Rede mehr sein!
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| 19.Dezember 2003 |
An diesem Tag werden die historischen Erfahrungen mit den Brüning-Notverordnungen ignoriert. Eine sozialdemokratisch-grüne Bundesregierung beschließt im Einvernehmen mit den Oppositionsparteien CDU/CSU und FDP das Ende des bundesrepublikanischen deutschen Sozialstaats, wie er bis 1989 in Konkurrenz zur Deutschen Demokratischen Republik bestand.
Von den insgesamt 15 Gesetzen, die an diesem Tag im Bundestag verabschiedet wurden, beschneiden zehn direkt oder indirekt die sozialen Errungenschaften der arbeitenden Bevölkerung, die in Jahrzehnten (!) durch harte gewerkschaftliche Kämpfe durchgesetzt werden konnten.
96 Prozent der Bundestagsabgeordneten stimmen den Angriffen auf die soziale Lage der Bürger zu.
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ähnlich den
Notverordnungen der Weimarer Republick wurden folgende Maßnahmen durchgesetzt:
- Steuer"reform": Senkung des Sparerfreibetrag ebenso die
Senkung der Arbeitnehmersparzulage
Reduzierung der Pendlerpauschale
Reduzierung der Eigenheimzulage
- drastische Erhöhung der Tabaksteuer
- die Voraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosengeld werden drastisch verschärft, ab 2005 wird die Bezugsdauer generell auf zwölf Monate beschränkt
- der Regelsatz der Arbeitslosenhilfe liegt auf Sozialhilfeniveau und beträgt 345 Euro in West- und 331 Euro in Ostdeutschland
- Jugendliche erhalten keine "Leistung"
- Wer länger als zwölf Monate arbeitslos ist, gilt als Langzeitarbeitsloser
- Verschärfung der Zumutbarkeitsregelung für Arbeitslose, der Lohn darf weit unter Tarif liegen, Stundenlöhne von 1 oder 2 Euro sind erlaubt
- Rentner erhalten erstmalig seit Bestehen der Bundesrepublik keine Erhöhung ihrer Bezüge Für Neurentner wird die monatlich Rentenauszahlung auf Ende des Monats umgestellt Neurentner, die Direktversicherungen abgeschlossen oder in private Pensionskassen einbezahlt haben, müssen mit fünfstelligen Einbußen rechnen, weil sie bei künftigen Einmalauszahlungen für Sozialbeiträge herangezogen werden.
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1992 bis 2006 |
Investitionen des Bundes in Prozent des Bruttoinlandprodukts
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Fünfzehn Jahre später werden die Tageszeitungen wie folgt diese Entwicklungen völlig erstaunt beschreiben, als hätte es vorher niemand sehen können:
"Seit Anfang der Neunziger ist der Anteil der staatlichen Investitionen an der Wirtschaftsleistung fast jedes Jahr gesunken, in den vergangenen vier Jahren hat der Staat unter dem Strich sogar mehr abgeschrieben als investiert – und damit Vermögen (**) verzehrt. Heute hat Deutschland die zweitniedrigste Investitionsquote in Europa, in den Vereinigten Staaten ist sie fast zweieinhalbmal so hoch."
DIE ZEIT, 27.6.2007 (Internetausgabe)
(**) Statt Vermögen müßte es hier genauer heißen: Staatsvermögen.
Die JUNGE WELT schreibt dazu am 15.Juni 2007:
"Nach der Verleihung des Exportweltmeistertitels, dem imposanten Wachstum des Bruttoinlandsprodukt und der drastischen Reduzierung der Nettokreditaufnahme der öffentlichen Haushalte kann das Finanzministerium nunmehr eine deutlich gesunkene Staatsquote verzeichnen...
Binnen vier Jahren sank diese Quote, mit der der Anteil der öffentlichen Ausgaben an der wirtschaftlichen Gesamtleistung angegeben wird, von 48,5 auf 45,6 Prozent...
Aus der ... Analyse des Finanzministeriums geht hervor, daß die gesunkene Staatsquote mitnichten auf das Wirtschaftswachstum, sondern auf rigiden Sozialabbau und Ausgabensenkungen für die öffentliche Infrastruktur zurückzuführen ist...
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| 2004 |
Montagsdemonstrationen
Als Initiator gilt Andreas Erholdt, ein arbeitsloser Bürokaufmann aus Magdeburg,
wo er die ersten Montagsdemonstrationen organisierte.
Auf einem ihrer Höhepunkte, z.B. am 30. August 2004 demonstrierten in über 200 Städten mindestens 200.000 Menschen gegen
die von der sozialdemokratisch-grünen Regierung duchgeprügelte Hartz IV-"Reform" und die damit verbundene
Streichung der Arbeitslosenhilfe. Eine weitere politische Dimension erhielten die Demonstrationen während der
Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg.
