Vobro's Zitate - Sammlung
zusammengestellt von
Volker Brokop, Wuppertal
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"Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer herausfindet, wozu das Universum da ist und warum, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."
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Adenauer, Konrad:
"Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher."
"Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, daß sie es von anderen haben wollen."
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Allen, Woody:
"Natürlich gibt es eine jenseitige Welt. Die Frage ist nur: wie weit ist sie von der Innenstadt entfernt, und wie lange hat sie offen."
"Das Schwierigste im Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis."
"Es ist nicht so, daß ich Angst vor dem Sterben hätte. Ich möchte bloß nicht dabeisein, wenn es passiert."
"Eine
Berühmtheit ist ein Mensch, der sein ganzes Leben hindurch schwer gearbeitet
hat, um bekannt zu werden, und der eine dunkle Brille trägt, damit ihn niemand
erkennt.
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Armstrong, Louis:
"Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede."
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Asimov, Isaac:
"Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen."
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Augstein, Rudolf:
"Es kommt nicht so sehr darauf an, daß die Demokratie nach ihrer ursprünglichen Idee funktioniert, sondern daß sie von der Bevölkerung als funktionierend empfunden wird."
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Augustinus:
"Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist."
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Aurel, Mark (eigentlich Marcus Annius Verus):
"Wenn jemand dich tadelt oder haßt oder Schlechtes von dir redet, so gehe heran an seine Seele, dringe ein und sieh, was er eigentlich für ein Mensch ist. Du wirst finden, daß du dich nicht zu beunruhigen brauchst, was er auch von dir denken mag. Du mußt ihm jedenfalls wohlgesinnt bleiben, da er von Natur aus dein Freund ist."
"Wenn du ein gutes Werk getan und dem anderen wirklich wohl getan hast, warum bist du dann gar so töricht, ein Drittes zu begehren, nämlich den Ruhm ob solcher Tat oder irgendeine Vergeltung?"
"Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über irgend etwas wundert, das im Leben vorkommt."
"Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern daß man nie beginnen wird zu leben."
"Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es."
"Blicke in dein
Inneres! Da drinnen ist eine Quelle des Guten, die nimmer aufhört zu sprudeln,
wenn du nur nicht aufhörst nachzugraben."
(Aus den "Selbstbetrachtungen")
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"Für eines Mannes Handeln ist das eigene Ich ein dürftiger Ausgangspunkt."
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Bierce, Ambrose:
"Ein Egoist ist ein unfeiner Mensch, der für sich mehr Interesse hat als für mich."
"Gehirn: ein Organ, mit dem wir denken, daß wir denken."
"Friede: die Epoche des Betrügens zwischen zwei Epochen des Kriegführens."
"Selbstachtung: Eine falsche Einschätzung."
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Bismarck, Otto von:
"Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie."
"Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."
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Bogart, Humphrey:
"Ein kluger Mann widerspricht nie einer Frau. Er wartet, bis sie es selbst tut."
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Böll, Heinrich:
"Warum nur tun die Deutschen so viel für ihre Toten und so wenig für ihre Lebenden?"
"Wir geben uns zu wenig Rechenschaft darüber, wieviel Enttäuschung wir anderen bereiten."
"Im seinem Durchschnitt ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist."
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Börne, Ludwig:
"Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche."
"Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstande, wie andere mit ihrem Gelde."
"Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden."
"Es kann das Volk sein eigener Tyrann sein, und es ist es oft gewesen."
"Ein Mensch von Geist wird nicht allein nie etwas Dummes sagen, er wird auch nie etwas Dummes hören."
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Brecht, Bertold:
"Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten. Es war noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten. - Der Menschheit drohen Kriege, gegen welche uns die ver- gangenen wie armselige Versuche vorkommen werden. Und sie werden kommen, ohne jeden Zweifel, wenn nicht denjenigen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, die Hände zerschlagen werden."
"Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit."
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher."
"Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte."
"Die Erfindungen für Menschen werden unterdrückt, die Erfindungen gegen sie gefördert."
"Kein Vormarsch ist so schwer, wie der zurück zur Vernunft."
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Brudzinski, Wieslaw:
"Manche meinen, sie seien liberal geworden, nur weil sie die Richtung ihrer Intoleranz geändert haben."
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Buck, Pearl-S.:
"Die gefährlichsten Herzkrankheiten sind immer noch Neid, Haß, Geiz."
"Bringen Hufeisen wirklich Glück? Ich bezweifle es - ich habe schon viele unglückliche Pferde gesehen."
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Bukowski, Charles:
"Manche Leute drehen nie durch. Was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen."
