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Uwe Voehl Aktuelles |
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Mai 2011
Anlässlich der CRIMINALE in Mönchengladbach ging ein Kindheitstraum in Erfüllung: Endlich mal im Kassenhäuschen sitzen—in der Geisterbahn! Genauer gesagt in Europas größter Gondelgeisterbahn, dem Haunted Mansion. Ich und dreizehn andere Kollegen, u.a Jochen Kehrer, Judith Merchant und Guido M. Breuer lehrten den zahlreichen Besuchern am Vorabend der Rheydter Frühkirmes ordentlich das Gruseln. Jeder durfte mal ran. Leider nur jeweils fünf Minuten. Die zweiten Lesung war nicht ganz so spektakulär, aber nicht minder reizvoll: Im BIS-Kulturzentrum in Mönchengladbach bestritt ich zusammen mit Sylvia Grünberger das Nachmittags-Programm. Im Publikum fand sich unversehens ein guter Freund aus Jugendtagen: Klaus Michael-Vent alias Michael Sullivan.
Eine Woche später reiste ich für ein Wochenende in die Eifel, genauer gesagt nach Michelbach, um mich dort im Haus Huschen atmosphärisch für eine Story inspirieren zu lassen, die für das TATORT EIFEL-Festival und die gleichnamige Anthologie vorgesehen ist. Ich wurde rundum verwöhnt—und eine Idee brachte ich auch mit nach Hause. Die nächste Woche verbrachte ich auf Sylt—für weitere Recherchen eines Romans., über den ichhier vielleicht demnächst berichten darf. Neu erschienen ist meine Story „Frühstück bei Marylin“, erschienen in der von H.P. Karr herausgegebenen Anthologie SCHICHT IM SCHACHT (KBV). Dafür absolvierte ich am letzten Tag des Monats eine kleine PR-Tournee in meiner Heimatstadt Hagen (dort ist die Story angesiedelt) und gab Interviews bei der Westfalenpost und Radio Hagen.
April 2011
THE HOUSE OF USHER - Dark Prophecy "Wir sind die letzten eines aussterbenden Geschlechts. Wir haben alles versucht, doch niemand wollte unsere warnenden Stimmen hören. Alamogordo, Eniwetok, Fangataufa und Tschernobyl sind die Fanale der totalen Auflösung, die uns bevorsteht." 19. März 2011
Gratis-Download des Songs und des Covers u.a. hier: http://www.the-house-of-usher.de/ (Unter news)
Auf vielen Portalen ist der Song inzwischen etliche hundert Male gehört und heruntergeladen worden. Neu ist jedoch, dass er nun auch auf der CD/DVD-Compilation der Zeitschrift NACHTAKTIV zu hören ist. In derselben Ausgabe findet sich ein ausführliches Interview mit THE HOUSE OF USHER:
Ein Höhepunkt des Monats fand gleich am ersten Abend statt. Gemeinsam mit Ralf Kramp las ich im Haus Mannertal in Binscheid aus MORDS:OSTERN. Nicht nur das Publikum hatte einen Heidenspaß—auch wir verlebten einen sehr schönen Abend mit tollen Gastgebern, einem fantastischen Menü (Der erste Spargel in diesem Jahr— aus Rheinland:Pflalz) und einem Überraschungsgast. Es war mir eine besondere Ehre, Tanja Kruse persönlich kennenzulernen.
März 2011
Für MORDS-GEBURTSTAG haben Ralf Kramp, Carsten Sebastian Henn und ich uns einmal mehr ins Zeug gelegt und uns einen ganzen Tag lang in der tiefsten Eifel verschanzt, um den Plot zu entwickeln. Als „vierter Mann“ gesellte sich Sascha Gutzeit zu uns, der das Ganze bei Live-Aufführungen musikalisch unterstützen wird. Standesgemäß fand das diesmalige Plotting im Hillesheimer Krimihotel statt. Ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, einen Tag vorher anzureisen, und hatte so das schaurige Vergnügen, im Hitchcock-Zimmer zu übernachten. Solcherart inspiriert und sozusagen mit dem Segen des Meisters obendrauf muss MORDS-GEBURTSTAG ja ein Erfolg werden! Einen Tag zuvor besuchte ich übrigens in Bielefeld das grandiose Musical THE BIRDS OF HITCHCOCK und war entsprechend motiviert.
Angesichts der noch immer schwelenden Katastrophe in Japan habe ich ein kurzes Gedicht geschrieben, das Jörg Kleudgen erweitert und seine Band THE HOUSE OF USHER in einen bemerkenswerten Song gegossen haben. Das Stück ist zu meiner Überraschung ein sehr tanzbares geworden und symbolisiert abseits der textlichen Aussage einmal mehr den Tanz auf dem Vulkan, auf dem wir uns alle befinden. DARK PROPHECY, so der Titel, dient keinerlei kommerziellen Zwecken und ist ausschließlich auf einigen Downloadportalen kostenlos zu hören und herunterzuladen.