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 Montagsdemonstration in Berlin am 13.September 2004 |
| 2005 |
Immer deutlicher wird in diesem Jahr das Interesse an Wertpapieren, die sich auf Städteeigentum der ehemaligen DDR und der
Volksrepublik Polen beziehen. Vor 1989 waren diese Papiere völlig wertlos, weil die ihnen entsprechenden materiellen
Mittel im Krieg völlig zerbombt wurden und von der dort lebenden Bevölkerung
(wohlbemerkt ohne Marhallplanhilfe aus den USA) selbständig wieder aufgebaut wurden!
Hier auszugsweise einige Beispiele:
Landkraftwerke Leipzig in Kulkwitz - Energie Aktiengesellschaft Leipzig 1926
Sächsische Landespfandbriefanstalt 1925
Märkisches Elektrizitätswerk Aktiengesellschaft 1928
Deutsche Rentenbank u. Landwirtschaftliche Zentralbank 1925
Deutsche Bau- und Bodenbank 1925
Überlandzentrale Pommern AG (Pommerania Electric Company) Stettin 1928
Leipziger Messe- und Ausstellungs-Aktiengesellschaft 1928
Freistaat Anhalt 1926
Stadt Dresden (City of Dresden) 1925
Nur, und nur in diesem Zusammenhang sind die merkwürdigen hastigen Bestrebungen zu beobachten, die selbst von
"linken" Kommunalbehörden unternommen werden, ehemaliges Volkseigentum wieder zu privatisieren.
Wieviel Provision werden sie
versprochen bekommen haben? Und wieviel "Erfahrungen" wird die Sozialdemokratie beigesteuern ,
die in den 1920er Jahren selbst äußerst aktiv an der Verscherbelung von damals noch kommunalem Eigentum beteiligt war!
Die SPD sprach damals das Wort von der "Dollar-Sonne". Diese Dollar-Sonne von vor über achtzig Jahren beschehrt uns jetzt
neue Schatten in der "Staatsverschuldung" .
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Diejenigen, die z.B. nebenstehende Wertpapiere besitzen, durch Vererbung oder Kauf oder Diebstahl, sind vermutlich sehr vermögend.
Sie wurden im Zeitraum 1924 bis 1930 herausgegeben von den Banken für die "hochverschuldeten" deutschen Städte und Gemeinden , der Weimarer Regierung
oder für deutsche Firmen in "wirtschaftlich schwieriger Lage". Man konnte sie vor allem in New York oder London kaufen.
Einer dieser "Bonds" im Nominalwert von 1.000$ in Gold könnte heute den Wert
von rund einer halben Million $ haben, falls die heutige deutsche Regierung dazu verurteilt wird, das Nominalkapital
und für circa 80 Jahre die rückständigen Zinsen zurückzuzahlen. Man konnte über 120 verschiedene Ausgaben "auffinden",
die einer Rückzahlungssumme von insgesamt rund 80 Milliarden entsprächen!
Eine Vereinigung amerikanischer Wertpapierbesitzer versucht
die Bundesrepublik Deutschland zu zwingen, dass sie weiteren zu allen bisher geleisteten "Zahlungsverpflichtungen" nachkommt.
Papiere der Dawes-Anleihe (links) und der Young-Anleihe (rechts) aus den 1920er Jahren  |
| 2005 |
(Quelle:www.staatsverschuldung.de) |
Anteile der Gläubiger ("Investoren") an den Staatsschulden (*) der BRD Zahlen der Bundesbank Stand 2005
(*) Staatsschulden sind genauer betrachtet verzinsliche Wertpapiere, die von denen, die es sich leisten können, zur fortgesetzten Vermögensbildung für sich und ihre Nachfahren benutzt werden. Je höher die Staatsverschuldung, desto größer die Vermögensbildung.