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Burke, Edmund:
"Niemand beging einen größeren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte."
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"Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, geleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit."
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Chamfort:
"Jeder, der lange in der Gesellschaft leben kann, beweist mir nur, daß er nicht besonders feinfühlig ist. Nichts, was dort das Herz erwärmen könnte, nichts, das es nicht verhärtete, und wäre es auch nur der Anblick der Fühllosigkeit, Leere und Eitelkeit, die dort herrschen."
"Das tragische Theater hat einen großen moralischen Nachteil: Es überschätzt die Bedeutung von Leben und Tod."
"Das Elend des Menschen liegt darin, daß er in der Gesellschaft Trost suchen muß gegen die Leiden, die die Natur ihm zufügt, und in der Natur Trost gegen die Leiden der Gesellschaft. Wie viele haben weder hier noch dort eine Erleichterung ihrer Schmerzen gefunden!"
"An zwei Dinge muß man sich gewöhnen, um das Leben erträglich zu finden: Die Unbilden der Zeit und die Ungerechtigkeiten der Menschen."
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Chaplin, Charlie:
"Filmemacher sollten bedenken, daß man ihnen am Tag des Jüngsten Gerichts all ihre Filme wieder vorspielen wird."
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Chapman, Graham:
"Erfahrene Juristen bezeugen, daß es manchmal vor Gericht von Vorteil sein kann, wenn man im Recht ist."
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Cioran, E.M.:
"Das einzige,
was jungen Menschen beizubringen wäre: Daß nichts, sagen wir, beinahe nichts vom
Leben zu erwarten ist. Man wäre versucht, an eine Tabelle der Enttäuschungen zu
denken, auf der alle einem jeden vorbehaltenen Fehl-
erwartungen verzeichnet wären und die in den Schulen angeschlagen würde."
"Sonntagnachmittag: Die Straßen sind voll von einer verstörten, erschöpften, erbärmlichen Menge, Mißgeburten von überall her, Überbleibsel von Kontinenten, Aussatz der Erdkugel. Man denkt an das Rom der Cäsaren, vom Auswurf des Imperiums überschwemmt. Jeder Mittelpunkt der Welt ist eine Düngergrube."
"Das Verschwinden der Tiere ist ein unvergleichlicher, schwerwiegender Tatbestand. Ihr Henker hat die Landschaf- ten besetzt, es gibt nur noch Raum für ihn. Welch ein Entsetzen, dort einen Menschen wahrzunehmen, wo man zuvor ein Pferd betrachten konnte!"
"Der große Tort der Natur ist, daß sie sich nicht mit einem Reich begnügen konnte. Neben dem Pflanzlichen scheint alles andere fehl am Ort, unerwünscht. Die Sonne hätte der Entstehung des ersten Insektes zürnen und beim Auftreten des Schimpansen abwandern sollen."
"Ein Freund
erwartet Schonung, Lüge, Trostsprüche, lauter Dinge, die Anstrengung,
Überlegungsarbeit, Selbstbe- herrschung erfordern. Die ständige Sorge um
Feingefühl, wie die Freundschaft sie voraussetzt, ist widernatürlich.
Her mit Gleichgültigen und Feinden, daß man Atem schöpfen kann!"
"Lieber in der Gosse als auf einem Podest."
"'Du hast
unrecht, auf mich zu setzen' - wer könnte diese Sprache führen? - Gott und der
Versager."
(Entnommen den Büchern "Vom Nachteil, geboren zu
sein" und "Die verfehlte Schöpfung")
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Clemenceau, Georges:
"Amerika - die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg über die Kultur."
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Coleridge, Samuel:
"Die glücklichste Ehe, die ich mir persönlich vorstellen kann, wäre die Verbindung zwischen einem tauben Mann und einer blinden Frau."
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"Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes."
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Dante
Alighieri:
"Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus,
die einst ihm ferner stehn beim Weltgerichte, die da nimmer kannten Christus."
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Da Vinci, Leonardo:
"Es wird die Zeit kommen, da das Verbrechen am Tier genauso geahndet wird, wie das Verbrechen am Menschen."
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Deschner, Karlheinz:
"Ich denke, also bin ich kein Christ."
Dietrich, Marlene:
"Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ändern, und wenn sie ihn dann geändert haben, mögen sie ihn nicht mehr."
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Doderer, Heimito von:
"Objektivität: Alles hat zwei Seiten. Aber erst wenn man erkennt, daß es drei sind, erfaßt man die Sache."