Februar 2011
Nanu, wo ist denn der Monat geblieben? Eigentlich lag ja auch BLUT UND RÜBEN längst schon beim Verlag, aber dann hat sich eine ganz wunderbare Alliance ergeben: Ralf Zacherl, mein erklärter Lieblingsfernsehkoch, hat sich überreden lassen, drei fantastische Rübenrezepte zum Krimi beizusteuern. Da das mehrgängige Menü auch eine Rolle in der Handlung spielt, habe ich daraufhin den Roman noch einmal umgeschrieben. Ralf Zacherl kommt übrigens auch darin vor. Allerdings heißt er bei mir Rolf Zankerl—so viel Freiheit sei erlaubt :-)
Januar 2011
Jetzt ist es offiziell: Der erste Roman meiner neuen Krimireihe um den Protagonisten Moritz Morgenstern wird ab Ende November in den Buchläden liegen. Er heißt: BLUT UND RÜBEN. Das Titelbild ist einfach großartig geworden, und sobald ich es zeigen darf, werde ich es selbstverständlich auch hier abbilden!
Für das Bad Salzufler Szeneblatt Salzstreuner schreibe ich ab sofort eine monatliche Kolumne. Sie trägt den etwas größenwahnsinnigen Titel VOEHLS WELT (aber ich schwöre, dass der Name nicht auf meinen Mist gewachsen ist . Zu lesen ist die Kolumne hier: www.salzstreuner.de
November bis Dezember 2010
Neubeginn.
Oktober 2010
Eigentlich noch im September, genauer gesagt am letzten Tag des vergangenen Monats, gelang es mir, endlich die Nachfolgeanthologie zu OWL KRIMINELL unterzubringen. Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Gespräche geführt und dabei zwangsläufig einen tiefen Einblick in die Verlagsszene gewonnen. Umso glücklicher bin ich, nun einen kompetenten und für die Anthologie passenden Verlag gefunden zu haben. Leider verschiebt sich der angepeilte Veröffentlichungstermin etwas nach hinten. Mehr dazu, zu OWL KRIMINELL II und den anderen damit verbundenen Themen in den nächsten Monaten!
Ich war im Radio! Auch das hat mit dem oben genannten Projekt zu tun. Meine Story wird in meiner Heimatstadt Hagen spielen. Aus diesem Anlass interviewte mich Ralf Schaepe von Radio Hagen an einem der letzten Spätsommertage auf dem Hagener Harkortsee. Ganz nebenbei brachte er mir auch bei, wie man ein Segel hisst und es dabei fertigbringt, nicht ins Wasser zu fallen. Mehr dazu hier:
Durch Zufall lese ich, dass meine gemeinsamen Romane mit Carsten Sebastian Henn und Ralf Kramp bereits in dem von Josef Zierden verfassten EIFEL KRIMI-REISEFÜHRER verzeichnet sind. Und zwar in der Rubrik „Top Secret und auf keiner Karte—Fiktive Orte“. Dort heißt es u.a. unter „Welterscheid“: „Das Autorengespann Monica Mirelli, Sebastian Henn und Ralf Kramp hat für seine Kriminalkomödien ein ungewöhnliches Ermittlertrio geschaffen. Das Zentrum dieser Geschichten ist Welterscheid mit seiner Kirche St. Blasius.“ Aber auch ansonsten ist der Reiseführer in jeder Hinsicht zu empfehlen!
Diesmal nicht an Halloween, sondern einen Tag davor, bereits am 30. Oktober, las ich u.a mit Michael Siefener im Freilichtmuseum in Kommern zur jährlichen Abendgrauen-Nacht. Das mit Kerzen, Grablichtern und Kunstnebel in Szene gesetzte Gelände und die gemütlichen Scheunen und Stuben boten den atmosphärischen Hintergrund für die Lesungen. Ich las eine Passage aus DER KUSS DER MEDUSA.
September 2010
Zum zweiten Mal hintereinander wählten die Experten und User des Horror-Forums.net einen Roman von mir an die zweite Stelle in der Kategorie „Bester Horrorroman“. War es im vergangenen Jahr TOTENMEER, so wurde in diesem Jahr DER KUSS DER MEDUSA mit dem Vincent Preis ausgezeichnet. Vielen Dank dafür. Mein Glückwunsch geht an Tobias Bachmann, dessen Roman DAGONS ERBEN an die erste Stelle gewählt wurde. Die Entscheidung war diesmal—mit nur einer Stimme Vorsprung—denkbar knapp. Umso mehr hoffe ich, irgendwann auch einmal ganz oben aufs Treppchen zu gelangen.
