Neues vom     Ski-Leistungssport



Norddeutsche Indoormeisterschaften und Norddeutscher Indoor-Cup (Slalom)

Seit Anfang September stehen wir in der Skihalle Wittenburg auf den Skiern - zwischenzeitlich auch eine Woche auf dem Pitztaler Gletscher - und trainieren ausgiebig Slalom auf der bestens präparierten vereisten Piste. Die guten Trainingsbedingungen werden mittlerweile auch von mehreren Nationalmannschaften dankend angenommen. So kamen bereits diverse Weltcup-Fahrer wie Kalle Palander, Bode Mille, Andy Schönfelder und Felix Neureuther und viele andere Kader-Läufer (Österreich, Polen, USA und Kanada) ins norddeutsche Flachland, um durch zusätzliches Stangentraining im Sommer die Leistungen zu verbessern. Im Oktober wurde die Skihalle, die sich jetzt „Skiarena Hamburg-Wittenburg“ nennt, durch „Van der Falk“ übernommen, nachdem der

Vorbesitzer Insolvenz anmelden musste. „Van der Valk“ betreibt auch die Wintersporthallen in Bottrop und Neuss, sowie weitere Hallen in Holland. Neben dem neuen All-Inklusiv-Konzept (Skilaufen, Material, Essen & Trinken) wurde uns aktiven Rennsportlern zugesagt, auch zukünftig gute Trainingsbedingungen vorzufinden, und mit uns zu kooperieren. Es soll sogar der Versuch unternommen werden, in der nächsten Wintersaison ein Europacup-Rennen zu etablieren.

Die ersten beiden Saisonrennen (Slalom) standen am 8./9.November auf dem Programm. Es war für mich die erste Teilnahme an Punkterennen des Deutschen Skiverbandes (DSV), zugleich waren es auch die ersten DSV-Punkterennen bei uns im hohen Norden. Der Ski Club Bad Grund (Harz) richtete diese Wettbewerbe aus, bei denen rund 70 Rennläufer aus ganz Deutschland an den Start gingen. So durfte ich mich erstmals mit Läufern aus den Süd-, Ost- und Westdeutschen Landesverbänden und natürlich den Harzern messen. Bei dieser Konkurrenz stand für mich von vornherein fest, dass keine vorderen Plätze zu erreichen waren. Aber ich hatte gut trainiert, das Skimaterial optimiert und präpariert sowie mit dem Ansporn,…“ich will es noch einmal wissen…“, meine Motivation aufgebaut. Wie heißt es immer so schön? „Dabei sein ist alles“. Respektvoll begutachteten wir zunächst Kaderläufer aus Finnland, USA und Kanada, die als Vorläufer in atemberaubender Geschwindigkeit die anspruchsvolle Strecke bewältigten. Beim eigentlichen Wettkampf entwickelte sich bei den Herren ein Zweikampf zwischen Ulrich Oldehaver (Walddörfer SV, Hamburg) und Gunnar Barke (SC Bad Grund). So gewann Gunnar die Norddeutsche Indoormeisterschaft mit 7/100 sec. Vorsprung vor Ulrich, der aber am nächsten Tag 19/100 sec. schneller als Gunnar war, sich damit revanchierte und den Indoor-Cup gewann. Die Nordlichter hatten also die Nase vorn. Für mich wäre ein Platz um die 20 schon ein Erfolg gewesen, letztendlich belegte ich die Plätze 23 und 25. Rundum war es eine gelungen und gut organisiert Veranstaltung. Hierauf aufbauend will man versuchen, nächstes Jahr die Deutschen Indoormeister in Wittenburg auszutragen. Das sportliche Programm wurde abends mit einer großen Party in den Eventräumen der zur Skihalle gehörenden Gastronomie abgerundet. Mein nächstes Ziel: Die eingefahrenen DSV-Punkte bei den Slalomrennen, dann in der Skihalle Bottrop am 22./23.11.2008, zu verbessern.