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Drewermann, Eugen:
"Wenn Gott ein Wort in dieser Zeit spräche, dann dieses: 'Verschwindet aus meinen Kirchen! Geht, wenn ihr um den Frieden beten wollt, zu den Banken - da kniet nieder und betet vor eurem Gott! Er ist euch Tausende von Menschen wert, Millionen von Verhungernden. Betet zu dem einzigen Götzen, an den ihr glaubt, das Geld, da kniet nieder und spuckt eure Lügen, aber nicht in meinen Kirchen.'"
"Was kann die Religion anderes tun, als daß sie Bilder der Hoffnung bietet, die uns helfen, einander gegen den Tod anzulieben, die Angst vor dem Sterben zu überwinden und ohne falsches Kalkül auf äußeren Erfolg die Wahrheit zu leben, die in uns liegt? - Die Welt wäre ein ewiger Sarg, wenn es diese Bilder nicht gäbe."
"Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, daß die Wurzeln des Krieges, daß die Gründe des Schlimmsten, was Menschen über Menschen bringen können, tief im Boden der 'Normalität' eingesenkt sind."
"Was wir sagen müssen, öffentlich längst hätten sagen und von allen Kanzeln hätten rufen müssen, ist, daß es keinen erlaubten Krieg mehr gibt, weil Krieg das größte, konzentrierteste und systematischste Verbrechen darstellt, das Menschen gegen Menschen verüben können, und daß er mit allen Mitteln zu vermeiden ist."
"Die Zukunft ist eine pazifistische, oder sie ist gar keine."
"Wir
sprechen den Tieren eine Seele ab, um noch seelenloser mit ihnen umgehen zu
können, wie mit uns selber. Wir müßten auf den Darwinismus, mit der Erkenntnis
der Verwandtschaft von Mensch und Tier heute, moralisch und religiös durch ein
vertieftes Weltbild antworten. Statt dessen tun wir das Gegenteil, vor allem in
der Massentierhaltung, wo wir millionenfaches Leid routiniert, industriealisiert
und standardisiert über die Tiere hinweg fahren. Der Tag wird kommen, an dem wir
Menschlichkeit gerade darin erblicken werden, niederkniend die Tiere um
Verzeihung zu bitten für alles, was wir ihnen angetan haben."
"Die Religion der Zukunft ist religiös, kulturell und ökologisch
integrativ, oder sie ist schädlich, falsch und überflüsig!"
"Wenn das gesamte Dasein des Menschen nur noch aus Angst besteht,
verwandeln sich alle Strukturen seiner kreatürlichen Existenz von Segen in
Fluch, von Heil in Unheil, von Glück in Unglück."
"Das, wovor wir am meisten Angst haben,
ist häufig das, worauf wir am meisten hoffen."
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Duhamel, Georges:
"Die Landschaft erobert man mit den Schuhsohlen, nicht mit den Autoreifen."
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"Menschen und Völker handeln erst dann vernünftig, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind."
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Ebner-Eschenbach, Marie von:
"Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben."
"Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehaßt."
"Und ich habe mich so gefreut! - sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut, ist das etwa nichts?"
"Der Kügere gibt nach - Eine traurige Wahrheit, denn sie begründet die Weltherrschaft der Dummen."
"Nenne dich
nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist
nur der, der nie geträumt hat."
"Die Bibel - ein Buch, das viele, die es auswendig wissen, nicht kennen".
"Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf. Es kommt nur auf die Entfernung an."
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Einstein, Albert:
"Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt."
"Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde."
"Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen."
"Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr."
"Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
"Das Unverständlichste am Universum ist im Grunde, daß wir es verstehen können."
"Zwei Dinge scheinen unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."
"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein."
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Epikur von Samos:
"Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen."
"Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht."
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Erasmus von
Rotterdam:
"Du triffst Vorsorge für das Alter,
damit dem Körper nichts fehle. Solltest du dir nicht Gedanken darüber machen,
ob der Seele etwas fehlt?"
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Fanfani, Amintore:
"In der Politik ist es wie im Konzert: Ungeübte Ohren halten das Stimmen der
Instrumente schon für Musik."
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Fontane, Theodor:
"Haltet die Bösen immer voneinander getrennt. Die Sicherheit der Welt hängt davon ab."
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Franklin, Benjamin:
"Wer der Meinung ist, daß für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, daß er für Geld alles zu tun bereit ist."
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Freud, Sigmund:
"Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos."
"Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: 'Was will eine Frau?'."
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Fried, Erich:
"Wer sagt: 'Hier herrscht Freiheit', der lügt, denn Freiheit herrscht nicht."