Die CRIMINALE, die dieses Jahr in der Eifel stattfand, war meine erste—entsprechend Lehrgeld musste ich zahlen, hatte ich mich doch gemeinsam mit Zaubermond-Verleger Dennis Ehrhardt viel zu weit vom Schuss im idyllischen Hellental einquartiert. Die Einsatzzentrale befand sich in Gemünd, so dass sich die Fahrten dorthin—wie auch zu den sonstigen Veranstaltungen—stets als recht langwierig herausstellten. Was auf der Karte wie ein Katzensprung wirkt, kommt einem gerade in der Eifel mit ihren kurvigen Landstraßen wie eine gefühlte Ewigkeit vor. Unterm Strich war dennoch das meiste sehr positiv: Die Lesung mit Gisbert Haefs im Bürvenicher Felsenkeller zum Beispiel (kalt war‘s!), das Schießtraining bei der Polizei in Euskirchen und die netten Kollegen, mit denen man eigentlich überall sofort ins Gespräch kam. Am schönsten war dann aber doch die gemeinsam mit Dennis Ehrhardt gestaltete Lesung im Freilichtmuseum in Kommern. Vor allen Dingen Dennis‘ neuer Roman SONDERBERG & CO UND DER MORD AUF SCHLOSS JÄGERHOF kamen beim Publikum (und bei mir!) sehr gut an. Zum Abschluss der Lesung überraschte Dennis noch damit, dass er Geräusche des Publikums für seine zukünftigen Hörspiel-Projekte aufnahm. Ich selbst las meine eigens für diesen Anlass verfasste Story „Abendgrauen in Kommern“. Der Höhepunkt war jedoch das abschließende Gastmahl im museumseigenen Restaurant: Zum sauleckeren Schweinebraten wusste der Museumsdirektor, Herr Dr. Mangold so manche interessante Anekdote zum Besten zu geben, so dass ich mich jetzt schon wieder auf Halloween freue, wenn es wieder heißt: ABENDGRAUEN IN KOMMERN!
Last not least setzten sich Ralf Kramp, Carsten Sebastian Henn und ich einmal mehr zusammen, um nach MORDS-WEIHNACHT, MORDS-OSTERN und MORDS-MUTTERTAG einen weiteren gemeinsamen Roman auszutüfteln. Noch größer soll er werden, noch witziger, noch spannender und natürlich noch viel erfolgreicher! Daher stieß erstmals eine weitere Person zu unserem Krimi-Terzett hinzu. Wer diese geheimnisvolle Person ist, sei hier noch nicht verraten (nein, nicht Heino, den hatten wir ja schon beim letzten Mal dabei!). Auch sollte es ein besonderer Ort sein, an dem wir zusammenströmten: Unser Gourmet– und Weinexperte Carsten hatte das VINTAGE auserkoren. Eine Adresse, die ich mir unbedingt merken werde ...
August 2010
Während die Arbeit an meinem neuen Krimi zügig vorangeht, sind zwei neue Interviews erschienen. Zum einen wurde ich anlässlich der Nominierung von DER KUSS DER MEDUSA zum Vincent-Preis befragt, zum anderen anlässlich meiner CRIMINALE-Lesung im Freilichtmuseum Kommern im September. Die Interviews sind hier zu finden:
http://vincent-preis.blogspot.com/2010/08/interview-mit-uwe-voehl.html
http://die-criminale.de/?page_id=2808 (ich gebe hier mal nicht die Landing Page an, sondern die Teaser-Seite, weil die anderen Kollegen-Interviews auch alle recht interessant sind).
Die schönste Veranstaltung im August war einmal mehr MORDE IM GRÜNEN. Stimmungsvoller als im halbrunden Amphittheater an der Heerser Mühle in Bad Salzuflen kann ich mir keine andere Open Air-Krimi-Lesung vorstellen. Ich hatte die Ehre, Andrea Gehlen, Wolfram Tewes und Joachim H. Peters vorzustellen, die alle aus ihren neuen Krimis lasen. Danach setzte leider der plötzlich einsetzende Regen dem herrlichen Sommertheater ein vorzeitiges Ende. Die Zuschauer waren trotzdem zufrieden—und flüchteten zuhauf, begleitet von den Klängen der beiden Musiker, die passenderweise den Klassiker „Singing in the Rain“ anstimmten. Als es eine Viertelstunde später aufgehört hatte zu regnen, folgte der atmosphärische Höhepunkt des Abends. Meine extra für dieses Event aus Zwickau angereiste Autorenfreundin Claudia Puhlfürst las vor ganz kleinem Kreis und unplugged aus ihrem neuen Roman UNGEHEUER. So hatte sich der Abend dann doch noch für alle gelohnt. Hier ein Bericht aus der Lippischen Landeszeitung (am schönsten finde ich den Satz: „Nachdem der rechtsradikale Arzt zur Strecke gebracht war, sah sich Uwe Voehl veranlasst, die Veranstaltung abzubrechen.“):
Juli 2010
Auch wenn es auf diesen Seiten eher selten thematisiert wird, so schlägt mein Herz nach wie vor für die COCO ZAMIS-Serie aus dem Zaubermond-Verlag. In diesem Monat war es wieder soweit: ZAUBERMOND-Verleger Dennis Ehrhardt hatte zum Brainstorming und Plotting gebeten. Nachdem beim letzten Mal Wien auserkoren worden war, war nunmehr Kassel an der Reihe. Dem Ruf folgten außer mir Volker Krämer, Catalina Corvo, Michael Marcus Thurner (extra aus Wien eingereist) und Christian Montillon. So saß ein hochkarätiges Autorenteam vor Ort, um zunächst die DORIAN HUNTER-Serie zu besprechen, danach die COCO ZAMIS-Reihe. Da ich für letztere die Expos schreibe, tat es mir besonders leid, einige interessante Ideen nicht durchsetzen zu können. Dabei hegte ich den starken Verdacht, dass einige der Autoren die letzten COCO ZAMIS-Bücher gar nicht gelesen hatten. Der Veranstalter hatte mit dem Hotel „Zum steinernen Schweichen“ einen guten Griff getan. Denn trotz permanenter Außenhitze mit Temperaturen über 30 Grad tagten wir – wie es sich für Horror-Autoren gehört - in einem kühlen Kellerraum mit sich anschließender im Schatten liegender Terrasse. Von Kassel selbst habe ich leider nicht viel gesehen – die Hitze ließ uns auch abends lieber im angrenzenden Restaurant verweilen, um das WM-Spiel um den dritten Platz zu schauen, als die unter uns liegende Stadt unsicher zu machen.
