Lowa-II Logo Eisenbahngeschichte und
Eisenbahnmodellbau 
in Spur-1
in Essen
Inhalt Links Kontakt 13.01.2012 aktualisiert




Noch in den 60er Jahren war der Anblick der Eisenbahn im Stadtbild der Ruhrgebietsstädte fast allgegenwärtig. Täglich waren Dampf und Rauch und der „Duft“ der Dampflokomotiven wahrzunehmen. Es gab Bahnübergänge auf unserer Stadtstraßen, Eisenbahnbrücken über die Züge fuhren, andere Brücken die Bahnstrecken überquerten und Industriegleise, die zu den Betrieben führen, eine Bundesbahndirektion und eine der größten Lokschmieden die Krupp-Lowa. Im Essener Stadtbereich gab es dutzende von Bahnhöfen und Güterbahnhöfen in allen größeren und kleineren Stadtteilen. Natürlich hat das Interesse an Dampf- und den frühen Dieselloks auch etwas mit Nostalgie mit Romantik zu tun.

Im Jahre 2005 hatte sich das Internet bereits zu einer wahren Fundgrube für Informationen über Eisenbahn und Modellbahn entwickelt und dieser Trend, dazu soll auch diese Seite beitragen, wird wahrscheinlich noch weiter anhalten. Das Internet ist voll von Fotos von Eisenbahnfahrzeugen und Eisenbahnbauten und es finden sich auch immer mehr Zeichnungen und Maßangaben der Fahrzeuge.
Aus Essen hört man leider nur sehr wenig über Eisenbahnmodellbau in den größeren Maßstäben Spur 1 und Spur 0 - und dies bei der Eisenbahn-Vorgeschichte der Stadt Essen ..


175 Jahre Deutsche Eisenbahn
Logo 175 Vom 16. bis 18. April 2010 fanden im Eisenbahnmuseum Dahlhausen Jubiläumstage statt. Fotos dieser Veranstaltung, insbesondere vom Preußenzug, finden Sie hier.

Dampf über der Ruhr

Am 18. und 19. April 2009 waren bei den Museumstagen im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen die beiden Dampflokomotiven 41 1144 aus Eisenach vom Verein IGE „Werrabahn Eisenach“ e.V.  und die preußische Tenderlokomotive 78 468 von der Eisenbahntradition e.V. aus Lengerich zu gast.

41 1144 und 78 468
S7301708-Schwerin1.jpg Erster Wagen im Rohbau fertig
(26.  März 2009)
Es fehlen zwar noch ein paar Kleinteile an dem Wagen, aber der Gesamteindruck ist schon ganz gut in meinen Augen.
Der farbige "Skin" (so sagt man heutzutage) für diesen Wagen befindet sich weiter unten auf dieser Seite. Dann noch Längsträger, Abdeckungen für die Achslager und die Griffstangen.
  Wenn dieser Wagen auch noch nicht ganz fertig ist, so befindet sich aber die Sturzbühne im Hintergrund bereits in einem wesentlich fortgeschritteneren Entwicklungsstadium. Oben auf die 4,15 m hohen Bühne sollen noch die Echtholzschwellen für eine Grubenbahn, deren Loren natürlich noch farblich überarbeitet werden müßen.
Sechs Stück von diesen kleinen Regelspur-Kohlenkisten werden unten an der Sturzbühne ihren Platz finden. Eine Sturzbühne erklärt immer plausibel, wie die O-Wagen eigentlich mit Massengütern beladen werden.
Bahnsteigkante Bahnsteig fertig gestellt (17. März 2009)

Inzwischen konnte der Hauptbahnsteig fertig gestellt werden. Die Bahnsteigoberfläche ist 38 cm über SO angeordnet, wurde mit sehr feinem Sand eingestreut und hat eine Tiefe von 5,10 m bis zum geplanten Empfangsgebäude. Die Bahnsteigkante besteht aus Schwellen, die von T-Profilen gefaßt werden.
Der Unterbau des Bahnsteigs wurde aus einer 20 mm Styroporplatte gefertigt, auf die eine 4 mm MDF-Platte zu liegen kam.
Hauptbahnsteig Sparsame Bahnsteigbeleuchtung
Auf alten Fotos kann man es immer wieder sehen, daß man vor rund hundert Jahren recht sparsam mit der Bahnsteigbeleuchtung umgegangen ist.
Eine Laterne am Anfang des Empfangsgebäudes, eine am Ende und fertig. Häufig standen auf den Bahnsteigen zu dieser Zeit Gaslaternen mit gußeisernen Masten.
(Das Empfangsgebäude hat übrigens eine Länge von 79,4 cm.)
Bahnsteiglaterne Märklin 448/4 forever ...
Mit einer Höhe von 127 mm waren diese Laternen auf H0-Anlagen, für die sie seit den 50er Jahren (?) angeboten wurden, immer wahre Giganten. In Spur-1 bringen sie es immerhin noch auf gute 4,06 m! Eine akzeptable Bahnsteiglaterne, dachte ich mir, und dazu auch noch wirklich sehr solide verarbeitet. Nur die Farben, der grüne Deckel und das helle Verkehrsgrau des Mastes, störten mich.
Die Laternen wurden also mittels 300er Schmirgel und Verdünnung bis auf´s blanke Zink von ihrer alten verkehrsgrauen Lackierung befreit und erhielten eine neue Lackierung in Anthrazitgrau RAL 7016.
Auch der grüne Deckel wurde in dieser Farbe neu lackiert.
Die alten Märklin-Laternen haben dadurch irgendwie einen ganz anderen Charakter bekommen. Jetzt fehlt nur noch der Nebel dazu ...
Wenn das Empfangsgebaude erst einmal fertig ist, werde ich mich auch um den passenden Nebel kümmern.