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"Auch Gott lernt dazu. Man merkt das an den Verbesserungen bei der Erschaffung der Frau gegenüber der des Mannes."
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Gandhi, Mohandas-Karamchand, genannt 'Mahatma':
"Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt."
"Was man mit Gewalt gewinnt, kann man nur mit Gewalt behalten."
"Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten."
"Es hat im Abendland nie ein Christentum gegeben, denn sonst hätten von dort aus nicht die schlimmsten Kriege ihren Ausgang nehmen können."
"Die Reichen
halten sich überflüssige Vorräte an Dingen, die sie nicht brauchen, während
Millionen am Rande des Verhungerns leben. Würde jeder seinen Besitz auf das
einschränken, was er braucht, so müsste niemand in Not leben, und alle wären
zufrieden. So aber sind die Reichen nicht minder unzufrieden als die Armen."
"Bevor ein Kind mit dem Alphabet und anderem
Wissen von der Welt befasst wird, sollte es lernen, was die Seele ist, was
Wahrheit und Liebe sind, welche Kräfte in der Seele schlummern. Wesentlicher
Teil der Bildung müsste sein, daß das Kind unterwiesen wird, wie man im
Lebenskampf Hass durch Liebe, Unwahrheit durch Wahrheit, Gewalt durch eigenes
Leiden besiegt."
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Gide, André:
"Wenn ein Philosoph einem antwortet, versteht man überhaupt nicht mehr, was man ihn gefragt hat."
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Goethe, Johann Wolfgang:
"Seelenleiden zu heilen vermag der Verstand nichts, die Vernunft wenig, die Zeit viel, entschlossene Tätigkeit alles."
"Es ist wahr,
der Diebstahl ist ein Laster: aber der Mensch, der, um sich und die Seinigen vom
gegenwärtigen Hungertode zu erretten, auf Raub ausgeht, verdient der Mitleiden
oder Strafe?"
"Wir bilden uns ein, fromm zu sein, indem wir ohne Überlegung hinschlendern, uns durch angenehme Zufälle determinieren lassen, und endlich dem Resultate eines solchen schwankenden Lebens den Namen einer göttlichen Führung geben."
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Goldwyn, Sam:
"Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Leuten auszukommen, die man nicht leiden kann."
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Gorki, Maxim:
"Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen."
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Grillparzer, Franz:
"Der Verstand und die Fähigkeit, ihn zu gebrauchen, sind zwei verschiedene Gaben."
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Grzimek, Bernhard:
"Der einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot."
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Guareschi, Giovanni:
"Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weitergebracht als alle anderen."
"Manch einer, der vor der Versuchung flieht, hofft doch heimlich, daß sie ihn einholt."
"Politik besteht nicht selten darin, einen simplen Tatbestand so zu komplizieren, daß alle nach einem neuen Vereinfacher rufen."
"Ein Kritiker ist wie eine Henne, die gackert, wenn andere Eier legen."
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Guiness, Alex:
"Das Üble an
den Minderwertigkeitskomplexen ist, daß die falschen Leute sie haben."
"Schlechte Argumente bekämpft man am
besten, indem man ihre Darlegung nicht stört."
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"Fernsehredakteure haben eine einmalige Begabung: Sie können Spreu von Weizen trennen. Und die Spreu senden sie dann."
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Hauptmann, Gerhard:
"Sobald einer in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden."
"Gewisse Ehen halten nur in der Weise zusammen wie ineinander verbissene Tiere."
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Hebbel,
Friedrich:
"Es ist unglaublich, wie viel Geist in
der Welt aufgeboten wird, um Dummheiten zu beweisen."
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Heine, Heinrich:
"Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man
am Ende auch Menschen."
"Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab,
ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so
werde katholisch."
"Ich will gar nicht sagen, die Weiber hätten gar keinen Charakter.
Beileibe nicht! Sie haben vielmehr jeden Tag einen anderen."
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Hemingway, Ernest:
"Ich habe eine große Zärtlichkeit und Bewunderung für die Erde und keine Spur davon für meine Generation."
"Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: Durchs Leben zu gehen ohne Lärm zu machen."
"Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, daß man unsere Zeit einmal die 'gute alte Zeit' nennen wird."
"Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, und fünfzig Jahre, um
Schweigen zu lernen."
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Hesse, Hermann:
"In der ganzen Welt ist jeder Politiker sehr für Revolution, für Vernunft und Niederlegung der Waffen - nur beim Feind, nicht bei sich selbst."
"Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken."
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Hitchcock, Alfred:
"Richtig verheiratet ist der Mann erst dann, wenn er jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat."