Juni 2010
Erschienen ist die zweite Auflage von MORDS-SACHSEN 2. Darin bin ich mit der Geschichte „Einfach malerisch!“ vertreten, die in der Sächsischen Schweiz spielt.
Die Exemplare von OWL KRIMINELL allmählich zur Neige zu gehen. Ich zumindest sehe das Buch nirgendwo mehr. Da eine zweite Auflage zur Zeit nicht geplant ist,, kann ich nur raten, sich noch schnell ein Exemplar zu besorgen. Ich jedenfalls werde mich noch mit einigen eindecken.
In puncto Horror hatte ich die Ehre, ein Nachwort für die nächste Storysammlung meines Freundes Malte S. Sembten zu verfassen. Wenn alles klappt, erschient das Buch noch dieses Jahr.
Anfang des Monats habe ich ausgespannt ,und wir sind ein paar Tage durch Südschweden gefahren. Unsere Tour führte mich u.a. ins „Wallander“-Land um Ystad. Am beeindruckendsten war jedoch die Schiffssetzung Ales Stenar bei Kaseberga. Wikinger errichteten hier die größte Schiffssetzung Skandinaviens. Insgesamt ist die Schiffssetzung 67 m lang und besteht aus 58 Granitblöcken, wobei der vordere Block genau den Punkt des Sonnenuntergangs an Midsommer markiert, der hintere den Sonnenaufgangspunkt zur Wintersonnenwende. Es ist ein wirklich mystischer Ort, mit dem Meer in ständiger Sichtweite, so dass mir hier einige Inspirationen kamen. Ein paar Minuten war es uns sogar vergönnt, allein die Stille und die Kraft der Steine zu genießen, dann besetzte eine schwedische Schulklasse den Ort und verwandelte ihn in einen Spielplatz. Aber auch das hatte seinen Charme.
Mai 2010
Oh my God! Lena Meier-Landrut hat den Grand Prix Eurovison gwonnen—und das ist mir verdammt unangenehm, denn Lena heißt auch die junge Hexe meines neuen All Age-Romans, den ich zurzeit schreibe und der zur Buchmesse im nächsten Jahr erscheinen wird. Alle Welt wird denken, ich hätte da etwas Populistisches im Sinn, dabei war „meine“ Lena früher da—zumindest in meinem Bewusstsein. Ich gebe jedoch zu, an besagtem Abend ebenfalls Daumen gedrückt und Tränen in den Augen gehabt zu haben.
Da die nächste Lesung gleich am nächsten Tag in Hillesheim stattfand, verzichtete ich ausnahmsweise einmal darauf, die 300 km weite Heimfahrt anzutreten, genoss stattdessen hemmungslos den MUTTERTAGSKILLER und wankte irgendwann vor Mitternacht durch die romantischen Gassen Andernachs in mein zur Rheinseite gelegenes Hotelzimmer. Auch das war mal schön.
Den nächsten Tag wurde ich herzlich aufgenommen von Michael Siefener in Manderscheid. Zunächst besichtigte ich allerdings die unterhalb der Burgen ansässige Burgschmiede. Michael Siefener war dann so freundlich, mich an verschiedene Orte aus seinen Eifel-Romanen zu entführen. Da es zudem ein höchst windiger, nebelverhangener Tag war, enthielt diese Führung einige unerwartet düstere Szenarien, von denen der kleine, in einem Talkessel hockende Ort Malberg sicherlich der schaurigste war.
Die Lesung in Hillesheim war mittlerweile fast Routine—auch, weil wir hier im Kriminalhaus in der Buchhandlung Lesezeichen, bereits MORDS-WEIHNACHT und MORDS-OSTERN aufgeführt haben. Wie immer, so fühlte ich mich auch heute aufgenommen wie in einer kleinen Familie—und das Café Sherlock ist mir mittlerweile so ans Herz gewachsen, dass ich ja sogar eine kleine Erzählung darüber verfasst habe.
Die letzte der vier Lesungen fand in Iserlohn statt. Im Literaturhotel Franzenhohl lasen Sebastian Henn und ich vor gefühlten 98% Frauen im Publikum. Das Hotel sei allen Bücherfreunden ans Herz gelegt. Es lädt zum Ausspannen und Lesen förmlich ein.
Ich habe im Mai noch eine weitere Lesung gehalten, und diese war mir die wichtigste. Im kleinen Kreis wurde mein Freund Michael Knoke bestattet. Er liegt nun dort begraben, wo es ihn hinzog: Bei seinen Eltern, die nur unmittelbar vor ihm gegangen sind. Aus einer eher spontanen Idee heraus las ich eine kleine Passage aus unserem gemeinsam mit Jörg Kleudgen geschriebenen Roman CASSINIS GESÄNGE, eine Passage, die Michael verfasst hatte, und die seine Einsamkeit, aber auch sein feinfühliges Gespür für Atmosphäre treffend wiedergibt. Ich hätte zu gern auch etwas Heiteres, etwas Optimistisches ausgewählt, aber das waren nie Michaels Themen. Heiterkeit muss man sich nicht von der Seele schreiben, schon aber seine Ängste, seine Einsamkeit, seine Verzweiflung:
Ich bin froh, dass ich Michaels Familie kennenlernen durfte. Und ich bin froh, dass er im Leben wie im Tod eine solch liebevolle Schwester hat.
