BuschEinst/FaktenEntstanden aus der Erkenntnis: »Wenn du dich selbst nicht glücklich machst, wer dann?« erblickte Busch als trotziges »Ich-bin-eine-Band« Projekt Mika Kreuders 1993 das Licht der Welt. Dieser Zeit und der recht erfolglosen Suche nach Mitstreitern auf diesem einsamen Pfad der deutschsprachigen gitarrenorientierten Popmusik resultierte zunächst eine Mitte 1995 auf dem Hamburger Gitarrenpop-Label Marsh-Marigold erschienene EP. Deren Stücke wurden allesamt »zu Hause und allein« mit dem Computer als Partner für Schlagzeug und Streicher eingespielt. Die Kritiken zur EP liessen zwar aufhorchen, live jedoch bestand Busch lediglich aus einer mässig vorbereiteten, und nur auf einzelne Konzerte hin erprobten Notbesetzung.Im Juli 1996 begannen die Aufnahmen zur zweiten, 11 Stücke beinhaltenden Veröffentlichung Buschs mit dem Titel »Entsetzlich«. Die Aufnahmen fanden unter Mitwirkung der damaligen Livebesetzung Buschs sowie diverser Musiker für Celli/Streicher statt. Das Debutalbum »Entsetzlich« erschien ebenfalls auf Marsh-Marigold und erntete für eine Veröffentlichung seiner Grössenordnung auch abseits der Gitarrenpop-Szene recht stattliche Lorbeeren. Nach diversen Konzerten, einer kleinen Deutschlandtour und der Auflösung der alten Besetzung folgte ein, von wenigen Solokonzerten Kreuders abgesehen, noch ein ruhiges 1997. |
Heute/EmotionenMittlerweile gehört Kreuder, wie er sich gern verkürzt nennt, zu den ernstzunehmensten deutschen Songschreibern. Seine Songs haben Herz und Hirn und fantastische Arrangements. Charmante Poptüfteleien, die auf Wolke 7 schweben und durch die poesievollen, persönlichen Texte die Bodenhaftung nicht verlieren. Musik mit Charakter, doch nicht charakterschwer und selbstmitleidig. Musik, die begleiten kann auf den »schweren, einsamen Wegen« oder unterhalten. Beides zugleich natürlich auch. »Die neue Romantik!« sah so der ROLLING STONE und attestierte eine »perfekte Verfassung seiner Lieder«. DER SPIEGEL schrieb leicht überschwenglich von einem Album, das »zwar 'Entsetzlich' heisst, aber umwerfend gut gelungen ist«. So spricht sich langsam herum, welche Songwriterqualitäten in Kreuder ruhen.Tom Liwa, vielbeachteter Songwriter alter Schule und ehemals Flowerporneos, hörte bei Kreuder fasziniert zu und lud ihn kürzlich zu seiner Songwriter-Tour »Paradies der Ungeliebten.de« ein. Neben Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Kristof Schreuf (Brüllen), Bernadette Hengst (Die Braut Haut Ins Auge) und Katrin Achinger (Ex-Kastrierte Philosophen) eben Kreuder, der die Fahne des blütenfrischen Popsongs mit Schmelz in den Himmel reckte. Ein Morrissey-Nachfahre und Pop très charmant. Zur Zeit ist Kreuder mit seinen Musikern (Sebastian Huthmacher - Gitarre -, Ingo Hey - Bass - und Oliver Krawczyk - Schlagzeug -) unterwegs und wird ein paar verzaubernde Konzerte spielen. Mit einigen neuen Songs, denn das zweite Album ist in Vorbereitung und wird im Frühjahr nächsten Jahres erscheinen. |