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Hundertwasser, Friedensreich:
"Bei der Stapelung der Wohnungen nach oben geht zuerst der Mensch zugrunde und dann die Natur. Bei der Stapelung in die Breite läuft es umgekehrt."
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Huxley, Aldous:
"Vielleicht ist diese Welt die Hölle eines anderen Planeten."
* * *
"Denken ist schwer, darum urteilen die meisten."
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Kafka, Franz:
"Verwandtengefühl
habe ich keines, in Besuchen sehe ich förmlich gegen mich gerichtete Bosheit."
(Tagebücher, 1913)
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Kästner,
Erich:
"Daß wir wieder werden wie Kinder, ist eine unerfüllbare Forderung. Aber wir können zu verhüten versuchen, daß die Kinder so werden wie wir."
"Wer als Erwachsenr aufhört das Kind zu bleiben, das er einmal war, hört auf ein Mensch zu sein."
* * *
Knef, Hildegard:
"Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben - Ich laufe jeden Tag Amok."
* * *
Kraus, Karl:
"Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen Schatten."
* * *
Lao-Tse:
"Der Sprechende
mag ein Narr sein, Hauptsache der Zuhörer ist weise."
* * *
"Würde Hirnlosigkeit vor Kopfschmerzen schützen, könnten die Aspirin-Produzenten ihre Laden schliessen."
"Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden."
"Schon die Mathematik lehrt uns, daß man Nullen nicht übersehen darf."
"Der Berufsoffizier: ein Mann, den wir in Friedenszeiten durchfüttern, damit er uns im Krieg an die Front schickt."
"Der Mensch: ein durch die Zensur gerutschter Affe."
* * *
Le Bon, Gustave:
"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer."
"Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten."
* * *
Lec, Stanislaw Jerzy:
"Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten."
"Wer will, daß die Welt so bleibt, wie sie ist, will nicht, daß sie bleibt."
"Der Mensch ist die Dornenkrone der Schöpfung."
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Lessing, Gotthold-Ephraim:
"Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren."
* * *
Lichtenberg, Georg-Christoph:
"Was hilft aller Sonnenaufgang, wenn wir nicht aufstehen."
* * *
Lie, Trygve:
"Kriege entstehen, weil die Menschen sich auf den Konflikt, nicht auf den Frieden vorbereiten."
* * *
Lorentz, Lore:
"Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die
Abtreibung längst ein Sakrament."
* * *
"Militärische Intelligenz ist ein Widerspruch in sich."
"Fernsehen bildet. Immer, wenn der Fernseher an ist, gehe ich in ein anderes Zimmer und lese."
* * *
Miller, Alice:
"Wenn Menschen Liebe gepredigt wird, lernen sie nicht lieben, sondern predigen."
* * *
Morgenstern,
Christian:
"Es gibt kaum etwas
Empörenderes als die sklavische Furcht, die der
Autoritätsglaube dem Menschen einprägt und einbrennt; ein Gefühl, dessen blasse
Nachtschatten bis in die späte Reife des Denkenden hineinreichen. Wie lange
währt es, bis man diese beschämenden Fußfesseln des freien Gedankens nicht nur
ganz abgeschüttelt, nein, auch sich völlig aus den Augen geschafft hat!"
* * *
Moreau, Jeanne:
"Adam - der erste Entwurf für Eva."
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"In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern Gehen und Sprechen bei, in den späteren verlangen sie dann, daß es stillsitzt und den Mund hält."
* * *
Nietzsche, Friedrich:
"Glaube heißt: Nicht wissen wollen was wahr ist."
"Erst das Christentum hat den Teufel an die Wand der Welt gemalt; erst
das Christentum hat die Sünde in die Welt gebracht."
"Wahnsinn bei Individuen ist selten, aber in Gruppen, Nationen und Epochen die Regel."
"Die größten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden."
"Menschen, welche rasch Feuer fangen, werden schnell kalt und sind daher im Ganzen unzuverlässig."
* * *
Novalis:
"Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf."
* * *
"Abrüstungskonferenzen sind die Feuerwehrübungen der Brandstifter."
"Der Computer ist die logische Weiterentwicklung des Menschen: Intelligenz ohne Moral."
* * *
"Alles Unheil dieser Welt geht davon aus, daß die Menschen nicht still in ihrer Kammer sitzen können."
"In der Liebe gilt Schweigen oft mehr als Sprechen."
* * *
Pasteur, Louis:
"Tierärzte haben es leichter. Die werden wenigstens nicht durch Äußerungen ihrer Patienten irregeführt."