April 2010
Ich lebe noch—und wer eine der Lesungen seit Dezember gelesen hat, wird dies bestätigen können. So ging denn auch der April mit einer Lesung zu Ende: In Bad Münstereifel stellten meine Freunde und lieben Kollegen Carsten Sebastian Henn und Ralf Kramp anstatt in den Mai zu tanzen zusammen mit mir unser neues Buch vor: Als Geschenk gab‘s noch chice HEINO-Sonnenbrillen und HEINO-Haselnusstorte mit auf den Weg. Als Currywurstexperte ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, Original Heino Currywurst zu kosten. Hut ab, auch die schmeckte (vor allem mit den dazu gereichten Pommes frites aus frischen Kartoffeln) vorzüglich!
Leider gibt es nicht nur Erfreuliches zu notieren: Ein großartiger Phantast und guter Freund von mir ist von uns gegangen: Michael Knoke. Gemeinsam mit Michael habe ich das Buch CASSINIS GESÄNGE (Goblin Press) sowie die Novelle ZIRKUS DER NACHT (Zaubermond Verlag) veröffentlicht. Mein Beileid gilt seiner Familie. Ich werde Michael sehr vermissen. Mehr möchte ich ich - mehr kann ich an dieser Stelle nicht schreiben., denn dazu verlief sein Leben - und letztlich sein Tod - zu tragisch.
November 2009
Eine schwere Entscheidung ist gefasst: Die, in welchem Verlag mein nächster (nein, eigentlich mein erster richtiger) Krimi erscheinen wird. Nur so viel: es wird ein größerer Verlag sein … Es gibt also einen Verlag, es gibt ein Exposé und es gibt einen Arbeitstitel!
Unter Dach und Fach ist nun auch die Story für GOTHIC—DARKER STORIES. Ihr Titel lautet „Schwarzer Jahrmarkt“. Besucher der Halloween-Lesung in Kommern kennen sie bereits :-)
Endlich bei mir angekommen ist das Buch JENSEITS DER KÄLTE DER NACHT bzw. LE FROID AU-DELA DES REVES, das in der edition bärenklau bei mg erschienen ist und eine Story von mir enthält. Das Interessante an dem Buch ist die Tatsache, dass sämtliche Beiträge auf Deutsch und Französisch abgedruckt sind. Meine Story heißt „Sternschnuppennächte“ bzw. „Nuits des etoiles Filantes“. Eine schöne Lesung war jene in der Alten Wassermühle in Bentrup. Zusammen mit Mechtild Bormann las ich aus OWL KRIMINELL vor über 60 XING-Zuhörern. Zuvor wurden Grünkohl und Kohlwurst kredenzt. Das Schönste an dem Abend aber waren das aufgeschlossene Publikum und die überaus interessanten Gespräche, die ich mit ausnahmslos netten Leuten führen durfte.
September bis Oktober 2009
Herbstdepression. Vielleicht lag‘s ja daran, dass GOTHIC—Dark Lyrics mit meinem Gedicht „Begegnung“ erschienen ist—randvoll mit lauter düsteren Beiträgen von Gottfried Benn bis Till Lindemann von Rammstein. Wie übrigens auch die von Jacques Berndorf herausgegebene Anthologie TATORT EIFEL II mit meiner Story „Café Sherlock“ auf dem Markt ist. Das Buch wurde gleichzeitig von Radieuropa auch als Hörbuch herausgegeben. Die letzte Oktoberwoche absolvierte ich eine kleine Lesetournee, die mich bis nach Cochem an die Mosel führte, wo ich das erste Mal aus DER KUSS DER MEDUSA las. Das Publikum bestand aus gefühlten 99% Frauen, so dass ich mir ein bisschen wie bei den Hexen von Eastwick vorkam. Die Lesung wurde dennoch wohlwollend aufgenommen. Cochem ist ein idyllischer Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, mit einer hoch über dem Ort thronenden Burg,, die mich gleich zu weiteren düsteren Ideen anregte. Das Germania-Hotel, in dem die Lesung stattfand, liegt direkt an der Moselpromenade, und ich wurde fürstlich empfangen und rundum bestens versorgt von Herrn Budweg und all den freundlichen Helfern, die mir wie eine große Familie vorkamen. Es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch im Hotel Germania (und dem dazugehörigen Weingut :-) sein. Einen Tag zuvor fand eine Lesung aus OWL KRIMINELL in der Stadtbücherei Bad Salzuflen statt. Gemeinsam mit Norbert Horst und Sandra Niermeyer las ich vor ausverkauftem Haus das erste Mal meine Stgory „Chili con Caren“. Ehrengast war Curry himself, der mich zu der Story inspiriert hat. Wer die leckerste Currywurst in OWL gerne mal selbst probieren möchte, hier ist die Adresse:
http://www.qype.com/place/182466-Curry-54-Bad-Salzuflen?lang=de#review_261346
Die sicherlich anstrengendste, aber auch atmosphärischste Lesung fand an Halloween statt: Im Freilichtmuseum Kommern las ich aus einer bislang unveröffentlichten Story. Diese aber gleich viermal an verschiedenen Orten. Wir Autoren, u.a. Ralf Kramp und Michael Siefener, taten unser Bestes, dem Publikum das Gruseln zu lehren. Sehr inspirierend war dann auch die Mitternachtslesung auf dem Dorfplatz, wo wir aus Totenanzeigen lasen, um den zahlreich herumspukenden Geistern (Mitarbeiter des Museums) zu huldigen..