Grenzzeichen R 12

Wer kennt sie nicht die kleinen Helferlein von Lokführer und Rangierpersonal, die angeben bis zu welcher Position Fahrzeuge bei Weichenverbindungen profilfrei abgestellt werden dürfen. Sie bestehen heutzutage aus einer weiss-rot lackierten Stahlblechkappe, die über einen zylindrischen Betonpfosten gestülpt ist. Grenzzeichen
Die Zeichnung gibt die ungefähren Maße diese Rangiersignals wieder.
Für kleinere Baugrößen ist der modellmäßige Nachbau fast unmöglich. Selbst in Spur-1 beträgt der Durchmesser des Eisenblechteiles nur 2,8 mm. Damit man die Grenzzeichen besser sieht, beabsichtige ich diese mit einem Durchmesser von 5 mm herzustellen.

Und dann wartet da auch noch die Rangierhalttafel  Ra 10 ...
Grenzzeichen Zeichnung

Signaltafeln
Wirklich kein Problem stellt der Bau einer Rangierhalttafel Ra 10 dar . Als Pfosten wurden zu DRG-Zeiten ein Holzvierkant verwendet.
Gezeichnet wurden die Tafeln mit CAD-DRAW5. Anschließender AUsdruck mit einem  Laser-Drucker. Das Vorbild hat die Abmessungen von 50 x 35 cm. In Spur 1 sind diese Tafel immer noch sehr klein.
Für die Buchstaben wurde Preußisch IV 44 Ausgabe 3 als Zeichensatz verwendet.
Halt für Rangierfahrten
Auf die gleiche Weise wurden H-, L- und P-Tafeln angefertigt. Tafeln

Kilometersteine
Kilometersteine Ein Bißchen sägen muß man schon, um an einige Kilometersteine zu kommen. Da ich beabsichtige an jedem Meter Streckenlänge einen Meterstein aufzustellen, werde ich die Zahlen 74 und 19 wohl niemals erreichen. Ich habe sie hier verwendet, weil ich so auf den von mir kürzlich gefunden Zeichensatz Preußisch IV 44 Ausgabe 3 aufmerksam machen kann. Diesen Zeichensatz kann man sich als freien Zeichensatz auf  www.peter-wiegel.de herunterladen.



Preußischer Wasserkran in 1 : 32

Da Tenderloks je nach Gelände und Tätigkeitsbereich alle 20 bis 30km eine neue Wasserfüllung benötigten, waren Wasserkräne und auch Wassertürme in der Vergangenheit allerorts vorzufinden.  Am Hauptgleis eines jeden kleinen Bahnhofs befand sich i.d.R. eines dieser Geräte und nicht nur in den Bahnbetriebswerken, wie der heutige Modellbahner vielleicht glauben mag.

Die folgende Zeichnung zeigt die "Bodenplatte" eines preußischen Wasserkranes, dessen Originalzeichnung sich im Buch "
Das Bw Bochum-Dahlhausen und die Eisenbahn im mittleren Ruhrtal"  von Harald Vogelsang befindet.

pr. Wasserkran

S7301422_pr._Wasserkran_klein.jpg Und so sieht das gute Stück in natura im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen aus.
Wie man sieht, wurde der untere Teil des  Wasserkranes inzwischen ummantelt und der Wasserablauftrichter links hat einen neuen Betonkragen erhalten. (Foto 22. März 2009)



































Aufbau einer transportablen Spur-1 Anlage in Leichtbauweise

Es wird angestrebt eine optisch gut gestaltete und technisch funktionsfähige transportable Anlage im Maßstab 1:32 mittels Plastikschienen zu bauen. Die einzelnen Segmente sollen durch eine geringe Bauhöhe platzsparend zu lagern sein sowie durch den Einsatzt leichtester Baumaterialien auch nur ein äußerst geringes Gewicht besitzen. So wurde für den Bau der Unterkonstruktion Pappelsperrholzplatte von 4mm Stärke verwendet und die tragenden Teile bestehen aus Platten von 8mm Stärke.