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| 9.Mai 2007 |
Angaben zum Vergleich mit der Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland
Der Young-Plan, dem der Reichstag 1930 seine Zustimmung gab, sah
für die Jahre 1931 bis 1988 folgende Zahlungen an die Siegermächte vor:
| 1931 bis 1940 |
18,6 Mrd RM |
| 1941 bis 1950 |
22,1 Mrd RM |
| 1951 bis 1960 |
23,6 Mrd RM |
| 1961 bis 1970 |
20,8 Mrd RM |
| 1971 bis 1980 |
16,7 Mrd RM |
| 1981 bis 1988 |
11,2 Mrd RM |
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In der Zeitung "Der Tagesspiegel" (9.Mai 2007) veröffentlicht der Bundesfinanzminister Peter Steinbrück (SPD)
unter der Artikelüberschrift:
"Es ist nicht Weihnachten - Die Mehreinnahmen müssen in den Schuldenabbau fließen" folgende Zahlen:
- die Staatsverschuldung beträgt 1 500 Mrd.Euro
- sie wächst im aktuellen Jahr um 19 Mrd. Euro
- die jährlichen Zinsen,
die die Bundesrepublik aufbringen muß,
belaufen sich auf 40 Mrd. Euro
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Zu den Profiteuren der "Globalisierung" zählen u.a. die Investmentbanken, die für ihre "Beratungsleistungen" hohe Honorare einstreichen. Unternehmen wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan, Citigroup, Merrill Lynch und UBS haben allein im Jahr 2006 im weltweiten Geschäft mit Übernahmen zusammengenommen über neun Milliarden US-Dollar an Gebühren kassiert. Die DEUTSCHE BANK schaffte es in den Jahren 2005 und 2006 mit Einnahmen in Höhe von 602,9 US-Dollar bzw. 842,1 Millionen US-Dollar unter die Top 10 (siehe Tabelle).
(Hinweis HL: Auszüge aus der Tabelle1)
| Bankhaus |
2006 eingenommene Gebühren in Mio US-$ |
Anzahl der betreuten Fusionen und Übernahmen |
2005 eingenommene Gebühren in Mio US-$ |
Welt-Rang |
| Goldman Sachs |
2310,7 |
377 |
1672,7 |
1 |
| Morgan Stanley |
1700,3 |
323 |
1237,5 |
2 |
| JP Morgan |
1433,6 |
334 |
1087,6 |
4 |
| DEUTSCHE BANK |
842,1 |
210 |
602,9 |
9 |
Quelle: Über Konzentrationsschübe, zunehmende Wirtschaftsmacht und die »Wettbewerbspolitik« der Europäischen Union
Von Lydia Krüger in Junge Welt v. 13.6.2007 Seite 10-11
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Beispiel eines Demonstrationsaufrufes:
Montags auf die Straße!
Saarbrücker Montagsdemonstranten
Es wurde mehrfach der Wunsch an uns herangetragen, dass man auch hier in Saarbrücken eine Möglichkeit geben sollte, seine Ablehnung zu G8 und Globalisierung bzw. sein Erschrecken über Demontage von Meinungs- und Demonstrationsfreiheit durch die deutsche Regierung zum Ausdruck zu bringen.
Die nächste Montagsdemo am Montag, den 4.Juni bietet nun diese Möglichkeit und demonstriert deshalb unter dem Thema „gegen Globalisierung und für Erhalt der Meinungsfreiheit“.
Erläuterungen, dazu: Viele verstehen nicht, warum man gegen die Globalisierung Widerstand leisten sollte ?
Grund (vereinfacht beschrieben):
Die derzeitige Entwicklung scheint das Ziel zu haben, dass das Land mit den niedrigsten Löhnen, den geringsten Rechten für Arbeiter und Angestellte, den miesesten Sozialleistungen und Umweltschutzbestimmungen das Ziel ist, an das sich alle anderen mit höheren Standards anpassen müssen – ansonsten kommen die Drohungen, „wenn ihr nicht wollt dann verlagern wir die Fabriken in dieses. Land“, usw.
Diese Entwicklung nutzt nur Wenigen, die ein gigantisches Vermögen anhäufen, die Masse der Menschen wird hingegen in Armut gestürzt.
Wir wollen genau das Gegenteil: „Die Länder mit den geringeren Standards sollen sich an die höheren Standards anpassen“ und nicht umgekehrt, wie die G8 es betreibt.
Deshalb, ALLE die eine faire und gerechte Welt wollen, die wegen dem fortdauernden Abbau der Menschenrechte besorgt sind, können durch Teilnahme an Demo und Kundgebung am Montag 4.Juni, dieses Anliegen stärken.
Demo am Montag, den 4.Juni, Start 18 Uhr in der Hafenstraße vor dem Arbeitsamt,
Kundgebung ca. 18. 20h in der Bahnhofstraße vor der Thalia-Buchhandlung.
Große Bitte: Streut diese Information unter Bekannten, Vereins- , Partei- und Gruppenmitgliedern, etc., so dass die Möglichkeit des Widerstandes hier in Saarbrücken gegen diese Art der Globalisierung und gegen Demontage der Menschenrechte möglich ist.
Keiner soll nachher sagen können, ja wenn ich das gewusst hätte, dann……
Die Saarbrücker Montagsdemonstranten
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September 2007 |
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Ausgerechnet in den Höhenrausch der Privatisierungen platzt die Meldung von der Liquiditätsgefahr sogar für Großbanken!
Der angeblich "heute undenkbare" Fall des 20.November 1929 scheint sich vieleicht doch zu wiederholen?