August 2009
Die Open Air-Krimilesung MORDE IM GRÜNEN mit Mechtild Borrmann, Monika Detering, Jürgen Siegmann, Gerald Hagemann und mir im Bad Salzufler Umweltzentrum Heerser Mühle war ein voller Erfolg. Über hundert Leute verteilten sich im amphitheaterähnlichen Rund der Naturbühne (und viele mehr hatten schon die ganze Woche zuvor vergeblich nach Karten gefragt—die Veranstaltung, war, kaum angekündigt, restlos ausverkauft. Endlich: DER KUSS DER MEDUSA ist bei KBV erschienen und kann überall gekauft und bestellt werden. Die ersten wohlwollenden Rezensionen liegen auch schon vor. Und die Leute von WERK-ZEUGS haben ein erstes grandioses T-Shirt-Motiv zum Roman erstellt, das ebenfalls bald käuflich zu erwerben sein wird..
Juli 2009
Mordlandschaften 3 präsentiert ENSTATION OSTSEE (herausgegeben von H.P. Karr) und damit auch meine Kurzgeschichte „Wo die Ostseewellen morden“. Dank Walter Diociaiuti, ist TOTENMEER nun auch in Italien erschienen. Unter dem stimmungsvollen Titel MARE MORTO in der Edizione Phasar. Einige handsignierte Exemplare sind auch bei mir direkt bestellbar.
Juni 2009
Zu Ende geschriebene und beim Verlag abgelieferte Manuskripte haben eine unangenehme Eigenschaft: Wie ein Bumerang kommen sie zurück—meistens dann, wenn man zu dem Zeitpunkt gar nicht damit rechnet und eigentlich schon ganz andere Dinge im Kopf hat. Der Bumerang-Effekt ist Teil eines Vorgangs, der sich Lektorat nennt. In diesem Fall erfuhr DER KUSS DER MEDUSA ein sehr gründliches, und ich bin Volker Neumann sehr zu Dank verpflichtet, dass mit seiner Hilfe aus DER KUSS DER MEDUSA nun ein echtes kleines Phantastik-Juwel geworden ist. Nächste Woche nun geht der Roman in Satz und dann dürfte es bis zum Erscheinen nicht mehr lange hin sein. Die Satzfahnen zu GOTHIC LYRICS trudelten ebenfalls ein, aber da ich darin mit nur einem Gedicht vertreten bin, war dies eher ein Vergnügen—insofern, als dass ich all die anderen Beiträge als Erster zu lesen bekam. Last not least zog es mich wieder einmal nach Hilllesheim ins Kriminalhaus. Da mich der Kollege Gerald Hagemann begleitete, verlief die mehrstündige Autofahrt diesmal recht flott. Leider waren im Café Sherlock die Hot Dogs von der Karte genommen, auf die ich mich schon gefreut hatte, waren sie doch mit Erinnerungen an angenehme Abende verbunden. Dafür wurde ich mit einem Tomatentoast nach Art des Hauses und typischem Cream Tea am Nachmittag überaus standesgemäß bewirtet. Ansonsten glich auch diesmal das Kriminalhaus wieder einem wuseligen kreativen Bienenhaus mit lauter freundlichen und zuvorkommenden Menschen, die ich nicht mehr missen möchte. Höhepunkt war dann am Abend das Kriminalstück SPURLOS. Es wurde gleich nebenan im Augustiner Hotel aufgeführt, und Ralf Kramp spielte einen grandiosen Inspektor. Davies Last not least gehöre ich nun einer weiteren obskuren Vereinigung an. Die mafiös vorgetragene„Einladung „von Jürgen Siegmann, der KRIMISZENE beizutreten, konnte ich einfach nicht abschlagen
Mai 2009
Nach über zwei Jahren haben Die Gesellschafter endlich einen Verlag gefunden, um die Siegerstorys aus dem Projekt „UTOPIA“ zu veröffentlichen. Die Anthologie heißt nun DER CLUB DER JUNGEN GÖTTER, zu bestellen bei Zweitausendeins. Darin enthalten ist meine preisgekrönte Geschichte „Sternenkinder“.
Noch eine erfreuliche Nachricht: Die Leser des Horror-Forum.com haben entschieden und für den VINCENT-Preis abgestimmt: Unter anderem gelangte TOTENMEER immerhin auf den 2. Platz für den besten Horrorroman 2008, und darüber, dass ich in der Kategorie „Bester deutscher Horror-Autor“ auf Platz 4 gewählt wurde, kann ich mich ebenfalls nicht beschweren. Ich bedanke mich herzlich bei allen Lesern, die mich gewählt haben!