* * *
Paul, Jean:
"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können."
* * *
Pauling, Linus:
"Der einzige Fortschritt, den man in bisher in Abrüstungsfragen erzielt hat, liegt darin, daß sich die früheren Kriegsminister jetzt Verteidigungsminister nennen."
"Fast alles, was Menschen erfinden, wird früher oder später zur Waffe. Ist das wirklich nicht zu verhindern?"
* * *
Polgar, Alfred:
"Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist."
* * *
Pound, Ezra:
"Regieren ist die Kunst, Probleme zu schaffen, mit deren Lösung man das Volk in Atem hält."
* * *
"Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen."
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Ritschard, Willi:
"In den Diktaturen darf man nichts sagen, muß alles nur denken. In der Demokratie darf man alles sagen, aber keiner ist verpflichtet, sich dabei etwas zu denken."
* * *
Roosevelt, Franklin:
"Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million."
* * *
Rousseau, Jean-Jacques:
"Wenn je in der Welt eine Geschichte bestätigt war, so ist es die Geschichte der
Vampire. Nichts fehlt daran: Gerichtsakten, Zeugnisse von Notabeln, von
Wundärzten, von Pfarrern und Magistratspersonen. Der gerichtliche
Beweis ist einer der vollständigsten. Bei all dem: Wer glaubt an die Vampire?"
"Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der
Tyrannei nur zu günstig, als daß sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte.
Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen."
"Die Protestanten sind im allgemeinen viel unterrichteter als die Katholiken,
und das erklärt sich dadurch, daß die Lehre der einen die kritische Besprechung
verlangt, die Lehre der anderen hingegen blinde Unterwerfung fordert."
* * *
Russell, Bertrand:
"Wir stehen vor der paradoxen Tatsache, daß die Erziehung zu einem der wesentlichen Hindernisse für Intelligenz und Freiheit des Denkens geworden ist."
"Die Welt, in der wir leben, lässt sich als das Ergebnis von Wirrwarr und Zufall verstehen; wenn sie jedoch das Ergebnis einer Absicht ist, muss es die Absicht eines Teufels gewesen sein. Ich halte den Zufall für eine weniger peinliche und zugleich plausiblere Erklärung."
* * *
Schiller, Friedrich:
"Da donnern sie
Sanfmut und Duldung aus den Wolken und bringen dem Gott der Liebe Menschenopfer
wie einem feuerarmigen Moloch, predigen Liebe des Nächsten und fluchen den
achtzigjährigen Blinden von ihren Türen hinweg, stürmen wider den Geiz und haben
Peru um goldner Spangen willen entvölkert."
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Schneider, Reinhold:
"Die Stille ernährt, der Lärm verbraucht."
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Schopenhauer, Arthur:
"Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, daß unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedenken sei, ist eine geradezu empörende Barbarei des Abendlandes. Die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man ihnen schuldig. Diese Welt ist für die Tiere die Hölle und wir Menschen sind ihre Teufel."
"Ich weiß
mir kein schöneres Gebet, als das, womit die alt-indischen Schauspiele
schließen. Es lautet: Mögen alle lebenden Wesen von Schmerzen frei bleiben."
"Der Neid der Menschen zeigt an, wie unglücklich sie sich selbst fühlen; ihre
beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen, wie sehr sie sich
langweilen."
"Es gibt kein unfehlbareres Zeichen eines ganz schlechten Herzens und tiefer moralischer Nichtswürdigkeit, als einen Zug reiner und herzlicher Schadenfreude."
"Das Schicksal ist Grausam und die Menschen sind erbärmlich."
"Der wahre tiefe Friede des Herzens und die vollkommene Gemühtsruhe sind nur in der Einsamkeit zu finden."
"Denn in ihr (der Einsamkeit) fühlt der Jämmerliche seine ganze Jämmerlichkeit, der große Geist seine ganze Größe, kurz jeder sich, als was er ist."
"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den Verstand."
"Ein geistreicher Mensch hat selbst in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreff- liche Unterhaltung."
"Zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn."
"Ganz er selbst
sein darf jeder nur solange er allein ist: Wer also nicht die Einsamkeit liebt,
der liebt auch nicht die
Freiheit, denn nur wenn man allein ist, ist man frei."
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Schweitzer, Albert:
"Das Verhängnis unserer Kultur ist, daß sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig."
"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht."
"Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, daß die Tür zu ist, damit ja nicht der Hund hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, wachen die europäischen Denker darüber, daß ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen."
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Shaw, George Bernard:
"Was wir dringend brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben."
"Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch."
"Die besten Reformer, die die Welt je gesehen hat, sind jene, die bei sich selbst anfangen."
"Wenn ein Mensch einen Tiger tötet, spricht man von Sport. Wenn ein Tiger einen Menschen tötet, spricht man von Grausamkeit."
"Eines der traurigsten Dinge im Leben ist, daß ein Mensch viele gute Taten tun muß, um zu beweisen, daß er tüchtig ist, aber nur einen Fehler zu begehen braucht, um zu beweisen, daß er nichts taugt."
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Sutherland-Neill, Alexander:
"Die Lösung für die Menschheit liegt in der richtigen Erziehung der Jugend, nicht in der Heilung von Neurotikern."
"Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern."
* * *
"Eine Idee, die dem Streben nach Gerechtigkeit entspringt, kann nicht unfruchtbar bleiben."
"Man sehe sich Menschen an, die eine Ikone küssen, an sie herankriechen, sie anbeten und fürchten. Wenn es möglich war, Menschen in dieser Weise zu betrügen, dann gibt es keine Täuschung, der sie nicht erliegen würden."
"Krieg ist
etwas so Ungerechtes und Verwerfliches, daß diejenigen, die Krieg führen, die
Stimme des Gewissens in sich zu ersticken suchen."
"Um einen Staat
zu beurteilen, muß man seine Gefängnisse von innen ansehen."
"Wieviel Mühe kostet die Verhütung und Niederschlagung von Aufständen: Geheimpolizei, andere Polizei, Spitzel, Militär, Gefängnisse, Verbannungen. - Und wie leicht wären die Ursachen für Aufstände zu beseitigen!"
"Wer als Dieb
oder Räuber einem anderen die Früchte seiner Arbeit wegnimmt, weiß, dass er
verwerflich handelt; wer diese Früchte dagegen mit von der Gesellschaft
sanktionierten Methoden wegnimmt, meint nicht, er führe ein
verwerfliches Leben, und daher ist dieser ehrenwerte Bürger viel
unmoralischer als ein Räuber, steht weit unter ihm."
"Ein Dieb ist nicht, wer genommen hat, was er
benötigt, sondern wer behält und anderen nicht gibt, was er nicht benötigt,
andere aber brauchen."
"Dogmatiker -
mit solchen Leuten kann man nicht diskutieren, man kann ihnen Nachsicht
angedeihen lassen, sie bedauern, zu heilen versuchen, aber man muss sie als
Geisteskranke betrachten und darf mit ihnen nicht streiten."
"Statt daß diejenigen, die von der
Arbeit anderer leben, denen dankbar
wären,
die für sie arbeiten, sind die, welche arbeiten, denen dankbar, die sie
für sich arbeiten lassen. Welch ein Widersinn!"
* * *
Tschechow,
Anton:
"Die Natur ist ein sehr gutes
Beruhigungsmittel."
"Kein Zynismus kann das Leben übertreffen."
* * *
Tucholsky, Kurt:
"Nichts ist
schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner
Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!"
"In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel
gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht."
* * *
Twain, Mark:
"Von allen je geschaffenen Geschöpfen ist der Mensch am verabscheuungswürdigsten. Er ist das einzige Wesen, daß Tieren Schmerzen zufügt und weiß, daß es Schmerzen sind. "
"Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen."
"Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches."
"Enttäuscht vom Affen, schuf Gott den Menschen. Danach verzichtete er auf weitere Experimente."
"Versuchungen sind wie Vagabunden: Wenn man sie freundlich behandelt, kommen sie wieder und bringen andere mit."
"Ein Bankier
ist ein Mensch, der einen Schirm verleiht, wenn die Sonne scheint, und der ihn
sofort zurückhaben will, wenn es zu regnen beginnt.
"Wie muß Adam das Gefühl ausgekostet haben, Dinge zu sagen, die vor ihm
noch keiner gesagt hat!"
"Es badet sich die Kräh mit allem Fleiß und kann doch niemals werden weiß."
* * *
"Es gibt Leute in Amerika, die haben Wichtigeres zu tun, als Präsident zu sein."
* * *
"Ich weiß nicht, was das sein mag, das 'Ewige Leben'. Aber dieses hier, das diesseitige, ist ein schlechter Scherz."
* * *
"Heutzutage hat
keiner genug, weil jeder zu viel hat."
* * *
Welles, Orson:
"Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun."
* * *
Wells, Herbert-George:
"Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Gesprächspartner voraus."