Zumindest soll jetzt erst einmal der sonst so unnützliche Staat helfen um die Banken zu schützen!
In normaler Sprache: das Geld der Steuerzahler soll für die Kreditsicherheit der Banken herhalten!
So entsteht die eigentliche "Verschuldung" der deutschen Städte und Gemeinden, so werden die Spareinlagen
der Bürger in den Sparkassen und Regionalbanken regelrecht ausgeplündert, selbstverständlich beginnend mit
den Finanzeinrichtungen, die noch nicht verschuldet waren wie zB. der Sächsischen Landesbank.
Die angebliche Behauptung von der Kreditüberziehung der kleinen US-amerikanischen Staatsbürger wird sich
noch als absolute Propagandalüge entlarven.
Die Milliarden-Verluste entstehen ganz anders und noch sind es nur sehr wenige, die gewillt sind,
darüber die Wahrheit zu sagen.
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Thesen aus der gegenwärtigen US-Friedensbewegung:
"Es stimmt heute nicht mehr,
daß Konzerne Profite mit Kriegen machen, sondern sie haben bereits so viel Macht, dass sie Kriege für Profite machen."
Individuen, Gesellschaften und Konzerne haben schon immer einen Vorteil aus Kriegen gezogen.
Seit Jahrhunderten widersetzen sich Menschen diesen Kriegsprofiteuren.
Heute aber hat sich die Macht dieser Kriegsprofiteure verändert.
Sie treten nicht mehr erst nach Kriegsbeginn auf den Plan, sondern bevor der Krieg beginnt.
In den letzten 20 Jahren haben die Kriegsprofiteure mehr und mehr Einfluss auf US-Regierungsvertreter gewonnen.
Dem 1985 gegründeten verteidigungspolitischen Ausschuss gehören über 30 Vertreter der Auftragnehmer und Lieferanten
aus der Militärindustrie an. Konzerne entscheiden buchstäblich, welche Waffensysteme gekauft werden sollen,
in welche Länder eingefallen werden soll und welche Rohstoffe es zu erobern gilt.
Dazu sagt die Liga der Kriegsdienstverweigerer (War Resisters League): "Es stimmt heute nicht mehr,
dass Konzerne Profite mit Kriegen machen, sondern sie haben bereits so viel Macht, dass sie Kriege für Profite machen."
Wer wissen möchte, was hinter der Politik stehe, bzw. hinter politischen Entscheidungen,
solle immer den Wegen folgen, die das Geld geht („always follow the money")!
(Prof.Simon Harak)
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In einem Vortrag über die eigentlichen Gewinner der Kriege
erläuterte Prof. Harak:
Der Unterschied zwischen einer Million und einer Billion (deutsch=Milliarde) liege im Englischen gerade mal
eben in einem Buchstaben. Er selbst habe so seine Schwierigkeiten mit Zahlen, deshalb habe er einen Freund
um Hilfe geben. Dieser riet ihm, in „Sekunden“ zu denken:
Wenn eine Million Sekunden einem Zeitraum von 11 Tagen entspricht, dann entspricht eine Milliarde
der Zeit von 31 Jahren. Das bedeutet, man zahlt 11 Tage, um anschließend im Gegenzug 31 Jahre lang zu kassieren.
So werden Geschäfte zu Lasten derer gemacht, die sich nicht zur Wehr setzen können und so lohnen sich auch die
Millionen Dollar für die Lobbyisten des weltweit
größten Rüstungskonzerns Northrop-Grumman und des Baukonzerns Bechtel, eines der größten privaten
Unternehmen in den USA. Von den Millionen, die von den Lobbyisten kassiert werden, fließen Milliarden zurück,
als Gewinne aus den Geschäften der Konzerne, die in direktem Zusammenhang stehen mit den Kriegen und Besatzungen in Afghanistan,
Irak und Palästina.
Auf diese Weise rechnen sich auch Wahlkampfspenden und so rentiert sich für
General Electric, einen weiteren Rüstungsgiganten, sogar das Eigentum an NBC,
einem vergleichsweise kleinen Konzern der Medienbranche...
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Simon Harak ist Priester, Ethikprofessor und Koordinator der War Resisters League, USA und gilt als einer der
führenden Experten der Militärökonomie in den USA. So zeigte er in der Vergangenheit bereits auf,
wie sehr führende US-Politiker gleichzeitig in Aufsichtspositionen der führenden Waffenkonzerne stecken
und damit direkt über den Rüstungshaushalt der USA entscheiden.
Harak ist außerdem Gründungsmitglied von "Voices in the Wilderness",
die mehrmals für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurden.
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| 2010 |
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Notizen zur modernen deutschen Geschichte / Dipl.-Ing. Hans Holger Lorenz / 02. November 2010
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