April 2009
Die offizielle Buchvorstellung von OWL KRIMINELL in der Bielefelder Thalia-Buchhandlung, die anschließende „Nachbesprechung“ im New World sowie die erste Lesung aus dem Buch im Brackfelder Hof verliefen recht vielversprechend. Weitere Lesungen mit unterschiedlichen Autoren sind bereits fest eingeplant. Die beste Nachricht ist jedoch, dass das Manuskript zu DER KUSS DER MEDUSA nun beim Verlag liegt und dem Erscheinungstermin nichts mehr im Wege steht.
März 2009
Aufregende zwei Wochen liegen hinter mir. Zwei Wochen, die mir zeigen, dass — bei allem Vergnügen — mein liebster Platz der hinter dem Schreibtisch ist und nicht der in der Menge. Aber der Reihe nach: Zur Buchmesse in Leipzig ließ ich es mir nicht nehmen, am Freitag, den 13, das Café Tatort zu besuchen, in dem eine Lesung aus MORDS-SACHSEN III stattfand—diesmal habe ich mich bewusst für die Zuhörer-Rolle entschieden und konnte so den Abend spürbar entspannter angehen. Eigentlich hätten Claudia Puhlfürst, die als Herausgeberin ebenfalls anwesend war, und ich ja eine Flasche Schampus auf unsere OWL KRIMINELL-Anthologie öffnen müssen — aber ich glaube, wir waren einfach nur froh, dass das Buch nun endlich erschienen ist — dank KBV. Das Feiern holen wir dann nach. Kein Abend ohne interessante Begegnungen. Kurz zum Händeschütteln kam Uwe Schimunek aus dem Horror-Forum. Und Ralf Alex. Fichtner, Karikaturisten-Urgestein aus dem Osten, der u.a. für den Eulenspiegel Jahrzehnte lang tätig war, präsentierte mir nicht nur seine Zeichenmappe, sondern überraschte mich und meine Frau am Ende mit zwei Karikaturen, die er von uns während der Lesung angefertigt hatte. Und auch die Lesung selbst war diesmal sehr erfreulich — zudem ich endlich das berüchtigte Schnitzel „Tatort“ mit lauwarmem Kartoffel/Gurken-Salat dabei goutieren durfte. Spitzenklasse! Der nächste Tag, der Samstag, gehörte ganz der Messe selbst. Neben Literaten wie Günter Grass (am viel zu kleinen, dem Ansturm absolut nicht gewachsenen Bertelsmann-Stand) und Günter Kunert tummelten sich die bekannten Promis in den Messehallen und stellen ihre neuen Bücher vor: Reiner Calmund, Wolfgang Clement, Sarah Kuttner ... Da passt es, dass der auch in diesem Jahr umlagertste Stand derjenige des ZDF ist, an dem am laufenden Band Merchandising in die Menge geworfen wird. Die Mainzelmännchen waren leider schon ausgegangen, als ich mich endlich vorgekämpft hatte. Am Stand von KBV begrüßte ich Ralf Kramp, seine Frau Monica und Volker Maria Neumann. Endlich ein wenig sitzen und Kaffee trinken. Zudem gelang es mir, einer interessierten Leserin zwei Bücher von Michael Siefener zu verkaufen. Immerhin! Ein ebenfalls sehr umlagerter Stand war der von WerkZeugs (http://www.werk-zeugs.de), an dem auch Boris Koch signierte. Und dann, um 20:00 Uhr, war es soweit. In einer Friedhofskapelle in Plagwitz fand die Lesung aus GOTHIC statt. Schon der Weg dorthin war abenteuerlich, und der Friedhof selbst atmosphärisch von Fackelschein erleuchtet. Obwohl die Lesung im Vorfeld nur im Internet beworben wurde, quetschten sich ca. 150 Leute in die Kapelle, so dass immer weitere Friedhofsbänke hereingetragen werden mussten. Besonders freute mich, dass unter den Gästen auch Lars Maria Maly und Zaubermond-Mastermind Dennis Ehrhardt waren. Wie immer, so blieb auch diesmal leider viel zu wenig Zeit, sich zu unterhalten. Boris Koch führte sehr gekonnt und auf individuelle Art durch die Lesung.. Nacheinander lasen Markolf Hoffmann, Christopher Kloeble, Christoph Hardebusch, Simon Weinert, meine Wenigkeit, Christian von Aster und Markus Heitz. Das hohe Niveau der Geschichten wie auch der Vortragskunst meiner Mitstreiter hat mich sehr beeindruckt, aber auch sehr unterhalten. Im Anschluss galt es, sehr viele GOTHIC-Bände zu signieren — und auch ich hielt an diesem Abend zum ersten Mal ein Exemplar dieses wirklich sehr schönen Buches in der Hand. Die Leute von WerkZeugs waren ebenfalls vertreten, und wie‘s der Zufall will, stellten wir später fest, dass wir sogar im selben Hotel wohnten! Und keine Messe ohne „Geschäfte“. Zu meinem Buch DER KUSS DER MEDUSA werden die WerkZeugs-Leute etwas Exclusives auf den Markt bringen! Die zweite Lesung in diesem Jahr fand am Donnerstag, den 19. in der Buchhandlung Leszeichen in Hillesheim statt. Richtig: MORDS-OSTERN stand auf dem Programm, und die Leute strömten tatsächlich wieder herbei. Meine