* * *
Wiener, Oswald:
"Im Gegensatz zur Pest ist die Dummheit keine Krankheit, weshalb keine Hoffnung darauf besteht, sie jemals ausrotten zu können.
* * *
Wilde, Oscar:
"Ein Bischof sagt als Achtzigjähriger noch genau dasselbe, das ihm eingeflößt wurde, als er achtzehn war."
"Mode ist eine so unerträgliche Form der Häßlichkeit, daß wir sie alle sechs Monate ändern müssen."
"Ich gebe Ratschläge immer weiter. Es ist das einzige, was man damit anfangen kann."
"Es ist wichtiger, daß sich jemand über eine Rosenblüte freut, als daß er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt."
"Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen."
"Frauen sind da, um geliebt, nicht um verstanden zu werden."
* * *
"Der geistigen Menschen höchste Leistung ist immer Freiheit: Freiheit von den Menschen, von den Meinungen, von den Dingen, Freiheit zu sich selbst."
"Wer einmal zu sich selbst gefunden hat, der kann nichts auf dieser Welt mehr verlieren."
"Einer muß den Frieden beginnen wie den Krieg."
"Wahrhaftigkeit und Politik wohnen selten unter einem Dach."
* * *
Und hier noch einige Zitate, deren Herkunft mir leider unbekannt ist, oder
welche sich nicht einer bestimmten
Person zuordnen lassen:
"Die Freiheit ist die Möglichkeit zu zweifeln, die Möglichkeit, sich zu
irren. zu suchen und zu experimentieren; ist die Möglichkeit, jeder Autorität -
sei es nun eine literarische, künstlerische, philosophische, religiöse, soziale
oder gar politische Autorität - mit einem "Nein" zu antworten."
"Die
verrückteste Idee, die der Homo sapiens je hervorgebracht hat, ist die: daß ein
Herrgott, der Weltenregierer und Schöpfer des Alls, auf die kitschige Anbetung
seiner Untertanen angewiesen sei, daß er sich von ihren Gebeten beeinflussen
ließe und schmollte, wenn sie ihm nicht schmeicheln. Und doch finanziert diese
absurde Wahnvorstellung, für die es nicht die Spur eines Beweises gibt, die
älteste, größte und unproduktivste Industrie der Menschheitsgeschichte. - Die
zweitverrückteste Idee ist, daß der Geschlechtsakt einem sündigen Trieb
entspringt."
"Der Krieg verläßt sich seit Jahrhunderten mit Erfolg darauf, daß man,
statt ihn zu verfluchen, für den Frieden betet."
"Die Verfolger
des Bösen sind oft schlimmer als das Böse."
"Nehmt lieber Bildung an als Silber, lieber Verständnis als erlesenes
Gold!"
(Sprüche Salomos 8, 1)
"Besser ein trocken Stück Brot und Ruhe dabei als ein Haus voll Braten und dabei
Streit."
(Sprüche Salomos 17, 1)
"Guter Ruf ist
kostbarer als großer Reichtum, hohes Ansehen besser als Silber und Gold."
(Sprüche Salomos 22, 1)
"Ausbilder sind
für die Ausbildung ausgebildete Mitarbeiter, die vom Ausbildenden beauftragt
sind, Auszubildende auszubilden."
(Berufsbildungsgesetz der Stadt Hamburg)
"Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen.“
"Räuber von Geld richtet man hin, Räuber von Ländern macht man zu Königen."
"Die größten Menschen sind diejenigen, die anderen Hoffnung geben können. "
"Was der liebe Gott vom Gelde hält, kann man an den Leuten sehen, denen er es gibt."
"Wenn der Vater
nicht pflügen kann, lernt der Sohn auch nicht säen."
(Chineschisches Sprichwort)
"Frauen, die so gut sein wollen wie Männer, haben einfach keinen Ehrgeiz."
"Der Geizhals bleibt im Tode karg: Zwei Blicke wirft er auf den Sarg, und tausend wirft er mit Entsetzen nach den mit Angst verwahrten Schätzen."
"Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht - würde der Städter kennen, was er ißt, er würde umgehend Bauer werden."
"Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden."
"Der Mensch hat die Weisheit all seiner Vorfahren zusammengenommen, und seht, welch ein Dummkopf er ist!"
"Bildungshunger und Wissensdurst sind keine Dickmacher."
"Wer die
Wahrheit sagt, sollte sein Pferd gesattelt lassen."
(Kaukasisches Sprichwort)
"Gegen die Obrigkeit und den Winter kommt keiner an."
(Slowenisches Sprichwort)
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Letzte Überarbeitung: 1.08.08