Modul-1
erstes Stück Fahrstrecke, Länge 90cm, Breite 20cm, Höhe des Holzunterbaus 54mm, Gewicht ca. 500g (ohne Schienen)

Gleis.mit.Schotter.jpg Natürlich müßen die Gleise auch noch eingeschottert werden. Dazu wird zur Gewichtsreduzierung jedoch kein echter Steinschotter verwendet sondern ein Heimtierstreu auf Maisbasis, dessen Korngröße und -form dem echten maßstäblichen Schotter ähnelt. Um den Farbton dieses Heimtierstreus dem Grauton des echten Basaltschotters anpassen zu können, soll mit dieser Schotter mittels einer Abtönfarbenlösung grau eingefärbt werden.

echter.Schotter.jpg Dieser Farbton wird für den Modellschotter angestrebt.
(Foto: Güterbahnhof Essen-West, Hagenbeckstraße)
Gleis.mit.Rost.jpg Auf Gleise gehört natürlich auch Rost.
Die Schienenkanten, Kleineisenteile und auch ein wenig der Schwellen sollen mit einer Sprühpistole mit einem geeigneten Braunton eingerostet werden. Durch unmittelbaren Vergleich mit einer RAL-Farbtonkarte (Herbol) ergab sich, daß Nußbraun (RAL 8011) ganz gut geeignet ist. Dieser Farbton ist momentan problemlos in Baumärkten erhältlich.
(Foto: Güterbahnhof Essen-West, Hagenbeckstraße)
S7300463.Modul.1.k.jpg Inzwischen konnte die Oberflächengestaltung des ersten Streckensegmentes abgeschlossen werden.
Schotter, "Trampelpfad", Wiesenrand, ein kleiner Busch und natürlich der Schienenkantenrost.
Zusammen mit den Schienen und den Materialien für die Oberflächergestaltung hat das Stück Fahrstrecke jetzt ein Gewicht von 805g! Federleicht!
So macht der Aufbau einer transportablen Eisenbahnanlage Freude. 
Seitenansicht Und noch einmal die Ansicht von der Seite: mit einer Sprühpistole konnten die Schienenkanten sauber eingerostet werden.
Gleisbau einfach 1. Foto Gleisbau einfach
Da mir zur Komplettierung meines Gleisplanes eine Anzahl gerader Schienen fehlen,  habe ich über eine Möglichkeit nachgedacht wie die bereits verwendeten Dickie-Kunststoffschienen nachgebaut werden können. Diese Dickie-Schienen sind leider nicht mehr erhältlich und daher bleibt nur noch der Eigenbau übrig.
Die Schwellen wurden aus 6mm Pappelsperrholz gesägt und für das Gleisprofil soll 3 mm starke Hartfaserplatte Verwendung finden. Da alle Lokomotiven, die über diese Gleise fahren sollen, ihren Strom aus Akkus beziehen werden, ist der Einsatz dieses Materials für das Gleis möglich.
Beize & Rost Nachdem die Schwellen mit Holzbeize "nussbaum dunkel" gebeizt wurden, die Schienenkanten ihren Rost bekommen haben und die Schienenoberkante mit einem Pinselstrich silber versehen wurde, ergibt sich schon ein sehr viel erfreulicherer Anblick für die Schienen Marke Eigenbau aus Sperrholz und Hartfaserplatte.

Fahrstrecke im Fensterbereich
Inzwischen habe ich die Kurve gekriegt ...
und mit dem Bau der Anlage geht es voran. Erstes größes Grün sprießt inzwischen auch dank des fabelhaften "Superbaumes" von Busch.

Kopfsteinpflaster1 Kopfsteinpflaster für eine Ladestraße etc.
Zwar noch ohne Lok und Gleis, dafür aber bereits mit Mensch und Maschine präsentiert sich auf den nächsten beiden Fotos das jüngst enstandene Kopfsteinpflaster für meine Ladestarße.  Die im Original auf der Ladestraße des Güterbahnhofs Essen-West befindlichen Steine haben Abmessungen von ca. 16 x 16 cm, was in 1:32  genau 5 x 5 mm entspricht. Das Pflaster wurde in der Mittagszeit des 13.12.2008 aufgenommen und mit Hilfe von GIMP auf dem PC in diese Straße  umgewandelt.  Anschließender Ausdruck in Graustaufen mit einem Laserdrucker.
Kopfsteinpflaster Aus der Vogelperspektive erkennt man die Maßhaltigkeit des Pflasters.

Ladestraßen haben eine Breite von 8,0 bis 10,5 m (250 - 328 mm), eine Höhe über SO von 10 - 20 cm (3 - 6 mm) und einen Abstand von der Gleismitte von 1,7 m (53 mm).

Ladestraßenlink
Schwerin.Farbzeichnung.png Um schnell und kostengünstig einige Wagen auf diese Gleise stellen zu können, wurden farbige Zeichnungen von einigen alten Reichsbahnwagen mit einem CAD-Programm angefertigt. Die ausgeschnittenen Zeichnungen sollen auf passende Hartfaserplatten aufgeklebt werden und mit Radsätzen versehen werden.
Mal sehen wie das wirkt ...


BR38 und BR80
Fahrzeugparade auf einem Modulbahnhof in Spur 0

Bahngebäude
Foto-Hintergrund Spur 0: nur auf den Betrachtungswinkel kommt es hierbei an! Das abgebildete Gebäude befindet sich noch im Güterbahnhof Essen-West, Hagenbeckstraße.