Mitstreiter Ralf Kramp und Carsten Sebastian Henn gaben alles. Höhepunkt sicherlich das Schlusskapitel, in dem Carsten endgültig alle Seriosität über Bord warf und sich Hasenohren anlegen ließ. Nur beim Puschelschwänzchen weigerte er sich (dieses trug dafür sehr viel dekorativer Uli Bücking, die Pressedame von KBV) an geeigneter Stelle zur Schau — und Hand aufs Herz: Auch die Bunny-Ohren standen ihr bei weitem besser! Wie auch immer, das Publikum war begeistert, selbst der SWR war vor Ort, und ich hatte das Vergnügen, innerhalb einer Woche zwei fantastische Lesungen hautnah miterlebt zu haben. Das Schönste folgte auch diesmal: Die abschließende mitternächtliche Runde im Café Sherlock, die die liebevolle Rundumversorgung von uns Autoren komplett machte. Die von Ralf kreierte Steckrübensuppe erwärmte nicht nur den Magen, sondern auch das Herz. Einmal mehr vielen Dank für alles an die netten Gastgeber! Februar 2009
Es dürfte das Frühjahr mit meinen bisher meisten Veröffentlichungen werden. Der Veröffentlichungs-Marathon begann diesen Monat mit MORDS-SACHSEN III, der von Claudia Puhlfürst und (diesmal) Johannes Maria Fischer herausgegebenen Erfolgsreihe. Meine Story „Die schöne Sächsin“ eröffnet das Buch, zu dem u.a. auch der berühmte Kollege -ky wieder eine Geschichte beisteuert. Und endlich, endlich, nach fast zwei Jahren Planung, Vorbereitungs-zeit, einigen Bauchlandungen, aber auch vielen erfreulichen und beglückenden Erlebnissen steht OWL KRIMINELL nun endlich in den Buchhandlungen. Kurzum, es war eine schwere Geburt, aber nun fühlen Claudia Puhlfürst und ich uns wie glückliche Eltern eines doch sehr stattlichen Sprösslings. Zudem KBV sämtliche Register gezogen und das Cover sogar mit einer edlen Prägung versehen hat. Und auch hierfür hat Kollege –ky eine Story geschrieben! Januar 2009
Wer hätte gedacht, dass ich so schnell wieder im gemütlichen Café Sherlock sitzen und mit meinen Kollegen MORDS-OSTERN plotten würde? Trotz des schmalen Zeitfensters von knapp drei Stunden brachten wir eine wahnwitzige Story auf die Beine. Leider musste sich Ralf Kramp um halb sieben samt Gattin zu einer Lesung verabschieden, so dass Carsten Sebastian Henn (der trotz Erkältung angereist war—ein eiskalter Profi eben) und ich allein weiter ausharrten und bis zum Ende schrieben. Dank Michaela, dem guten Engel im Café, die extra für uns eine Überstunde einlegte, kamen wir auch kulinarisch – mit Steckrübensuppe, Schneebällen und Hot Dogs – auf unsere Kosten. Nun, das Ergebnis wird man dann rechtzeitig vor Ostern wieder in den Buchhandlungen bestaunen können. Allein auf die Schokolade freue ich mich … Zurück zeigte sich die Eifel von ihrer rauesten Seite. Bereits, als wir gemütlich im Café saßen, begann es zu schneien. Entsprechend mühsam gestaltete sich der Rückweg über verschneite Eifeler Landstraßen. Zum Glück hatte ich Ralf Kramp zumindest als stimmlichen Begleiter dabei, hatte ich doch sein Hörbuch „Ein Viertelpfund Mord“ zuvor erworben, so dass die dreistündige Rückreise zumindest während einer gewissen Zeit höchst erfreulich verlief. Danke mal wieder an alle Beteiligten, die dieses Treffen möglich gemacht haben! Nicht unerwähnt bleiben soll, dass ich ab dem 1. Januar offizielles und beurkundetes Mitglied im SYNDIKAT bin, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur.
Dezember 2008
Das schönste Weihnachtsgeschenk für mich gab‘s schon am 12. Dezember! Zusammen mit meinen Kollegen Carsten Sebastian Henn und Ralf Kramp las ich in der Buchhandlung Lesezeichen in Hillesheim aus MORDS-WEIHNACHT. Fünfundsiebzig zahlende Zuschauer waren begeistert—vor allem ob der fast schon schauspielerischen Leistung meiner beiden Mitstreiter. Dank an Monika Kramp und alle Kollegen und Mitarbeiter für die vorzügliche Organisation. Unvergesslich auch der nachträgliche Ausklang im angrenzenden Café Sherlock mit vom Meister Kramp selbst hergestellten Plumpudding. Außerdem bekam ich meine erste Morddrohung: „Ich bring Sie um!“, drohte eine der Lesung beiwohnende ältere Dame, deren markante Stimme ich unvorsichtigerweise mit der von Omma Brock aus MORDS-WEIHNACHT verglich. Signieren durfte ich ihr Buch trotzdem noch … Wie ich überhaupt noch niemals an einem Abend derart viele Bücher signieren durfte. Ich schätze, mindestens einhundert Mal musste ich mich als Monica Mirelli verewigen.
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