Die tus-BERNE-Skirennläufer wünschen frohe Weihnachten und einen schneereichen Winter.
Ralf Burmester











Jugendtrainingsfahrt  2008 Ski / Snowboard ins Pitztal    


Abends, am 10. Oktober 2008 starteten wir die Reise mit insgesamt 45 Teilnehmern (35 Kinder, 4 Betreuer und 6 Eltern) vom Dammtor mit einem Reisebus bis nach St. Leonhardt. Man konnte sich im Bus leider nicht mal über zwei Sitze zum Schlafen legen, da jeder Platz genutzt wurde. Die Fahrt kam uns vor wie Jahre. Aber dann kam die Ansage „ Wir sind gleich da!“. Nach ca. 12 Stunden Busfahren hatten wir morgens um 10 Uhr endlich unser Ziel erreicht. Die Zimmer wurden bezogen und danach sollte es zum Skiverleih nach Mandarfen gehen, aber dann kam die schlimme Nachricht: “Christoph hat sich in der Skateranlage das Schienenbein gebrochen!!!“. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Das mit dem Skiverleih haben wir dann um 2 Stunden verlegen müssen. Am Abend kam Christoph mit einem komplett in Gips eingelegten Bein wieder  'nach Hause'. Danach gab es, wie jeden Tag, sehr leckeres Abendessen.

Am nächsten Tag brachen wir dann das erste Mal zum Pitztaler Gletscher auf. Der Gletscherexpress bringt einen in 8 Minuten auf über 2.600 m Höhe. Der Schnee und das Wetter waren die ersten Tage perfekt.  Nach dem Warmmachen und Einfahren wurde die Piste unsicher gemacht. Auf dem Plan stand Stangentraining - mein Vater hatte einen Riesenslalom Parcour gesteckt, in dem wir, zum Vergleich aller Kids, die Zeiten stoppten, um danach die Gruppen einzuteilen. Die Trainingstage wurden jeweils mit Grundlagentraining begonnen, parallel steckten Volker und Papa die Trainingskurse (Riesenslalom + Slalom). Anschließend wurde Stangentraining absolviert, um das vorher gelernte nun zwischen den Kippstangen anzuwenden. Jeder erhielt von den Trainern eine Fehleranalyse und Korrekturhinweise, an einem Tag wurde sogar mit Videoaufzeichnungen gearbeitet. Die Analyse und Verbesserungstipps hinsichtlich Körperhaltung, Bewegungsabläufe, Skistellung usw. gab es abends nach dem Essen. Vorteilhaft ist hierbei, dass sich jeder, aber auch zum Vergleich die anderen Teilnehmer, begutachten kann. An den Nachmittagen konnten wir uns mit Fußball, Tischtennis, Bergläufen oder persönlichen Dingen beschäftigen. Manche machten auch einen Spaziergang zu dem Wasserfall, der nur ca. 300 Meter von unserem Haus entfernt war und nachts von Flutlichtern beleuchtet wird. Am 5. Tag – etwas verspätet - haben wir abends „das Bergfest“ gefeiert. Es gab laute Musik, lustige Spiele und mehr als genug zum Knabbern. Leider gab es auch noch eine weitere Verletzte: Ein Elternteil hatte im Lift einen Liftbügel ins Gesicht bekommen und sich dabei drei Zähne ausgeschlagen.
Das Wetter wurde im Laufe der Woche immer schlechter! An den letzten beiden Tagen hat es teilweise  geregnet oder der Niederschlag ging in Eis oder
Graupel über. Die ganze Reise hat richtig Spaß gemacht und die Woche ging viel zu schnell vorbei! Aber klar ist für nächstes Jahr ist auch wieder eine Jugendtrainingsfahrt in Planung; und die wird hoffentlich genauso erfolgreich wie dieses Jahr!!


                                                                                 Racing-Kid Pia Burmester. (13 Jahre) 


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